Transqueeres Rowling-Bashing: Ab 5.45 Uhr wird zurückgezaubert!

Die Harry-Potter-Autorin steht am Pranger, weil sie als Frau und nicht als „menstruierender Mensch” wahrgenommen werden möchte (Foto:Imago)

Zwischen den üblichen verbalen Schlachten um die Notwendigkeit von Corona-Maßnahmen und Waffenlieferungen an die Ukraine – Frau Strack-Zimmermann kann es kaum erwarten – findet sich doch hin und wieder einmal eine Kuriosität, die zeigt, mit welchen Sorgen sich die Generation Regenbogen herumplagt: Nicht mit der Angst vor der Höhe der Gasrechnung im Frühjahr oder der Hoffnung, nun endlich die lästige Maske im Zug loszuwerden; nein, es muss noch etwas viel Dramatischeres sein. Nun ist auch das Heraufbeschwören des Vierten Reiches nichts besonderes mehr in gewissen Kreisen, aber dass die Gefahr ausgerechnet von Harry-Potter-Schöpferin Joanne K. Rowling ausgehen soll, verblüfft nun doch:

(Screenshot:Twitter)

Dabei geht die Aufregung auf ein paar Sätze zurück, die sie schon vor Monaten geäußert hatte, man könnte meinen, die Wunden der gekränkten Transpersonen seien längst verheilt. Aber einige der umtriebigen Aktivisten haben sich fest in der Wade der Schriftstellerin verbissen und lassen nicht los, bis die Beute erlegt ist. Ein Phänomen, das in diesem Jahr nicht nur Rowling betraf, denn gefühlt war 2022 das Jahr der queeren Aktivisten – auch die Ampelkoalition stellte ihr „Selbstbestimmungsgesetz“ vor. Was war geschehen? Hatte Rowling eine Autobahn nach Hogwarts gebaut oder die Akademie gar von Albert Speer neu gestalten lassen? Plante Dumbledore mit einer Armee von Nachwuchs-Magiern in Polen einzumarschieren? Nein, weder Frau Rowling noch die von ihr erdachten Charaktere sehnen sich nach Vergleichbarem.

Wir erinnern uns: Die Schriftstellerin bestand lediglich darauf, nicht als „Menstruierende“ oder „Mensch mit Gebärmutter“ bezeichnet zu werden – und warnte davor, das Wort „Frau“ nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Wohlgemerkt als Bezeichnung für biologische Frauen. Damit zog sich Rowling den Zorn der bunten Gesellschaft zu; sogar die Hauptdarsteller der Harry-Potter-Filme bereuten plötzlich, an diesen mitgewirkt zu haben – es ist freilich nicht bekannt, ob sie auch ihre Gagen zurückgezahlt oder zumindest an eine Antidiskriminierungsberatung gespendet haben. Aber es gab auch viel Solidarität, vor allem von klassischen Feministinnen, die jedoch inzwischen ebenfalls unter Beschuss stehen und sich in Deutschland von Jan Böhmermann öffentlich-rechtlich als Verdauungsprodukt bezeichnen lassen müssen.

Man hitlert

Doch das reicht offenbar als Verurteilung nicht, und was tut man nicht nur hierzulande, um die ultimative Vernichtung des Gegners einzuleiten? Man hitlert. Mittlerweile laufen in Deutschland mehr Hitler herum als im Film „The Boys from Brazil”, was eigentlich zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen müsste. Schließlich wären die Trans-Hitler stetig damit beschäftigt, andere Trans-Hitler als potentielle Konkurrenz auszuschalten. Da die des Hitlerseins Bezichtigten aber in der Realität nur wenig Gemeinsamkeiten mit dem Original aufweisen, leben wir zumindest in dieser Beziehung in relativem Frieden und der Krawall wird durch eine andere Klientel verursacht.

