„Queeres“ Berliner Filmfestival: Katzbuckeln vor Islamisten

Islamisierung (Symbolbild:Shutterstock)

Gegen die linke Schimäre eines angeblichen westlich-modernen Reformislam anzuargumentieren ist ähnlich sinnvoll wie der Versuch, mit dem Kopf durch die Seitenwand einer Tiefgarage zu wollen. Selbst wenn muslimische Kritiker eines sich in Deutschland ausbreitenden zunehmend politischen oder dogmatischen Islam vor falscher Toleranz warnen, holen sie sich blutige Nasen – und dürfen dafür die Grenzen der Toleranz der Dauertoleranten kennenlernen: So wurde auf dem „queeren“ Soura-Filmfestival in Berlin am vergangenen Wochenende die Diskussion über einen dort gezeigten Dokumentarfilm abgeblasen, in dem es um die liberale Ibn-Rushd-Goethe-Moschee geht. Grund: Die Festivalmacher halten deren Initiatorin, die Juristin Seyran Ates, für „islamophob„.

Besagter Film der türkisch-norwegischen Regisseurin Nefise Özkal Lorentzen mit dem Titel „Sex, Revolution und Islam“ zeigt, so die „Welt“ anerkennend, Ates bei ihrer Arbeit als eine der ersten Imaminnen Europas in der von ihr 2017 gegründeten Moabiter Moschee und „…thematisiert dabei die Morddrohungen, denen sie insbesondere seit Gründung der liberalen Moscheegemeinde ausgesetzt ist„. Alleine die kritische Befassung mit dem Dauerthema „Gewalt von Muslimen gegen Muslime“, etwa wegen modernistische Koranauslegungen oder Liberalisierungsversuche, war den queeren Islam-Multikulti-Romantikern in ihrer weltanschaulichen Schizophrenie jedoch offenbar schon Zumutung genug.

Diskursverhinderung, sobald die richtigen Phrasenknöpfe gedrückt und die passenden Floskeln bemüht wurden, ist ein zeitloses Phänomen aller linken Denkschulen: Neoliberal, reaktionär, rechtspopulistisch, völkisch, rassistisch oder eben auch islamophob – ist das Attribut einmal vergeben, gehen die geistigen Barrieren hoch. Dass ausgerechnet „queere“ Festivalveranstalter (die nach einem vergleichbaren Festival in Kabul oder Teheran wahlweise gelyncht, bis zu Hüfte vergraben einem Steinhagel der Rechtgläubigen ausgesetzt oder an Baukränen aufgeknüpft würden) eine der engagiertesten muslimischen Frauenrechtlerinnen der Bundesrepublik in die Nähe der „Islamophobie“ rücken, ist so dermaßen gaga und wahnwitzig, dass hierzu eigentlich jedes Wort zuviel ist.

Jedes Wort zuviel

Ates selbst kritisiert das Vorgehen der Veranstalter harsch und nennt deren Verhalten „undemokratisch, betrügerisch und falsch„. Sie und die Mitarbeiter der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, um die es in dem Festivalbeitrag ja gerade ging, seien „mit Lügen ausgeladen“ worden, beklagt Tugay Sarac, Koordinator der Moschee für die Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen (LGBT), laut „Welt“ – und zwar gerade einmal 90 Minuten vor der Filmvorführung. Als Begründung wurden „Drohungen und Beschwerden“ unter anderem von Sponsoren angeführt, die die Soura-Organisatoren erhalten habe. Und wie man das in woken, linken, couragierten Kreisen der Zivilgesellschaft so handhabt, knickte man natürlich servil ein, beugt sich dem islamistischen Terror und befolgt dessen Forderungen; mehr noch, man schließt sich ihnen öffentlich an: „Wir distanzieren uns von den islamophoben Aussagen und haben die geplante Diskussion abgesagt, um diesen Ansichten keine Plattform zu bieten„, habe der Zeitung zufolge eine Mitarbeiterin gegenüber einem Zeugen erklärt.

Ates, ironischerweise selbst Vertreterin der Linken, ist darüber fassungslos. Selbstkritisch geht sie mit dem eigenen politischen Lager ins Gericht: „Der Vorfall ist ein Beispiel dafür, dass Teile der Linken blind für die Gefahr von Islamisten sind„, zitiert die „Welt“ die Imamin. Attacken aus der linken und queeren Szene empfinde sie als „besonders irritierend„, weil diese sich oftmals in den eigenen Reihen als Religionskritiker bezeichneten und bei jeder Gelegenheit „patriarchale Strukturen“ und den „Einfluss der Kirchen“ bekämpften – doch wenn es um Muslime geht, „dann werden sie plötzlich zu Verteidigern eines konservativen, patriarchalen und politischen Islam.

