Woke-Eklat in Australien: Aborigine-Senatorin beleidigt Queen und Heimatland

Totalitäre Ideologie wichtiger als Staat und Amt: „Senatorin“ Thorpe bei ihrer Vereidigung (Foto:ScreenshotYoutube)

Die „unwiderstehliche” toxische Mischung aus grün und woke ist kein Alleinstellungsmerkmal, das nur in Deutschland oder den USA auftritt; auch anderswo in den Latifundien des „Werte-Westens“ ist dieser Wahn hip. So sorgte jetzt in Australien die indigene (will sagen: Aborigine-stämmige) Senatorin Lidia Thorpe bei ihrer Vereidigung im Parlament für einen veritablen Eklat, als sie – ganz im Sinne linker Aktivisten, die sich und ihre Anliegen für wichtiger halten als die von ihnen erklommenen Ämter und die Traditionen des Staates, dem sie dienen sollen –  mit emporgereckter Kampffaust den eigentlich vorgeschriebenen Amtseid theatralisch verweigerte und stattdessen erklärte: „Ich, Souveränin Lidia Thorpe, erkläre hiermit feierlich und aufrichtig, dass ich ihrer Majestät, der kolonisierenden Königin Elisabeth der II., die Treue erweisen werde.

Darauf wurde sie von der Senatspräsidentin unterbrochen und ermahnt, den Eid in der offiziellen Form wiederzugeben. Auch andere Senatoren riefen: „Sie sind keine Senatorin, wenn Sie es nicht ordnungsgemäß wiedergeben.“ Nach einigem Zögern – vermutlich aus der Sorge, dann ihr Amt (und seine Annehmlichkeiten) nicht wahrnehmen zu können, sprach sie den korrekten Eid und wurde zur Senatorin vereidigt.

Eid als „Opfer für die Kolonialherren“

Kurz darauf jedoch schrieb Thorpe dann auf Twitter: „Es ist 2022 und wir schwören der Königin eines anderen Landes unsere Treue.“ Sie erklärte auch, sich beim Wiederholen des Eides „nicht gut“ gefühlt zu haben; dieser sei „gegen ihre Religion“, als „kniee man vor dem Kolonialherrn“ und respektiere dessen „Macht, Privileg und den von ihm gestohlenen Wohlstand”. Es sei „demoralisierend“ gewesen. So sei das „gewaltsame System, in dem wir leben und von dem wi seit über 200 Jahren unterdrückt werden.“

Thorpe war 2017 die erste Vertreterin der australischen Ureinwohner (Aborigines) gewesen, die in das Parlament des Bundesstaates Victoria gewählt wurde. Letzten Monat erklärte sie, Australien sei ein „koloniales Projekt“ und dass die australische Fahne sie als Aboriginee-Frau nicht repräsentiere. Die Fahne stehe nämlich für „die Kolonisierung dieser Länder“ und habe keine Berechtigung. Es gebe keine Zustimmung und keinen Vertrag, also repräsentiere sie diese Fahne nicht. Für das Parlament habe sie kandidiert, um „die illegitime Okkupation dieses Landes durch das koloniale System infrage zu stellen.“ Sie sei hier für ihr Volk und nehme den Eid „als Opfer für die Kolonialherrn“ auf sich, um in die Medien und ins Parlament zu gelangen.

Linker Ego-Trip

Vor diesen Fanatismen hatte Thorpe auch schon behauptet, die australische Fahne stehe für „Enteignung. Massaker und Völkermord.“ Ihre Rolle als Indigene sehe sie darin, den Senat zu „infiltrieren.“ So auch jetzt: Ihr „zweiter” (in der korrekten und vorgeschriebenen Fassung abgelegter) Eid sei „falsch“ gewesen, in einem „illegitimen“ Parlament eines Staates ohne völkerrechtlich bindenden Vertrags mit den australischen Ureinwohnern. Statt wegen Illoyalität und evidentem Mangel an der Gesetzes- und Verfassungstreue sofort vom obersten Verfassungsgericht ihres Amtes enthoben zu werden, erntete Thorpe in der Öffentlichkeit und sogar von parteiübergreifenden Politikern hierfür noch „Respekt”.

Vor ihrer Vereidigung hatte Thorpe auch eine Kampagne geführt, durch die alle Australier zu „individuellen Zahlungen von Reparationen” an die Ureinwohner aufgefordert wurden. Gewusst wie – ein Schuldkult zum Abkassieren, nach dem Vorbild des Ablasshandels? In typisch grüner Manier scheint Thorpe ihr angebliches Eintreten für die Ureinwohner Australiens vor allem als persönlichen Egotrip zu praktizieren, für den sie von den einschlägigen Medien und Interessengruppen natürlich gefeiert wird. Dass sie bisher irgendetwas Konkretes mit ihrer parlamentarischen Arbeit geleistet geschweige denn bewirkt hätte, außer ihren eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern, zu spalten und zu polemisieren, ist nicht bekannt.

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17 Kommentare

  1. Ich kann die gute Frau gut verstehen und glaube das sie recht hat: Es ist eine Zumutung vor den teesaufenden Piraten der Affeninsel Klein-Britannien einen Buckel machen zu müssen.

