Rose der Demokratie: Nancys schöne Plastikblumen

Kennt angeblich „Demokratiefeinde“: SPD-„Bundes:innenminister:in” Nancy Faeser (Foto:Imago)

Es ist ein Jammer. In einer Welt voller Bösewichter gibt es dieses vergleichweise kleine, aber sehr menschliche Land im Herzen Europas, in welchem die ganze Tugend wohnt, die dem Rest der Welt fehlt. Deutschland heißt es. Als das Land der Dichter und Denker wird es international geachtet und um seine führenden Köpfe beneidet. Dennoch heißt das deutsche Innenministerium noch immer nicht „Nancys Geblümel-Shop“ und als „Bundes:innenminister:in” wird bezeichnet, wer schon längst den Titel „Rose der Demokratie“ verdient hätte: Die besonders menschliche Genossin Faeser.

Demokratiefeinde warten nur darauf, Krisen zu missbrauchen, um Untergangsfantasien, Angst und Verunsicherung zu verbreiten“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in der „Welt am Sonntag“. Krisenmißbrauch ist in der Tat einer der schändlichsten Mißbräuche überhaupt. Als ob es die arme Krise nicht auch ohne Mißbrauch schon schwer genug hätte. Mißbrauchte Krisen werden leicht zu traumatisierten Krisen, die dann aufwendig therapiert werden müssen, damit sie wieder ganz normale Krisen werden. Die Krise braucht unseren Schutz vor dem Mißbrauch. Seien wir solidarisch. Und zwar gemeinsam. Nehmen wir uns ein Beispiel an der Bordkapelle der Titanic. Mitten in der Untergangskrise verbreitete sie melodischen Wohlklang anstatt Angst und Verunsicherung. Diese vorbildliche Bordkapelle hat nicht darauf gewartet, die Untergangskrise zu mißbrauchen. Einfach untergegangen ist sie eben. Das war sehr pflichtbewußt von den Musikern.

Anstatt nun Angst und Verunsicherung zu verbreiten, sollten sich die Demokratiefeinde lieber jene bewährten Vokabeln anlegen wie eine Schwimmweste, die den demokratischen Blumenladen seit jeher vor dem Absaufen bewahrt haben. Nachhaltigkeit, Vielfalt, Buntheit, Toleranz, Energiewende, Teilhabe, Zusammenhalt, Gemeinsamkeit, Solidarität und Menschlichkeit geben der Schwimmweste gegen den Untergang in der Krise den rettenden Auftrieb. Aufgeblasen wird sie durch das Ventil mit der Aufschrift „Demokratie“.

Spaß beiseite

Ganz Deutschland ist zu einem einzigen Illusionstheater verkommen. Es gibt keine Demokratie in Deutschland – und ausgerechnet diejenigen, die hysterisch von „Demokratiefeinden“ reden, sind die größten Antidemokraten. Demokratisch wäre der gleichberechtigte Streit der „Demokratieteilnehmer“ über die verschiedenen Wege zu einem gemeinsamen Ziel. In Deutschland mangelt es schon am gemeinsamen Ziel. Aber nicht nur. Es mangelt auch an der Bereitschaft, den Segensreichtum der Gleichberechtigung in Frage zu stellen – und damit meine ich nicht nur die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern auch den zwischen den hellen Köpfen und den Unterbelichteten. In Deutschland verliert man seinen Führerschein schneller als das Wahlrecht. Das ist für sich genommen schon bezeichnend. „Demokratie“ wird in Deutschland ganz automatisch als „Medien- & Massendemokratie“ verstanden, ganz so, als ob andere Formen von Demokratie völlig undenkbar seien. Wer behauptet, es gebe demokratische Degenerationserscheinungen, derentwegen aus einer Demokratie eine Kakistokratie oder eine Ochlokratie werden könne, gilt bereits als „Demokratiefeind”. Die deutsche „Demokratie” als Ineptokratie zu bezeichnen, träfe den Nagel hingegen auf den Kopf: Die Herrschaft der Unfähigen.

Gedacht ist die Demokratie folgendermaßen: Das Volk ist der Souverän. Als solcher wählt es seine Volksvertreter. Die wiederum vertreten dann die Interessen des Souveräns, weil sie sich gern aufopferungsvoll in den „Dienst an der Gemeinschaft“ stellen und weil sie von den Zehennägeln bis in die Haarspitzen angefüllt sind mit Patriotismus. Zwar ist dieser Abschnitt mit „Spaß beiseite“ überschrieben, aber die Realisten halten sich dennoch die Bäuche vor Lachen, sowie sie in diesem Zusammenhang an die Bundesrepublik Deutschland und ihre freiheitlich-demokratische Grundordnung denken.