Übrigens, welch Wunder: Der rot-rot-grüne Senat der Bundespleitehauptstadt Berlin fördert das Soura-Festival, das sich vor handfesten Islamofaschisten so bereitwillig im Staub wälzt und für diese offenbar willfährig zensorische Gesinnungspflege betreibt, aus dem Haushaltstitel „Kultur und Europa“ im laufenden und im kommenden Jahr mit insgesamt 42.000 Euro. Mit öffentlicher Förderung islamisiert’s sich doch gleich doppelt so schnell!

12 KOMMENTARE

  1. „ihr 2017 gegründeten Morbider Moschee“
    Da hat wohl die Autokorrektur zugeschlagen, „morbide Moschee“ paßt aber irgendwie zum Gesamtthema „islam“..
    Die Moschee ist in Berlin-Moabit, das ist die „Moabiter Moschee“. Bitte korrigieren

  2. Ich ärgere mich jedesmal über den Ausdruck „politischer Islam. Es gibt keinen politischen Islam! Das impliziert, daß es beim Islam eine Trennung zwischen Staat und eben demselben Islam gäbe. Das stimmt aber nicht. Der Glaube ist in islamische Ländern nicht von der Staatsführung getrennt. Mehr noch. Der politische Kurs eines Landes basiert zu 100% auf Lehre und Ideologie des Islam. Leider macht auch Herr Stürzenberger permanent den Fehler, diese beiden Gegebenheiten voneinander zu trennen. Es gibt nur den Islam und davon leiteten sich die Gesetze, Sitten usw. ab. Das macht einen großen Unterschied in der gesamten Diskussion!

    • Dem kann ich nur zustimmen.

      Es gibt lediglich einen Unterschied darin, mit welchen Mitteln die Ziele des Islam erreicht werden sollen. Die Ziele sind aber dieselben.

    • Natürlich gibt es auch einen unpolitischen Islam – und der hat für unsere Gesellschaft schließlich unendlich viel zu bieten.

      Alleine schon das Wissen ist doch unverzichtbar, dass Allah die Welt in sechs Tagen erschaffen hat (Sure 7:54) oder in acht (41:9-12), zuerst den Himmel und danach die Erde (2:29) oder umgekehrt (79:30), oder dass er den Menschen aus Erde (11:61), Wasser (21:30), Samentropfen (16:4), Ton und fauligem schwarzen Schlamm (15:26) oder einfach nur aus Nichts (Sure 19:67) geschaffen hat. Oder dass die Sonne in einem Schlammloch untergeht (Sure 18:86).

      Der unpolitische Islam bietet auch noch wertvolle Lebenshilfen, etwa in der Medizin: „Wenn eine Fliege in eines eurer Getränke fällt, dann taucht sie ganz hinein und dann werft sie weg, denn in einem Flügel ist eine Krankheit und im anderen ist Heilung für die Krankheit.“ (Bukhari 4:537)

      Eine Toilette ist nur mit dem linken Fuß und nur mit dem Bittgebet zu betreten „O Allah ich suche Zuflucht bei dir vor Al-Khubth und Al-Khaba’ith.“ (Al-Bukhari, Das Buch der Waschung, Hadith 142), drinnen ist alles nur mit der linken Hand zu machen und die Toilette ist mit „Ich bitte Dich (Allah) um Vergebung.“ zu verlassen. Natürlich dann nur mit dem rechten Fuß.

      Was, Sie kennen Al-Khubth und Al-Khaba’ith noch nicht? Das sind männliche und weibliche Teufel, die den Menschen Übel bringen und sich bevorzugt auf der Toilette aufhalten. Streng nach Geschlechtern getrennt, versteht sich.

      Und dann dieses einmalige Erbrecht im Islam, geregelt durch die Suren 4:11, 4:12 und 4:176: Falls etwa ein Mann mit 3 Töchtern, 2 Eltern und einer Frau das Zeitliche segnet, bekommen die 3 Töchter 2/3 (= 16/24) des Erbes, die 2 Eltern (1/3) (= 8/24) und die Frau 1/8 (= 3/24) davon. Fällt Ihnen etwas auf? Nein? Macht nichts, Moslems ist offensichtlich seit über 1400 Jahren dabei nicht aufgefallen, dass der gute Verblichene in diesem Fall seinen Erben 27/24 = 9/8 seines Besitzes vermachen kann.

      Sie werden zugeben, 300 Jahre Aufklärung sind doch ein Schmarrn dagegen.