Um erfolgreich zu hitlern oder aber zumindest dramatische Vergleiche anzustellen, muss man gar nicht viel über das Dritte Reich wissen, es reicht vollkommen, sich ein paar oberflächliche Kenntnisse anzueignen. Der Beschuldigte besitzt vielleicht einen Rehpinscher, der unvermittelt zu Schäferhund Blondi mutiert. Ist er Arzt, dann muss er ein Mengele sein – das ist tatsächlich Vera Kosova zugeschrieben worden, die im Vorstand der Juden in der AfD sitzt. Man konnte sie wegen ihres Berufes nicht als dumm abqualifizieren, also musste man sie zumindest mit einem KZ-Arzt gleichsetzen. Dabei hat sie noch nicht einmal Blinddarm-Vergleiche wie Sarah Bosetti gezogen – die als politisch korrekte „Komödiantin“ natürlich keine Vorwürfe dieser Art von ihren Kollegen zu hören bekam. Joanne K. Rowling schreibt Bücher – und das sehr erfolgreich – aber hat Hitler nicht auch ein Buch geschrieben? Das muss als Parallele reichen. Dieser Logik folgend wären auch Baerbock und Habeck potentielle Hitler-Kandidaten, auch wenn ihre Werke keine Verkaufsschlager sind.

Kein Widerstand zu erwarten

Man muss schon sehr mit sich selbst beschäftigt sein, wenn man so krampfhaft nach derart abstrusen Vergleichen sucht. Aber offenbar nutzen diese sich im Laufe der Zeit ab, weshalb man immer dramatischer werden muss. Das kennen wir auch aus anderen Politikfeldern – der Rechtsruck schreitet angeblich ständig voran. Wenn die Globustheorie stimmt, müsste sich die Gesellschaft mittlerweile schon wieder links von der MLPD wiederfinden. Dabei ist es die „woke“ Szene, die stetig an Radikalität und Lautstärke zunimmt. Auch Schwule und Lesben werden mittlerweile bedingungslos niedergemäht, wenn sie einfach nur in Ruhe gelassen werden wollen. Biologische Frauen ohnehin – und von den Quotenfrauen in der Politik ist kein Widerstand dagegen zu erwarten, sie wissen, dass sie längst Teil des Systems sind.

Es scheint, als gäbe es eine Art Schweigepakt zwischen diesen Gruppen – was mir nun wahrscheinlich den Vorwurf einbringt, Verschwörungstheorien zu verbreiten.
Merken diese Aktivisten – egal, ob sie sich nun für das Klima oder gegen „Transphobie“ einsetzen – eigentlich nicht, dass sie sich in eine Sackgasse manövriert haben? Da stehen sie nun wie ein Verfolgter am Ende der Straße vor einer Wand und rudern wild mit den Armen. Die Bürger nehmen das längst nicht mehr ernst, aber darin liegt gerade die Gefahr: Auch sie lassen trotz aller Genervtheit die schrägen Vögel gewähren. Vielleicht, weil sie denken, noch irrer könnte es nicht werden. Da ist aber noch viel Luft nach oben, wenn wir den Lautstarken nicht endlich deutlich machen, dass Hysterie und wüste Beschimpfungen nicht zu den fairen Mitteln einer Demokratie gehören.

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9 Kommentare

  1. Die denen hinterher laufen die ihnen den Himmel auf Erden versprechen, ob Politiker oder Religiöse Fanatiker werden sich wundern das sie ganz schnell in der Hölle des Bürgerkrieges landen. So war es immer und wird auch immer so sein.

  2. Noch vor wenigen Jahren wären die beschriebenen Vorgänge als vollkommen überzogene Satire durchgegangen. Das das nun Realität ist, sagt weniger über die agitierenden Clowns aus, als über die Medien, die die psychischen Probleme von ein paar vereinzelten Hanseln mit geschlechtlicher Verwirrung und massivem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom zum gesellschaftlich angeblich relevanten Problem aufblasen.

    Deshalb sollte man sich die Frage stellen „wer profitiert“. Besagte Verwirrte eher nicht. Die mögen sich zwar kurzfristig auf einmal beachtet und wichtig fühlen, aber schon mittelfristig geht das nach hinten los. Wie man in den besonders „multikulturellen“ Vierteln diverser Gr0ßstädte schon heute erleben kann, wenn man will.

