Sonntag, 3. März 2024
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Das N-Wort im “Spiegel” der Zeit

Das N-Wort im “Spiegel” der Zeit

“Spiegel” bizarr: Ex-“Rassisten” tadeln Ex-“Rassisten” (Symbolbild:Imago)

Anfang dieser Woche meinte der „Spiegel“, sich wieder einmal retrospektiv über politische Unmöglichkeiten aus unschuldigeren vergangenen Zeiten empören zu müssen: Naserümpfend bestandeten die selbsternannten Hamburger Kultur- und Sittenwächter, dass der “Deutschlandfunk” (DLF) in seiner laufenden Sendereihe “Aus den Archiven” historische Aufnahmen ausgestrahlt und “zuletzt unkommentiert Rassismus reproduziert” habe. Konkret geht es um den Beitrag „Grönland 1955 – Spionage am Polarkreis“, in dem – damals politisch völlig unverdächtig – von “Negern” die Rede war. Weil “das N-Wort vom Sender nicht abgekürzt” wurde, kam es beim “Spiegel” prompt zu redaktionsinterner Schnappatmung; sogleich wurde zur öffentlichen Tadelung des Senders ausgeholt.

Dabei gab sich das Relotiusblat zunächst streber- und gönnerhaft und schickte selbstgerecht voraus, man werde selbst natürlich “auf die Reproduktion dieses Ausdrucks” verzichten und “das N-Wort” keinesfalls verwenden. Umso unerbittlicher geht man mit dem DLF ins Gericht: „Einen Disclaimer, eine Einordnung, gab es zum Zeitpunkt der Ausstrahlung nach dem Hinweis auf ein mögliches ,Stolpern‘ nicht mehr.“ Was dem politisch überkorrekten „Spiegel“-Schreiber offensichtlich unbekannt war, förderte dann dankenswerterweise “Achse”-Autor Claudio Casula zutage: Denn siehe da: Sogar zehn Jahre nach dem verfänglichen „Deutschlandfunk“-Beitrag, im Jahr 1965, hatte damals auch der „Spiegel“ einen bis heute frei und unkommentiert abrufbaren Artikel veröffentlicht, in dem das „N-Wort“ geradezu inflationär verwendet wird. Bereits der Titel spricht Bände: „Der häßliche Neger“. Direkt darunter folgt das Zitat: „Die Neger dieses Landes werden möglicherweise nie an die Macht kommen, aber sie haben Einfluß genug, das Chaos hereinbrechen zu lassen.

Wer im Glashaus sitzt…

Der „Spiegel“ hielt es damals für nötig, den Namen des Autors James Baldwin noch mit dem Zusatz „Negerdichter“ zu versehen, damit seine Leser auch genau wussten, um wen es hier ging. Im Text selbst geht es dann jedoch erst richtig los: Von einem „beispiellosen Negeraufstand in Los Angeles“ ist die Rede; weiter heißt es etwa “…heizten die Neger in der ,Stadt der Engel‘ die Hölle an“, und es wird über den „schwarzen Mob“ berichtet, der „eine Woche lang mordete, marodierte und brandschatzte“. Weiter informiert der “Spiegel” seine Leser: “Im Feuerschein des blutigsten Rassenkrawalls der US-Geschichte… sah die Nation einen Typus Neger, den bis dahin nur der fanatische Ku-Klux-Klan beschworen hatte: den tierischen, unberechenbaren, bösartigen Schwarzen – den häßlichen Neger.” Und schließlich: „Der häßliche Neger, der sich durch den Aufruhr von Los Angeles in das Bewußtsein Amerikas drängte, ist das Endprodukt eines jahrzehntelangen negativen Auslese-Prozesses in den Großstadt-Slums des amerikanischen Nordens und des Westens.

Gleichwohl muss man den “Spiegel” heute allein für seine Doppelmoral tadeln, bei anderen das zu monieren, was man selbst nicht minder praktiziert hat – und nicht für diese damaligen Formulierungen: Denn was aus heutiger Sicht wie ein Abgrund von Rassismus anmutet, war damals, in noch nicht von Political Correctness kontaminierten Zeiten, eine zulässige Meinungsäußerung – und vor allem normaler, unbelasteter Sprachgebrauch. Doch die woke, zeitgeisttotalitäre und unerbittliche Abrechnung mit der Vergangenheit findet beim “Spiegel” anscheinend nur statt, wenn es um andere geht. Statt es dabei zu belassen, dass das Wort „Neger“ bis vor kurzem noch eine völlig normale und wertfreie Bezeichnung für Schwarze war, die auch von diesen selbst benutzt wurde, regt sich das frühere Nachrichtenmagazin und heutige Gesinnungskampfblatt lieber künstlich darüber auf, dass der DLF keine nachträgliche Zensur ausübt oder zumindest Warnhinweise einfügt – obwohl in den eigenen Artikeln das „N-Wort“ gang und gäbe war. Es ist genau diese Verlogenheit, die den “Spiegel” für viele einstige Stammleser seit Jahren so unerträglich macht.