      • Super! Wie man sieht, hatte Mohamad auch Humor. Oder er litt unter Arteriosklerose.

        Diese sogenannte Religion ist nur etwas für völlig verblödete Leute.

  3. Berlin eben. Dort ist alles möglich. Wahrscheinlich fließt sogar das Wasser der Spree bergauf. Aber ernsthaft: Jeder, der um die Situation der Frauen und vor allem der Homosexuellen in diversen Ländern mit dem Islam als Staatsreligion weiß, schießt mit der Kritik an Seyran Ateş ein riesiges Eigentor.

  4. Welche Gefahr?

    „Vorbehalte gegenüber dem Islam als einer vermeintlich rückständigen und frauenfeindlichen Religion sind ein Zerrbild.“ – Wolfgang Schäuble (CDU) am 21.02.2019

    „Für uns sind Muslime in Deutschland eine Bereicherung unserer Offenheit und unserer Vielfalt… Das ist doch ein enormes innovatorisches Potenzial!“ – Wolfgang Schäuble (CDU) am 08.06.2016

    „Der Islam gehört zu Deutschland.“ – Angela Merkel (CDU) am 12.01.2015

    „Der Islam gehört zu Deutschland.“ – Christian Wulff (CDU) am 03.10.2010

    „Der Islam ist Teil unserer Gegenwart und unserer Zukunft.“ – Wolfgang Schäuble (CDU) am 28.09.2006

  5. Seitdem ich das Buch von Norbert Pressburg „Good Bye Mohammed“ gelesen habe, kann ich nur davor warnen, den Islam zu unterschätzen. Dort heißt es:

    „Das zentrale Dogma des Islams bis auf den heutigen Tag lautet:

    Der Koran ist unerschaffen. Muhamad hat den Text von Gott durch die Vermittlung des Erzengels Gabriel erhalten und 1:1 an seine Nachwelt überliefert. Jedes Wort ist korrekt, authentisch und unverrückbar, heilig und ewig gültig. Es gibt nichts auf der Welt, vergangen, gegenwärtig oder künftig, was nicht im Koran enthalten wäre. Der Koran in der Fassung des Kalifen Othman ist der einzig authentische Koran, so wie er dem Propheten Muhamad mitgeteilt wurde. Die Kairoer Fassung von 1924 entspricht vollkommen dem Koran des Othman und ist somit die identische Kopie des im Paradies aufbewahren Originals.“

    Ferner gilt, der Koran sei unübersetzbar und könne sinnvoll nur auf Arabisch gelesen werden.

    • „….und könne sinnvoll nur auf Arabisch gelesen werden können“. Genau das ist der Knackpunkt. Wenn ich richtig informiert bin, handelt es sich dabei auch noch um Alt-Arabisch, das wohl kaum mehr jemand versteht. Die allermeisten Moslems, sofern sie überhaupt lesen und schreiben gelernt haben, sind gar nicht in der Lage , ihren Koran selber zu lesen. Vielmehr sind sie auf ihre Imame angewiesen, von denen sie unterwiesen (und manipuliert) werden wie früher die Christen vor der Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache und der Erfindung des Buchdrucks.

      • @Interessierter Leser
        Da ich keine Ahnung von Arabisch habe, zitiere ich hier wieder aus dem Buch von Norbert Pressburg „Good Bye Mohammed“ und muss feststellen, dass es schlimmer ist als gedacht:

        „Das ‚Arabisch‘ gibt es nicht. Es gibt arabische Umgangssprachen, und es gibt ein allgemein verbindliches Hocharabisch, die Arabiya, das jedoch vom Volk auf der Straße nur unvollkommen verstanden wird.

        Geschrieben wird aber nur in Hocharabisch …

        Die arabische Hochsprache und Schrift sind für die Muslime Sprache und Schrift ihres Heiligen Buches. Sie sind daher nichts Umgangssprachliches, nichts Profanes, sondern immer auch etwas Sakrales.“

  6. Die Linksgrünen und Gutmenschen träumen immer von einen Euroislam. Den wird es nie geben, weil es dann kein Islam wäre. Das kann man stundenlang jeden Tag erzählen, aber es wird nicht gehört werden. Ich empfinde es als Sakrileg, den Namen Goethes für eine Moschee zu missbrauchen. Im Übrigen, um einen Euroislam zu kreieren, hätte man keine Sunniten und Schiiten zu Hauf nach Deutschland bringen dürfen. Da es immer mehr von diesen Leuten hier gibt, werden die innermuslimischen Kämpfe bald auf unseren Straßen ausgetragen werden und wir irakischen Verhältnissen entgegensehen dürfen.

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