Angela Merkel: Der Totalschaden ist nicht genug

The Walking Angela (Symbolbild: Eigene Collage)

Sie kann es einfach nicht lassen. Dabei offenbart sich immer mehr der totale Irrsinn des Absoluten bei einer Frau, die (wenn auch in Hamburg geboren) aus dem Osten kam – um sich grenzenlos im Westen zu profilieren. Gründlich ging es voran, ihre Schadensbilanz kann sich sehen lassen. Die von ihr zertrümmerte CDU liegt am Boden, die Reste kreisen auf dem zerkratzten Parkett, hier und da zuckt es noch, versucht hilfloses, vollkommen überfordertes Personal, einige Scherben mit Müh‘ und Not etwas zusammen zu kitten. Der Elefant steht aber noch immer im CDU/CSU-Prozellanladen und will nicht weichen, ruckt und zuckt und rempelt störrisch hin und her – und lässt das Geschrirr weiter wackeln, es ist doch ALLES ihres, ihre Welt, ihre Domäne, ihre persönliche Verfügungsmasse. Was interessieren denn da nach 16 Jahren Wahlergebnisse in ihrem Merkelland. Sie garantiert soeben aus ihrem Berliner Palast, dass nun alles garantiert so weitergehen werde wie bisher. Auch mit der Ampel. Die dann eine „Mampel“ wird – Merkels Ampel. Sie hat doch ihre Welt erschaffen, welche immerdar existieren soll, der mit ihrer Macht installierte mediale Wächterrat wird es schon richten!

Es ist schon fast Winter. Eiskalt. Wer in dieser Jahreszeit der Realität wie schon sehr lange nicht mehr ins Antlitz schauen muß, den fröstelt es doppelt und dreifach. Der Realitätsschock trifft die CDU wie in einem Zeitraffer. Noch am Wahlabend fabulierte Merkels letzte Lusche Laschet etwas von „Verantwortung„, die man irgendwohin tragen müsse – gemeint war, nach der historischen Pleite vom Wahlabend, man würde doch sowieso immer reagieren, egal, wer wen oder was gewählt hat. Das galt für die DDR-sozialisierte Kanzlerin aus der Uckermark, aber diese Zeiten sind vorbei, Herr Kanzlerkandidat, für solche Leichtgewichte wie den NRW-Dauergrinser gilt das natürlich nicht. Merkels letztes Aufgebot bestand aus drittklassigen Mitläufern, welche wie Marionetten hinter ihr hertanzten.

Drittklassige Mitläufer wie Marionetten

Es lohnt dabei die katastrophale Entwicklung zu betrachten, welche Angela Merkel als Parteivorsitzende und CDU/CSU-Bundeskanzlerin zu verantworten hat. Zum Vergleich: 1957 hatte die West-CDU mitsamt des bayerischen Ablegers CSU noch 50,2 Prozent der Wählerstimmen erhalten. Auch wenn dieses bürgerliche Potential im Laufe der Jahre immer weniger ausgeschöpft werden konnte und stetig schrumpfte, waren stets doch deutlich mehr als 30 Prozent der Wählerstimmen für das Unionslager so gut wie garantiert. Dann kam Angela Merkel. Schon bei Landtagswahlen zeigte sich, dass die Zustimmung zur Union langsam erodierte; unter Merkel wurden Landtagswahlen in Serie verloren. Unbeirrt davon sammelte sich die Partei gleichwohl ohne Sinn und Verstand hinter ihr, weil diese Frau Bundestagswahlen irgendwie immer gewann und sich mit fast schon x-beliebigen Bündnissen durchzuhangeln verstand. Zustimmung aus ihren Reihen gab es weiterhin, das Murren wurde unterdrückt, die Wendehälse verrenkten sich – aber es gab Teilhabe an Macht, Diäten, Dienstwagen, Privilegien im Staatsbetrieb, Karrieren auf Parteibuch. So konnte Merkel machen, was sie wollte, zunehmend geistlosere, willigere und opportunistischere Beliebigkeitsapostel folgten ihr und wurden als Merkels politische Beistelltische protegiert. Mit dieser Strategie der blinden Anpassung steht der von Merkel übrig gelassene Rest nun da  wie ein Haufen von Leiharbeitern, die an einer dunklen Bushaltestelle auf einen Fahrer zum noch unbekannten Zielort warten. Dort weht der Wind eben eiskalt – draußen vor der 24,1-Prozent-Tür.