Kampfverband gegen „Demokratiefeinde“

Deutschland ist ein weltanschaulicher Meinungsknast mit einer unfähigen Regierung, welche ihre Unfähigkeit hinter der Behauptung verstecken muß, sie sei ein Kampfverband gegen „Demokratiefeinde“ und überhaupt der Lordsiegelbewahrer sämtlicher „westlichen Werte“. Dabei wissen sie genau, daß jeder, der sie eine Ansammlung von rückgratlosen Opportunisten und notorischen Lügnern nennen würde, sehr ausführlich belegen könnte, weshalb er mit seiner wenig schmeichelhaften Titulierung die Wahrheit gesagt hätte. Es hat schon einen Grund, weshalb in der ach-so-demokratischen und freiheitlichen Bundesrepublik das Soziologen-Dogma von der Realität, die sich jeder selber konstruiert, als 1. Axiom der Sozialpsychologie etabliert wurde. Ein Axiom ist eine, ohne jede Begründung als wahr unterstellte Behauptung, auf der dann alles weitere aufbaut. Auf diese Weise läßt sich die Wahrheit zur Meinung umdefinieren, die Lüge ebenso – und davon profitieren diejenigen, die sich als allerletzte leisten könnten, an den Kriterien von Wahrheit und Lüge gemessen zu werden.

Inzwischen sind wir in Deutschland sogar schon so „weit“ (vorne, fortschrittlich, der Zukunft zugewandt), daß noch nicht einmal die Meinung des Einzelnen als je eigenkonstruierte Realität bedingungslos zugelassen werden kann, weil auch die Profiteure des Dogmas von der je eigenkonstruierten Realität gemerkt haben, daß es immer noch Bürger gibt, die durchaus in der Lage sind, nach den Kriterien von Lüge und Wahrheit zu urteilen, wobei es ihnen naturgemäß häufiger gelingt, die jeweilige Lüge zu identifizieren, als zu sagen, was stattdessen wahr sei. Die Lüge ist ziemlich leicht zu identifizieren. Die Lüge zutreffend als Lüge identifiziert zu haben, ist allerdings schon die Wahrheit über das jeweils Gelogene.

Die Rose der Demokratie

Wenn die Rose der Demokratie im „Bundes:innenministerium” von „Demokratiefeinden“ redet, dann meint sie nicht wirklich „Feinde der Demokratie“, sondern sie meint solche Zeitgenossen, die gar nicht erst glauben, daß wir eine hätten. Ich wäre also so ein „Demokratiefeind“, obwohl ich die Idee der Demokratie – wenn es nicht gerade eine Medien- & Massendemokratie wäre – ausgesprochen gut fände. Meinereiner fände es gut, wenn sich das demokratische Wahlrecht auf materielle und geistige Leistungsträger beschränken würde, oder – und obwohl ich kein Freund des Angelscheins und der Schankerlaubnis bin – am Erwerb eines „Wählerscheines“ hinge, für den eine Prüfung abzulegen wäre. Ein „Wählerschein“ scheint mir wesentlich wichtiger zu sein, als ein Angelschein oder eine Schankerlaubnis. Weil in einem Gemeinwesen, das demokratisch sein soll, niemand aufgrund seiner eigenen Unterbelichtung Unfähige in die höchsten Staatsämter wählen können sollte – und weil dadurch schon der ausgesprochene Schwachsinn auf Wahlplakaten keine Chance hätte, zum Wahlerfolg der Unfähigen zu führen. Das heißt, daß mich die Rose der Demokratie im „Bundes:innenministerium” verleumdet. Ich bin kein Feind der Demokratie, sondern lediglich kein Traumtänzer.

Ein Demokratiefeind hingegen ist logischerweise jemand, der die Verwirklichung einer Demokratie bereits dadurch hintertreibt, daß er behauptet, wir hätten bereits eine. Die „Rose der Demokratie“ im „Bundes:innenministerium” wäre also selbst so eine Demokratiefeind:in. Das ist meine „eigenkonstruierte Realität“ – mithin also meine Meinung dazu, – und jede Wette, daß die „Rose der Demokratie“ namens Nancy Faeser genau diese Meinung, resp. die Äußerung dieser Meinung am liebsten verbieten würde. Wegen der Meinungsfreiheit, den westlichen Werten, ihres eigenen Rosenduftes wegen – oder was-weiß-ich weswegen. Vielleicht ist es ja auch so, daß die Hauptdarsteller auf der Bühne des deutschen Illusionstheater es einfach nicht leiden können, wenn aus dem Publikum Buhrufe ertönen. Sie hätten wahrscheinlich gern die Macht über das Publikum. Und zwar ungeachtet ihrer fehlenden Qualitäten als Hauptdarsteller.

