Corona-Kontrollterror in Bamberg: Szenen aus Södolfs Polizeistaat

Deutsche Polizei macht Jagd auf „Regelbrecher“ (Symbolbild:Shutterstock)

Jedes autoritäre Regime bringt das Schlechte und Abgründige im Menschen hervor; je autoritärer, desto niederträchtiger. Ein bestimmter Prozentsatz der Bevölkerung genießt es einfach, andere zu gängeln, ihnen zu schaden, und sie die eigene „Macht” spüren zu lassen, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet – und in einem Gesundheitsregime der Impfbesessenen blühen sie geradezu auf. Stecken solche Zeitgenossen dann auch noch als Büttel, als Träger hoheitlicher Amtsgewalten in Polizeiuniform, wird es gefährlich – denn ausgiebig machen sie dann bei jeder sich ihnen bietenden Gelegenheit von den ihnen zugebilligten Vollmachtsausweitungen Gebrauch. Bedarfsweise verschaffen sie sich auch selbst den Anlass dazu, indem sie unbescholtene Bürger mit Kontrollen, Belehrungen oder Schikanen vom Arbeiten abhalten, ihnen den Tag vermiesen, sie einschüchtern oder anderweitig ihnen das Leben schwer machen. Im Lockdown und bei Querdenker-Demonstrationen haben wir erschreckend viele dieser staatlichen Gelegenheitstäter in Aktion gesehen: Beim Eindringen in Privatwohnungen, beim Abstandmessen per Zollstock auf Sitzbänken, beim Maßregeln kleiner Kinder auf Spielplätzen oder beim Schlagstocktanz gegen Protestierende und friedlichen Senioren in Berlin-Mitte und anderswo.

Mit Ausrufung des „Katastrophenfalls” und der gestrigen erneuten massiven Verschärfung von Corona-Maßnahmen im Staate Södolf fühlen sich vor allem in der bayerischen Landespolizei bestimmte Exponenten dieser sympathischen Menschensorte wieder ganz in ihrem Element. Sie können es offenbar gar nicht abwarten, endlich wieder Jagd auf Corona-Sünder machen zu dürfen und hierfür in den hintersten Winkeln nach Regelbrechern zu stöbern. So auch in Bamberg, wo gestern Abend Polizeistreifen in der Innenstadt Kontrollgänge zur Einhaltung der Corona-Auflagen absolvierten.

Im Zuge dieser vordringlichen Polizeiaufgabe (hinter der die Bekämpfung von illegaler Zuwanderung, Kriminalität und jugendlicher Straßengewalt schonmal zurücktreten darf) betraten zwei Beamte auch die Geschäftsräume eines dortigen Wettbüros, um dort Kunden und Mitarbeiter zu filzen. Nachdem sie zunächst die Gäste auf Impf- bzw. Teststatus kontrolliert hatten, fragten sie den hinter der Theke stehenden Filialleiter Christian G. nach seinem Impfstatus. Dieser verwies darauf, er sei ungeimpft, habe sich jedoch zwei Tage zuvor PCR-testen lassen, was seinem Arbeitgeber auch bekannt sei; er habe diesen Test jedoch leider nicht zur Hand, was er bedauere.

Batzige Büttel

Statt die Nachreichung des Tests am nächsten Tag zu verlangen, es bei einer Ermahnung zu belassen oder sonstwie mit einem Minimum an Empathie und zwischenmenschlichem Verständnis zu reagieren (wie es sich unter sozialisierten Menschen mit Charakter, zumal in einer für alle Beteiligten stressbehafteten „Ausnahmesituation einer Pandemie” eigentlich gehören würde), wurde der verantwortliche Polizeibeamte jedoch direkt patzig und kündigte in unfreundlichem Tonfall an, G. erhalte nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verstoßes gegen die geltenden Corona-Auflagen. Barsch verlangte er von G. den Personalausweis. Dieser entgegnete, er müsse zunächst mit seinem Vorgesetzten Rücksprache halten, und verließ für wenige Minuten den Thekenbereich, um die Geschäftsleitung über die Polizeikontrolle zu unterrichten.

