Preisfrage: Was wäre eine Alternative für Deutschland?

Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla (Foto:Imago)

Die AfD scheint im Westen der Republik immer weniger erkannt zu werden als das, was sie auch in Schleswig Holstein und in Nordrhein-Westfalen zu sein behauptet: Die Alternative für Deutschland. Woran liegt das?

Bei den Landtagswahlen in Schleswig Holstein blieb die AfD knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde, in Nordrhein-Westfalen schaffte sie den erneuten Einzug in den Landtag gerade noch so. Prinzipiell gibt es ein paar Erklärungen dafür, die auf der Wählerseite zu suchen wären. Die erste ist, daß schlicht und einfach keine Alternative gewünscht wird, weil der Wähler glaubt, daß auch ohne Alternative alles in Butter sei. Eine weitere zulässige Interpretation wäre, daß fast jeder Zweite den Glauben an die Sinnhaftigkeit von Wahlen überhaupt verloren hat. 45 Prozent Nichtwähler unter den Wahlberechtigten sind unter demokratischen Gesichtspunkten alarmierender, als das schlechte Abschneiden der AfD. Dann käme man zu dem Ergebnis, daß eine Alternative für Deutschland unter denjenigen, die noch immer zur Wahl gehen, kaum gewünscht ist. Dann würde sich die Frage stellen, ob es tatsächlich um eine Alternative geht, die kaum gewünscht ist, oder ob es um diese Alternative geht. Fest steht: Diese Alternative konnte auch im Lager der Nichtwähler keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken.

Deutliche Botschaft: Ehe ich die Alternative für Deutschland wähle, wähle ich lieber gar nicht mehr. Das wäre blamabel unter der Voraussetzung, daß der Nichtwähler prinzipiell noch von der Sinnhaftigkeit von Wahlen überzeugt wäre und lediglich nichts im Angebot entdecken konnte, das ihm zugesagt hätte. Nicht blamabel wäre es dann, wenn die AfD nur noch als erläßlicher Teil eines System identifiziert worden wäre, das insgesamt verachtenswert geworden ist: Die deutsche Parteiendemokratie als solche. Die Alternative für Deutschland würde dann als Partei zwangsläufig als Teil dieses Problems wahrgenommen werden und es gäbe keine Möglichkeit für sie, das zu ändern. Wäre das wirklich so? Kann das Problem der AfD im Westen der Republik wirklich sein, daß Nichtwähler der Überzeugung sind, es gebe im System keine Alternative zum System? Das ist eine der interessantesten Fragen: Warum kann die AfD den Trend einer sinkenden Wahlbeteiligung nicht umdrehen? Die erste logische Antwort: Weil sie nicht als Alternative für Deutschland wahrgenommen wird, sondern als Alternative zu anderen Parteien in einem System, das als Ganzes seine Zustimmungsfähigkeit verliert.

Starkes Variieren der AfD-Ergebnisse

Wenn dem so wäre, dann stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer parteinternen Personal-Analyse. Das Abschneiden der AfD innerhalb Nordrhein-Westfalens variiert stark. In den 128 Wahlkreisen gab es Ergebnisse von 2,1 Prozent in den Wahlkreisen Münster III – Coesfeld III und Köln II bis hinauf zu 10,7 Prozent im Wahlkreis Gelsenkirchen II. Aber selbst bei fast 11 Prozent stellt sich noch immer die Frage, ob aus einem solchen Ergebnis nicht herauszulesen ist, daß eine starke Mehrheit der Wähler ebenfalls diese Alternative für keine Alternative hält. Klar ist jedenfalls, daß die AFD keine Nichtwähler mobilisieren konnte und daß sie unter den Wählern nur bei einer kleinen Minderheit Hoffnungen auf eine Alternative zum Bestehenden wecken konnte. Deshalb wäre es wohl auch verfehlt, sich parteiintern begeistert über Gelsenkirchen II zu zeigen und sich in Personaldebatten zu Münster und Coesfeld zu ergehen.

Bundesweit ist festzustellen, daß es eine mediale Strategieänderung gegeben haben muß. Wurde die AfD bis vor kurzem noch skandalisiert, so scheint sich im Medien-Mainstream die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, daß es im Sinne der eigenen Agenda effizienter ist, die AfD zu ignorieren, was wiederum bedeutet, daß medial eine Sinnhaftigkeit darin erkannt worden sein muß, die schiere Existenz der AfD aus dem Bewußtsein des Medienkonsumenten zu verdrängen. Das wiederum kommt einer Weigerung des Medien-Mainstreams gleich, sich auf sachlicher Ebene mit den politischen Positionen der AfD auseinanderzusetzen, respektive, diese Positionen überhaupt zu thematisieren – und liefert indirekt den Beweis dafür, daß der Medien-Mainstream um die Brisanz einer Sachdebatte bestens Bescheid weiß und sie eben deshalb verhindern will. Der Medien-Mainstream weiß, daß er in einer Sachdebatte keinen Blumentopf mehr zu gewinnen hätte. Daß er längst nicht mehr als vierte Gewalt funktioniert, sondern als eine vierte Gewaltlosigkeit, die Hofberichterstattung statt Regierungskritik betreibt, läßt sich nicht bestreiten.

Welche Erkenntnis ergäbe sich also für die AfD aus der Feststellung eines solchen Sachverhalts? – Ein Tag ohne die Schnappatmung des Medien-Mainstreams ist ein verlorener Tag. Auch Negativ-Werbung ist Werbung. Parteiinterne Flügeldebatten sind obsolet. Das grundsätzliche Problem in Deutschland besteht in der Diskrepanz zwischen den verbreiteten Narrativen und der Realität.

