2G: Nicht nur Impfpflicht, sondern Faschismus durch die Hintertür

De-facto-Impfzwang (Foto: Imago/Bihlmayerfotografie)

Es ist wahr: Natürlich ist Deutschland keine Diktatur, und (noch) trennen uns Welten vom braunen und auch roten Unrechtsstaat. Wer weiß wie lange noch, doch für den Augenblick verbieten sich derartige Gleichsetzungen. Wahr jedoch ist: Nie war der Anlass zu echter Besorgnis größer als heute, und nie waren wir näher dran am Point of No Return, am Kipppunkt, ab dem das Abrutschen in faschistoide Zustände eine unumkehrbare Eigendynamik erreicht hat. Und es scheint, als arbeite die Politik mit der ihrer 3G-2G-1G-Impf-Apartheid mit aller Macht auf diesen Zustand hin.

Ein untrügliches Indiz dafür, dass es schon zu spät sein könnte, ist, dass sogar jene Eliten, die offenbar noch vor kurzem wache Instinkte zeigten und grundrechtsinkompatible Fehlentwicklungen und rote Linien anmahnten, von ihren eigenen Warnungen nichts mehr wissen wollen und ihr Fähnchen in den Wind hängen – erkennbar nur, um sich selbst nicht ins Abseits zu stellen unter die Räder des Zeitgeistes zu geraten. Und der bewegt sich nunmal stramm in Richtung Zweiklassengesellschaft und Diskriminierung Ungeimpfter. So kommt es, dass es inzwischen fast keinen Regierungspolitiker mehr gibt, der heute nicht das gutheißt oder zumindest schönredet, was er noch vor kurzem ausschloss oder für verfassungswidrig hielt. Manche brauchen für diesen erstaunlichen Sinneswandel nur wenige Tage.

So positionierte sich Bundesjustizministerin Christine Lambrecht am letzten Sonntag klar gegen die 2G-Regel. Diese besagt bekanntlich, dass nichtgeimpfte oder -genesene,  kerngesunde und nicht ansteckende Menschen selbst dann, wenn sie den neuerdings gegen jeden Bürger als potentiellen Gesundheitsgefährdend erhobenen staatlichen Generalverdacht durch tagaktuelle Tests eindeutig nachweisen können, von diversen Aktivitäten und weiten Teilen des sozialen Lebens ausgegrenzt werden dürfen. Generell sei sie „gegen die Benachteiligung Ungeimpfter„, so Lambrecht vor nicht einmal einer Woche, und ohnehin halte sie „die 2G-Regel für verfassungswidrig“, so die Justizministerin. Vorgestern dann die Rolle rückwärts: Nach dem Motto „was bekümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern“ war Lambrecht nun plötzlich der Auffassung, das „2G-Modell sei nicht problematisch„. Man beachte vor allem den subtilen Sprach-Shift: Aus einer Regel ist nun ein „Modell“ geworden.

Outgesourcte Diskriminierung

Wie dieses Modell in der Praxis aussieht, dass lässt sich bereits in Hamburg beobachten, wo der Senat unter SPD-Bürgermeister Peter Tschentscher schon einmal den perfiden Testlauf der nächsten Diskriminierungsstufe zu proben – und zwar ausgerechnet zu Lasten der Jüngeren, durch Ausschluss von jeglichen Freizeitaktivitäten für ungeimpfte 12- bus 17-jährige: Lockdowns, häusliche Isolation, Abstands- und Kontaktverbote, Kneipen- und Discothekenverbot, Schulschließungen und Maskenterror waren offenbar bei weitem noch nicht genug für die nachwachsende Generation; nun werden in der Hansestadt die Betreiber von Kinos, Zoos, Musicals, Museen, Sporthallen, aber auch Gaststätten und Fitnesstudios staatlich animiert, „nach eigenem Ermessen“ 2G anzuwenden.

Mehr Willkür und gespenstische Aussonderung war nie seit Gründung der Bundesrepublik. Schäbig und infam hierbei vor allem die scheinheilige Haltung des Senats, der sich darauf beruft, die Firmen entschieden über die Umsetzung ja selbst. Es ist der durchsichtige und billige Versuch, über das privatrechtliche Hausrecht Diskriminierungsmaßnahmen „outzusourcen“. Mit dieser Masche könnten dann in knapp vier Wochen theoretisch auch Ungeimpfte von der Urnenwahl abgehalten werden: Indem die jeweiligen Inhaber des Hausrechts der Wahllokale „aus eigener Entscheidung“ 2G vorschreiben. Die Alternative wären dann für Betroffene entweder Zwangsteilnahme an der Briefwahl, sofern sie rechtzeitig davon Gebrauch machen können (obwohl diese prinzipiell manipulationsanfälliger ist) – oder eben Vorenthaltung des elementarsten demokratischen Bürgerrechts im Namen des „Infektionsschutzes.