Das einfache Leben

Tatsächlich dürfte es sich bei den Leuten, welche die rote Rose der Demokratie im „Bundes:innenministerium” als „Demokratiefeinde“ zu diffamieren beliebt, um solche Deutschen handeln, die sich davor fürchten, ihr Leben in der Rote-Rosen-Demokratie nicht mehr finanzieren zu können. Das sind Erwachende, wie sie die Meinungsbildenden unter den Illusionsemokratierenden nennen würden. Diesen Leuten schwant allmählich, daß sie es womöglich nicht mit gewählten Volksvertretern zu tun haben könnten, sondern mit von außen installierten Volksauspressern, die einer Vorauswahl entsprungen sind, welche die Erwachenden selbst nicht vorgenommen haben. Da scheint gerade eine liebgewonnene Illusion zu kollabieren. Jeder wahrhafte Philanthrop kann da nur jubeln und die Erwachenden in der Realität willkommen heißen. So ist es nämlich. Die Unfähigen regieren nicht, obwohl sie unfähig sind, sondern weil sie unfähig sind. Deshalb wurden sie überhaupt zu Kandidaten. Die wahre Macht im Hintergrund kann keine Fähigen als Erfüllungsgehilfen brauchen. Clevere Leute wie Klaus Schwab, George Soros oder Bill Gates brauchen keine fähigen Leute als Mittler zwischen sich und den „die Menschen”, sondern unfähige, die wegen ihrer eigenen Unfähigkeit zum Gehorsam jener wahren Macht gegenüber gezwungen sind, unter deren Fittichen sie geschützt bleiben, solange sie tun, was die Macht ihnen anschafft.

Das Drama, das sich im Augenblick entfaltet, ist dem Umstand geschuldet, daß die Cleveren nicht gar so clever sind, wie sie selbst gedacht hatten. Es läuft unrund. In der Ukraine läuft’s ausgesprochen miserabel, in Taiwan inzwischen ebenfalls, der größere Teil der Welt hat beschlossen, ihre Macht und ihren Einfluß zu brechen. In der Folge stehen die unfähigen Illusionsdemokratierenden mitsamt ihrer billigen Moralisiererei und ihrer wohlfeilen Zeichensetzerei da wie der Kaiser in seinen neuen Kleidern. Sie sind nackt. Jeder kann sehen, daß sie nicht nur unfähig sind, die Interessen des deutschen Souveräns zu vertreten, sondern auch, daß sie schon von vornherein nicht einmal Willens gewesen sind, es wenigstens zu versuchen. Die „Demokratiefeinde“ der roten Rose der Demokratie im „Bundes:innenministerium” erkennen allmählich die Ineptokratie, welche ihre vermeintliche „Demokratie“ in Wahrheit ist. Die vermeintlichen „Demokratiefeinde“ sind in Wahrheit „Ineptokratiefeinde”. Und ob das wahr ist oder nicht, hängt nicht davon ab, ob es die rote Rose der Demokratie im Bundes:innenministerium wahrhaben will oder nicht.

Pflichtvergessen und abgehoben

Ganz klar: Weder Inflation noch Nahrungsmittelknappheit, exorbitante Energiepreise oder Kriegsgefahr sind Resultat von „demokratischer Volksvertretung“ laut Amtseid, sondern das Ergebnis von Pflichtvergessenheit und Abgehobenheit. Während sich die rote Rose der Demokratie im „Bundes:innenministerium” wegen „Demokratiefeinden” sorgt, kichert ihre Kollegin aus dem Rosenstrauß der Demokratie, das Außenministerium als Blumenvase mißbrauchend, beim Wort „Volksaufstände”. Mit solchen könne sie womöglich „beschäftigt“ sein, meinte sie, während sie doch eigentlich „der Ukraine helfen“ müsste. Wie hätte man sich diese Hilfe als Demokrat so vorzustellen?

Die Berliner Bürgermeisternde Nicht-Doktor Giffey, eine weitere Rose im demokratischen Blumenstrauß, weiß es: Die Bezirke sollen Straßen nach ukrainischen Ortsnamen umbenennen. So geht demokratische Volksvertretung in der Ineptokratie eines „reichen Landes”. Derartig inept geht es zu, daß sich schon niemand mehr über „reiches Land“ aufregt, ganz so, als ob es reiche Länder tatsächlich gäbe, obwohl es doch allenfalls reiche Einwohner eines Landes geben könnte. Die Deutschen wären das mit Sicherheit nicht (mehr). Die Unfähigen verpulvern die Kohle, als gäbe es kein Morgen.