Abschied

Ein Grundproblem innerhalb der AfD scheint zu sein, daß es bei nicht wenigen Funktionären die Vorstellung von einer eigenen Wählerklientel gibt, der man nach dem Mund reden müsse, um ihre Stimmen zu ergattern – und wie die aussieht („die Menschen dort abholen wo sie stehen”). Das darf man getrost als überholt betrachten. Den „Bürgerlich-Konservativen”, den der AfD-Funktionär gern im Munde führt, gibt es nicht mehr in ausreichender Zahl, als daß seine Stimme noch genügen würde, solche Mehrheiten zu generieren, die man für fundamentale Änderungen bräuchte. Das heißt, die AfD müsste sich selbst aus der gewohnten, parlamentarisch-gesäßgeographischen Positionierung herauslösen und sich von der Vorstellung verabschieden, sie müsse „rechts von der Union“ zu lokalisieren sein. Links und rechts sind keine Orientierungshilfen mehr in Zeiten, zu denen die Lüge, der Wortbruch und die Realitätsverleugnung ubiquitär geworden sind.

Es kann der AfD keinesfalls schaden, sich neu zu orientieren – und zwar nach den Kriterien von Wahrheit und Lüge, statt nach denen von links und rechts. Das setzt voraus, daß man auf der Existenz einer objektiven Wahrheit zu allem besteht, anstatt der zeitgeistigen Illusion nachzurennen, Realität sei das, was jeder sich selbst konstruiert – und daß deshalb zu berücksichtigen sei, welche Realität sich derjenige im allgemeinen selbst konstruiert, den man als eigene „Klientel“ begreift. Im gegenwärtigen Ukrainekrieg z.B. wären durchaus Stimmen zu generieren gewesen bei den Linken, die ihrem Lafontaine und ihrer Wagenknecht nachtrauern.

So weit ich das überblicke, sind Lafontaine und Wagenknecht einige der ganz Wenigen, die hinsichtlich dieses Krieges eine realistische Position vertreten. Und ich will mir hier nicht verkneifen, präferenzmoralistische AfD-Funktionäre zu nennen, bei denen das anders zu sein scheint: Kleinwächter und Braun. Ein solcher Präferenzmoralismus führt in die Sackgasse, weil es einfach nicht der Realität entspricht, daß Putin der Alleinschuldige ist. Noch nicht einmal Montesquieu oder Friedrich der Große hätten sich einen derartigen, präferenzmoralistischen Standpunkt erlaubt. In Kenntnis der Vorgeschichte dieses Krieges sowieso nicht. Widde-widde-wie-sie-ihnen-gefällt machen sich die Welt die Politiker der Altparteien schon zur Genüge. Das braucht in der AfD wirklich niemand.

Das Limit

So sehr man auch Alice Weidel zustimmen muß, die bei einer Analyse der wirtschaftlichen Lage im Zusammenhang mit der Sanktionspolitik der Regierung dieser Tage zu dem Schluß kam, die Regierung sei tatsächlich „zu doof”, um in realistischen Größenordnungen zu denken und um zu begreifen, was eine Wertschöpfungskette ist, sowie, daß sich eine stillgelegte Industrieanlage nicht so ohne weiteres wieder hochfahren läßt -, so sehr vermisst man auch die Weidelsche Mutmaßung, daß eine solche Doofheit mit Absicht installiert worden sein könnte, so daß es sich eben nicht um ein Malheur handelt, sondern um einen Plan. Dann wäre allerdings auch zu thematisieren gewesen, wer den ausgeheckt hätte – und zu wessen Bestem er umgesetzt worden wäre.

Die Unterstellung, daß die Altparteien mit einem Intellekt- und Bildungsdefizit geschlagen seien, welches es ihnen leider verunmöglicht, das zu tun, was sie am liebsten täten, nämlich Schaden vom Land abzuwenden und seinen Nutzen zu mehren,- die ist an sich schon mehr als fragwürdig, so sehr natürlich die Feststellung eines solchen Defizits zutrifft. Da schlug anscheinend auch bei Weidel das Parteidenken durch, welches die AfD in erster Linie in Konkurrenz zu den Bemühungen der Altparteien sieht und sich selbst als die „bessere Alternative”, was dann beinhaltet, daß ausgerechnet die AfD den Altparteien lediglich ein Scheitern attestiert, das durch besser qualifiziertes Personal theoretisch noch abzuwenden gewesen wäre, obwohl es sich in Wahrheit um das übergeordnete Kalkül mit einer zielführenden Dummheit zum Schaden des Landes handeln könnte. Das darf man durchaus begreifen als das Limit, welches das Parteiensystem selbst der äußerst luzide argumentierenden Fraktionsvorsitzenden einer Oppositionspartei noch setzt.

Die AfD steckt sehr offensichtlich in dem Dilemma, daß sie innerhalb eines in sich schon maroden Systems quasi „systemkonform” funktionieren muß. Wie man damit in Zukunft umgehen soll, wird ein wichtiger innerparteilicher Diskussionspunkt werden müssen. Aber das ist ein Widerspruch, der die AfD seit Anbeginn begleitet: Wie soll eine Partei, die für sich beansprucht, eine Alternative für das Land zu sein, in einem System funktionieren, das kennzeichnend für den Übelstand ist, dessentwegen das Land eine Alternative braucht. Da habe ich im Moment auch keine gültige Antwort. Deswegen ist aber das Thema nicht aus der Welt. So, wie sich diese deutsche Parteiendemokratie bis zum Staat im Staate verselbständigt hat, ist sie nämlich das Problem überhaupt. Da ist inzwischen der Sonnenkönig durch die Altparteien ersetzt worden. So aber war das nie gedacht mit der Bundesrepublik Deutschland. Von einem Parteien-Absolutismus ist im Grundgesetz nirgendwo die Rede. Und von Adorno mag man halten, was man will, aber mit seinem Diktum, daß es kein richtiges Leben im falschen geben könne, hat er wohl Recht.