Nach seiner Rückkehr überreichte G. dem einen Beamten kooperativ und wunschgemäß seinen Ausweis. Der Polizist warf einen Blick darauf und sprach G. plötzlich unvermittelt in provozierendem Tonfall an: Er würde ihn sehr wohl kennen, seinetwegen hätten er und seine Kollegen doch schon etliche Male „wegen Körperverletzungsdelikten” ausrücken müssen. G. wies diese Unterstellung zurück und verwies darauf, an keiner dieser Auseinandersetzungen beteiligt gewesen zu sein. Der Polizist daraufhin wörtlich: „Aber immer gibt es Stress, wenn du in der Nähe bist.” Daraufhin verwahrte sich G. dagegen, geduzt zu werden, und zog seinen Personalausweis verärgert wieder zurück mit der Begründung, wenn der Beamte ihn ja bereits kenne, sei eine Personalienaufnahme wohl nicht mehr erforderlich.

Auf diesen Moment schienen die Polizisten nur gewartet zu haben: Schlagartig gingen sie auf G. hinter dem Tresen zu und erklärten ihm, er sei festgenommen unter Berufung auf §127 StPO („vorläufige Festnahme”). G. protestierte hiergegen heftig, widersetzte sich der Festnahme – obwohl sehr robust und kräftig gebaut – jedoch nur passiv. Die Beamten packten ihn an den Armen und versuchten ihn zu fixieren, was ihnen jedoch nicht gelingen wollte, da sich G., ohne dabei selbst handgreiflich zu werden, immer wieder aus ihren Griffen herauswinden konnte. Währenddessen wiederholte er mehrmals klar und deutlich, dass es keinen Grund für Gewalt gäbe, da er nicht beabsichtige, sich der Maßnahme zu widersetzen.

Szene des gestrigen Vorfalls in Bamberg (Screenshot des Überwachungsvideos): G. wird festgenommen, ein Gast und Ex-Feldjäger weist die Polizisten auf die Rechtswidrigkeit ihres Vorgehens hin

Die Beamten ließen jedoch erst von ihm ab, als einer der Gäste im Wettbüro, ein ehemaliger Feldjäger der Bundeswehr, hinzutrat und die Polizisten freundlich darauf hinwies, dass ihr Vorgehen unverhältnismäßig sei. Denn erstens hätten sie ja selbst bestätigt, dass ihnen G. bekannt sei, und zweitens sei dessen Identität als Angestellter des Wettbüros jederzeit problemlos feststellbar. Misslaunig ließen die Beamten daraufhin von G. ab – jedoch nur, um sich sogleich besagtem Gast zuzuwenden: Statt auf seinen berechtigten Einwand einzugehen, wies ihn einer der Polizisten in arrogantem Tonfall, von oben herab darauf hin, dass er seine FFP-Maske nicht korrekt trage (diese war ihm beim Sprechen etwas unter die Nase gerutscht), weshalb nun auch er eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Corona-Auflagen erhalte; er habe sich deswegen unverzüglich auszuweisen. Der Gast händigte wortlos seinen Ausweis zur Feststellung seiner Personalien aus. Im Anschluss verließen die Beamten die Geschäftsräume.

G. hat heute direkt Strafanzeige erstattet und disziplinarische Schritte via Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Beamten eingeleitet. Viel herauskommen dürfte dabei absehbar wohl leider nicht – in einer Zeit, da Denunzianten, Blockwarte und Schnüffler wieder als Helden (diesmal der „Volksgesundheit”) gefeiert werden, zumal im „Kampf gegen Ungeimpfte”, und Beamten als ausführende Organe des Corona-Staates von Regierenden und Justiz zur Übergriffigkeit geradezu ertüchtigt werden.

Auch wenn sich solche Geschichten überall im Land wiederholen, auch wenn es noch vor zwei Jahren völlig undenkbar gewesen wäre, dass kerngesunde Menschen in der Bundesrepublik mit polizeistaatlichen Methoden bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf ihren Impf- oder Infektionsstatus hin kontrolliert werden: Die konkreten Fallschilderungen sind dann immer aufs Neue wieder erschütternd. Im bewussten Fall aus Bamberg wurde der gesamte Vorgang zum Glück per Überwachungskamera aufgezeichnet, die die Darstellung des Sachverhalts eins zu eins bestätigen. Doch auch bei den vieltausendfachen ähnlichen Vorfällen dieser Art muss gar nichts aufgebauscht oder dramatisiert werden: Die von den Söders, Lauterbachs und anderen Panikverhetzern entfesselte protofaschistische Wirklichkeit ist tatsächlich genau so schlimm, so widerwärtig und so erbärmlich, wie es die fassungslosen Chronisten dieser Zustände beschreiben. Im Zeitraffer werden gerade die Grundfesten unseres sozialen Friedens zerstört – und wenn wir uns nicht vorsehen, droht uns von Seiten einer enthemmten Staatsgewalt bald noch weit Schlimmeres.

