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Verrückte Geschichte: Der Nazi und der Zionist

Verrückte Geschichte: Der Nazi und der Zionist

Adolf Eichmann in israelischer Haft während seines Prozesses 1961  (Foto:Imago)

Die Nahost-Ereignisse seit dem 7. Oktober zwingen einen förmlich, sich genauer mit Israel zu beschäftigen. “I stand with Israel” reicht längst nicht, selbst dann nicht, wenn man im Grunde durchaus mit Israel “standet“, etwa, weil man die arabischen “Sprenggläubigen” sowieso nicht leiden kann.

Wenn man sich also mit Israel und dem Zionismus beschäftigt, stößt man u.a. auch auf die hier unten abgebildete Münze – und über die Münze auf Leopold von Mildenstein und Kurt Tuchler sowie auf den israelischen Dokumentarfilm “Die Wohnung” von Kurt Tuchlers Enkel, Arnon Goldfinger. Der Film erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den “Bayerischen Filmpreis” im Jahr 2011. Die “Bundeszentrale für politische Bildung” zum Inhalt: “Als Gerda Tuchler mit 98 Jahren in Tel Aviv stirbt, trifft sich die Familie zur Wohnungsauflösung. Inmitten unzähliger Briefe, Fotos und Dokumente entdeckt ihr Enkel Spuren einer unbekannten Vergangenheit (…) In der Wohnung seiner verstorbenen Großeltern entdeckt der israelische Filmemacher Arnon Goldfinger Spuren einer unbekannten Vergangenheit. Die Großeltern waren mit einem SS-Offizier befreundet.”

Ungewöhnliche Münze (Foto:ScreenshotCoinsarchive)

Dieser SS-Offizier war nicht irgendjemand, sondern Leopold von Mildenstein, NSDAP-Mitglied schon vor 1933. Mildenstein wurde von Reinhard Heydrich im Range eines SS-Untersturmführers für die “Abteilung II/112: Juden im SD-Hauptamt” eingestellt. Dort rekrutierte er Adolf Eichmann, der dann ab 1939 das berüchtigte “Judenreferat” unter sich hatte. Eichmann war nach dem Krieg nach Argentinien geflohen, wurde dort vom Mossad aufgespürt und nach Israel entführt, wo ihm 1961 der Prozess gemacht wurde. Am 1. Juni 1962 wurde der Organisator der Judentransporte in die Vernichtungslager hingerichtet.

Die Geschichte der Freundschaft zwischen den Ehepaaren Kurt und Gerda Tuchler, die aus ihrer Heimat Deutschland vertrieben worden waren, und dem ranghohen Nazi von Mildenstein und dessen Ehefrau, ist an sich schon verstörend, wird aber vollkommen unbegreiflich, wenn man sich vergegenwärtigt, daß sie belegbar bis mindestens 1956 andauerte, vielleicht sogar noch länger. Von Mildenstein wurde nach dem Krieg PR-Berater von Coca-Cola Deutschland. Er starb 1968, Kurt Tuchler zehn Jahre nach ihm. Die Familie Tuchler reiste nach dem Krieg jährlich einmal nach Deutschland und traf sich dort mit den befreundeten von Mildensteins. Obwohl Kurt Tuchler sehr engagierter Zionist gewesen ist, hatten er und seine Frau Gerda Israel anscheinend nur als eine persönliche Notlösung begriffen, waren aber im Herzen immer Deutsche geblieben.

Dokumentarfilm “Die Wohnung” (Screenshot:bpb)

Unzweifelhaft hegte von Mildenstein, ein fremdsprachenkundiger und polyglotter Nazi, bereits in der ersten Häfte der Dreißiger Jahre seines Lebens Sympathie für Zionisten und die Idee eines “Judenstaates“, wie er vom Begründer des politischen Zionismus’, Theodor Herzl (1860-1904), mit Erscheinen seines gleichnamigen Buches im Jahr 1896 skizziert worden war. Das heißt, daß der Holocaust vielleicht zur letztgültigen Begründung für die Notwendigkeit eines sogenannten Judenstaates in Palästina wurde, aber die Idee dazu bestand zum Zeitpunkt seiner Gründung  schon seit etwa einem halben Jahrhundert.