Es darauf ankommen lassen

Heftigen Widerspruch werde ich wohl ernten für meinen Vorschlag, es einfach „darauf ankommen zu lassen”. Das heißt, anzuerkennen, daß die Alternative für Deutschland keinen Selbstzweck darstellt, und daß der Versuch, die Dinge ihrer Darstellung nach so zu sortieren und solche Annahmen zu verfolgen, daß sie möglichst der Partei nützen – was wiederum heißt, darüber zu spekulieren, was man wohl sagen und was man wohl besser nicht sagen sollte -, weiter hinten anzusiedeln wäre. Ich plädiere für mehr Risikobereitschaft und weniger parteitaktisches Kalkül.

In der Praxis läuft das auf den Vorschlag hinaus, in der AfD möge man einfach sagen, was wahr ist und sich dabei nicht überlegen, ob es auch populär ist. Wenn Wahrheit nicht gewünscht ist, dann war sie eben nicht gewünscht. Nicht die AfD muß den westdeutschen Wähler begreifen, sondern der Wähler die AfD. So herum wird ein Schuh daraus. Wenn er sie nicht begreift oder nicht begreifen will, dann wird man da wohl nichts machen können. Wer dennoch etwas machen will, der müsste sich mit dem Gedanken anfreunden, so eine Art AfD-Union zu bilden, die unterteilt ist in eine AfD-West und eine AfD-Ost. Im Westen wäre das dann eine „Alternative dessen, was im verpeilten Teil Deutschlands für Deutschland noch möglich ist”, sozusagen eine Alternative mit beschränktem Alternativgehalt zur Verhinderung des Allerschlimmsten. Das Allerschlimmste zu verhindern, auf daß das Schlimme die Oberhand behalte, ist angesichts der realen Möglichkeiten im Westen der Republik immer noch ein honoriges Ziel. Das läßt sich nicht bestreiten.

Was ein erwachsenes politisches Bewußtsein betrifft, ist Westdeutschland im Vergleich zum Osten der Republik ein Entwicklungsland. Das ist leider so. Es scheint wirklich so zu sein, daß alles, was die AfD in den „neuen Bundesländern” erfolgreich richtig macht, kein übertragbares Rezept für den Westteil der Republik darstellt. Das liegt aber nicht an der AfD, sondern an den Gewißheiten, denen der Westdeutsche frönt. Wollte man aus parteitaktischem Kalkül heraus seinen Gewißheiten Rechnung tragen, wäre man als „Alternative“ für Deutschland im Westen mausetot. Insofern spiegeln die Ergebnisse der Landtagswahlen in SH und NRW nicht hauptsächlich ein Versagen der westlichen Landesverbände, sondern nur das, was im Westen überhaupt geht: Fünf Prozent.

Wider den Anschein der Integrationsversuche

Es käme also auf den Versuch an, ob im Westen nicht durch ein deutlich konfrontativeres Auftreten Stimmen im riesigen Lager der Nichtwähler zu generieren wären. 45 Prozent Nichtwähler in NRW! Dieses Potential kann man doch nicht einfach brachliegen lassen!? Die wählen deswegen nicht, weil sie sich nichts mehr davon erhoffen. Folglich müssten sie wieder Hoffnung bekommen. Folglich müsste man ihnen welche machen. Und die einzige Möglichkeit, die ich da sehe, ist die, jene fundamentale Ablehnung der Parteiendemokratie, die ein so hoher Prozentsatz an Nichtwählern repräsentiert, für sich zu nutzen, indem man diesem System genauso fundamental widerspricht, anstatt den Eindruck zu erwecken, als wollte man sich möglichst „smooth“ und sozialverträglich in genau dieses verhasste System integrieren. Die AfD wird – gerade im Westen – niemals eine positive Medienbegleitung bekommen, ganz egal, wie sehr sie sich vor dem Verfassungsschutz duckt, und ganz egal, wie sehr sie um die Mediengunst buhlt. Deshalb sollte sie dafür sorgen, daß sie auf jeden Fall Medienbegleitung bekommt. Ein Tag ohne die Schnappatmung der sogenannten Leitmedien ist ein verlorener Tag. Nichtwählen ist auch eine Form von Protest. Ein sehr stiller Protest.

Während die AfD im Osten des Landes allmählich an konstruktives Gestalten denken kann, ist man im Westen noch Protestpartei und höchstens als solche erfolgreich. Konzilianz und Gestaltung kämen erst danach. Gerade im Westen sind die Partei-„Moderaten“ der Anreiz für den Wähler, es dann doch lieber mit der FDP oder der CDU – oder gar nicht – zu probieren. Da hätte er dann ganz sicher nichts mit dem „radikalen Teil der AfD” zu tun, mit diesen „Ossis“, auf die er naserümpfend herabschaut, weil sie von seiner „hübschen Demokratie keine Ahnung haben”. So grotesk das auch ist, aber so ist es.

