Ökonomisches Long Covid: Das langsame Sterben der Innenstädte

Immer mehr Filialisten sind von Insolvenz bedroht - und schließen ihre Geschäfte in Deutschland

Bonjour Tristesse: Deutsche Fußgängerzonen verwaisen nach und nach (Symbolbild:Imago)

Einer der zahllosen Kollateralschäden der Corona-Beschränkungen ist die Beschleunigung des ohnehin seit Jahren anhaltenden Sterbens der deutschen Innenstädte. Nach monatelangen und für die Corona-Eindämmung wirkungslosen Lockdowns haben sich viele Geschäfte von den horrenden Verlusten, die ihnen dadurch entstanden sind, nicht mehr erholt, zumal dadurch auch der Online-Handel zeitgleich einen solchen Boom erlebte, dass viele Kunden sich gar nicht mehr die Mühe des Einkaufens in Innenstädten machen. Nachhaltig hat sich das Konsumverhalten der Deutschen verändert.

Das jüngste Opfer der Nachwehen dieses 2020 eingeleiteten „Trends“ ist nun die 1971 gegründete französische Modemarke Pimkie, die neuerdings zum Verkauf steht. Medienberichten zufolge sucht die französische Inhaberfamilie Mulliez dringend Investoren. Betroffen sein sollen vorerst nur die 300 Filialen in Frankreich – mit 1.500 Mitarbeitern; doch auch in Deutschland wird die Schließung der Filialen wohl nur eine Frage der Zeit sein. Derzeit suche man „nach einer externen Aktionärslösung” und will eine solche innerhalb weniger Monate herbeiführen, teilte das Unternehmen mit.

Pleiten bei namhaften Modeketten

In Deutschland konnte die Pimkie-Insolvenz 2020 noch mit knapper Not durch ein „Insolvenz- und Schutzschirmverfahren“ verhindert werden, wodurch sich Pimkie vor allem durch den Online-Handel sanieren konnte. Zudem waren erhebliche Mietreduzierungen erforderlich. Allerdings mussten trotzdem 40 der 75 Filialen geschlossen und rund 150 Mitarbeiter entlassen werden. Die Entwicklung betrifft die gesamte Branche: Im letzten November musste auch die Modekette Orsay Insolvenz anmelden, nachdem sie infolge der Lockdowns zusammengebrochen war. Allein in Deutschland könnten bei Orsay 197 Filialen mit 1.200 Beschäftigten vor der Schließung stehen, weitere 50 sind es in Österreich. Weil man nicht wisse, wie es ab Juli weitergehe, habe man vorsorglich alle Miet- und Arbeitsverträge zum 30. Juni gekündigt.

Weitere Traditionsunternehmen, die dem coronabedingten Online-Boom ganz oder teilweise zum Opfer fielen, sind die Parfümerie Douglas, der Elektrohandelsriese Media Markt-Saturn oder der Büroartikelhersteller Staples. Bei diesen, aber auch bei weniger bekannten Unternehmen, ebenso wie zahllosen Restaurants und kleineren Betrieben führten die Lockdowns und ihre Folgen entweder direkt zum Zusammenbruch, oder sie verschärften bereits vorhandene wirtschaftliche Probleme derart gravierend, dass keine Rettung mehr möglich war. Am Ende trug die Corona-Politik dazu bei, dass Tausende von Menschen ihre Arbeit verloren, die Innenstädte weiter veröden und dadurch wiederum wirtschaftlich immer unattraktiver werden.

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22 Kommentare

  1. @Das langsame Sterben der Innenstädte
    die Politik ist auf der Siegerstraße – die Vernichtung der Nation und die Transformation in einen failed state rücken immer näher !
    Den Betroffenen hier kann ich nur sagen : wie gewählt, so geliefert !
    Sie hatten die Wahl – sie konnten über die Jahre verfolgen, wo die Politik hinsteuert – und haben weitergewählt – jetzt nicht jammern – selbst schuld !

    Die läßlichen Sünden bestraft der liebe Gott sofort !

        • Leider auch falsch! Gewinnen tun leider ausschließlich die etablierten Parteien!
          Das Wahlsystem – einschließlich der gesteuerten Presse und Medien – sorgt schon dafür, dass es keine „Neu-Anfänge“ geben kann.