Über Theodor Herzl wiederum ist zu lesen, er sei der Ansicht gewesen, daß Juden eine Nation seien und daß aufgrund von Antisemitismus, gesetzlicher Diskriminierung und der gescheiterten Aufnahme von Juden in die europäischen Gesellschaften ein jüdischer Staat gegründet werden müsse. “Antisemitismus” ist insofern ein irreführender Begriff, als daß nicht nur Juden Semiten sind, sondern alle Angehörigen der semitischen Sprachfamilie, auch die Araber. Herzl gilt jedenfalls als einer der Begründer des politischen Zionismus, was nahelegt, daß die religiösen Aspekte des Judentums nicht im Zentrum seiner Überlegungen gestanden haben könnten. Wikipedia: “Der junge Herzl war von den zeitüblichen Stereotypen über das Judentum geprägt und betrachtete Juden als minderwertige, unmännliche, unablässig mit Gelderwerb beschäftigte Menschen ohne Idealismus.” – womit er zumindest in seinen Jugendjahren eine ähnliche Haltung eingenommen hätte, wie Jahrzehnte später die Nationalsozialisten.

Die “Judenfrage” als soziale Frage

Allerdings identifizierte sich Herzl zugleich auch mit der Geschichte der Juden als Opfer und bewunderte die jüdische Standfestigkeit angesichts ihrer jahrhundertelangen Verfolgung. Der Begründer des politischen Zionismus war ursprünglich deutschnationaler Burschenschafter. Erst als er wegen des “Waidhofener Beschlusses” aus seiner Verbindung verstoßen wurde, begann er sich für die jüdische Nation einzusetzen und vehement die Gründung eines jüdischen Staates in Israel zu fordern. Noch 1892/1893 hatte Herzl die “Judenfrage” zunächst als eine soziale Frage begriffen, die durch organisierten Massenübertritt jüdischer Jugendlicher zum christlichen Glauben zu lösen sei. In einem Brief an den Publizisten Moritz Benedikt hatte er geäußert, keine Hemmungen zu haben, pro forma zum Christentum zu konvertieren. Er könne so beruflich schneller vorankommen und seinen Kindern Diskriminierungen ersparen. Ebenfalls im Jahr 1893 entwickelte Herzl einen Plan für die Massenkonversion österreichischer Juden zum Katholizismus Daß die Nazis bei der Verwirklichung ihres technokratisch-euphemistisch als “Endlösung” verbrämten Massenmordes an den Juden keinen Unterschied mehr machten zwischen politischen Zionisten und dem Judentum als Religion, steht außer Frage. Davon verschwindet dieser Unterschied heute aber nicht und meinereiner fragt sich, wie es denn aussieht mit den Überschneidungen zwischen Zionisten und orthodoxen Juden und wie groß die Schnittmengen tatsächlich sind. Ein Rabbi gab neulich zu bedenken, daß das Judentum mehrere tausend Jahre alt sei, der Zionismus aber erst etwa hundert Jahre.

Sowohl Kurt Tuchler als auch der ranghohe Nazi Leopold von Mildenstein waren fraglos Zionisten – und man muß die unbequeme Frage stellen, ob sie sich nicht mit dem jugendlichen Theodor Herzl einig gewesen sind in dessen damaliger Einschätzung der Juden als “minderwertigen, unmännlichen, unablässig mit Gelderwerb beschäftigten Menschen ohne Idealismus” – und ob eben deswegen der Holocaust evident nicht dazu geeignet gewesen war, ihre Freundschaft zu zerstören. Der deutsche Zionist Tuchler, in Israel im Exil, hatte sich, wie der Dokumentarfilm seines Enkels Arnon Goldfinger beweist, während der ganzen Jahre in Tel Aviv als Deutscher begriffen, der nicht wahrhaben wollte, daß er “von Deutschland” (“I stand with Deutschland“) verstoßen worden war – und ausgerechnet in der Person des hochrangigen Nazis Leopold von Mildenstein, der Adolf Eichmann zu dessen höchst unrühmlicher Karriere verholfen hatte, schien er – völlig bizarr! – den Beweis dafür erkannt zu haben, daß “nicht alle Deutschen” zwischen Juli 1941 – als die “Endlösung” angedacht worden war und mit der Wannseekonferenz im Januar 1942 beschlossene Sache wurde – und 1945 völlig verkommene Subjekte gewesen sind. Das ist eine völlig verrückte Geschichte, die mich mit offenem Mund zurückgelassen hat, als ich mir den Film “Die Wohnung” angesehen hatte.