Rückendeckung für diese große Sauerei, für diesen rechtsstaatliche völlig unmöglichen, indirekten Impfzwang just für die Alterskohorten, die am allerwenigsten überhaupt von Corona betroffen sind, kommt natürlich von der deutschen Ethikkommission unter ihrer Vorsitzenden Dr. Alena Buyx, diesem Abziehbild einer postfeministischen Karrierefrau: Als Erfüllungsgehilfen und moralische Service-Gutachter der freiheitsfeindlichen Geisterfahrt einer völlig pervertierten Coronapolitik stellt sie der Regierung den erwünschten Persilschein aus und behauptet, 2G – und auch Buyx spricht hierbei euphemistisch vom „Modell“ – stelle „keine Impfpflicht durch die Hintertür“ dar. Dass dieses Votum übrigens in eklatantem Widerspruch zur Stiko steht, die zu ihrer politisch erzwungenen geänderten „Empfehlung“ Jugendlicher ausdrücklich anmerkte, die Impfung dürfe unter keinen Umstanden „zur Voraussetzung sozialer Teilhabe“ gemacht werden, ist für diese Gefälligkeitsethiker offenbar auch kein Grund zur Besorgnis.

 

16 KOMMENTARE

  1. An Türen, an denen solche Schilder prangen, einen Zusatz-Aufkleber anbringen (war bis in die 50er Jahre in einigen Gegenden der USA nicht unüblich);

    NO JEWS
    NO NIGGERS
    NO DOGS

  2. Der Hardcore-Merkelianer Brinkhaus macht wieder Stimmung. Der hätte vor 80 Jahren bestimmt auch Karriere gemacht, denn wenn man bedenkt, dass es nur noch 4 Wochen bis zur Wahl sind, geht denen bei der Aussicht, nicht mehr bestimmen zu können, die Muffe 1 zu 100 000. Aöso werden die Daumenschrauben noch ein paar Umdrehungen angezogen. https://www.focus.de/politik/deutschland/brinkhaus-im-interview-berufliche-konsequenzen-fuer-impfverweigerer_id_20896941.html Vielleicht sollte er sich mal darum kümmern https://www.bild.de/video/clip/video/kommentar-von-bild-live-chef-mit-den-ortskraeften-kommen-auch-straftaeter-ins-la-77474968.bild.html

    • Gerade WEIL die VOR der Wahl so unverhohlen schon verkünden, was für Sauereien sie vorhaben, glaube ich eben gerade nicht, dass denen die Muffe geht! Die wissen bereits, dass sie die Wahl gewinnen werden! Weil sie selbst dafür sorgen werden!

      • Deshalb keine Briefwahl sondern perönlich erscheinen, denn auch Demente dürfen wählen. Aus dem Informationsblatt der Deutsche Alzheimergesellschaft Zitat „Auch Menschen mit Demenz dürfen an Wahlen teilnehmen und ihre Stimme abgeben. Es ist erlaubt, jemanden beim Ausfüllen des Wahlscheins nach seinen Wünschen zu unterstützen. Nicht erlaubt und strafbar ist jede Form der Beeinflussung und Manipulation der Wahlentscheidung. Meldebehörden müssen Menschen mit Demenz, die aus dem Wählerverzeichnis gestrichen waren, automatisch wieder in das Wählerverzeichnis aufnehmen.“ Zitat Ende Wer entscheidet wie und wann, ob dieser arme Mensch nicht unzulässig beeinflusst wurde oder ob das sein freier Wille ist? Diese Menschen werden wohl auch höchst selten persönlich in ein Wahllokal gehen.

  3. Wilkommen in Germanien. Die Macht geht vom Volk aus. Unschuldige gibt es unter Germanen keine, gab es nie. Die Generalschuld ist genetisch.

  4. „was bekümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern“ – was für ein wahrer Satz!!
    Also alles “ Geschwätz“ nur Zitat (Trotteldeutsche) glaubt es sei Gesetz,was man treudoof befolgen muss.
    Dabei sich selbst in eine Position bringt selbst (nach unten) treten zu können. Ein wiederliches Fölkchen !!!

  5. dann bringe ich als Gesunder mit gutem Immunsystem die nächsten 3-4 Jahre hinter mich – und wenn die Vakazinierten dann an ihrer Vakazine krepiert sind, wird sich das Problem von selbst in die Vakazine-Särge entsorgen. Neugierig bin ich nur, ob sich Merkel, Spahn und Drosten dann als unvakaziniert entpuppen !
    Also ganz cool und lässig zu den Schnappatmern lächeln – wie immer geht die Natur ihren eigenen Weg !