15 Antworten

  1. Ja mei.

    „Besser Doppelmoral, als gar keine Moral.“ – Luisa Neubauer (GRÜNE, FFF) bei „Kurt Krömer – Feelings“ am 15.02.2023

  2. ich frage mich immer, was an den Wort Neger böse ist? Es sagt nur aus, dass diese Person eine dunkle Hautfarbe hat. Ist das dann ein Verbrechen (dunkle Hautfarbe zu haben)?
    Es wäre was anderes, es würde statt Neger das wirklich böse Wort “Nigger” verwendet. Übrigens verwenden die Neger in den USA dieses Wort selbst um über einen ihrer Hautfarbe herzuziehen. Besonders über die nicht erfolgreichen.
    Ist dann das Wort Weisser auch ein Schimpfwort? Oder Gelber?

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    1. Nein, Sie verstehen nicht die (Un)Logik dieser Idioten. Sogenannter Rassismus kann in deren hohlen Köpfen nur von Weissen ausgehen, da die Weissen das personifizierte Böse auf Erden ist. Denn nur die Weissen haben kolonialisiert und versklavt – so deren Geschichtsunkenntnisse.

      Deshalb ist jeder Weisse ein privilegierter Unhold, dem seine Rechte, ja, sein Recht auf Leben aberkannt werden muss. Dass zb ein Will Smith auf Grund seiner Kohle, Penunzen, Scheinchen ein privilegierter Mann ist, mehr als die meisten Weissen, interessiert keinen.

      Diese Haltung nennt man Selbsthass. Ist nur dann gefährlich, wenn diese Kranken die Gesellschaften steuern – siehe Artikel.

      p.s. Genügend Neger bezeichnen andere Neger als Nigger, was aber dann in den von Selbsthass geprägten Kranken in Ordnung geht. Tatsache ist, niemand wird zb mir befehlen, was ich zu sagen oder zu schreiben habe. Eine Weib zb kann eine Frau, eine Schlampe, eine Nutte, eine Dummkuh etc sein. Kommt immer auf das Weibchen an, als was ich es bezeichne. Und wer glaubt, dass das Wort an sich be-leidigen, also Schmerz zufügen kann, besitzt die Reife eines Kindes. Für einen Römer wären unsere unseligen Prozesse wegen “Beleidigung” ein Anzeichen für Verweiblichung gewesen. Ich sehe das genauso.

      Zehn kleine Negerlein…

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    2. Genau dort randalierte ein junger Mann…..?
      Der Lidl Markt in der August-Bebel-Straße in Fürstenwalde befindet sich direkt neben einer Polizeistation. Genau dort randalierte ein junger Mann. Die Polizei war zwar schnell vor Ort, trotzdem schaffte es der zwanzigjährige Mann noch den halben Markt zu verwüsten. Personal und beherzte Kunden versuchten den Mann zu beruhigen, standen dem randalierenden Wüterrich aber letztendlich hilflos gegenüber. Erst die Polizei beendete die Randale. Tage zuvor hatte der Mann bereits in Beeskow und Frankfurt (Oder) randaliert wurde aber vom Haftrichter wieder auf freien Fuß gesetzt. Nun schlug er in Fürstenwalde zu. Quelle: MOZ.de
      schadensrechnung an den haftrichter… mit allen Konsequenzen…. so geht demokratie….

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    3. @Causa 9. März 2023 Beim 13:28

      Sie versuchen das immer noch rational zu verstehen, das geht aber nur machtpolitisch:

      Öffentlich ausgesprochene Worte wie „Neger“ oder „Mohr“ können wie eine ionisierende Strahlung hochtoxische Radikale erzeugen, die die woke Weltordnung von innen heraus zerstören – genau so wie Strahlentherapien ein Krebsgeschwür.

      Darum hat die Regierung mit ihren treu ergebenen Medien und Meldeportalen überall Geigerzähler aufgestellt, die sofort melden, wenn jemand mit dieser Strahlung die Verbreitung ihrer bis in die letzten Winkel der Gesellschaft wuchernden woken Ideologie hemmt oder gar gefährdet.

  3. Letztens habe ich mir wieder mal “Fackeln im Sturm” reingezogen, da ist “Neger” noch die harmlose Umschreibung. Will man jetzt alle Filme mit diesem Thema umsyncronisieren oder gleich verbieten ? “Tom Sawyer” ist auch so eine Sendung, die zwar für Kinder, aber auf keinen Fall pc – gerecht ist. Wird dann aus dem ” Ni..er Jim” der “maximalpigmentierte Jim” ? Probleme über Probleme; zum Glück wir haben ja sonst keine . . .

  4. In meiner Schulzeit war “Neger” die korrekte Ausdrucksweise, aber “Nigger” rassistisch. Wer bestimmt eigentlich was rassistisch ist?

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  5. Wie nennen uns Blasslinge denn die Neger oder die Eskimos? – Ich bin auch auf der Suche, bei der ich mich mal richtig “anti-rassistisch” auskotzen kann!