Inzwischen wären die Ausgepressten froh, wenn sie wüssten, daß sie eine zuverlässige Gasversorgung haben. So weit haben sie sich bereits „herunterhandeln“ lassen. Tatsächlich könnten sie von ihren „Vertretern“ fordern, gefälligst möglichst billiges Gas in Hülle und Fülle zu haben – und daß Nord Stream 2 gefälligst in Betrieb zu nehmen sei, ganz egal, was die ach-so-demokratischen Obermoralisten – für sich selbst kostenlos – als moralisch geboten für die Untertanen in ihrer Ineptokratie betrachten bei aller Schnitzellosigkeit für das Klima und dem ganzen „Frieren für die Freiheit”, die übrigens neben der „Demokratie“ die nächste teutonische Großillusion ist.

Die parlamentarische Demokratie

Die parlamentarische Demokratie entpuppt sich ebenfalls als Rohrkrepierer. Und das ist wahrlich nicht die Schuld derjenigen, die der demokratischen Idee – sofern es nicht gerade um die evident zum Scheitern verurteilte Massen- & Mediendemokratie ginge – durchaus wohlgesonnen gegenüberstünden. Was also dann? Auf die Straße gehen? Tatsächlich „Volksaufstände”?

Es ist doch so: Die sogenannten Volksvertreter müssen gewählt werden, damit die wahre Macht sich hinter der Demokratiefassade verstecken kann, um zu behaupten, die Marodiererei ihrer Büttel sei schließlich dem Volkswillen geschuldet, weil das Volk sie gewählt habe. Die wahre Macht liegt also bei den Ungewählten – und ungewählt sind auch die Meinungsbildner in den Medien. Daß die längst keine „vierte Gewalt“ mehr darstellen, kann nur jemand bestreiten, der sich unbedingt als Realitätsverweigerer outen will. ARD & ZDF sind ein einziger Verstoß gegen ihren grundgesetzlichen Auftrag. Und nicht zufällig blasen genau die Medien ins selbe Horn wie die inepten Volksvertretungs-Simulanten, die finanziell von derselben Macht gesponsert werden, an deren Wohlwollen auch das Volksvertretungs-Simulantentum hängt. Folglich müssen die Simulanten tun, was ihnen aller Voraussicht nach die meisten Wählerstimmen bringen wird. Was das ist, bestimmen im Grunde die Ungewählten in den Medien.

Anstatt nun „auf die Straße“ zu gehen, könnte sich das Volk konsequent weigern, überhaupt noch zur Kenntnis zu nehmen, was Medien und Simulantentum in ihrer destruktiven Kooperation den lieben langen Tag hinausposaunen. Evident ist das Volk derartig angelogen worden, daß es ihm niemand verübeln könnte, wenn es sich entschließt, die Lügner künftig zu ignorieren – und ihnen einfach das Geld zu entziehen, von dem sie ineptokratisch schmarotzen. Was wäre denn, wenn sich der Handel geschlossen dazu entschließen würde, keine Steuern mehr für die Ineptokraten einzuheben? Was wäre denn, wenn alle Arbeitgeber die vormaligen Bruttolöhne als Nettolöhne ausbezahlen würden? Was wäre denn, wenn sich das Volk, anstatt auf die Straße zu gehen, um sich dort von der Staatsmacht verprügeln zu lassen, dazu entschließt, den Ineptokratensumpf einfach finanziell trockenzulegen? Würden die Ineptokraten es wagen, jede Tankstelle, jeden Supermarkt und jede Fabrik zu schließen, weil keine Steuern mehr kommen von dort? Was, wenn sich die Deutschen kollektiv dazu entschließen würden, jedes behördliche Anschreiben einfach ungeöffnet in den Papierkorb zu werfen? Was, wenn sich das Volk kollektiv weigern würde, sich die GEZ-Gebüren für seine eigene Verarschung abpressen zu lassen? Was, wenn es sich entschließen würde, den Zensoren in den sozialen Netzwerken dadurch zu entgehen, daß es einfach die Vielfalt seiner Dialekte nutzt, anstatt sich auf hochdeutsch den Zensoren samt deren Badwordlisten und Algorithmen auszuliefern?

Die Reetablierung der Demokratie

Kein Zweifel: Die Illusion von der deutschen Demokratie implodiert gerade. Wer eine wirklich funktionierende Demokratie will – und meinereiner will das -, der muß auf eine verfassungsgebende Versammlung hinarbeiten, welche die Bundesrepublik praktisch neugründet. Die alte Bundesrepublik ist demokratisch tot. Und die Verfassung dieser neuzugründenden Bundesrepublik darf durchaus die Erfahrungen aus der alten Bundesrepublik berücksichtigen, um die alten Fehler nicht zu wiederholen. Die Gewaltenteilung muß wiederhergestellt werden und so vieles mehr. Dazu muß das alte Establishment unbedingt entmachtet werden, und zwar nicht nur in den Parlamenten, sondern auch in den „staatstragenden“ Medien.