Israel im Oktober/November 2023

Es stellt sich die Frage, als was man Israel eigentlich begreifen soll. Auf der Spitze des Herzlbergs in Jerusalem liegt ein Nationalfriedhof. Der politische Zionismus ist zugleich ein jüdischer. Aber ist der Staat Israel deswegen schon ein Staat für die Juden? Oder ist er eher einer von Zionisten für Zionisten und nachrangig einer für Juden? Wie ist da die Gewichtung? Müsste man überhaupt eine vornehmen? Es gibt Videos aus Israel, bei denen man Polizei und deren Umgang mit orthodoxen Juden sehen kann. Man staunt. Herzlich und brüderlich ist dieser Umgang oft nicht. Ich selbst habe in der Gedenkstätte Auschwitz in zwei oder drei verschiedenen Jahren, jeweils im Frühjahr, israelische Abschlußklassen auf Europareise erlebt, deren Benehmen ich nicht einordnen konnte. Sie johlten, sprangen herum und sangen, als ob sie die Stätte eines Sieges besuchten. Dabei schwenkten sie die israelische Flagge. Nicht eine, sondern dutzende. Das ist ungefähr zwanzig Jahre her. Seither schwebt ein Fragezeichen über meinem Kopf, was den “jüdischen Staat” Israel angeht.

Inzwischen stellen sich immer mehr Leute auch die Frage, wie es zu etlichen Filmdokumenten kommen konnte, die am 7. Oktober entstanden sind. Sie stammen von Fotoreportern der Associated Press, Reuters, CNN und der “New York Times” (NYT) und sind insofern merkwürdig, als daß die Terroristen aus dem Gazastreifen beispielsweise dabei zu sehen sind, wie sie (noch) quicklebendig am frühen Morgen des 7. Oktober – völlig überraschend! – einen Kibbuz stürmen. Nachdem – völlig überraschend! – das “beste Sicherheitskonzept der Welt” versagt hatte. Der 7. Oktober war ein Samstag. Wie in aller Welt kommt es, daß an einem Samstag in der Früh zwischen 7 und 8 Uhr Fotoreporter von AP, Reuters, CNN und der NYT – völlig zufällig! – direkt vor Ort sind, um den bestialischen Überfall zu filmen? Waren sie etwa von der Hamas vorab informiert worden? Wenn nicht, von wem dann? Zweifellos ist die Hamas eine palästinensische Terrororganisation aus dem Gazastreifen, angeblich die “Regierung” der dortigen Palästinenser. Weil sie vor 13 Jahren einmal gewählt wurde und seither nie wieder. So palästinensisch die Hamas und ihre Kassam-Brigaden auch sind: Sind sie auch pro-palästinensisch? Oder ist die Fatah im Westjordanland pro-palästinensisch? Fatah und Hamas sind sich spinnefeind. Was ist dran an der Behauptung eines der Überlebenden einer Geiselnahme, daß die IDF von 8 Geiselnehmern und 20 Geiseln insgesamt 26 Personen erschossen, eine weitere verletzt habe und er als Einziger unverletzt geblieben sei?

Kein wundersames Bekenntnis

Die “Haaretz”, drittgrößte Zeitung Israels seit 1919, hatte das gebracht. Was war mit den 40 geköpften Babies? Ihre Namen finden sich nirgends und es war auch noch kein Großvater und keine Großmutter zu sehen, die sich zum Tod der Babies geäußert hätten. Was ist mit den Autos, die mitsamt ihren Insassen unterschiedslos zu Holzkohle verschmolzen sind, nachdem sie von Apache-Hubschraubern beschossen worden waren, mutmaßlich mit “Hellfire“-Missiles? Vom Hubschrauber aus konnte unmöglich festgestellt werden, wer in diesen Autos sitzt. Räumt die IDF im Gazastreifen der Befreiung von Geiseln Priorität ein? – Nein, ein “I stand with Israel” ist angesichts aller dieser Fragen einfach lächerlich. Wundern muß man sich über eine solches Bekenntnis im hypermoralistischen “Haltungsdeutschland” aber nicht.

Übrigens: Bei der britischen BBC war Netanyahu zu sehen, wie er erklärte, Hitler habe die Juden gar nicht umbringen, sondern nur ausweisen wollen. Daß er sie verbrennen müsse (“Holocaust“), dazu habe ihn “ein Moslem” überredet – und zwar mit der Begründung, daß sie alle nach Palästina kommen würden, wenn sie lediglich ausgewiesen werden würden. Sollte Netanyahu auf den Besuch von al-Husseini, dem Mufti von Jerusalem, bei Hitler in Berlin im Dezember 1941 angespielt haben: Da war der Holocaust bereits beschlossene Sache, lediglich das Wie war noch nicht ganz geklärt. Einen Monat später war auch das “geregelt”. Eichmann wurde eine Schlüsselfigur, ins “Judenreferat” geholt von Leopold von Mildenstein, dem Topnazi, dessen jahrelanger Freund bis lange nach dem Krieg der Zionist Kurt Tuchler aus Tel Aviv gewesen war. Der Zionist mit dem Heimweh. “Eretz Israel” ist noch lange nicht wiederhergestellt. Ich ahne Furchtbares. Noch viel furchtbarer als das, was bisher bekannt geworden ist.