Beim Deutschlandtag der Jungen Union fiel gewissermaßen die Heizung aus, Türen und Fenster blieben bei der Veranstaltung weit offen, es war in diesen Kreisen so ungemütlich wie noch nie. Erstaunlich, wie hier mit Merkel abgerechnet wurde. Vermutlich reiben sich an diesem Sonntag verwundert Hunderttausende die Augen, mit der „Bild“ vor Augen, fällt CSU-Merkelnachläufer Söder das Frühstücksei in den Kaffeepott. Die Abrechnung beginnt. Ausgerechnet Jens Spahn, der immerhin noch in Merkels Kabinett seinen umstrittenen Ministerposten ausübt, kritisiert genau jene Punkte, welche zwar überall im Land schon lange kritisiert wurden und zur Gründung der AfD gegen die „Alternativlosigkeit“ der Angela Merkel führten. Merkels autokratischer, antidemokratischer und vor allem postsozialistischer bis dunkelgrüner Regierungsstil und ihre beliebig wechselnden Inhalte, wurden ja stets von CDU und CSU gedeckt, die quasi Schmiere bei diesem fortwährenden Wahlbetrug der Regierungschefin und ihrem Verrat an deutschen Interessen standen. Das kann noch lustig werden.

Überfällige Abrechnung

Und was macht Angela Merkel so? Ihr geht es den Umständen entsprechend gut. Sie ist gerade auf Weltreise bzw. Abschiedstournee und lässt sich mit unserem Geld unter Arm überall feiern. Ausdrücklich begrüßt Merkel natürlich die EU-Hilfen für Afghanistan und greift gleich nochmal tief in die Staatskasse, um den Taliban mit 600 Milionen deutschen Euro den strengen Alltag unter der blutigen Scharia etwas zu versüssen. Überhaupt erstrahlt ihre schäbige Außenpolitik in ihren letzten Tagen noch einmal im vollen Licht. Selbst der Mainstreampresse wird es langsam unheimlich. Die Kanzlerin der ökolinken Herzen lässt eine unerbittliche Arroganz erkennen. Es ist ihre unendliche Eitelkeit und narzisstische Selbstüberhöhung, die sie dazu verführt, die Interessen anderer zu bedienen, sich anderen zu unterwerfen um sich dabei gleichzeitig als Heldin, weltrettende Moderatorin, wichtigste Politikern des Erdballs zu inszenieren. Verantwortung übernimmt sie keine für nichts. Es ist gekaufter Applaus. Skrupellos.

Wie sehr Merkel das Erbe der Aufklärung und des Humanismus, die Grundsätze von Demokratie und Menschenrechten, verachtete um sich selbst über alles in der Welt – mit den von ihr teuer gekauften „Scheinwerfern“ – zu stellen, offenbart sich nun plötzlich auch der „taz„, die schreibt: „Einem türkischen Kollegen blieb es vorbehalten, auch Erdoğans Lieblingsthema noch einmal aufs Tablett zu bringen: Islamphobie in Deutschland und Europa. Es ist das Thema, um Merkel in die Defensive zu bringen, die auch zu ihrem Abschied eingestehen musste, dass es leider immer wieder ‚hässliche rassistische Vorfälle‘ gegeben habe. Doch auch bei diesem Thema gab es einen versöhnlichen Ausklang, wird doch bald aus der Kölner Zentralmoschee erstmals der muslimische Gebetsruf auch öffentlich zu hören sein„.

Danke, verlogene „taz„-Redaktion! Was ihr da an Merkel plötzlich kritisiert, war ebenfalls bereits im Gründungsmythos der AfD enthalten – und all jene, etwas ins richtige Verhältnis setzten und die Islamisierung Europa kritisierten, waren doch auch bei euch immer nur Nazis, Rassisten, Islamphobiker und dergleichen. Merkels dickes Eis türmte sich auf einem Meer der Lügen und der Heucheleien. Die gesamte Linke folgte ihr. Nun wird das Eis dünner. Aber vorher noch muß Merkel ihr schreckliches Erbe vollenden, für Fortführung sorgen – auch das bemerkt die „taz„, als Merkel mit Diktator Erdogan zusammensteht und dessen blutige Hände gerührt schüttelt, wird es besonders peinlich: „Am Ende sah es so aus, als könnten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sich sogar gegenseitig etwas abgewinnen. Fast wehmütig äußerte sich Erdogan anlässlich ihres Abschiedsbesuches am Samstag in Istanbul und auch Merkel betonte, man hätte trotz aller Probleme doch auch immer Lösungen gefunden.“