Ginge es auch anders? Wir sind nicht allein auf der Welt, sondern Deutschland ist ein US-Vasallenstaat. Was hierzulande passiert, hängt in großem Umfang davon ab, was die jeweilige US-Regierung will.

Bei den Vorwahlen in den USA, also bei der Nominierung der Kandidaten, sind diese Woche für die Republikaner in mehreren Staaten ausnahmslos die Kandidaten nominiert worden, welche die Unterstützung von Donald Trump hatten. Im November sind die Midterms, also die Zwischenwahlen, die über die Zusammensetzung des US-Kongresses entscheiden und die gegenwärtige US-Administration so gut wie handlungsunfähig machen werden, weil die Demokraten („liberals”) historisch beispiel- und gnadenlos abgestraft werden dürften.

…die USA vielleicht?

Damit ändert sich dann auch in Deutschland vieles, weil viele transatlantische „Befehlsketten“ einfach abreißen. Ob das, was sich dann in Deutschland ändern wird, ausreicht, um hierzulande eine Demokratie zu reetablieren, läßt sich schwer voraussagen.

Meinereiner plädiert deshalb dafür, es endlich mit dem eigenen Volk zu versuchen und sich selbst eine Verfassung zu geben, die sicherstellt, daß es nicht erneut zu solchen Degenerationserscheinungen kommt wie in der alten Bundesrepublik. Das heißt, es müsste eine Verfassung sein, auf welche die USA (oder die Siegermächte WW II) – egal, wer dort gerade regiert – keinen Einfluß mehr nehmen.

Die machtgeile und stocktotalitäre Ineptokratie, für welche sinnbildlich die „rote Rose der Demokratie“ im „Bundes:innenministerium” steht, muß egal wie überwunden werden. Wenn nicht, haben wir hier bald ein Gemeinwesen, das eher an China als an die freie Welt erinnert. Es hat sich gefälligst ausgefaesert, ausgeschwabt, ausgesorost, ausgegatest und ausgegrünt zu haben in Deutschland. Das deutsche Volk hat heute bereits einen immer noch gültigen, grundgesetzlichen Anspruch darauf, von solchen inepten Despoten verschont zu bleiben. Machen wir ihn geltend! Und wenn es dazu krachen muß – was niemand will – dann muß es eben krachen. So geht’s nicht weiter. Auf einen heißen Herbst!

19 Kommentare

  1. Wenn ich dieses linke, dem deutschen Volk entfernt stehendes Element sehe/höre,
    schalte ich sofort um/ab.
    Ich prognostiziere, das dieses Persönchen nicht die ganze Legislaturperiode im
    Ministerstuhl sitzen wird/kann.

    • Da kann ich mich nur anschließen und hoffen, dass Sie und auch ich Recht behalten. Wenn man den Gesichtsausdruck schon auf dem Bild sieht erkennt man sofort welchen „Geist“ man da vor sich hat. Dumm, dümmer am dümmsten, das ist ihr Markenzeichen. Wie kann man so eine Frau in dieses Amt setzen? Hat Scholz jetzt auch den Verstand vollkommen verloren?
      Ich habe noch keinen einzigen Satz von ihr gehört aus dem nur im geringsten Mass Wissen oder gar etwas kluges zu hören war. Wie auch, wo nichts ist, kann nichts raus kommen.
      Blödheit läßt grüßen

  2. Herr Erdinger, dass alles zutrifft was Sie oben geschrieben haben, das wissen Sie selbst. Bleibt mir nur, Ihnen zu Ihrer famosen Feder zu gratulieren. Sie könnten ein Wiedergänger von Kurt Tucholsky oder von Karl Kraus sein… Beste Grüße

  3. Guter Artikel zur schlechten Kleptokratie.

    HANDELN war nie wichtiger:

    Einkommen (und somit Steuern) runterschrauben – dann trocknet das unsolidarische Regime aus.

  4. Und wer genau soll in einer von Ineptokraten regierten Ineptokratie eine Verfassung schaffen, die eine Ineptokratie verhindert?

    Die Ineptokraten in einer Verfassunggebenden Versammlung – oder etwa gar der Souverän, der diese Ineptokraten mehrheitlich so souverän immer und immer wieder per Wahl an die Schalthebeln der Macht hievt?

    „Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen’gen nur gewesen.“ – Schiller, Demetrius

  5. Ich fürchte, Herr Erdinger hat zukünftig ein paar Schlapphüte hinter sich, beauftragt von Faesers abgerichteten Apportierhund Haldenwang!