    Ein Begriff bekommt den Inhalt, den man bzw. die Gesellschaft ihm gibt. Wird man zum Tierverächter, wenn man etwas gelb Blühendes als Löwenzahn bezeichnet? Oder zum Nazi, weil man seinen Hasen als “Großen Belgier” bezeicnet? Zum Kirchenverächter, weil man sich einen Bernhardiner hält?
    Wer seine Arznei in der Mohren-Apotheke holt oder gerne einen Negerkuss odr Zigeunerschnitzel isst, ist offensichtlich durchaus weniger Rassist, als derjenige, der von Schwarzen, Coloured people odr sonstigem Abseitgem schwätzt und dabei an “Gesocks” denkt! Zwichenzeitlich dachte ich, dass Schwarzer eine Beleidigung sei, bis ich merkte, dass halten ja die wahren Versteher für angebracht!Und wer “Hunnenmörder” heißt, wie ich schon mal als Namen hörte, gehört gewiss nicht deswegen gleich weggesperrt!

    Ausgerechnet diejenigen, die schon lange ein gestörtes Verhältnis zur Realität, anderen Menschen und der Sprache haben, maßen sich an, das Denken anderer Menschen allein anhand überkommener Begriffe beurteilen zu können.

    Nicht die Verwendung von Bezeichnungen kennzeichnen einen Rassisten, sondern sein Verhalten gegenüber anderen Menschen – und da trifft man ganz schnell auf richtige Rassisten!

    Diese ganze dümmliche Wertegeschwätz mit gendern/schändern und hochsensiblen Wahrnehmungsstörungen berechtigt nur zu Anstaltsaufenthalten. Nicht die Worte entscheiden im Leben, sondern die Taten!

    1. Zu Ihrer Frage:
      Fuer die Farbigen in den USA sind Weisse Menschen “Cracker”.
      Konservative Farbige werden Oreos genannt, aussen schwarz und innen weiss.

      Seit fast 200Jahren heisst meine Herkunftsfamilie “Mohr”, und daran wird sich auch nichts aendern, egal was die Wokeidioten denken.
      Wir sind stolz auf unseren Familienahmen, und nein wir haben weder Kraushaar noch dunkle Hautfarbe.

  6. Wir waren letzte Woche noch bei Muttern eingeladen.
    Muttern ist eine ausgezeichnete Köchin.
    Es gab lecker weiches Zigeunerschnitzel mit süßsauerscharfen
    Zigeunersoße.
    Als Nachtisch gab es für jeden 2 Negerküsse mit Vanillie-Soße.
    Dann zum Kaffee wurde Mohrenkuchen mit Sahne serviert.

    Ein fach köstlich war es wieder.

    Muttern und wir können und wollen uns nicht an dem neumodischen und erzieherischen Dreck der Sprache und
    Begriffeorientieren !
    Niemals, ihr Sprachfaschisten könnt Euch das Neuidiotische
    ganz tief in den “Götz von Berlichingen” reinschieben.
    Na ja bornierter geht halt immer, insbesondere wenn es von dümmsten grünlichlinks Verblendeten kommt !

    Grünlichlinks passt nicht zu unserer Gesellschaft der Deutschen und die Kaste sollte schnellstens terminiert werden.

  7. Im iberischen Sprachraum bedeutet negro als Adjekiv nichts anderes als schwarz. Man kann sich schön vorstellen, wie sie auf ihren winzigen Caravellen sich zum erstenmal bis an die Küsten Afrikas trauten und ein aufgeregter Matrose in die Kapitänskajüte stürzt, um zu berichten, daß man an der Küste merkwürdige Menschen gesehen hätte. “Merkwürdig? Was meinen Sie?” Käpt´n, sie sind alle “negro”. Nicht die Bezeichnung als solche ist ausschlaggebend, sondern die Art und Weise, in der sie ausgesprochen wird, die Konnotation. Früher waren Krüppel einfach nur verkrüppelte Personen, dann wurde aus Ihnen Kriegsversehrte, danach waren sie Behinderte und was es heute ist, weiß ich nicht, aber womöglich “physiologisch Herausgeforderte” (Abk.: Füsifords?) oder ähnlicher Quatsch. Sogar der große Martin Luther King sprach auf seinen Reden von “…we negroes..”. Unsere verdummten Linken können das eben nicht auseinanderhalten. Sie verwechseln das Mißbrauchte mit dem Mißbraucher. Das Zigeunerschnitzel heißt ja nicht so, weil es so schlecht schmeckt, sondern ganz im Gegenteil, man will mit dem Namen des wohlschmeckenden Gerichts an diejenigen erinnern und die loben, die es erfunden haben. Oder heißen Frankfurter oder Nürnberger oder Wiener Würstel etwa so, weil man die Erfinder beleidigen will? Nein, genau das Gegenteil ist der Fall. Warum Linke da so intellektuell schwach verdrahtet sind, ist mir ein Rätsel.

  8. Es kann nur verwundern, dass noch ein “Bürgerlicher” diese Blatt liest. Der beste Weg ist immer noch der Kaufboykott, den leider noch zu wenig anwenden. “Links liegen lassen” ist im wahrsten Sinne des Wortes des beste Rezept gegen diese Art von Gesinungs-/Meinungspresse.