Deshalb plädiere ich dafür, gerade im Westen deutlich höher zu pokern. Es gäbe viel zu gewinnen, oder eben alles zu verlieren. Von einer 5-Prozent-Partei hat jedenfalls niemand etwas, außer der Handvoll Parteifunktionäre, die in einer solchen 5-Prozent-Partei ihr Auskommen finden. Wenn ich allerdings an eine „Alternative für Deutschland“ denke, dann interessiert mich das persönliche Wohlergehen dieser paar Herrschaften am allerwenigsten. Immer an den alten Lutherspruch denken: Einem verzagten Arsch entweicht kein fröhlicher Furz. No risk, no fun. Angriff oder Untergang. Dazwischen gibt es für die westdeutschen Landesverbände nichts.

Das Thema überhaupt

Das alles unter der Voraussetzung, daß die alles überspannende Voraussetzung noch gilt: Es finden tatsächlich Wahlen statt und keine Wahlsimulationen. Das ist ein Thema, das in der gesamten westlichen Welt weit weniger Aufmerksamkeit generiert, als es verdient haben dürfte. Immer häufiger haben diese Wahlen einen äußerst strenges Gerüchlein nach Manipulation. Daß die US-Wahl 2020 getürkt wurde, daran kann kein Zweifel mehr bestehen. Daß die Präsidentschaftswahlen in Frankreich vom April einen äußerst merkwürdigen Auszählungsverlauf hatten, steht außer Frage. Und wenn man sich fragt, woher das kommt, daß eine Partei wie die Grünen bei der Wahl in NRW um weit mehr als das Doppelte des Ergebnisses von 2017 zulegen konnte, obwohl die Grünen gerade zur Zeit mit ihrem bellizistischen Geplärre beweisen, daß ihr Wort das Papier nicht wert ist, auf dem ihre Wahlplakate gedruckt werden – und wie das wiederum in die Agenda der wahren Kriegsherren in der Ukraine und der „Great Resetter” paßt, dann ist die Erklärung, daß das Wahlvolk seinen gesamten Verstand verloren haben muß, nicht mehr wirklich befriedigend.

Blöde? – Ja. Aber sooo blöde? – Da habe ich dann doch Zweifel. Weswegen als Voraussetzung für alles weitere erst einmal zu klären wäre, ob das überhaupt noch realistische Wahlergebnisse sind, die einem da nach einem solchen Wahltag präsentiert werden, oder ob die – analog zur je eigenkonstruierten Realität im postfaktischen Zeitalter – ebenfalls schon zu Konstrukten geworden sind. Die Integrität der Wahl als solcher ist ein Thema, das deutlich zu kurz kommt. Daran, daß diese Integrität gewahrt ist, hängt aber – nicht nur für die AfD – sowieso alles weitere.

34 Kommentare

  1. Die AfD ist die einzig wahre, echte und schlagkräftige Oppositions-Volkspartei.
    Ob ihnen bei der Wahlauszählung gestern und früher Wahlstimmen unterschlagen
    wurden, kann ich nicht beurteilen, es kommt nur merkwürdig an.
    Man schaue nur auf den Stimmenklau in den USA und kürzlich Frankreich Trump, Le Pen.
    Nach Presseberichten sollen Le Pen über 1,1 Millionen Stimmen unterschlagen worden sein.
    Was ich glaube und was dringend überholungsbedürftig zu mindest bei unseren Wahlen ist,
    das die Wahlleiter, mind. von Bund, Ländern sowie ihre untergeordneten IT-Computer-Spezialisten
    viel besser kontrolliert werden müssen und das nicht von den jeweiligen noch Regierenden.

    Kaum vorstellbar ist, das was Altparteien in den letzten Jahren dem Volk angetan, aufgezwungen, etc. haben, das es sich gar nicht bei Wahlergebnissen niederschlägt, weder in Schleswig-Holstein und jetzt in NRW.
    Wenn die Wahlmasse das so, wie ausgezählt, gewählt hat, gehört sie zu den dümmsten, gleichgültigsten Wählern in ganz Europa !
    Die Wessis sollen sich wegen ihrer Dummheit an den Ossis ein Beispiel nehmen !
    Wir Ossis sind die wahren Demokraten, kritisch aber gerecht und ehrlich !!!
    Meiner Meinung nach liegt die politische Volkszukunft im Osten Deutschlands.

  2. Highg, vielleicht muß die Diskussion dahin gehen, dass das Wahlverhalten aus einem Corona-Stockholm-Syndrom resultieren könnte. Freundlichst Fiete

  3. Ich persönlich denke, dass die AfD nicht unbedingt als Alternative wahrgenommen wird. Was sie nicht nur vorgibt zu sein, aber sie muss es an die Menschen heranbringen. Wie? Das ist schwierig, am besten, die Menschen fragen. Das tun Poltiker nicht, die meisten jedenfalls, auch die AfD-Abgeordneten sind nicht viel anders. Ausser Björn Höcke, zumindest früher. Der war dran am Mann und der Frau von der Straße.

    • Nicht nur fragen, vielmehr tun.
      So z.B. mit der Kampagne und nicht nur vor den Wahlen, AfD hilft ohne das sie Rechtsauskünfte
      geben muss.
      Das wäre u.a. eine Präsenz und käme gut an, denn auch die Ergebnisse ihrer Hilfe für die kleinen Leute spräche sich im Volk herum und sie könnten es im Netz gut verkaufen !
      Allerdings so lange dort in Berlin i.d. Telefonzentrale Mitarbeiter sitzen, die oft nur arrogant und unhilfsbereit rüberkommen, so lange wenden sich die Menschen nach dem Anruf von der AfD ab.