39 Responses

  1. Toll was Netanjahu da für einen Mist redet.
    Bwi Springer war auch ein deutscher Jude der Palis zu Tätern erklärte.

    Netter Beitrag.
    Trorzdem alles egal.
    Zionisrische Eindringlinge haben die Ureinwohner verjagt.
    Fertig, aus.
    Wer das leugnet…vitteschön.
    Dann macht huer genau das was ihr von Palis verlangt.

    Schenkt fen hiesigen Eindringlingen halb Deutschöand als Khalifat oder sonstwas.
    Die UN segnet das ab.
    Wer von ruch mit Gewalt aufmuckt wird Terrorist genannt.

    Vielleicht sollte das passieren.
    Dann wissst ihr was die Palis seit 75 Jahren erdulden.

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  2. volksverblödung und vernichtung….
    Seit dem 18. Oktober 2023 steht im Netz ein flammender Appell zur Verteidigung der Meinungsfreiheit als Grundlage einer freien Gesellschaft, der als „Westminster-Erklärung“ von 137 Journalisten, Künstlern, Autoren, Aktivisten, Technologen und Wissenschaftlern aller politischen Richtungen unterzeichnet ist. In weltweit höchster Not geht es darum, den endgültigen Sturz in den Totalitarismus abzuwenden. Sie beschreiben eindringlich die breiten Techniken der Unterdrückung und wie die Zensur im Namen des „Schutzes der Demokratie“ das System der Repräsentation in ein System der ideologischen Kontrolle von oben nach unten verwandelt. „Der Angriff auf die Meinungs- und Redefreiheit … ist eine Krise der Menschheit selbst.“

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  3. Hier wird in ein Wespennest gestochen ! Die Welt ist nicht reif für die Wahrheit, egal welche und schon mal gar nicht für die wahre Wahrheit

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    1. Dann sollte die Welt bis zur Verkündung der Wahrheit vielleicht eine intellektuelle Muckibude aufsuchen und sich bereit machen. Ansonsten hat die Welt eben ein Problem.

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      1. die journalisten oder was sie glauben wie sie sich nennen sofort mit anklagen wegen mordunterstützung… volksverhetzung und naziwesen zelebrieren..
        .ARD Tagesschau verteidigt Einsatz von Hamas-Fotojournalisten Sonst „hätten sie ihren Job nicht richtig gemacht”
        Statt der Hamas greift der Sender lieber die unabhängige israelische NGO „Honest Reporting“ an, die den unglaublichen Skandal enthüllt hat. Von Richard Taylor.

  4. Das ist ja der Hammer! Bleibt diesem Artikel hinzuzufügen, daß Lina Heydrich, die Frau von Reinhard Heydrich, in ihrer Biographie behauptet, daß es ihrem Mann bei der Wannseekonferenz gar nicht um die Vernichtung der Juden, sondern um deren Umsiedlung ging. Das habe ich selbst zunächst für eine platte Lüge bzw. Schutzbehauptung gehalten. Unter Berücksichtigung der Ereignisse, die in diesem Artikel berichtet werden, könnte das ja tatsächlich wahr sein?? Also ging es den Nazis zunächst gar nicht um die Judenvernichtung, sondern um deren Aussiedlung und sämtliche Nazis waren “nur” Zionisten? DAS wäre der Skandal der Menschheitsgeschichte! Erst der Mufti von Jerusalem ‘überredete’ 1941 Hitler also zur Judenvernichtung? Die Nazis ‘arbeiteten’ also im Auftrag des Islam??
    Durchaus denkbar. Die Biographie von Lina Heydrich, die ich vor ein paar Jahren noch bei Amazon kaufte zum Normalpreis, ist übrigens vergriffen. Warum wohl? Dann muß die Geschichte umgeschrieben und der Islam nuklear vollständig vernichtet werden….

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    1. Keine neuess Phänomen. Vor Jahren hat der deutsche Urologenverband die Bücher von Prof. Dr. med Julius Heckethal antiquarisch ankaufen lassen, um sie zu vernichten, weil geschäftschädigend.

      Bei dem, was ich hier in der Schweiz an Videoclips zum Thema “Holocaust” sehen kann, würden sich Ihnen die Nackenhaare aufstellen, für Deutsche natürlich verboten. Nur der amtierende Ministerpräsident Israels, Netanjahu ist wohl weder verdächtig ein Antisemit, noch ein oller deutscher Nazi zu sein

      1. Was Sie bezueglich der Judenverfolgung waehrend des “Dritten Reichs” zu sehen und lesen bekommen , koennte womoeglich den Ausfuehrungen Larry Romanoffs gleichen , auch (teilweise uebersetzt ) von Deutschen zu lesen auf UNZ.com . Es ist nicht einmal eine Frage des Mutes oder der Ehre , sondern des Selbstrespekts , dies zu tun .

