Schont Eure Rechte!

Nach „ethischem Maß“ zurechtgestutzte Grundrechte (Symbolbild:Shutterstock)

Die Wahlsieger graben gerade – nein, nicht unser Grab (das kommt später) – ihre Startlöcher. Dann geht’s mit Schwung in eine neue woke (neudeutsch für „unreflektiertes Verhalten„) Zukunft. Dann wird alles gerettet, was nicht bei drei auf dem Baum sitzt. Eine schöne neue Welt erwartet uns. Piep, piep, piep, wir werden uns alle liebhaben und blumenbekränzt mit Maske um die Stromtanksäulen tanzen, bis diese wieder Strom liefern! Die Gesetze werden tschändergerecht so abgefasst, dass sich jedes der sechzig Geschlechter darin wiederfindet und wohlfühlt. Das Strafgesetzbuch bekommt eine Triggerwarnung, weil es ja Inhalte ankündigt, die auf einige Menschen anstößig, verstörend, belastend oder sogar retraumatisierend wirken können. An jeden wird gedacht – fast an jeden.

Wer in diesem linksgrünen Paradies keine Gnade findet, wer schärftens bekämpft werden muss, das ist der Impfverweigerer. Er spielt im Coronaregime die gleiche Rolle wie der Ziegenbock in der jüdischen Liturgie: er wird zum Sündenbock. Der Slogan „die Pandemie der Ungeimpften“ geht viraler um die Welt als das Virus selbst. Gnadenlos wird dieser Volksschädling (nebenbei: am 5. September 1939 wurde die „Verordnung gegen Volksschädlinge“ im Reichsgesetzblatt veröffentlicht) bekämpft. Angesichts der Impfdurchbrüche fehlt da jede Logik: „Die Geschützten müssen vor den Ungeschützten geschützt werden, indem man die Ungeschützten zwingt, sich mit dem Schutz zu schützen, der die Geschützten nicht schützt“. So ein Internet-Meme (neudeutsch für „dummer Spruch„), der treffender nicht sein könnte.

Professorinnen als Erinnyen Coronas

Das Narrativ (neudeutsch für „Ammenmärchen„) des unsolidarischen, tumben Impfverweigerers wird in allen Medien so gnadenlos gepuscht, dass eine sachliche Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Impfung nicht stattfindet. Die marginale Wirkung der Impfung wird euphemistisch als „Impfdurchbruch“ bezeichnet, obwohl „Impfeinbruch“ die Realität besser beschreiben würde. Da sich jedes Framing (neudeutsch für „ein X für ein U vormachen„) mittels weiblichen Charmes besser verkaufen lässt – die einzige Ausnahme ist Karla Lauterbach (Dank an Tim „Love Priest“ Kellner) – eignen sich junge Professorinnen hervorragend als Erinnyen Coronas. Jeder kennt Melanie Brinkmann, die so traurig gucken kann, dass sogar ich fast ins Barmen gerate.

Eine Augenweide ist allerdings die Vorsitzende des Ethikrates namens Alena Buyx. Sie ist so hübsch, dass Fielmann ihr als Brillenmodel bestimmt mehr bezahlen würde als ein W3-Professorinnengehalt. So ein frisches Gesicht entzückt natürlich die alten Säcke in den Gremien, und wenn die Message (neudeutsch für „jemanden nach dem Mund reden„) stimmt, kann sich eine solche Dame der weiteren Karriere nur durch Selbstmord entziehen. Klar, dass auch Buyx in die Leopoldina berufen wurde und die Deutsche Nationalstiftung sie im April mit dem Deutschen Nationalpreis 2021 geehrt hat. Sie gehört mit 44 Jahren schon zur A-Klasse der deutschen Intelligenzija. So geschah es, dass ich zufällig (was sonst) bei „Markus Lanz“ reingeflitscht habe und durch den Liebreiz besagter Professorin an deren Lippen kleben blieb. Ich lauschte gebannt ihrer Worte, um anschließend fassungslos den Kopf zu schütteln. Noch jetzt grüble ich über ihre Äußerung: „Wir können, wenn wir uns bestimmte gesellschaftliche Strukturen erhalten wollen, wenn wir möglichst viele Menschen vor Leid und Krankheiten bewahren wollen, dann können wir leider nicht einfach sagen: ‚Macht doch, was ihr wollt.‘ Und deswegen, das einzige Patentrezept … was man jetzt machen muss, ist, dass man schrittweise schaut, dass man es so grundrechtsschonend wie möglich hinkriegt, aber dennoch genug Maßnahmen einführt und da muss man die sozusagen schrittweise hocheskalieren und nicht irgendwie von der einen auf einmal zu einer ganz scharfen rüberspringen, um das Ganze so beherrschbar zu halten, dass wir eben nicht in diese Überlastungssituation kommen.