    Die diesen Schwachsinn befeuernden Medien, ohne die das Ganze genau der Furz im Wasserglas wäre, der die tatsächliche Bedeutung darstellt, gehören zu einer Handvoll Konzerne. Und fallen seit etlichen Jahren nicht nur mit Haltungs“journalismus“ auf, sondern vor allem durch perfekten Gleichschritt. Das gabs hierzulande zuletzt vor ’89 im Osten. Und davoe ’33-’45.

    Man darf also davon ausgehen, dass das kein Zufall ist, sondern einer Agenda folgt. Und zwar derselben Agenda wie die anderen Gleichschritt-Themen Pandemie, Klimakrise, Flüchtlingsrettung, Energiewende, etc pp : die große Transformation, formerly known as the Great Reset.

    Zur Umsetzung dessen gehört eben auch, erst mal möglichst umfassend die Gesellschaft an die Wand zu fahren, denn laut links-marxistischer Denke ist das Voraussetzung für den Neustart hin zum gepriesenen Paradies = Neo-Feudalismus a la WEF.

    Und dafür ist es ungemein hilfreich, die Gesellschaft in möglichst viele Kleinsgruppen aufzudividieren, die sich alle gegenseitig zum Feind erklären. So ist dann auch sichergestellt, das es keine Solidarisierungseffekte gegen die Umsetzung der öffentlich erklärten Pläne der Bonzen gibt.

    Wie stellten Ideologen der Siegermächte nach WK2 fest ? Das Hauptproblem für eine externe Beherrschung der deutschen Gesellschaft sei deren Homogenität. Die gelte es gezielt aufzubrechen.

    Läuft….

  3. Diese Genderkranken verdienen keine Aufmerksamkeit , sondern allenfalls Mitleid. Eine biologische Frau ist eine Frau ist eine Frau. Punkt. Da bin ich mit Frau Rowling einer Meinung.
    Allerdings weiß sie jetzt, wie es sich anfühlt, zu Unrecht mit Dreck beworfen zu werden. Sie hat Trump vor einiger Zeit fälschlicherweise vorgeworfen , einen Behinderten missachtet zu haben und ging damit Manipulatoren auf den Leim. Erst als die Eltern des behinderten Jungen intervenierten und widersprachen, entschuldigte sie sich öffentlich bei den Eltern- natürlich nicht bei Trump.

  4. Gut daß es Menschen wie Frau Rowling gibt. Ihre Hauptdarsteller, die heldenhaft gegen Lord Du-weißt-schon-wer gekämpft haben und sich nun angewidert abwenden sollten sich in Grund und Boden schämen! Im Übrigen wird mit diesen ständigen Hitlervergleichen und Nazi-Analogie-Feststellungen die Täter des „Dritten Reiches“ zutiefst verharmlost.

  5. Es gibt Männer, es gibt Frauen, dazwischen gibt es nichts.

    Anomalien, psychische Krankheiten, geistige Verirrungen sind kein eigenes Geschlecht. Wenn ein Weib männliche Hormone schluckt, machen die Hormone das Weib nicht zu einem Mann; dieser Nicht-Mann wird auch nicht als Mann schwanger werden, sondern ein Hormone schluckendes Weib wird schwanger.

    Diese Mißratenen werden von mir immer die Wahrheit hören. Egal, wo ich diese antreffen werde.

    Die moderne Welt ist krank. Erkrankt an dem modernen Menschen, der mit seinem Leben nichts mehr anzufangen weiß.

    Letzt lief der Film „Einer flog über das Kukucksnest“, so komme ich mir mittlerweile vor, wenn ich die Latzfressen auf der Straße sehe, wenn ich in die Großstadt fahre, wenn ich täglich im Internet die „Nachrichten“ überfliege.

    Eine kranke Minderheit diktiert den Diskurs. Und die Masse hält die Fresse. Abartig.

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