        1. Man kann aber auch einfach Bücher oder Berichte von Zeitzeugen lesen, sich die zehntausenden Videos der Shoa Foundation anschauen oder das Bekenntnis von Rudolf Höss oder die Bücher von Martin Broszat oder Eugen Kogon lesen. Das ist man dem Selbstrespekt als erstes schuldig.

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    2. Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Großmufti von Jerusalem die damalige deutsche Regierung dazu ÜBERREDET hat, die Juden zu ermorden, statt sie, wie geplant, in ein anderes Land umzusiedeln. Wenn dem aber so gewesen sein sollte, dann muß noch ein anderes Ereignis hinzugekommen sein, nämlich der von Hitler ursprünglich nicht geplante Zweifrontenkrieg auch gegen Rußland. Durch ihn wurde das damals bestehende Havara-Abkommen (schreibt sich etwas anders) für die Umsiedelung der Juden nach Palästina unmöglich gemacht.
      Bei dem genannten Abkommen ging es vorrangig um Juden, die im Deutschen Reich lebten. Wenn ich richtig informiert bin, handelte es sich dabei um nur rund 115.000 Personen. Mit der Einnahme Polens und dem nachfolgenden Angriff auf Rußland kam aber die sehr viel höhere Zahl der dort lebenden Juden hinzu. Der Zweifrontenkrieg, die Anstrengungen zur Aufrechterhaltung sowohl der Kriegsmaschinerie wie der Versorgung der Zivilbevölkerungen und der Kriegsgefangenen dürften die Fortführung des Havara-Abkommens unmöglich gemacht haben.

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    3. Bitte nicht vergessen! Lange vor der Wannseekonferenz fand schon die Konferenz von Evian statt, über die eigentlich nicht viel bekannt ist.
      Warum wollte die ganze Welt keine Juden aufnehmen?

      1. “Lange vor der Wannseekonferenz ”

        Wobei es auch Stimmen gibt, die sagen, dass die gar nicht stattgefunden haben soll.

        Jetzt wäre es doch interessant, ob das stimmt oder nicht.

        1. Ja, es gibt Stimmen, die sagen, dass wir alle von Aliens mit Mickeymouse-Ohren abstammen. Immer nur auf die Stimmen hören, die einem in den Kram passen, und schon weiß man alles besser als der Rest.

  5. Der angesprochene al-Husseini hat übrigens einen Verwandten der als Jassir Arafat bekannt wurde. Oberschicht bleibt eben Oberschicht.
    Im übrigen möchte ich den Autor auf die Bücher des Herrn Edgar Hilsenrath hinweisen. Dort werden zum Teil angeblich fiktionale Geschichten wie im Artikel erzählt. Wobei, es könnten auch Schlüsselromane sein.

  6. Bravo, Herr Erdinger!
    Diese Geschichten sollten ins Licht gestellt werden,
    um die Geschichte mehr zu einer wahren werden zu
    lassen.
    Stiche ins Wespennest können auch heilsam sein.

  7. Also die bewusste Münze wurde garantiert von Putin in den Nachlass lanciert. Oder von Stalin. Oder von beiden Diktatoren gemeinsam. Auf jeden Fall aber unter Mithilfe des Irans und Chinas sowie von Frau Wagenknecht…

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  8. Selbst wenn “ständige Ausrichtung auf Gelderwerb”. Abgesehen davon, daß die Juden in der Dispora von Zünften und bürgerlichen Berufen über 1000 Jahre ausgeschlossen wurden. Geld verleihen durften sie gerne. Während der Pogrome holte sich dann der Mob die Schuldzettel zurück und erschlugen die Geldgeber.

    Nobelpreise (Ölaugen) 5!
    2 x wissenschaftlich, 3 x Schnullipups
    Jüdische NP-Träger: über 120
    davon 4/5 wissenschaftlich bahnbrechend

    3
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  9. Auf die ungeheuerliche Wahrheit kann man wirklich nur dadurch kommen, dass man sich eingehend über den Zionismus und dessen Entstehungsgeschichte informiert. Sehr hilfreich ist dazu z.B. Wolfgang Eggert bei You Tube.

  10. Die jüdische Weltbevölkerung beträgt etwa 14.000.000 Menschen, das sind VIERZEHN MILLIONEN oder etwa 0,02 % der Weltbevölkerung.