          Wir leben in einer Parteien-Oligarchie – die keine ernstzunehmenden Alternativen kennt, wie immer deutlicher wird. Zur Zeit schleimt ein Grün-Pilz über alles Lebenswerte und Existenssichernde hinweg und erstickt es nach und nach.

          Weder bei der angeblichen Wiedervereinigung (ein verschämt verlogener Beitritt!) noch bei Einführung des Euro, noch bei der Entsendung von Militär, noch bei den Teilnahmen an Kriegen oder Sanktionen denkt irgendeine Partei ernsthaft daran, überhaupt das Volk zu befragen. Die Befehlsstrukturen sind andere.

          Demokratie heißt nicht „Herrschaft des Volkes“, sondern „Herrschaft über das Volk“. Wenn schon Deutschland als Staat nicht souverän ist, wie z.B. in „Ist Deutschland ein souveräner Staat?“ ausführlich nachlesen kann, wie könnte dann das deutsche Volk „souverän“ sein? Bitte mal nachdenken!

  2. Die Innenstädte in den Großstädten sind doch längst von einer ausländischen Besatzungsmacht eingenommen. Aber Putin ist es nicht. Wer soll denn da noch in die Innenstadt gehen?

      • Der mittlere Satz ist reiner Sarkasmus. Heutzutage ist in Deutschland ja Putin an allem Schuld. Also auch daran, dass in Deutschland die Innenstädte aussterben.

  3. Dafür gibt’s Dönerbuden, Handyläden, Spielotheken, Turnschuhläden, Barbershops, Sishabars und Testzentren, was will man eigentlich mehr?! Ausserdem gibt’s gratis viel bunte Strassenkultur obendrauf.

    • Ja, als es seinerzeit – also so etwa gg. Mitte der 60er Jahre – losging mit den Computern, also erstmal computergesteuerten Maschinen in den Fabriken , da hat von Politik bis Volk alles gejubelt. Sondersendungen im FS überspielten den Arbeitsplatzverlust vieler Menschen, und dann hatten wir den Salat!
      Und als es losging mit den PC’s für jeden – da ging der Jubel wieder los, weil es doch sooo praktisch war und jetzt alles von Zuhause aus gemacht werden konnte inklusiver der Einkäufe, die einem dann von irgendeinem Boten die fünf Etagen ohne Aufzug hochgebracht werden sollten, wobei man nicht vergessen darf, dass es vor der Onlinegeschichte ja auch Warenversand gegeben hat wie z.B. Neckermann, Quelle und noch so einige, die aber dann wirtschaftlich auch in die Knie gegangen sind, weil die Konkurrenz auf einmal weltweit und riesengroß wurde.
      Aber alles sind natürlich nur wir Verbraucher schuld!

  4. Die Mieten in den Innenstädten sind dermaßen teuer, das kann nicht erwirtschaftet werden, da man zudem auch fachkundiges Personal einstellen muß und nicht nur solche, die bestellte Artikel in Kartons packen.

  5. Wieso sollten die Innenstädte in einem sterbenden Land nicht sterben? Wer Deutschland noch immer nicht verlassen hat, weiter arbeitet und Steuern zahlt, ist selbst Schuld.

  6. Ich war jetzt 2 Tage in Leipzig zu einem Kongress und da erfuhr ich u.a.das die Medien eine neue Form des wahrgenommen werdens in der sogenannten Gesellschaft anstreben. So sind Podcast eine neue Form der Medienwelt. Um ihren Sinn oder Inhalt zu verstehen wird eine bestimmte Intelligenz vorausgesetzt also mindestens eine Hochschulbildung. Dies erfuhr ich in einem internen Gespräch mit einer der dortigen Moderatoren. Auch die oft von der Politik verwendete Formulierung des ,, wir“, wenn es um Mehrheiten geht beinhaltet nicht die über 40 % Nichtwähler in der bunten Republik. Die sogenannten Unzufriedenen und Quertreiber bezeichnet man als eine Minderheit und geistig zurückgebliebene Truppe. Wer dem in so einer Konferenz widerspricht weiß, dass er dort nicht mehr bei zukünftigen Oberlehrer Veranstaltungen erwünscht ist. Die meiner Auffassung nach Diktatur der sogenannten Intelligenz über die selbstständig denkenden nimmt erschreckende Formen an. Schlau gegen dumm. Wer sind da wohl die Verlierer?