Auf Abschiedtour mit dem Scheckbuch

Und die einstige Sponti-Postille fährt fort: Kein Wort über die Nazi-Vergleiche und die unverhohlenen Aggressivität Erdoğans, wenn es, vor allem im Anschluss an den Putschversuch gegen ihn 2016, mal nicht so lief wie er sich das vorstellte. Schwamm drüber, muss ja, war schon immer Merkels persönliche Haltung gegenüber Erdoğan … Nein, nein sagte Merkel, es habe auch Erfolge gegeben und man müsse eben immer weiter im Gespräch bleiben. Nach den türkischen politischen Gefangenen, insbesondere Kulturmäzen Osman Kavala und Ex-HDP-Vorsitzender Selahattin Demirtaș, deren Freilassung der europäische Menschenrechtsgerichtshof seit langem fordert, fragte da schon gar niemand mehr. Stattdessen ging es um Merkels Lieblingsthema im Verhältnis zur Türkei, der Rolle des Landes als Auffangbecken für Geflüchtete. Da müsse und werde die EU die Türkei weiterhin finanziell unterstützen.“ Merkels fatale Innen- und Außenpolitik wird nun wenigstens, besser spät als nie, zum Thema. Junge Unon, Junge Liberale, Zivilgesellschaft und sich wiederentdeckende Demokraten aller Fraktionen sollten sich beteiligen, Deutschland muss sich der Bilanz von Angela Merkel stellen – und knallhart bis ins letzte Detail abrechnen und aufräumen. Die Ampel ist auch eine Chance. Hauptsache, sie richtet nun auf den letzten Metern nicht noch mehr oder allzuviel Schaden an.

Ach ja: Armin Laschet, der sich als Lachsack vor den Flutopfern jüngst bis auf die Knochen blamierte und damit für öffentliche Ämter unmöglich machte, deliriert noch weiter vor sich hin. „Das Papier ist in Ordnung„, gab er soeben zu Protokoll und meinte damit die Ergebnisse der Sondierung von CDU, SPD und Grünen. Anscheinend glaubt er immer noch, dass es jemanden gäbe, den seine Einschätzung noch interessiert. Sicher nicht… und schon gar nicht Merkel, die mit Laschet den passenden Clown für eine nunmehr lächerliche Abschlußveranstaltung der herunter gekommenen CDU gewählt hat.

17 KOMMENTARE

    • Insbes. eine Person wird keine lange Zukunft haben und das ist gut so.
      Dieses Menschen verachtende Element wird so oder so für die Taten bezahlen !

  1. solange sie ihre Karriere nicht mit Handschellen beendet – und das Schadensregister muß mindestens mit Asse anfangen – ist das Thema nicht erledigt.
    Es kann vielleicht verschwiegen und unter den Tisch gekehrt werden – aber es ist nicht erledigt.
    Und bekanntlich: wann immer Gras über eine dumme Sache gewachsen ist, kommt doch wieder ein Esel und frißt es weg !
    Und so, wie jeder verfolgt wird, der vor der Zeit des besten Deutschlands, das wir je hatten, lebte, so muß auch jeder Mitläufer und Helfer von Merkel verfolgt werden, beginnend mit der Atommüllverklappung und bis zum Pieks und seinen Folgen !

    • Danke. Ist präzisiert (obwohl der Geburtsort Hamburg nichts daran ändert, dass sie in der DDR aufwuchs und dort sozialisiert wurde, folglich „aus dem Osten kam“!)