13 KOMMENTARE

  1. Es ist nur ein Beispiel von vielen das wir heute erleben.Und so lange die Mehrheit sich hinter die Politik stellt und ihre politischen Pharaone verehrt, wird sich auch nichts daran ändern. Im Gegenteil die Eskalation zwischen Staat und Kapital gegen das Volk wird weiter geschürt von den Herrschenden. Widerstand wäre nötig. Den gibt es aber nicht wirklich. Allesr Widerstand heute ist systemangepasster, systemgerechter und damit durchschaubarer Widerstand, der von den Herrschenden leicht zerschlagen werden kann. So arbeiten wir selbst den Herschenden in die Arme. Da kann ich nur sagen, viel Glück für die Zukunft. Wir werden es brauchen da wir selber uns nicht wirklich helfen können.

    • Die Einschlaege in Bayern sind schon laengst da, nur werden sie immer staerker.
      Zwei Beispiele nur aus meinem Familien-und Bekanntenkreis wie mit Kindern umgegangen wird, habe ich in meiner Antwort an M. Sachse beschrieben. Einfach unglaublich.

    • Was im bisherigen Herbst und im Fruehling in Soedolfs Reich schon abgelaufen ist , kann ich hier erzaehlen:

      1.) Die 14j. Tochter einer Freundin wurde letzte Woche nach Schulende und Besuch bei Klassenfreunden von der Busfahererin nicht migenommen, da sie keinen Impfausweis hatte. Sie liess, das Kind einfach an der Bushaltestelle stehen, obwqhl es bereits dunkel wurde. Das Maedchen rief die Mutter an, die sich frei nehmen musste(Pflegeberuf im Schichtbetrieb ) um ihr Kind abzuholen. Ist ja gerade mit den Flutlingen gefaehrlich ein junges Maedchen alleine im Dunkeln an der Bushaltestelle stehen zu lassen. Die Mutter beschwerte sich persoenich bei deren Vorgesetzten und den Verkehrsbetrieben, doch bis heute nur eine lahme Ausrede, keine Erklaerung und keine Entschuldigung.
      Die Tochter und zwei weitere Kids sind die einzigen Ungeimpften in der Klasse. Die Mutter sorgt sich darum, wie lange ihre Tochter dem Druck von Klassenkameraden und Lehrern noch stand halten kann. Die Tochter will nicht zu Haue bleiben und wen sie zu Hauuse bleibt, kann sie von der Polizei geholt werden, da Schulpflicht besteht. Die Mutter kann zu finanzieller Strafe verdonnert werden un wenn es noch weiter so geht in Soedolfs Reich, wuerde es mich nicht wundern, wenn sie Probleme mit dem Sorgerecht bekaeme.

      2.) Meine Nichte wollte im Fruehjahr mit einer Freundin radfahren, auf einem Radfahrweg am Ortsrand. Die beiden nahmen Mohrenkoepfe und Suessigkeiten mit. Als sie sich auf eine Bank setzen kamen zwei bewaffnete Polizisten, die sie anschnautzten, dass sie sich da nur kurz zum Ausruhen und nicht zum Essen hinsetzen duerften. In der Zwischenzeit kam ihnen ein Klassenkamerad entgegen, der ihnen zurief.
      Die beiden Polizisten wurden nun erst richtig unfreundlich. Sie winkten den Jungen herbei und sagten ,dass immer nur zwei, sich treffen koennen und sie deshalb ein Ticket (ich glaube mich zu erinnern 50 Euro) erhalten wuerden.
      Die Polizisten nahmen den 12j. Kindern auch die Mohrenkoepfe und Suessigkeiten ab, denn es koennten ja Drogen drinnen sein und die Kids sich ja deswegen getroffen haben
      Unglaublich was in Deutschland so vor geht, gegen Kinder kann man als Polizist oder Busfahrer ja den starken Mann hervor kehren,,gegen auslaendische Kids, nicht so sehr, denn da koennte der gesamte Clan unangenehm werden und gegen Flutlinge geht schon mal gar nicht.