      Echte Volksnähe in jeder Stadt, in jeder Gemeinde und stetige Präsenz ist notwendig.
      Es hilft weder der Partei, noch den Menschen, wenn sich Funktionäre innerhalb der Partei
      gegenseitig bekriegen und somit die ganze Partei unsympathisch und selbstbestimmt ankommt.
      Die Abgehobenheit hat leider auch bei der Alternativen begonnen und dafür haben sie in Schleswig-Holstein die Quittung mit dem Rauswurf aus dem Landesparlament und in NRW nur ein blaues Auge bekommen.

    • Vielleicht haben auch nur genug Leute gemerkt, dass es die Alternative für Dumpfbacken ist und sich nur mit „dagegen“ und Lügen profiliert.

  4. Die AfD hat sich in den letzten 2 Jahren immer mehr als die Partei des „konsequenten sowohl-als auch“ präsentiert – eine Rolle, die davor der FDP zugesprochen wurde.. Keine klare Linie, keine klare Kante, teils gegenläufige Aussagen von Führungskräften, dazu ewiges Gezänk untereinander! Dazu die ewige Distanzierung, um ja nirgends anzuecken. Eine solche Partei braucht niemand!

  5. Gut erkannt, ich gehe nicht mehr Wählen weil ich das ganze Parteiensystem ablehne, nicht weil ich Politisch desinteressiert bin.Das was man heute unsere Demokratie nennt ist nicht meine, und wie ich sehe sind immer mehr dieser Meinung!!!!

  6. Es gibt keine Alternative Partei, die Alternative ist das Ende des Systems Politische Parteien, und die Einreihung der Funktionären von Parteien in eine lange Historie von gescheiterten Governance Modellen; Exil oder Exekution; Keine Ausnahmen. Wer bei Hof war geht mit seinen Meistern über den Jordan.
    Es gibt wirklich nur eine Alternative und das ist das Ende von Parteien und ein klarer Unmissverständlicher Blutiger Schlussstrich unter dieses Kapitel gescheiterter Governance

    • Die Frage ist nur, was danach kommt! Noch haben wir eine Scheindemokratie. Aber dann!!?

  7. In Köln hingen noch am Wahlsonntag Zettel mit Bild und Adresse von AfD-Stadtratsabgeordneten an den Wänden:

    „NAZI IN DER NACHBAR:INNENSCHAFT!!!

    Wir tolerieren keine rechte Hetze in unseren Veedeln und stellen uns dieser auf allen Ebenen entgegen!

    Köln bleibt Nazifrei!“

    In diesem, von Politik und Medien geschaffenen dumpfen Milieu wirken Ihre Ratschläge genau so vielversprechend, wie in Zeiten, als Städte noch unbedingt „Judenfrei“ sein wollten.

    • Shitholes wie Köln scheinen verloren zu sein. Würde ich da wohnen, würde ich alles daran setzen, da wegzuziehen. Etwa nach Gera.

  8. Wäre ich noch jünger, mir würde schon länger Artikel 20 vorschweben. Natürlich würde das herrschende System dies verteufeln und mich „Terrorist“ schimpfen, aber haben das solche Systeme nicht immer bis zum bitteren Ende getan? Wie hat Freisdeler noch 44 rumgeschrien? Und ein gutes Jahr später war plötzlich Niemand mehr Nazi….Auf jeden Fall sehe ich das genauso wie Max. Es muß mehr radikal gegengesteuert werden! Natürlich in der Debatte und bei der öffentlichen Sichtbarkeit. Aber mal ehrlich, kann die AfD bei den Verblödeten als noch mehr „Nazi“ wahrgenommen werden? Die kennen doch größtenteils das Parteiprogramm gar nicht und lassen sich ihre Meinung vom Fernsehen vorgeben. Schlimmer kann es in der öffentlichen Wahrnehmung doch nicht mehr kommen! Bis jetzt hat sich noch kein totalitäres Regime freiwillig aufgelöst. Und kommt mir jetzt nicht mit der DDR. Die Wiedervereinigung ohne die Zustimmung Russlands hätte nicht stattgefunden. Und Die sind heutzutage genauso verarscht worden wie gestern mal wieder der Bürger!

  9. In dem Artikel ist vieles richtig besprochen. Herr Matissek hat mit seiner Analyse meistens bis durchgehend recht.
    Mittlerweile komme ich ebenfalls zu dem Schluss dass die AFD im Westen gescheitert ist. Selbst in der größten Krise die uns in den nächsten Monaten und Jahren bevorsteht kommt die AFD nicht nur nicht vom Fleck, sondern gerade im Westen verzeichnet sie sogar Wählerstimmen-Rückgänge bis hin zum verpassen des Landtages wie im Saarland. Nordrhein-Westfalen ging gerade noch mal so gut und die nächste Wahl in Niedersachsen steht auch schon vor der Tür und dort sind die Umfragen ganz ähnlich wie in Nordrhein-Westfalen aktuell bei 7% aber wir haben ja gesehen wie schnell aus 7 % knapp 5% werden können wenn die Wahl denn dann tatsächlich läuft.
    Höcke aus Thüringen hat verlauten lassen sich vorstellen zu können für den Bundesvorstand zu kandidieren, möglicherweise war dies natürlich auch nur ein Wahl-Geplänkel um den West-AFD Leuten weiterhin die Wahl der AFD etwas schmackhafter zu machen mit der Aussicht eines vielleicht sogar Bundesvorsitzenden der AFD namens Björn Höcke.
    Und genau genommen ist es vielleicht sogar die aller aller letzte Chance der AFD gesamtdeutsch zu einer Partei zu reifen die wahrgenommen wird, deren Politik bei den Bürgern ankommt und und ja es braucht dazu auch so eine Art Leader, aber eben ganz sicher keinen Führer.