      • Sie kam nicht aus Ost-, sondern aus Mitteldeutschland. Sie werden das hoffentlich vertehen, was ich meine, wenn Sie folgende Begründung für meinen Einwand gelsen haben:
        Was soll diese geschichtsvergessene und -klitternde Bezeichnung ? Es gibt kein „deutsches“ Ostdeutschland (mehr); die östlichen Bundesländer liegen in Mitteldeutschland und Ostdeutschland ist nun Teil Polens. Alles andere ist Geschichtsklitterung der primitivsten Art und kommt der Leugnung des Holocaust gleich. Denn das ist genau das, was auf einer Fläche von über einhunderttausend Quadratkilometern vorgenommen wurde. Die gegen jedes göttliche, menschliche und internationale Recht verstoßende Vertreibung der Deutschen aus einem Gebiet, größer als z.B. die gesamten BeNeLux-Staaten, in dem sie seit Jahrhunderten ansässig waren, ist nach der Definition der UN eindeutig Völkermord, der durch nichts gerechtfertigt werden kann, auch nicht durch die schlimmsten Naziverbrechen.(Übrigens auch indirekt nach Ansicht der Mehrheit des Bundestages; Stichworte: Armenien, Herero u.a..) Wenn nun die östlichen Bundesländer also weiterhin als „Mitteldeutschland“ bezeichnet werden, so ist das gleichsam ein virtuelles Denkmal für dieses ungeheuerliche Verbrechen, was umso angebrachter ist, weil ein vergleichbares materielles Mahnmal wie das Holocaust-Mahnmal nicht besteht, obwohl hier ein weit größeres Unrecht vorliegt, womit aber keine Relativierung vorgenommen wird oder soll. Damit ist auch keinerlei Revanchismus oder ähnliches verbunden. Deutschland hat eindeutig die bestehenden Grenzen anerkannt, und Verträge sind einzuhalten. Aber ebenso eindeutig ist es rechtens und würdevoll, dem Gedenken und der Trauer, auch über diesen Holocaust in dieser Form Ausdruck zu geben, ohne daß damit irgendwelche Ansprüche verbunden sind, zumal die eigentlichen Vertreibungsgebiete ohne jegliche vergleichbare geschichtliche Erinnerungskulturdenkmäler versehen sind. Sicherlich ist es in diesem Zusammenhang erwähnenswert, daß Preußen die in den polnischen Teilungen annektierten polnischen Gebiete offiziell als „Polnisch Preußen“ bezeichnet hat. So müsste es eigentlich auch selbstverständlich für jeden sein, der Geschichtsbewusstsein und Empathie besitzt, die seit Jahrhunderten bestehenden deutschen Ortsbezeichnungen zu benutzen, ohne deswegen als Revanchist oder ähnliches bezeichnet werden zu können. Das würde sich sogar für die neuen Bürger anbieten, würde das doch zeigen, in der neuen Heimat nicht nur angekommen zu sein, sondern geschichtsbewußt ihr Schicksal, welches gleichsam nun auch ihres ist, mit ihr zu teilen.
        Übrigens ist mit den „Neubürgern“ auch die weibliche Ausprägung gemeint; dieser Hinweis für alle diejenigen, deren Allgemeinwissen so gering oder so ideologisch verbogen ist, daß sie nicht oder nicht mehr wissen, daß neben dem grammatikalischem Geschlecht es ein generisches gibt, welches alle, also m,w,d, umfasst.

        • Der Mitteldeutsche Rundfunk ist in Leipzig angesiedelt. In Mecklenburg-Vorpommern tummelt sich der Norddeutsche Rundfunk. Daraus hat ein Wikipedia-Schreiberling die Ost-West-Ausdehnung von Mitteldeutschland abgeleitet. „Autsch!“, kann man da nur sagen.

          In der Propaganda lässt sich mit Ossi und Wessi besser fabulieren als mit Mitti und Wessi. Stimmt’s oder habe ich Recht?

        • Sehr guter Kommentar. Danke
          Was an Kriegsverbrechen an der ostdeutschen Bevoelkerung waehrend und nach der Vertreibung und geschehen ist, darf nicht vergessen werden.
          Dies genauso wenig,wie die Verbrechen an Deutschen Minderheiten in Polen, vor dem Beginn des WWII.
          Es gibt in einigen deutschen Grosstaedten wie z.B. Nuernberg kleinere Denkmaeler fuer Vertriebene, doch die fallen kaum auf , wurden gut versteckt aufgestellt und des oefteren beschmiert.
          Auch von Vertretern der Vertriebenen Organisationen hoert und sieht man wenig, entweder liegt das an der linksdrehenden Fakemedia oder dass dies den Schuldkult der Deutschen stoeren wuerde.

          • Die Vertriebenen Organisationen wurden von BRvonD Politikern/ politik unterwandert (geschmiert?). Denen habe ich/ Oberschlesier schon des öfteren vorgehalten, das die Politik (hier war es CSU) entgegen den Schlesiern handelt/ redet; im Bezug auf Polen.
            Deutsche-Freigeister.de

          • @ Karl
            Danke fuer den Tipp‘
            Habe mich schon oefter gewundert, was die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach in der CDU zu suchen hatte

  2. Sie hat sich eben mit ihresgleichen umgeben, denn da war es nicht schwer, das Land an die Wand zu fahren und alles zu zerstören und zu verraten, was Deutschland ausmachte. Sie selbst ist wahrlich auch nur drittklassig, ihre einzige Fähigkeit, die viele Frauen besitzen, ist das emotionale manipulieren und erpressen. Die Fähigkeit zu lügen, ist gleichmäßig verteilt auf alle gefühlten 70 Geschlechter. Die CDU wird so schnell nicht mehr regieren, die Zeiten sind tatsächlich vorbei. Nach den vier Jahren Mampel, wie jetzt bereits, wird dieses Teil von Europa, Deutschland genannt, nur noch ausgelutscht, oberflächlich verwaltet und vollkommen verseucht.