    • Man muss sich halt entscheiden. Mitmachen oder gehen. Sie hat sich für das Mitmachen entschieden.
      Aber im Prinzip hat sie recht. Ich würde keinen Eid auf irgendjemanden schwören. Und schon gar nicht auf die englische Königin.
      Vor nicht allzulanger Zeit hat man auch hier nicht mehr auf das Deutsche Reich einen Eid geschworen, sondern auf den Führer Adolf Hitler. Das Ende ist bekannt.

  2. „Woke-Bewegung“ ist nur was für die Tonne.
    Wer nimmt diese Aufrührer eigentlich für voll?
    Was waren das noch für Zeiten, wo solche unter
    Kolonialleitung geführt und kontrolliert wurden?

  3. ??? Ich kann darin nichts „Wokes“ erkennen, wohl aber einen nicht ausgestandenen innenpolitischen Konflikt Australiens, der tief in der Geschichte des Landes wurzelt und im übrigen eine innere Angelegenheit der Australier ist. Natürlich sind Union-Jack in der Staatsflagge und britische Queen als Staatsoberhaupt Anachronismen, über die es in der australischen Gesellschaft keine einheitliche Meinung gibt. Komisch finde ich eine auf die britische Monarchie bezogene rührselige Nostalgie bei deutschen Staatsbürgern, die ein Dauerbrenner in deutschen Mainstreammedien ist, als ob man hierzulande etwas vermissen würde…

  4. Ist ein wenig wie hierzulande mit dem Nationalsozialismus, je weiter die Verbrechen zurückliegen und je länger die Verbrecher tot sind, desto hingebungsvoller und zumindest bei uns mit massiv steigenden Geldzuweisungen aus dem scheinbar unerschöpflichen Steuersäckel werden sie bekämpft.

  5. es ist offensichtlich – es gibt eine Blaupause für die Grünen Ideologen- ob indigen oder nach vielen Generationen im Land geboren oder -evtl. auch illegal – egal welches Land auf unserem Globus Hauptsache linke Interessen – intellektuell selbst ausgedacht oder eingesagt oder angelesen.
    Es funktioniert bis ganz nach oben. Ob in Deutschland, Australien, Neuseeland, England, USA um nur die auffälligsten medial wirklungsvollsten zu nennen. Der Mainstream auf dem Globus wurde lange Jahre komplett nach links manipuliert. Und kaum einem ist es aufgefallen, es ist wie bei einer Sekte. Diese bekommen sie kaum mehr unter KOntrolle. (Siehe z.B. BLM/ Scientology) Da müssten sich diese Ideologen weil angeblich die Welt untergeht oder immer mehr (weisse)alte Männer /Kritiker gibt schon selbst vorher in die Luft sprengen. Dann ist endlich ruh.Die Krux wäre, dann hätten diese Utopia Verrückten aber allerdings nichts mehr zu sagen.Also doch lieber iegal wie hren eigenen Bekanntheitsgrad steigern, zu spalten und zu polemisieren.

    • in argentinien und brasilien und chile würde man dem woken gesocks die leviten so lesen, dass die es ohne weitere nachfrage „verstehen“ – welchen müll sie da absondern,,,,

  6. … Der Schwur ist die Handlung, die man ausführt, wenn man einen Eid leistet.
    Auch ich würde keinen Eid (schon gar nicht auf eine Königin) mehr leisten.
    Schön dargelegt bei Jakobus 5:12 aber auch
    Matthäus 5:34 bzw. Mose 23:21-23

  7. Da möchte ich aber noch einige Infos mehr haben, bevor ich die Tante verurteile. Vom Prinzip her, insbesondere unter Beachtung des in Australien besonders wütenden Coronafaschismusses, der auch von der „Krone“ der Schröpfung ausgeht, hat sie durchaus Recht!
    Etwas mehr Hintergrundinfos zu den Einstellungen dieser Thorpe wären angebracht!

    • Ich erkenne hier nichts „Wokes“ oder linkes. Sie hat im Prinzip in allem Recht. Vielleicht sollte man nicht sofort durchdrehen, nur weil man glaubt, da wäre etwas. Dem Autor würde ich daher mal empfehlen, sich etwas mehr mit dem Hintergrund der ganzen Geschichte auseinanderzusetzen, anstatt eine völlig verkommene Institution wie das britische Königshaus in den Himmel zu loben.

  8. Nachtrag: Thorpe hat keinen Maullappen, die anderen sehr wohl, auch der Jöckel vor ihr. Das macht sie eigentlich sympathisch.
    Masken-Jöckels sind nämlich das absolute No-Go!

  9. Ach, ich weiß nicht. Für mich klingt das nicht besonders grün und woke. Eigentlich hat sie ja recht. Und lustig wäre es auch, ein Ureinwohner der Vereinigten Staaten würde dasselbe vor dem Kongress sagen.

  10. Ich sage es gerne immer wieder: dem „Woke“-Wahn anheim Gefallene brauchen keine Anerkennung, sondern Psychiater – und zwar verdammt gute!

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