    Auf diesen einen Versuch kommt es ganz sicher an, denn schlechter kann es nicht mehr werden, ansonsten wird die AFD in naher Zukunft untergehen, einige Ost Ableger werden noch etwas länger existieren, aber im Westen wird die AFD irgendwann unter ferner liefen laufen analog der Linkspartei, die ja auch mittlerweile keinen Fuß mehr auf die Erde bekommt.

    Zur Programmatik der AFD: CDU und FDP wurden lange Zeit als natürlicher Partner der AFD gehandelt. Mittlerweile stellt sich raus, falscher konnte es nicht sein. Rentner, Transferempfänger, die Mittelschicht, all diese Menschen werden demnächst einen Absturz erleben der in den letzten sieben Jahrzehnten nicht zu beobachten war und selbst die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg war dagegen ein Zuckerschlecken, da die meisten Haushalte autarke Heizungsmöglichkeiten besaßen und auch der Gemüsegarten hinter dem Haus mit Essbaren bestückt wurde. Das alles ist obsolet, denn die heutige Ernährung und Wärme wird sozusagen in den eigenen Haushalt importiert. Und wenn dieser Import Risse bekommt, wenn dieser Import in seinen eigenen Haushalt nicht mehr funktioniert aus verschiedensten Gründen, dann wird es Millionen von Toten geben in Deutschland. Menschen die in ihren Wohnungen entweder erfroren oder verhungert oder in Summe an beidem zugrunde gegangen sind.

    Die Zivilisation in der wir leben war noch nie auf so einem hohen Level. Leider ist es physikalisch unabdingbar das von ganz großer Höhe der Aufschlag in die Tiefe umso schmerzhafter und tödlicher ausfällt.

    Der Lack der Zivilisation ist verdammt dünn Genaugenommen hat der Lack eine Dicke (oder Länge) von drei warmen Mahlzeiten. Fallen diese drei Mahlzeiten weg ist das Ende der Zivilisation nicht mehr weit. Reden wir von einem Blackout mit einer Dauer von 14 Tagen werden wir dieses Mal im Gegensatz zur Corona Krise tatsächlich Millionen Berge an Toten auf den Straßen sehen.
    Und dann wird es natürlich wieder niemand gewusst haben oder jeder war ja sowieso schon immer der anderen Meinung, aber man durfte ja nicht sagen.

    Die AFD als Alternative für Deutschland hat nur dann eine Chance wenn sie sich richtig positioniert, und zwar, für die Menschen die darunter leiden werden. Für die Rentner, für Alleinerziehende, für Geringverdiener, und in ganz naher Zukunft selbst für die Mittelschicht.
    Das(!) muss das Klientel der AFD sein, ansonsten werden sie in der Versenkung verschwinden und eine andere neu gegründete Partei wird diesen Part übernehmen, und das könnten sogar Parteien sein die geführt von einer Sahra Wagenknecht mit einer Partei antritt z.b. aufstehen 2.0. dann Rekorde einfährt.

    AFD, nutzt nutze deine letzte Chance, es ist wirklich die letzte Chance. So realistisch sollte man als Alternative für Deutschland schon sein das zu erkennen.

  10. Solange die Fünfte Macht im Staate (Medien/Presse – die ja tatsächlich die Erste ist!) gleichgeschaltet ist, wird sich parteipolititsch nichts ändern. Wer soll denn sachlich und neutral über die AfD – über die Parteienlandschaft – berichten? Inzwischen heißt Demokratie (die es ja zu verteidigen gilt) dass man eine linksgrüne Gesinnung haben muss. Dieses Land gleicht eher einem Irrenhaus als einem Rechtsstaat.

  11. Eine Alternative? Wenn überhaupt, dann nur „DIE NEUE MITTE“. Alles andere ist das Wählen nicht wert und muss aus dem Land gescheucht werden.

  12. Vielleicht war die tatsächliche Wahlbeteiligung bei über 70 %, aber Millionen AfD-Stimmen wurden entfernt…
    Vielleicht war sie auch nur bei <= 45 % – aber da bei weniger als der Hälfte die Frage der Legitimität einer Wahl auftaucht nach oben frisiert?
    Wir wissen es nicht.

    https://www.youtube.com/watch?v=p4qzmJgtVE8
    (Markus Gärtner zur historisch geringen Wahlbeteiligung)

  13. Ein sehr guter Aufriss der grundlegenden Fragestellungen!

    Zunächst ist jedoch auch einmal festzustellen, dass auch Die Linke nicht von den gegenwärtigen Verhältnissen profitieren kann. Auch sie befindet sich in einem stetigen Abwärts. Die Gründe dürften ähnlich sein. Aber keine Partei sollte auf die Idee verfallen, sich in einen West- und einen Ostblock aufzuspalten, denn dies würde zur finalen Zerreißprobe werden.

    Für beide Parteien gilt, dass sie eben nicht nur von der Politik gemieden und verleugnet werden, sondern eben auch selbst Raubbau an ihrem eigenen Personal betrieben haben. Für Außenstehende ist oft gar nicht nachvollziehbar, was man sich mit den jeweiligen Flügeln leistet. Innerparteilich streitet man um Knochen und lässt die schönsten Fleischstücke unbeachtet.

