Der 3G-Terror kommt: Werden sich die Deutschen wieder erpressen lassen?

Digitaler Impfpass (Foto:Imago)

In Frankreich, Italien und Österreich ist die – mit der nächsten schicken Abkürzung „3G“ aus der Pandemie-Neusprech-Kiste belegte – Generalverdachtklausel bereits Wirklichkeit, nach der kerngesunde, beschwerdelose, freie Menschen bei jeder Gelegenheit ihre Ungefährlichkeit durch Impf-, Genesenen oder Testnachweis belegen müssen, wenn sie noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchten. In Deutschland geht es ab 27. August los – ab Inzidenz 35, die bald überall erreicht oder übertroffen ist (auch mithilfe der Impfdurchbrüche „Immunisierter“). Doch ein Blick auf unsere Nachbarländer zeigt: Der Schuss geht nach hinten los.

Denn anders als von den autoritären, virusparanoiden politischen Eliten erwartet, scheinen die Bürger keine Lust zu verspüren, sich taktisch erpressen zu lassen: Statt dem Druck nachzugeben und sich impfen zu lassen, zeigen mehr von ihnen als gedachte trotzige Selbstbehauptung: Sie verzichten reihenweise lieber auf ihre sozialen und freizeitlichen Aktivitäten, als sich die Spritze gegen ihren Willen einjagen zu lassen – und bleiben zuhause oder meiden ihre liebgewinnen Treffpunkte. Mit dramatischen Folgen für die betroffenen Gastronomen, Veranstalter und Dienstleister: In Italien etwa, wo der der „Greenpass“ seit 6. August gilt und ohne ihn seither keine Innenbereiche von Gastronomie-Betrieben nicht mehr betreten werden dürfen, ebensowenig wie Museen, Wellness-Zentren, Bäder, Konzerte und Sportveranstaltungen, sind vielerorts die Umsätze massiv eingebrochen; laut „The Guardian“ um 25 Prozent.

Und wie von Kritikern befürchtet kippt auch der soziale Frieden: Beleidigungen und Bedrohungen gegen Wirte, die den Vollzug der Einlasskontrollen verantworten müssen, sowie negativen Bewertungen auf „Tripadvisor“ schießen in Italien durch die Decke. Vor allem Familien mit Kindern bleiben den Lokalen fern. „Die neuen Regelungen fegen die Lokale leer“, so „Focus„. Effekt für die Impfkampagne hingegen: Bislang praktisch nicht messbar, die Impfrate stieg durch die Einführung der Maßnahmen nicht schneller an als zuvor.

Leergefegte Lokale statt Impf-Boom

Noch extremer ist die Reaktion in Frankreich. Dort waren in den letzten Wochen immer wütendere Proteste gegen die Gesundheitsapartheid auf den Straßen ausgetragen worden, die dort schon seit dem 9. Juli in Gestalt des „Pass Sanitaire“ (Gesundheitspass) gilt, mit vergleichbaren Regeln wie in Italien. Nach gewalttätigen Ausschreitungen will dort die Regierung die Einhaltung der 3G-Regeln nicht den Gastronomen und Firmen alleine überlassen, sondern schickt bewaffnete Polizeikräfte, die Café- und Restaurant-Besucher kontrollieren – unter Strafandrohungen von 135 Euro bei Erst- und bis zu 9.000 Euro für Folgeverstöße.

Das also hat die Corona-Mafia binnen gerade einmal 18 Monaten aus freien, unbeschwerten Gesellschaften gemacht: Wegen eines zur Pandemie inszenierten Virus von statistisch marginaler Gefährlichkeit wurden Überwachungsregimes etabliert, die nur noch labordiagnostisch bestätigte Geimpfte, Genesene oder getestete „Nichtinfizierte“ – und seien sie noch so fit – ein leidlich selbstbestimmtes Leben führen lässt. Der Ausschuss der Letzteren, der Getesteten, ist bereits so gut wie beschlossene Sache, dann gilt nur noch „2G“ – und irgendwann bleibt 1G stehen – „geimpft“. Für jeden. Und das, so oft wie es die Impfhersteller und ihre politischen Erfüllungsgehilfen für notwendig befinden – 3 mal, 5 mal, 10 Mal jährlich und fortan für immer.

Staatliches Schweigegeld für betroffene Branchen

Das System läuft wie geschmiert – und seine bestialische Eigendynamik kann nur durchbrochen werden, wenn sich die Menschen ihm verweigern. Franzosen und Italiener haben hier schon – zumindest verhalten – den Anfang gewagt. Auch in Deutschland müssten sich Zivilcourage und Souveränität autonomer Bürger bemerkbar machen, denen man eine „freie Impfentscheidung“ versprochen hat, für die sie nun diskriminiert und ausgegrenzt werden, weil sie anders als vom Impfregime erwartet ausfiel. Doch leider steht das Gegenteil zu befürchten – nach den Erfahrungen der letzten anderthalb Jahre, in denen sich dieses Volk einlullen, gehirnwaschen und trotz aller Widersprüche, Fehlalarme und falscher Versprechungen immer wieder gefügig machen ließ. Wenn das perverse Kalkül der politisch-pharmazeutischen Pandemielobby irgendwo in Europa aufgeht und sich Menschen durch klar verfassungswidrige Grundrechtseinschränkungen (auch wenn das Verfassungsgericht diese im Regierungssinne billigt) zur Spritze nötigen lassen, dann natürlich in Deutschland.

Falls aber wider Erwarten doch nicht: dann wären zwar auch bei uns zunächst Gastronomen und Dienstleister von Friseuren bis Fitnesststudios, die die Regeln gegenüber ihren Gästen in braver Willfährigkeit durchsetzen, die Leidtragenden. Denn nur die wenigsten von ihnen werden sich mit der Sache der „Impfgegner“ solidarisieren. Und jede Wette, dass der Staat sie für diese Treue auch diesmal wieder nicht im Stich lassen wird-  und ihnen die entstandenen Verluste durch abnorm übersetzte Hilfsleistungen überkompensiert, so wie es schon im letzten Lockdown war, als das Stillhalten dieser meinungs- und öffentlichkeitssensiblen Branchen (Stichwort: sozialer Verstärkereffekt von Stammkneipe und Stammtisch) mit als „Überbrückungshilfen“, „Digitalisierungs“- oder „Hygienemaßnahmenzuschüssen“ getarnten Schweigegeldern erkauft wurde und bis heute teilweise wird. Die geschah übrigens in einer Weise, die für viele Unternehmen die Corona-Krise zum Geschäft ihres Lebens werden ließ. Gut möglich, dass es da manch ein Unternehmer die Umsatzeinbrüche gar nicht abwarten kann – und hofft, dass wieder Vater Corona-Staat einspringt. (DM)