    Sie haben die folgenden Nobelpreise erhalten:

    Literatur:1910 – Paul Heyse
    1927 – Henri Bergson
    1958 – Boris Pasternak
    1966 – Shmuel Yosef Agnon
    1966 – Nelly Sachs
    1976 – Saul Bellow
    1978 – Isaac Bashevis Singer
    1981 – Elias Canetti
    1987 – Joseph Brodsky
    1991 – Nadine Gordimer Welt

    Frieden:1911 – Alfred Fried
    1911 – Tobias Michael Carel Asser
    1968 – Rene Cassin
    1973 – Henry Kissinger
    1978 – Menachem Begin
    1986 – Elie Wiesel
    1994 – Schimon Peres
    1994 – Yitzhak Rabin

    Physik:1905 – Adolph von Baeyer
    1906 – Henri Moissan
    1907 – Albert Abraham Michelson
    1908 – Gabriel Lippmann
    1910 – Otto Wallach
    1915 – Richard Willstätter
    1918 – Fritz Haber
    1921 – Albert Einstein
    1922 – Niels Bohr
    1925 – James Franck
    1925 – Gustav Hertz
    1943 – Gustav Stern
    1943 – George Charles de Hevesy
    1944 – Isidor Issac Rabi
    1952 – Felix Bloch
    1954 – Max Born
    1958 – Igor Tamm
    1959 – Emilio Segre
    1960 – Donald A. Glaser
    1961 – Robert Hofstadter
    1961 – Melvin Calvin
    1962 – Lew Dawidowitsch Landau
    1962 – Max Ferdinand Perutz
    1965 – Richard Phillips Feynman
    1965 – Julian Schwinger
    1969 – Murray Gell-Mann
    1971 – Dennis Gabor
    1972 – William Howard Stein
    1973 – Brian David Josephson
    1975 – Benjamin Mottleson
    1976 – Burton Richter
    1977 – Ilya Prigogine
    1978 – Arno Allan Penzias
    1978 – Peter L. Kapitza
    1979 – Stephen Weinberg
    1979 – Sheldon Glashow
    1979 – Herbert Charles Brown
    1980 – Paul Berg
    1980 – Walter Gilbert
    1981 – Roald Hoffmann
    1982 – Aaron Klug
    1985 – Albert A. Hauptman
    1985 – Jerome Karle
    1986 – Dudley R. Herschbach
    1988 – Robert Huber
    1988 – Leon Lederman
    1988 – Melvin Schwartz
    1988 – Jack Steinberger
    1989 – Sidney Altman
    1990 – Jerome Friedman
    1992 – Rudolph Marcus
    1995 – Martin Perl
    2000 – Alan J. Heeger

    Wirtschaftswissenschaften:1970 – Paul Anthony Samuelson
    1971 – Simon Kuznets
    1972 – Kenneth Joseph Arrow
    1975 – Leonid Kantorowitsch
    1976 – Milton Friedman
    1978 – Herbert A. Simon
    1980 – Lawrence Robert Klein
    1985 – Franco Modigliani
    1987 – Robert M. Solow
    1990 – Harry Markowitz
    1990 – Merton Miller
    1992 – Gary Becker
    1993 – Robert Fogel

    Medizin:1908 – Elie Metchnikoff
    1908 – Paul Erlich
    1914 – Robert Barany
    1922 – Otto Meyerhof
    1930 – Karl Landsteiner
    1931 – Otto Warburg
    1936 – Otto Loewi
    1944 – Joseph Erlanger
    1944 – Herbert Spencer Gasser
    1945 – Ernst Boris Chain
    1946 – Hermann Joseph Muller
    1950 – Tadeus Reichstein
    1952 – Selman Abraham Waksman
    1953 – Hans Krebs
    1953 – Fritz Albert Lipmann
    1958 – Joshua Lederberg
    1959 – Arthur Kornberg
    1964 – Konrad Bloch
    1965 – Francois Jacob
    1965 – Andre Lwoff
    1967 – George Wald
    1968 – Marshall W. Nirenberg
    1969 – Salvador Luria
    1970 – Julius Axelrod
    1970 – Sir Bernard Katz
    1972 – Gerald Maurice Edelman
    1975 – Howard Martin Temin
    1976 – Baruch S. Blumberg
    1977 – Roselyn Sussman Yalow
    1978 – Daniel Nathans
    1980 – Baruj Benacerraf
    1984 – Cesar Milstein
    1985 – Michael Stuart Brown
    1985 – Joseph L. Goldstein
    1986 – Stanley Cohen [& Rita Levi-Montalcini]
    1988 – Gertrude Elion
    1989 – Harold Varmus
    1991 – Erwin Neher
    1991 – Bert Sakmann
    1993 – Richard J. Roberts
    1993 – Phillip Sharp
    1994 – Alfred Gilman
    1995 – Edward B. Lewis
    1996- Lu RoseIacovino