    • Ich denke, das ist schon lange so. Und icxh denke, Max weiß das auch. Und ich denke, es ist ihm egal!
      Weiter so! Ich lese mit Abstand am liebsten von ihm, dem südländischen Aufrührer! 😉

  6. Ja, die „Rose der Demokratie“ im Bundes:innenministerium schlürft in arroganter Weise genüsslich Prosecco getreu dem Motto „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie Kuchen essen!“

    https://t.me/afdbrennpunkt/1026

    Ach nein, das Motto heißt jetzt: „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch kalt duschen.“

    Mehr Volksverachtung geht nicht.

  7. Herr Erdinger,
    Excellenter Artikel und wie immer mit Satire, die Realitaet genau getroffen, bzw. die Wirklichkeit ist nur noch mit Ironie zu ertragen.
    Eine verfassungsgebende Versammlung wie in einer konstitutionellen Republik, in der das Wahlrecht, steuerzahlenden Buerger und Rentnern, die gearbeitet haben, vorbehalten is, waere ein guter Neubeginn.
    Nicht wie in einer Demokratie, ( Idiocrazy), in der die Mehrheit der Nutzniesser und Ausnutzer des Systems bestimmt und sei’s auch nur mit 51%, den das reicht bereits. In Deutschland genuegen sogar nur 15%, um die Mehrheit zu regieren bzw. zu dressieren.
    Siehe auch Thomas Jefferson’s , oft Zitiertes:“Zwei Woelfe und ein Schaf betimmen, was es zum Abendessen gibt“
    Der Vorschlag, die Algorythmen, mit Dialekten auszutricksen, gefaellt mir sehr. Dange dafuer.
    Ich bin in Underfrangn geborn und grosgewordn und hab a haufn Johr in Nuernberch
    gwohnd. Leider beherrsche ich fraenkisch nach ueber 22 Jahren im Ausland nicht mehr so guad.

    Passen Sie auf sich auf, dass nicht ploetzlich die Innenfaeser, Ihnen morgens frueh um 4, den Vorwurf, der „Verfassungsrelevanten Delegitimierung des Staates“ mit staatlichen Nachdruck
    unter die Nase haelt.
    Dazu passt:.
    https://www.alexander-wallasch.de/gastbeitraege/so-gefaehrlich-ist-nancy-faeser-radikalisierte-sozialdemokratin-diffamiert-pauschal-buerger

  8. Eine verfassungsgebende Versammlung?
    War das nicht eines der Ziele, der vom Verfassungsschutz gejagten, so „raechteradikalen und gefaehrlichen“ Reichsbuerger?

    Buchempfehlung:
    „Wenn das die Deutschen wuessten…….dann haetten wir morgen eine Revolution“, von Daniel Prinz

  9. Menschen entwickeln sich in Phasen. Nach der Pubertät folgt beispielsweise die Konformität. Daher ist der aktuelle Prozess ein Teil der menschlichen Entwicklung.
    Ein Beispiel: In der Konformität wird zur Bewältigung gedanklicher Herausforderungen die Projektion und Introjektion verwendet. In der Projektion werden die eigenen Vorstellungen auf das Gegenüber angewendet. Jemand wird beispielsweise zum Dieb erklärt, weil man ihn dafür hält. Diese Zuweisung (Projektion) wird in der Konformität als besondere Leistung empfunden. Die Abstraktionsfähigkeit, dass der vermeintliche Dieb möglicherweise ein unbeteiligter Dritter ist, hat sich noch nicht entwickelt.
    Daraus entstehen die unzähligen, phantasierten Vorwürfe (Demokratiefeinde) und Appelle (Impfsolidarität).
    Intelligenz und Entwicklung haben dabei keine Korrelation. Entwicklung findet durch Bewältigung von Konflikten statt (Individuation). Die Art der Bewältigung bestimmt, ob sich eine Weiterentwicklung vollzieht. Wer sich beispielsweise vom Konflikt freikauft, Macht oder Gewalt anwendet, wird sich den Grundlagen der Konflikte nicht nähern und in der Konformität entsprechend weiterhin die Suche nach der Zugehörigkeit manifestieren.
    Ob sich gesellschaftlich die Phase nach der Konformität durchsetzt – die Rationalität -, ist anscheinend noch offen.

  10. https://youtu.be/VpQobk_ybwc

    Schaut/hör das ZDF-Sommer-Interview mit einer Einpeitscherin im Sinne der Regierung.