    Dazu kommt des weiteren – und dies dürfte noch entscheidender sein -, dass unsere Medien abgerichtet sind. Einzig die Grünen haben ihren eigenen Trend, da man sie noch für glaubwürdig und kompetent und tatsächlich für „alternativ“ hält. Welch grandioses Wunschdenken und welche Selbsttäuschung.
    Die verweigerte Medienneutralität trifft die AfD sogar noch mehr als Die Linke.

    Als drittes kommt ein „Nachhang“ dazu. Früher konnte man mit einiger Berechtigung die CDU mit Großkapital, die SPD mit sozialen Themen und die FDP mit Interesse für Selbstständige verbinden. Diese Zuordnung gibt es nicht mehr, doch die meisten alten Wähler glauben sich dieser Sicht, mit der jeweiligen Folge für das genannte Klientel, verbunden. CDU: Geht es der Wirtschaft gut, geht es allen gut. SPD: Man ist den Ärmsten schuldig, dass man sie nicht ganz vergisst. FDP: Der Mittelstand und die Selbstständigen stellen das wirtschaftliche Grundgerüst für eine ausgeglichene Wirtschaft. Ob diese Vorurteile jemals so gerechtfertigt waren, sei dahingestellt, dies glauben jedoch offenbar auch heute noch die jeweiligen Stammwähler.

    Als vierter Aspekt kommt dann eine nachrückende Jugend dazu, die sich zwischen Ahnungslosigkeit und Ignoranz in einer Spaßgesellschaft am wohlsten fühlt. Dieser Teil und auch das Streben der Alten nach ewiger Jugend und frischem Wind kommt dann den Grünen zugute, weil eben die Uninformierten schon gar nicht mehr merken, wie sehr sie diese Partei gängelt. Frauen erhalten einen nie hinterfragten Beliebtheitsbonus. Beim opportunen Fleischverzicht, Fahrverzicht und neuerdings Heizverzicht ahnen nur wenige die Folgen. Stattdessen eine Öffnung in eine Beliebigkeit (Welcome, Islamförderung, Geschlechter-Wirrsinn etc.), die bei Unbedarften als chic gilt.

    Als ganzes hängt darüber dann noch die diskussions-feindliche und streit-vermeidende Käseglocke. Jede Wahl mit 2 Kandidaten wird sogleich zur (suggerierten demokratiefeindlichen) „Kampfkandidatur“ statt begrüßenswerter demokratischer Streitkultur.

    An den gegenwärtigen Problemen kann weder eine AfD noch eine Linke etwas ändern. Man hofft, dass allein die Wahlmöglichkeit schon dafür sorgen wird, dass sich die besten Lösungen für die anstehenden Probleme ergeben. Das ist der große Irrtum – und daran wird sich in absehbarer Zeit auch gar nichts ändern: Das in den Jahrzehnten nach dem Krieg etablierte System hat sich wie ein Krebsgeschwür in all diesen Facetten – wie Krebsgeschwüre – eben etabliert.

    Selbst Erkenntnisse über vergangene oder andauernde Kriege (Jugslawien, Irak, Syrien etc.) und mittlerweile bekannte Lügen (9/11 etc.), verfassungswirdige Parteienfinazierung oder fehlende Lobbybekämpfung, Altersarmut, Bildungslücken sind Gesichtspunkte, die in der öffentlichen Werteskala einen sichtbaren Niederschlag finden.

    Meinen Trost finde ich nur in der Annahme:
    Man kann alle Menschen einige Zeit,
    einige Menschen allezeit,
    aber nicht alle Menschen allezeit belügen – jedenfalls dann nicht, wenn es eine unabhängige Pressefreiheit und Meinungsfreiheit gibt. Und darum muss man erst mal kämpfen.

  14. Die Maskenpflicht in den Wahllokalen dürfte einige Wähler abgehalten haben und 1,5 Prozentpunkte sind an DieBasis gegangen.

    Wenn aber eine Persönlichkeit mit Charme, Biss und klaren Ansagen zur Wahl gestanden hätte, hätten sich etliche Nichtwähler wahrscheinlich doch entschlossen, zu wählen und DieBasis hätte weniger Stimmen bekommen.

    Guido Reil wäre besser in Esser geblieben, anstatt sich nach Brüssel entsorgen zu lassen. Wie man hörte, wird er aber wieder zurück kommen. Fraglich, ob die Ruhrpottler ihm seinen Fehltritt verzeihen. Und Martin Vincentz hätte viel früher in Stellung gebracht werden müssen.

    • War Lappenpflicht? Ich hatte sowas gar nicht mehr bei und niemand hat etwas gesagt. Wobei ich sogar auf Krawall gebürstet los bin, auf mein Wahlrecht zu bestehen, wenn jemand mault. Hätten sie den Zettel nach draußen gebracht und eine Urne.
      Allerdings waren fast alle mit Lappen dort, außer der Wahlhelfer selber, die hinter ihrer Plexischeibe hockten.