  6. Fällt euch etwas auf? Fast überall, wo diese Schweinereien begangen werden, stecken SPD-Politiker dahinter bzw. deren weibliche Repräsentanten. Damit will ich die CDU und ihre unsäglichen Hetzer nicht kleinreden, aber da sind es außer Merkel keine Frauen, sondern eunuchisierte Männer oder solche, die eben gar keine Männer sind.

    • Das stimm tnicht so ganz. Auch die CDU hetzt massiv und die Grünen etc. Ich sag nur Ivonne Magwas – CDU glühende No Covid Verfechterin. Sie vertritt genau so diese Schweinereien, wie ein Michael Kretzschmer oder auch ein Marco Wanderwitz oder ein Innenminister des Landes Sachsen. Alles CDU Abschaum. Oder wenn ich mir Söder anschaue auch keine SPD. Dieser Geisteskranke ist CSU. Und Kretzschmann ist Grüner. Auch kein Deut besser.

  7. Boschewismus und Weltregierung durch die Hintertür. Faschismus ist meist ein regionales oder überregionaleres, jedoch weiterhin örtlich erfaßbares Phänomen (da stark mit den jeweiligen Vaterland und Volk identifiziert, das läßt sich eben schlecht globalisieren). Wenn das der Fall ist, dann muß man da auch mal hinsehen.

    Wir sollten jedoch das linke Framing überwinden, nicht zielführend.

    Des weiteren sprechen wir hier aus dem europäischen Kreis seit Jahrhunderten, in unsere Zeit hinein sich verhärtend, von einer Negativauslese. Einer Pseudoelite, keiner Elite (lat. electus, die Besten meinend).

    Wir sehen hier, bei der „Ansage“ wäre erstmal ein Austeigen aus den Narrativen, welche uns die Pseudoelite gegeben hat, angesagt. Und dann das Selberdenken und das Weiterdenken.

  8. ZITAT: „Es ist wahr: Natürlich ist Deutschland keine Diktatur, und (noch) trennen uns Welten vom braunen und auch roten Unrechtsstaat.“

    Das mag in letzter definitorischer Instanz so sein. Wenn man eine Diktatur jedoch erst nach dem Erreichen des 100% der Definition entsprechenden Zustands als solche bezeichnet, dann kann man das Erreichen der Diktatur nicht mehr verhindern. Man muss vorausschauend handeln und formulieren. Im Straßenverkehr führt man ja auch nicht erst nach dem Crash eine Vollbremsung aus. Man muss einen möglichen Crash voraussehen und rechtzeitig vorher in die Eisen steigen. Nur so VERHINDERT man politische und sonstige Unfälle. „Wehret den Anfängen“ statt „Nun sind ’se halt da“. Für mich ist Deutschland seit der gecancelten Wahl in Thüringen eine offene Diktatur. Seitdem wurde zwar das Tempo gesteigert, am grundsätzlichen Kurs hat sich jedoch nichts geändert. Also kann man die Zukunft jetzt schon vorhersehen: DIKTATUR.

    • Für mich ist Deutschland schon viel viel länger eine Diktatur. Alles war nur Schein und selbst der ist jetzt nicht mehr aufrecht zu erhalten. An ihrem Handeln sollt ihr sie erkennen.

  9. Herr Matissek: Sind Sie sich ganz sicher, das wir noch „Welten“ von ehemaligen Zuständen trennen? Ich bin da wesentlich weniger optimistisch.

  10. Nein, es trennen uns eben nicht mehr Welten von braunen oder roten Unrechtsstaat. Die wesentlichen elemente sind alle schon installiert:
    -Definition einer Außenseitergruppe, „die an allem Schuld ist“
    -Installation einer schlägertruppe, die gegen regierungskritiker vorgeht (Antifa)
    -Abschaffung der Meinungsfreiheit
    -Schaffung einer Wahrheitsministeriums
    -Justiz-Staatsterror gegen prominente Kritiker von Regierungsmaßnahme (Hausdurchsuchungen, Anklagen wegen fiktiver Vergehen)
    -staatliche Hetze gegen Bevölkerungsgruppen durch Aufforderung an andere Gruppen, gegen diese vorzugehen (z.B. Hausrecht gegen Ungeimpfte)
    -Billigung von Diskriminierung, wenn diese gegen Regierungsgegner angewendet wird (z.B. Kontokündigung bei falscher Parteizugehörigkeit)
    etc. pp.
    Was muss denn noch passieren, damit sie meinen, dass nun eine braun-roter Unrechtsstaat errichtet wurde? Müssen erst noch Lager gebaut werden, in denen man die Unbotmäßigen inhaftiert? Oder die Unbotmäßigen gezwungen werden, sichtbar ein Kennzeichen ihres Abweichlertums zu tragen?

    Nein – der Rubikon ist schon lange überschritten!

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