    Es ist nicht länger hinnehmbar und unerträglich, das unwichtige, penetrante Einpeitscher
    wie die auffallende Shakuntala Banerjee, die leider von uns Zwangsgebührenzahler bestens bezahlt werden, auf die Menschheit losgelassen werden.
    Sie hat es journalistisch nicht drauf, da sie Staatspropaganda im Sinne von
    grünlich-rötlich in widerlichster Art betreibt.
    Das war kein Interview, das war billigste Diskreditierung von AfD und Frau Weidel.
    Ich hätte an Stelle von Frau Weidel das Interview schnell abgebrochen, u.a. auch, weil Banerjee stets bei den Antworten und den sehr guten und nachvollziehbaren Erklärungen von Frau Weidel, diese zigfach billigst gestört hat.
    Solche Elemente, wie Banerjee, schickt man nur, wenn man wirklich nichts braucht !

    • Tja, da zeigt sich eine, die ich für nicht ganz so dumm gehalten habe, doch von ihrer wahren Seite. Und sicher hat man sich schon etwas dabei gedacht, ausgerechnet Frau (s.o. – ich könnte da immer nur lautmalend so etwas zusammen-nuscheln … – dicke Brille, fester Blick!) als Kampfpilotin in diesen heiklen Luftkampf zu schicken …

      Statt einer Interviewten Raum für ihre Sicht zu geben, fallen die System-Journalisten „unangenehmen“ Gesprächspartnern so oft ins Wort, dass diese/r schon seine/ihre Konzentration auf das verwenden muss, was er/sei überhaupt sagen will. Einfach erbärmlicher Stil! Immer ganz nach dem Motto: Verhindern, dass jemand mit seinen Aussagen der Wahrheit nahe kommt, mit seinem/ihrem Gedanken „am Stück“ zu Ende kommt oder gar Lügen aufdeckt!

      Frau Weidel verwies immer wieder schmunzelnd, auf das Spiel, dass sie einfach „langweilig“ findet. Sh. (s.o.) hat’s wohl gemerkt, aber weisungsgetreu überhört. Immer die gleichen dummen Anmachen. Kein Politiker der Bedien-Parteien wird ständig auf die Aussagen irgendwelcher Hinterbänkler verwiesen, die als problematisch angesehen werden können – nur dann der oder die, wenn zufällig mal, jemand aus der AfD vor dem Mikrophon (in der Regel aogar nur stehen darf).

      Ganz so: „Frau Weidel, ihr AfD-Mitglied Hubert Deppus hat gesagt, dass auch die Fürze von Regierungsmitgliedern stinken. – Wie stehen Sie als Vorsitzende dieser Partei dazu, zeigen Sie Mut zu einem Partei-Ausschluss-Verfahren, haben Sie Ihre Partei eigentlich noch im Griff, zeigt sich nicht da schon die Verfassungsfeindlichkeit Ihrer Partei?“ – Immer am besten fünf Fragen hintereinander, das bringt Zeit und hoffentlich Verwirrung – auf jedenfalls die gewünschte „Verzettelung“ …

      Ja, „Verfassungsfeindlichkeit“ in Umkehrung wäre für diese Verbal-impertinenzen sicherlich zu hoch gegriffen, aber demokratisch „satt unfair“ passt durch und durch ….

  11. das volk hat das vertrauen der regierung verscherzt – wäre es da nicht besser die regierung löse das volk auf und wählte sich ein anderes.

    b.b.

  12. Zitat:
    „Die parlamentarische Demokratie entpuppt sich ebenfalls als Rohrkrepierer.“

    Die demokratischen Ur-Väter überschätzten in ihrem Idealismus die Fakten und den gesellschaftlichen „Fortschritt“. Ihre Vorstellung von Demokratie scheitert an mehreren Faktoren:

    Das ist leider so,
    1. weil die ersten Demokraten davon ausgingen, dass sich die große Mehrheit der Bürger auch für Politik interessiert und ihre Meinungen aufgrund von Meinungsfreiheit und Wahlen einbringen könnten.

    Die Denkfehler:
    1. Nur eine Minderheit interessiert sich überhaupt für Politik.
    2. Meinungsfreiheit gibt es nur äußerst eingeschränkt, da die Medien in weit überwiegender Anzahl in den Händen derjenigen sind, die auch über die politischen Vorgänge entscheiden.
    3. Es wurde vollkommen unterschätzt, dass nicht nur moralisch gesinnte Kandidaten gewählt werden können, sondern auch korruptionsanfällige und auf Eigennutz bedachte (Nebenverdienste; Lobbyismus)
    4. Inzwischen muss man zudem beobachten und bedauern, dass es nicht einmal eine formale Arbeitskontrolle gibt (Leerer Plenarsaal; Eintrag für Sitzungsgeld und Heimreise etc.). Wobei durch den Fraktionszwang Anwesenheiten ohnehin weitgehend überflüssig werden.
    5. Es gibt nicht einmal den Ansatz von persönlicher/finanzieller Haftungen für vorsätzliche oder grobfahrlässige massivste Fehlentscheidungen.