  7. Es gibt eine allgemeine Müdigkeit in der Bevölkerung, schlechte Nachrichten zu lesen und zu hören. Das habe ich in der Familie. Ich wurde gebeten, das Thema Corona, Islam, Vergewaltigung, Teuerung, usw… nicht mehr anzusprechen. Man möchte lieber Musik hören, über Blumen sprechen, über Urlaub, über all die schönen Sachen, die noch existieren. Auf deutsch….den Kopf in den Sand stecken. Auch damit hat die sadistische Mafia gerechnet. Ich denke, das ist auch Charaktersache.

  8. Kleinere Geschäfte haben erst dann wieder eine Chance, wenn die Rücksendung der im Internet bestellten Ware kostenpflichtig wird. Wie mir bekannt ist, denken sich viele nichts dabei, großzügig (mehrere Größen etc.) zu bestellen und dann eben das Nicht-Passende/Nicht-Gefallende bequem und kostenfrei zurückzusenden. Dass derartige Rücksendungen dann in der Regel aussortiert/verschrottet/vernichtet werden, obwohl sie gar keinen „Fehler“ haben, ist ein weitere „Gesellschaftsskandal“ gegen den von der Politik nichts unternommen wird.

  9. Eines der obersten Ziele des WEF und des ‚Great Reset‘ ist die Vernichtung der Nationalstaaten. Die Zerstörung der kleinen und mittleren Betriebe und Unternehmen, welche mit ihren Steuern das Rückgrat der staatlichen Einnahmen bilden – während die Big-Tech-Player wie Amazon keinen Cent Abgaben zahlen – wird vorstätzlich betrieben.

    Neben Überfremdung und Vernichtung europäischer Kulturen durch Mitgration, Zerstörung der Identität und Familie durch LGBTQXYZ+-Propaganda, Einschränkung der Mobilität durch Klima-Terror bilden die Maßnahmen ‚gegen Corona‘ ein weiteres Instrument des Great Reset, um die niemals enden wollende, uneingeschränkte Macht der US-Oligarchen (Gates, Balmer, Buffet, Benzos, Rockefeller-Foundation…) für alle Zeiten zu sichern.

    Diese sind es, die sich wie im Plot eines typischen Thrillers zu einem Konsortium von Superschurken zusammengeschlossen haben, um die totale Weltherrschaft zu erlangen. Nur fehlt diesmal leider der Held in der Geschichte, der diese Kriminellen zur Strecke bringt! Und die eingelullten, verängstigten Schlafschaafe, denen man gerade das gesamte Vermögen durch Inflation enteignet, bekommen entweder den Hintern nicht hoch (DE) oder werden von den Medien einfach ignoriert (FR).

    Und zu der Behauptung ‚Wie gewählt – so geliefert‘ kann ich für mich nur sagen, dass ich an ‚freie, geheime und demokratische Wahlen‘ in diesem – und jedem anderen vom WEF unterwanderten Land der Welt – nicht mehr recht glauben kann.

    Zu viele Ungereimtheiten, zu viele offensichtliche und nachweisbare Vorfälle, jede Menge Abweichungen vom vorgeschriebenen Wahlprozedere und eine Software zur Übermittlung der Wahlergebnisse, die vom Chaos-Computer-Club wiederholt als vollkommen unsicher und angreifbar entlarvt worden ist.

    Dazu noch linke ‚Aktivisten‘ als ‚Wahlhelfer‘, die sich sogar öffentlich damit brüsten, die ihrer Meinung nach ‚falschen‘ Stimmen für unliebsame Parteien den ihrer Meinung nach ‚richtigen‘ Parteien zugeschanzt zu haben oder durch zusätzliche Kreuzchen einfach ungültig gemacht zu haben.

    Nein – ich glaube nicht, dass unsere Regierung ‚gewählt‘ wurde – sie wurde installiert! Wir erleben gerade das Ende der Welt, wie wir sie kannten und unsere Nachfahrenden werden als Sklaven in einer dystopischen Welt aufwachsen, gegen die 1984 von Orwell ein reinstes Paradies gewesen wäre!

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