  15. Die AfD ist zu einer Partei verkommen, welche lediglich mit sich selbst beschäftigt und darauf bedacht ist, nirgendwo anzuecken. Wer seine eigenen Leute mundtot macht, weil sie offen aussprechen was Sache ist, kann nicht mit Zustimmung rechnen. Für mich ist das Thema „Wahl“ schon seit Jahren erledigt. Bis zum Jahr 2005 war ich – obwohl aus dem Osten stammend – überzeugter CDU-Wähler, 2009 aus Mangel an wählbaren Parteien NPD-Wähler und 2013 nach Gründung der AfD (und Mitgliedschaft) AfD-Wähler. Das war meine letzte Wahl und 2014 erfolgte der Ausstritt aus der AfD. Für mich macht es keinen Sinn mehr zu wählen und wie es scheint haben es 45% der Wahlberchtigten auch erkannt. Vermutlich muß sich das Verhälnis Wähler/Nichtwähler erst umkehren ehe man in der Politik versucht nachzudenken. Aber selbst das sehe ich nicht. Was folgt, ist ein Gang in die innere Emigration. Damit lebt es sich noch einigermaßen verträglich.

    • „… Was folgt, ist ein Gang in die innere Emigration. …“ Von dort komme ich gerade. Aber sie jagen einen ja selbst dort. Vorigen Spätsommer wollte ich, harmlose und friedfertige Frührentnerin, im Internet (ebay Kleinanzeigen) ein vom Kreismuseum Wewelsburg herausgegebenes Buch über „Die SS, Himmler und die Weselsburg“ zu kaufen suchen und wurde vom Service abgewiesen unter Verweis auf das Verbot des An- und Verkaufs von Artikeln mit „den Nationalsozialismus verherrlichenden Inhalten“. Beschwerde meinerseits erfolglos. Um ein Haar hätte ich, zumal als Angehörige einer „Risikofruppe“, zur Covid-Impfung gezwungen werden können, notfalls unter Einsatz polizeilicher Gewalt. Der Wortschatz, dessen ich mich bedienen darf, wird quantitativ eingeschränkt und qualitativ verstümmelt; mittlerweile sind auch Klassiker der Literaturgeschichte ins Visier der Treibjäger gerückt. Und unsere clevere Bundesaußenführerin plant wohl, mich bei Bedarf zum Innere-Emigranten-Battailon erinzuziehen. Da ist dann zuletzt eben keiner mehr da, der innerlich emigrieren kann.

    • Werter Herr Schlawig, der herrschenden Klasse ist der jetzige Zustand ja nur recht, daher ist keine Änderung zu erwarten. Alles zeigt in Richtung Great Reset was die Weltfinanzelite ja möchte. In deren System wären wir nur die Sklaven die nichts besitzen und doch glücklich sind wie Klaus Schwab meinte. Wenn wir das so wollen brauchen wir nichts mehr tun als abwarten.

  16. Wir brauchen eine Alternative zu Deutschland. Eine neue Ostzone, nur diesmal als der bessere Entwurf als der Westen. Im Osten läuft es ja bereits gut für die AfD und dort sollte sie am Aufbau von Deutschland 2.0 mitwirken. Mit der Zeit gäbe es dann eine Abstimmung mit den Umzugkartons.

    • „Abstimmung mit Umzugkartons“ gefällt mir. Erwäge ich selbst gerade. Nur vielleicht nicht unter dem Namen „Deutschland 2.0“, das erinnert so bedrückend an die globale Great-Reset-Society. Jürgen Elsässer hat einmal scherzhaft (?) den hinreißenden Terminus „das Deutsche Demokratische Reich“ ins Spiel gebracht. Sapienti sat.

  17. Das ist wieder einmal, verehrter Herr Erdinger, ein Text von Ihnen, den man sich am liebsten zum Immerwiederlesen überall aufhängen möchte – einfach grandios und wie ich finde 100% zustimmungswürdig! Danke Ihnen sehr!

  18. Trau-Schau-Wem?

    Beispiel Köln:

    57,39%
    der Kölner*innen haben gewählt
    729.697
    Personen sind in Köln wahlberechtigt
    261.862
    Briefwahlanträge wurden in Köln gestellt

    Vorbehaltlich, dass ein Großteil der Briefwahlanträge zurückgesandt wurden, gingen demnach zur eigetlichen Walurne nur rund 154 Tausend Menschen (416T =57% -262T Briefwähler)!?

    In Köln III gab es über 41% für die Grünen…im gesamten Stadtgebiet fast jeder 3. Grün, 31%.

    Ungutes Gefühl.

    • Max-S, die Briefwahl ist eine Möglichkeit Wahlen zu fälschen. Ich las davon, dass im Osten so etwas schon vorgekommen sein sollte. Das funktionierte angeblich so:
      Von dauerhaften Nichtwähler wurden Wahlkarten für die Briefwahl im Sinne einer Partei ausgefüllt und eingesandt, was natürlich der entsprechenden Partei zugute kam. Das flog auf, weil ab und zu doch ein ansonsten Nichtwähler wählen wollte und sich herausstellte, dass er schon gewählt hatte. Ich meine das Augenmerk soll auf die Briefwahlmöglichkeit gelegt werden und da genau hingeschaut und überprüft werden um mögliche Betrügereien zu verhindern.

  19. Kann es auch nicht so sein, dass die Zuwanderung, die seit den 60er Jahren andauert schon so weit fortgeschritten ist, die autochthonen Deutschen in manchen Landesteilen in der Minderheit sind?

  20. Ach nee, wirklich, „lieber gar nicht wählen, als AfD wählen“? Was für hochnäsiger Behauptungen. Wieder ein Besserwisser:AfD muss dich neu orientieren,…..
    Spenden Sie leiber oder schaffen Sie breiter „Medienlandschaft“ für die AfD.
    Von 8- Järigen Bürgerkrieg in Ukraina, übrigens, haben auch 95% der deutscher Bevölkerung gar nichts gewusst.

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