    2. Das Parlament übt keine Kontrollfunktion gegenüber der Regierung aus.

    Die Denkfehler:
    1. Die parlamentarische Mehrheit steht zwangsläufig hinter der Regierung, da diese Parteien die Regierungen stellen.
    2. Es herrscht durchgehend Fraktionszwang.
    3. Es gibt ein Listenwahlsystem (zur Hälfte), dass jeden Kandidaten von seiner Partei abhängig macht.
    4. Um überhaupt von einer Partei aufgestellt zu werden, benötigt ein Kandidat nach Untersuchungen mindesten 10.000 € Eingenkapital, dass er in einem Listenwahlsystem nicht ohne weiteres durch abweichende Meinungen aufs Spiel setzen möchte.
    5. Die Parteien finanzieren sich durch Zugriff auf Steuergelder über die Maßen, so dass es letztlich zu einer massiven Parteien-Demokratie, aber eben nicht zu einer Volks-Demokratie führt.
    6. Das Volk hat außer den Wahlterminen keinerlei Einflussmöglichkeiten auf politische Entscheidungen. Volksbegehren gibt es in Deutschland nicht. Demokratie heißt somit nicht Herrschaft durch das Volk, sondern – wie immer deutlicher wird – Herrschaft über das Volk.

    Damit ist noch lange nicht alles gesagt, was diese Demokratie als Mangelprodukt kennzeichnet. Dazu gehört auch ein „Verfassungsschutz“ der schon immer richtiger „System-Schutz“ heißen müsste. Einen negativen Beigeschmack erhält diese Bezeichnung nur, wenn das Regierungssystem als negativ einzustufen ist. Nicht die Verfassung ist zu schützen, sondern das Volk vor seiner Regierung. Die Urteile über verabschiedete Gesetze mit der Feststellung: „verfassungswidrig“ bleiben leider ohne jegliche Folgen, was die Gesetzesmacher betrifft. Da müsste jeder in die Pflicht genommen werden. Dabei ist alleine das, dasjenige, was die Verfassung gefährdet. Keine Demonstration oder Meinung gefährdet die Verfassung. Eine Verfassung kann prinzipiell nur von einer Regierung gebrochen werden. Vom Volk kann eine Verfassung allerdings durch Revolution außer Kraft gesetzt werden. Für eine Revolution sind jedoch trotz aller Hetze keinerlei Ansätze erkennbar – auch nicht bei einer AfD, die einfach als verfassungswidrig bezeichnet und verfassungswidrig (Vorsitze in Ausschüssen) benachteiligt wird. In den Medien wird dieser Partei kein „neutraler“ Platz eingeräumt. Von über 200 Talkshows mit zahlreichen Vertretern anderen Parteien wurde kein einziger Vertreter der AfD eingeladen. Dies beweist, wer Demokratie und rudimentäre Fairness wirklich verachtet und wer den „demokratischen Grundgedanken“ tatsächlich an die Wand fährt.

    Das sollte zum Überdenken erst mal reichen.

    • @Justus
      Sehr, sehr gut, absolut richtig und bitte weiter so.
      Es gibt nichts schlimmeres als Faschisten, die ihr eigenes Volk belügen,
      züchtigen und ihnen direkt bzw. indirekt tief i.d. Geldbeutel greift.
      Wer solche Elemente wählt gehört ebenfalls in die faschistische Schublade.
      Denke, dieser Herbst und der Winter wird noch einiges auf den Schirm bringen.

  13. Jahrelang hat es wunderbar funktioniert, das Volk mit der Krisenrhetorik still und in Angst zu halten. Nun spuren sie nicht mehr und jetzt geht in der Politik die Angst um. Da Angst meist ein schlechter Ratgeber ist und auch aufgrund fehlender Fähigkeiten, wählen die führenden Politiker den dümmsten aller Wege das Volk ruhig zu stellen. Wenn bei nachteiligen Veränderung, die jeder mitbekommt, diejenigen die darauf hinweisen von der Politik zu Rechtsextremisten erklärt werden, dann ist das kaum geeignet, wieder Ruhe herzustellen, bestenfalls unterdrückt man den Frust der Bürger und riskiert damit irgendwann eine geballte Ladung abzubekommen. Die Protestler als Extremisten abzustempeln hat auch schon in der DDR so perfekt funktioniert, allerdings eher weniger aus Sicht der SED.

  14. Lieber Herr Erdinger,
    danke für diesen Artikel. Er spricht mir aus der Seele. Nur befürchte ich, dass die deutschen Links-Moralisten noch lange brauchen werden, um zu verstehen, was tatsächliche Demokratie ist.

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