  2. Da hilft nur eins: Protokollieren und auf bessere Zeiten warten. Die Geschichte lehrt, dass einige, wenn auch leider keineswegs alle Willkürmaßnahmen und Ungerechtigkeiten eine angemessene Würdigung erfahren.

  3. Polizisten sind unterdurchschnittlich intelligent, gern geschieden, haben nichts gelernt, verdienen nix, bleiben Staatssklave bis zum Grabe, werden vom Volke gehasst und zwangsgevaxxt hat Södi sie wohl auch. Die sind natürlich nicht gut drauf. Ich sehe die Position von Polizisten tragisch-komisch. Komplette Versager bekommen eine Uniform und müssen ausführen – ändert sich das System, erwartet sie die Höchststrafe. Und es dürfte doch wohl klar sein, daß dieses System bereits bricht. Sie haben so richtig überhaupt keine Zuḱunft. Auswandern geht auch nicht, weil no means no skills. Ich kann mir kein dümmeres und unnützeres Leben vorstellen als das eines Polizisten. Nun habe ich die beiden doch tatsächlich verteidigt – ich glaub ich hab Corona!

    • Absolut zutreffend!
      Staat = Feind, Schirmmütze = Todfeind!
      Aber warum, um alles in der Welt, geben sich die Leute mit so einem verkommenen Pack im Privatleben ab? Staatsparasiten haben auch Familien, Verwandte, Bekannte, Freunde. Hier muß der Hebel zunächst ansetzen: Ausgrenzen, abweisen, Kontakte abbrechen, so behandeln, wie sie es verdienen: Wie Dreck!
      Solche verkommenen Subjekte müssen es schon hassen, überhaupt Dienstschluß zu haben und man muß ihnen ein derart erbärmliches Privatleben bescheren, daß sie sich wünschen, niemals geboren worden zu sein.
      Solange die aber im Privatleben noch hofiert werden, fühlen sie sich sicher und bestätigt!

  4. Bei solchem vollkommen überflüssigen Irrsinn ist die bayerische Polizei in ihrem Element, Wenn es aber um Verbrechensbekämpfung geht wie z.B. díe Verfolgung der linksextremistischen Brandstifter, die seit Jahren in München schwere Brände mit Millionenschäden verursachen und erst im Mai diesen Jahres durch Brandstiftung an Versorgungskabeln für über 30 Stunden 20.000 Haushalten in drei Münchner Stadtteilen die Stromversorgung gekappt haben, kriegen diese Versager nichts auf die Reihe. Bis heute habe ich nichts gehört oder gelesen, dass die auch nur „eine Spur“ ermittelt hätten. Mich hat vor zwei Jahren ein Jugendlicher nach einer Lappalie massiv verletzt, worauf ich stationär operiert werden mußte und ein Schaden von über 7000 Euro entstand. Obwohl ich noch am Tag der Tat Anzeige bei der Polizei wegen Körperverletzung erstattete, haben die erst nach 4 (!) Monaten „angefangen“ zu „ermitteln“ und natürlich nichts gefunden.

    • Bayern fällt schon seit Jahrzehnten auch durch strikte Rechtsbeugung auf: Nirgends wurde und wird eine Notwehr gegen einen Angriff derart verdreht und am Ende bestraft, wie in Bayern.
      Ähnlich ist es in Hamburg mit Meinungsdelikten, wer sich durch Meinungsäußerungen gestört fühlt, der versucht sein Klageglück gerne in Hamburg. Etwa der Hollywoodkanzler mit den nichtgefärbten Haaren, Schröder, seinerzeit…

  5. War der Angestellte eigentlich verpflichtet, seinen Impfstatus an die Polizei preiszugeben? Ich muß als Angestellter das noch nicht mal meinem Arbeitgeber sagen, warum sollte ich dann der Polizei dazu Auskunft geben? Es wäre vielleicht für uns „Widerständlichen“ mal wichtig, solche Rechte zu kennen und zu wissen, was ich muß und was ich guten Gewissens verweigern kann. Dazu könnte die „Ansage“ mal einen Artikel machen!?

    • Warum fragen? Antwort verweigern, basta. Recht oder nicht interessiert eh von denen keinen mehr.
      Und egal, wie konform man nun war, oder nicht, auf Anwalt und Verfahren läuft es eh hinaus.

  6. Wer nichts ist und wer nichts kann geht zur Polizei oder zur Bahn.

    Charakterliche Eignung auf nicht messbarem Niveau. Vollidioten in Uniform eben.

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