  3. »Ich will Sie mal aufklären. Sie haben eine Jungkommunistin, eine überzeugte Jungkommunistin zur Kanzlerin gewählt. Ist Ihnen das überhaupt klar?« Oskar Lafontaine zum damaligen bayerischen Innenminister Günther Beckstein

    Am 7. August 2019 träumte ich kurz vor dem Aufwachen eine sonderbare Szene aus dem Leben der Bundeskanzlerin. Vor Beginn des Festaktes zu ihrer Entlassung im Deutschen Nationaltheater mit einer Rede des Bundespräsidenten hatte sich ein Männerchor aus meisterlichen Sängern in einem Nebensaal versammelt und wartete auf seinen Auftritt.

    Da öffnete sich eine Nebentür. Sie trat ein, schlurfte langsam und müde mit einem Glas Weißwein in der rechten Hand an den großen Tisch und ließ sich auf einen der leeren Stühle plumpsen. Weißwein passte zum Anlass, denn sie war leichenblass. Ihr Festkleid wirkte deplatziert, ist sie doch als Hosenanzug bekannt. Ihr chinesischer Leibschneider Tsu Eng aus Sing Mai hat sich an ihr eine goldene Nase verdient.

    Es wurde schlagartig still im Saal. Kaum jemand wagte zu atmen. Ihr leerer trüber Blick klammerte sich an das Weinglas. Das ungeschminkte Gesicht wirkte eingefallen. Der rechte Mittelfinger juckte. Gedankenverloren kaute sie am Fingernagel herum.

    Mitten in die nervenzerfetzende Stille hinein stimmte der Chor ein Lied an, das er beim Festakt vortragen würde, doch hier mit einem angepassten Text: Der Gefangenenchor aus der Oper Nabucco von Guiseppe Verdi.

    Zieh, Angela, auf goldenen Schwingen,
    zieh und ruhe auf Fluren und Hügeln!
    Lass die Sehnsucht die Flucht dir beflügeln
    bis zu Chiles Gebirge und Tal!

    Grüß die Ufer des Maipo, die schönen!
    Zu der Villa des Herrn mögst du dringen!
    Ach, die Heimat, nach der wir uns sehnen,
    grüß, Gedanke so süß und voll Qual!

    Goldne Harfe der göttlichen Dreher,
    warum hängst du so stumm an der Weide?
    Schenke Hoffnung und Trost uns im Leide
    und erzähle von glorreicher Zeit.

    Auch vom Schicksal geschlagener Männer
    singe, Harfe, in klagenden Tönen.
    Mit dem Willen des Herrn zu versöhnen,
    schenk uns Hoffnung, zu tragen dies Leid!

    Angela Merkel fing an, hemmungslos zu weinen. Sie schluchzte unaufhörlich, wohl das erste Mal in ihrer politischen Laufbahn, als sei eine riesengroße Last von ihr gefallen, als löste sich der permanente Druck, unter dem sie stand, in Luft auf.

    Draußen, beim Festakt, würde sie ihre Fassung wiederlangt haben, ohne Weinen und ohne Zittern. Neuerdings darf sie sitzen.

  4. Faschisten/Faschistinnen gehören terminiert.
    Wünsche diesen dreckigen Hetzern, Volkszüchtigern, Gesetzbrechern, Aussperrern
    und Spaltern allen einen schnellen natürlichen Abgang vom Globus.
    Sie haben alle Land und Menschen kaputt regiert.
    Schweine sind sauberer und sozialer !
    Der Herr wird diese unsäglichen Faschisten richten und das ist gut so !

  5. Wenn wir uns Politiker erlauben deren einziger Lebensmittelpunkt der Machterhalt ist, brauchen wir uns über die Suppe, die wir jetzt auslöffeln müssen, nicht zu wundern.

  6. Sie, die Politiker, erlauben sich schon von selbst, indem sie sich jedesmal dasselbe bei einer Wahl, die von vornherein ungültig ist, den gleichen Schmus einfallen lassen:
    Parteiendemokratie
    Wahlmanipulationen
    Irgendwelche Koalitionen, die niemand gewählt hat.

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