Alena Buyx macht fassungslos

Der Kontext (neudeutsch für „sonstiges Geschwafel„) war, Lösungen zu finden, wie man es (noch) ohne polizeilichen Zwang schafft, eine Chemikalie, deren Wirkung umstritten ist, in den Körper dieser renitenten Verweigerer zu spritzen. Was soll dabei geschont werden? Die Grundrechte? Schonen kann man etwas, wenn man es nicht benutzt. Oder sollen, analog zum Schongaren, die Grundrechte so lange zerköchelt werden, bis sie nicht mehr da sind? Zeigen sich noch Reste von Freiheit, wird eben hocheskaliert

Von einer Vorsitzenden des Ethikrates hätte ich Äußerungen erwartet, die sich an den Grundrechten orientieren. Oder dass sie auch mal den mittlerweile vergessenen „Nürnberger Kodex“ aus dem Schrank holt, der 1947 verfasst wurde, um die während der Zeit des Nationalsozialismus im Namen der medizinischen Forschung begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, insbesondere „verbrecherische medizinische Experimente„, in Zukunft zu verhindern. Aber leider Fehlanzeige. Der Ethikrat entpuppt sich als Handlanger der Regierung, der die Grundrechtseingriffe sanktioniert oder verharmlost. Die Mitglieder des Gremiums werden durch den Bundestagspräsidenten ernannt – und bekanntermaßen beißt man nicht in die Hand, die einen füttert.

Mich erinnert die Vorsitzende des Ethikrates eher an die weibliche Form von Zuckmayers „Des Teufels General“. In diesem Drama erkennt der Held, General Harras, dass er an dem grausamen, unmenschlichen Krieg mitschuldig geworden ist, und nimmt sich das Leben.
Bei Alena Buyx stelle ich bis jetzt keine selbstkritischen Ansätze fest. Vom Suizid ist sie meilenweit entfernt. Aber, um im Bild zu bleiben: Vielleicht gibt es für sie eine lebensschonende Alternative.

9 KOMMENTARE

  1. Politiker wollen den Faschismus, die Diktatur um ihre Rechte auf Kosten von
    Ungesetzlichkeiten, Volkszüchtigungen, Spaltungen und Druck gegen die Demokratie
    behaupten.
    Sie wollen Teile des Grundgesetzes insbes. Grundrechte für ihre kranke Gewalt
    weiter abbauen.
    Solche Politidioten gehören hinter schwedische Gardinen, denn sie sind Feinde des Volkes.
    Aber, der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht und der Volkskessel ist bereits bis
    kurz vor dem bersten und dann………………….