    INSGESAMT: 129

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    1. Großartige Leistung. Dennoch: Barack “Obomba” Obama hat den Friedensnobelpreis verliehen bekommen. Zur Preisverleihung gehören immer zwei: Einer, der ihn verliehen bekommt – und einer, der ihn verleiht. Das soll allerdings die Leistungen der Preisträger nicht schmälern. Nur so als kleine Anmerkung zum Qualitätsgehalt von “hat Preis verliehen bekommen”. Darf man eigentlich einen Völkermord und ein Kriegsverbrechen begehen, wenn man viele Nobelpreise verliehen bekommen hat? Sind Nobelpreise so etwas wie Rabattmarken? Hätten sich etliche der hier genanntenn Nobelpreisträger eventuell dagegen ausgesprochen? Weiß Herr Klaus Genaueres? Hat er womöglich selbst schon einen Nobelpreis verliehen bekommen?

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      1. “Darf man eigentlich einen Völkermord und ein Kriegsverbrechen begehen, wenn man viele Nobelpreise verliehen bekommen hat?”

        Nein, dafür muss man schon ein Präsidentenamt der USA innehaben. Dann nennt sich das aber auch anders. Die bringen Frieden.
        Ja, Tote sind friedlich.

    2. Kein Mensch hat behauptet , Juden seien Idioten , auch in dem Artikel ist davon nichts auszumachen . Es geht um Aufrichtigkeit , um die Einsicht des eigenen Dazutuns zur Misere und die Weigerung , alle anderen dafuer verantwortlich zu machen . Aber den Nobelpreis dafuer gibt’s nicht , sonst waeren zwei meiner Vorschlaege Benjamin H. Freedman oder A.J.P. Taylor .

    3. Neben Kissinger könnte man noch Hitler, Stalin, Churchill, oder Dschingis Khan platzieren!
      Böse Zungen munkeln auch, Einstein wäre ein Plagiator gewesen?

      1. Roosevelt fehlt.
        Ohne ihn hätten die ersten drei keine Kriege geführt.
        Bei Einstein gehen die Gerüchte dahin, dass seine erste Frau das Genie gewesen ist.
        Keine Ahnung, wie man in Mathe eine 5 haben kann und dann die Relativitätstheorie auf die Beine stellen soll.
        Die mathematischen Fähigkeiten werden von der Mutter auf die Kinder vererbt. Wer in Mathe ein Genie ist, hat das seiner Mutter zu verdanken.
        Männer geben dafür ADHS weiter.
        Besser als nichts. 🙂

    4. Und wieviele dieser Nobel-Preisträger waren Zionisten ? Das ist doch das Problem,
      dass die Zionisten (religiöse Fundamentalisten) Menschen des Geistes und des Verstandes
      nicht überzeugen konnten nach Zion zu gehen, um dort bizarre Machtfantasien umzusetzen
      und Gott zu nötigen einzugreifen für die Verwirklichung einer Mission, die erst der “Messias”
      in Gang bringen soll. Das ist wohl auch der Unterschied zwischen Zionisten und Anti-Zionisten.
      Sollten National-Zionisten (Nazis) und deutsche Nationalsozialisten gleiche Ziele verfolgt haben
      in Sachen ethnischer Trennung der Völker – siehe deutsche Rassengesetze (Minister Rosenberg) –
      schienen die Gesetze ähnlich zu sein mit jüdisch-zionistischen Vorstellungen … . Als “zuspät-
      geborener Deutscher” steht mir kein Urteil zu – aber Radikale bestimmen immer wieder die
      Schicksale der Menschen-Massen, wie man es im Gaza-Konflikt auch erkennen kann.

  11. Ich selbst habe in der Gedenkstätte Auschwitz in zwei oder drei verschiedenen Jahren, jeweils im Frühjahr, israelische Abschlußklassen auf Europareise erlebt, deren Benehmen ich nicht einordnen konnte. Sie johlten, sprangen herum und sangen, als ob sie die Stätte eines Sieges besuchten.
    Ja,sie freuten sich das durch Auschwitz endlich der jüdische Staat auf Palästinensisschen Boden auf kosten der Bewohner verwirklicht wurde.Ganz Einfach.
    Danke Herr Erdinger für diesen Aufsatz.