  2. Offener Brief an die Bevölkerung
    Nach dem 2. Weltkrieg fanden in Nürnberg Kriegsverbrecherprozesse statt. Beispielhaft für die
    Medizinverbrechen des Nationalsozialismus
    waren unfreiwillige Menschenversuche, darunter auch Impfstoffversuche.
    20 KZ-Ärzte sowie ein Jurist und zwei Verwaltungsfachleute waren als Organisatoren von Medizinverbrechen angeklagt. Es ergingen mehrere Todesurteile. Daraufhin wurde ein Vertrag unterzeichnet, in dem wir alle übereingestimmt haben und vereinbart haben, dass so etwas nie wieder geschehen würde, den Nürnberger Kodex. Dieser legt unter anderem fest, dass
    „Die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson ist unbedingt erforderlich. Das heißt, daß die betreffende Person im juristischen Sinne fähig sein muß, ihre Einwilligung zu geben; daß sie in der Lage sein muß, unbeeinflußt durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen; daß sie das betreffende Gebiet in seinen Einzelheiten hinreichend kennen und verstehen muß, um eine verständige und informierte Entscheidung treffen zu können. Diese letzte Bedingung macht es notwendig, daß der Versuchsperson vor der Einholung ihrer Zustimmung das Wesen, die Länge und der Zweck des Versuches klargemacht werden; sowie die Methode und die Mittel, welche angewendet werden sollen, alle Unannehmlichkeiten und Gefahren, welche mit Fug zu erwarten sind, und die Folgen für ihre Gesundheit oder ihre Person, welche sich aus der Teilnahme ergeben mögen.“
    Die Art und Weise wie heute Menschen genötigt und gezwungen werden, sich experimentelle Covid-Impfstoffe einspritzen zu lassen – Impfstoffe bei denen Hersteller jede Haftung ablehnen und Probanden durch ihre Unterschrift die Verantwortung für alle gesundheitlichen Folgen übernehmen müssen – erinnert fatal an nationalsozialistische Medizinverbrechen.
    Impfstoffe, deren Kurzzeitfolgen bereits schwerste Nebenwirkungen bis hin zum Tod beinhalten, und deren langfristige Nebenwirkungen erst in vielen Jahren bekannt werden, dürfen nur freiwillig verabreicht werden, so wie es der Nürnberger Kodex vorschreibt. Regeln und Gesetze, die darauf abzielen Menschen gegen ihren Willen zu impfen, sind das größte Medizinverbrechen seit dem Ende der Nazi-Tyrannei. Die geistige und inhaltliche Nähe der Impflobby von heute zu ihren nationalsozialistischen Vorgängern ist nicht nur der größte medizinische Skandal seit 1945, es ist das größte Medizinverbrechen unserer Zeit.
    NEIN! Zu unfreiwilligen Menschenversuchen!
    Sei kein Mitläufer! Teile diesen Brief mit anderen.
    Gegen Faschismus – Für Freiheit und Leben!

  3. Bei diesen Worten

    “ … was man jetzt machen muss, ist, dass man schrittweise schaut, dass man es so grundrechtsschonend wie möglich hinkriegt, aber dennoch genug Maßnahmen einführt und da muss man die sozusagen schrittweise hocheskalieren …“

    fällt mir der mittelalterliche Folterknecht ein, der schrittweise während der Folter schaut, und es möglichst hinkriegt, dass der Deliquent so weit geschont wird, dass er gerade so am Leben bleibt, aber die Folter aus genug Maßnahmen besteht, die der Folterknecht schrittweise hocheskalieren muss, um möglichst das gewünschte Geständnis vom Deliquenten zu bekommen.

    Ja, das ist das „beste Deutschland, das es jemals gegeben hat”.

  4. Ich möcht es hinsichtlich der Impf-Propaganda mit sachlichen Aspekten versuchen. Ein Antikörper nicht ein Antikörper. Jeder Antikörper hat eine anderes Paratop. Dieses ist eine „Kupplung“, mit der der Antikörper an das Epitop des Virus als Kupplungsgegenstück ankoppelt. Ändert das Virus das Kopplungsgegenstück – es mutiert – kann der Antikörper nicht an das Virus ankoppeln und es festbinden, sodass das Virus nicht weiterkommen und in eine Wirtszelle eindringen kann. Durch die weit zurückliegenden Impfungen, die gegen das Wild-Virus gerichtet waren, wurden Antikörper erzeugt, die nun an die Delta-Variante nicht mehr ankoppeln. Ob inzwischen neue Impfstoffe zum Boostern verwendet werden, wäre interessant. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, ist die Booster-Impfung unwirksam. Wie man dann das Boostern so propagieren kann, ist unerklärlich. Unsere Impf-Großmeister sollten statt uns täglich mit zweifelhaften Aussagen zu traktieren sich besser mit wichtigen Aspekten des Immunsystems befassen. Auch als Laie – wie ich einer bin – findet man eine ganze Menge im Internet

  5. Subber geschrieben, Friedemann … Biete es doch mal dem Wilfried an. Da passt das auch gut rein.
    Gruß Bernd

    • Um sich ihr mieses Verhalten als ethisch korrekt bestätigen zu lassen. Bitte bei der Vorsitzenden des Ethikrates nicht vom hübschen Äußeren ablenken lassen. Dahinter wird sehr verschwurbelt dem Faschismus gehuldigt.

  6. Ich verweise auf Darwin, Jeder, der nicht selbst für sich sorgen kann, hat auf diesem Planeten nichts zu suchen. Wie kommen diese Figuren aus der Wohlstandsschrottgeneration bloß dazu, jedem das in ihren Augen „Gute“ aufzuzwingen? Sie sind nicht in der Lage, ihr erbärmliches, lächerliches Dasein allein in den Griff zu kriegen, das besorgt der Steuerzahler, der seinerseits von ihnen heimgesucht wird.

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