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  12. Mir faellt hierzu eine Aussage Generals George S.Pattons ein , der sinngemaess sich folgendermassen aeusserte : Er habe etliche der deutschen Konzentrationlager gesehen und frage sich , wie es zusammenpasse , dass diese ueber Werkraeume , Schlafstuben , Sanitaerraeume und Desinfektionskammern zwecks Ungezieferbekaempfung in der Bekleidung jener Insassen verfuegten , die die Deutschen doch angeblich industriell vernichten wollten . Dieser Aufwand widerspraeche dem angeblichen Sinn dieser Lager . Die in den USA -nach Pearl Harbor – fuer die gefangenen , enteigneten und entrechteten Japaner errichteten Lager seien ungleich primitiver gewesen . Patton , der zudem das deutsche Volk als eines der letzten europaeischen mit Anstand bezeichnete , verstarb bei einem “tragischen Autounfall” , 1946 , wenn ich mich recht erinnere .

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    1. Diese Behauptung geistert seit Jahren herum unter Holocaustleugnern, ist aber nicht belegt und basiert auf grotesker sinnentstellender Fehlübersetzung. Patton war der General, der die deutsche Zivilbevölkerung zwar, sich die KZGreuel persönlich anzuschauen. Dies betraf zwar “nur” Buchenwald und nicht Auschwitz, Sobibor oder Treblinka, aber es widerspricht dieser angeblichen “Aussage General George S. Pattons” diametral.
      Siehe auch hier: https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/kultur/zeitgeschehen/kriegsende_patton100.html

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      1. “Dies betraf zwar “nur” Buchenwald und nicht Auschwitz, Sobibor oder Treblinka”

        Buchenwald war kein Vernichtungslager, wie die letzten beiden.
        Auch Auschwitz war kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager.
        Auschwitz-Birkenau war das Vernichtungslager.

        1. Buchenwald wurde hier ja auch nicht als Vernichtungslager bezeichnet. Und Birkenau gehörte natürlich zum Lagerkomplex Ausschwitz, beides wird in der Diskussion synonym benutzt. Diese Rechthaberei bringt uns hier nicht weiter.

  13. Fritz Haber muss unbedingt erwähnt werden!
    Der gute Mann war maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung des deutschen Giftgaseinsatzes im 1.Weltkrieg beteiligt und stand auf der Krieigsverbrecherliste der Alliierten. Ein Jude mache sich für Giftgas stark – Treppnwitz der Geschichte..

    Henry Kissinger: seine Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit sind Legion

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    1. Fritz Haber hat dies, Sie werden es nicht glauben, in seiner Eigenschaft als “Jude” getan, sondern als national gesinnter kaisertreuer Deutscher. Ihre antisemitische Brille ist unerträglich,

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      1. Ich ergänze noch: die Idee dahinter war es, das endlose Gemetzel des Stellungskrieges auf allen Seiten durch einen raschen Sieg der deutschen Truppen zu beenden (1915!!!) – also keineswegs eine völlig moralfreie Entscheidung. Von französischer Seite war zuvor schon Tränengas verwendet worden (auch das eigentlich verboten) und die Engländer antworteten dann auch bald chemisch. Die Büchse der Pandora war – weitgehend erfolglos – geöffnet worden: das Schlachten ging weiter; > 10 Mio. Soldaten.

      2. Sie meinten vermutlich:
        Fritz Haber hat dies, Sie werden es nicht glauben, NICHT in seiner Eigenschaft als “Jude” getan, sondern als….

  14. Guten Abend
    Ja ja die Wahrheit kommt langsam aber sicher für viele unerträglich ans Licht.
    Viele werden daran zu grunde gehen.
    Aber es nun mal der Weg.
    Ein Schritt zu weiter Denken.

    Mit freundlich Grüssen

  15. Eine gute Recherche. Habe davon schon vor Jahren gelesen. Im SPIEGEL? A. Eichmann konnte hebräisch und war schon in Palestina. Ein guter Diener seines Herrn. Idealer Beamter oder Staatssekretär. Sachlich und nüchtern ohne Gewissen und Verantwortung. Immer treu dem Gesetz, Vorschriften und Paragraphen ergeben. Auch wenn diese Unrecht sind. Und wie war das mit F.Bauer, der in den Suizid getrieben wurde?
    A. Eichmann aber hat stets seine Pflicht getan, so wie viele Nazis, die dann unter Adenauer zu Demokraten wurden. Sein ehemaliger Arbeitgeber Mercedes-Benz in Argentinien wird das bestätigen können. Der Mächtigere und Sieger schreibt stets die Geschichte in seinem Sinne neu und um. Deswegen haben es Revisionisten so schwer.