Freitag, 21. Juni 2024
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Die Geschichte von einem, der einzog, das Fürchten zu lehren

Die Geschichte von einem, der einzog, das Fürchten zu lehren

Bei Passau: Die Bundespolizei ließ Martin Sellner für seinen subversiven Kaffeehauskurztrip passieren (Screenshot:Twitter)

Seid willkommen, Millionen!” hatten die Mächtigen schon vor Jahren beschlossen. Und dann kamen sie. Zuerst als Kriegsflüchtlinge. Dann als Schutzsuchende. Dann als einfache Migranten. Dann als potentielle Fachkräfte. Darunter nicht selten Terroristen, Frauenverächter, Antisemiten, Multi-Identitäre. Eine bunte Völkerschar. Alle wurden ausgiebig mit Teddys und Integrationsangeboten beworfen. Ob sie wollten oder nicht. Viele wollten nicht. Aber auch sie erhielten Wasser und Brot und ein Dach über dem Kopf.

Dann aber begab es sich nach vielen Jahren, dass einer Einlass begehrte, der das Fass des Willkommens zum Überlaufen brachte: Ein Österreicher. Nassforsch hatte der sein Kommen nicht wie üblich verschwiegen, sondern angekündigt. Dabei fehlte ihm so gut wie alles, was all die anderen beherbergten und bewirteten Gäste auszeichnete: Er war Europäer, hatte einen Pass, eine Biographie, eine abgeschlossene Ausbildung, gute Manieren, keinerlei Vorstrafen und sprach Deutsch. So eine Art Deutsch jedenfalls. Allerdings eilte ihm ein furchterregender Ruf voraus. Man raunte im Land, es handele sich um einen Regierungskritiker. Einen profunden dazu. Nun konnte man im Land bisher alles sein, Vergewaltiger, Gleisschubser, Drogenhändler, Sozialbetrüger… aber Regierungskritiker mit Nationshintergrund? Das ging einfach zu weit.

Staatsfeind Nr. 1

Kuchen wollte der Unsagbare, dessen Name allenfalls geflüstert wurde, nach der Einreise essen. Einen Kaffee wollte er trinken. Nein, nicht – wie überall inzwischen üblich – einen nachhaltigen Grünen Tee, sondern einen schlichten, kackebraunen, unfair gehandelten Kaffee. Im Café Greindl zu Passau. Auch das war bereits in aller Munde. Das war natürlich nur ein Vorwand, denn was der alpine Voldemort ins Auenland einzuschleusen beabsichtigte, hatte er natürlich längst fix und fertig unter seinem verräterischen Scheitel verborgen: Massenvertreibungspläne, Blutgruppentests, Güterwaggons. Mit denen sollten Ärzte, Fußballspieler, Fernsehköche, Lieblingsnachbarn mit falscher Herkunft in Nacht und Nebelaktionen außer Landes gebracht werden. Und zwar, so wurde gemunkelt, weil sie der niederträchtige Österreicher einfach nicht mögen mochte. Das erschien den Bevölkernden im Siedlungsgebiet logisch. Daher hatte in der Hauptstadt die alles regulierende Ampel ohne Gelbphase von Grün auf Rot umgeschaltet.

Waren Rechteentzug, Mietvertragskündigung, Kontosperre für den avisierten Unhold nicht genug, musste das ultimative Ende der bisher geltenden Geduld folgen: Eine Einreisesperre wurde verhängt. Für das Land des vollkommenen Willkommens! Und wer sich hinfort immer noch nach dem Staatsfeind Nr. 1 zu erkundigen wünschte, bekam nun eine sofortige Strafandrohung vors Angesicht gehalten: Hier, Bürger, verläuft die Grenze des Denkbaren. Dahinter ist nur einer zuständig. Das Wahrheitsministerium! Wo wäre man hingekommen, wenn unerwünschte Personen dieselbe Freizügigkeit genössen wie… äh, sagen wir, der weithin bekannte Weihnachtsmarktbesucher Anis Amri oder auch all die anderen normalen Illegalen?

Einmarsch des Bösen

Wie sehr der geplante Einmarsch des Bösen das Land erschütterte, zeigte sich zuerst beim arglosen Cafébetreiber Greindl. Schon standen die progressiven Bürgerwehren vor seiner Haustür und forderten die Herausgabe des Kollaborateurs. Der Arme wusste gar nicht, wie ihm geschah. Schlotternd kam er aus seinem Traditionshaus, fiel vor den Wildentschlossenen auf die Knie und beschwor seine Unschuld, in Tränen aufgelöst (nomen est omen), und auf dass es ein Gotterbarmen hatte: „O Ihr Bürger des Guten! Haltet ein!“ rief er, „Wisset, bei mir ist alles bunt. Meine Waren sind bunt, meine Torten sind bunt. Ich bin bunt. Ich distanziere mich, ich schließe…ich erschieße…was immer ihr auch wünscht. Noch nie hat je ein Österreicher einen Fuß über meine Schwelle gesetzt! Dafür ist mein Kaffee viel zu schlecht. Alle im Ort könnt Ihr fragen! Und nie hatte ich die Absicht einen Kuchen zu servieren. Nie!! Ich liebe.. ich liebe doch… alle Menschen!“ Sein Flehen hallte quer durch Stadt und Land, auf dass es wirklich jeder hörte. Da ward ihm verziehen, die vermutete Kontaktschuld vergeben.

Derweil aber fieberten auf dunklen Wegen vorinformierte Horden der Ankunft des Bösen entgegen. Und schließlich war es so weit: Allerlei Gesindel fand sich ein und harrte der Dinge, die da kommen würden. Alle waren sie da. Die Gaffer. Die begrüßungswilligen Unterwanderer mit Begrüßungsplüschtieren. Die omnitoleranten Pushbacker mit den Nazikeulen. Lediglich die zur Vertreibung Vorgesehenen schienen sich nicht weiter zu interessieren. Nennenswerte bewaffnete Kräfte waren auch nicht da, denn es gab schon lange keine Munition mehr im Land. Einem Häufchen entsandter Grenzbeamter blieb es vorbehalten, das sich nähernde Gefährt samt dem Führer zu untersuchen, die bewährte Gefährderansprache vorzunehmen und den Eindringling gegebenenfalls in Ketten zu legen.

Rassenhygiene und geputzte Goldzähne

Dann war er da und musste aussteigen. Ein Beweis der Niedertracht ward alsbald gefunden: Eine Zahnbürste! Soviel war klar, spätestens seit Karl Lauterbach Minister für Volksgesundheit war, stellte ein solcher Gegenstand ein hinreichendes Verdachtsmoment für fehlende Integrationsabsichten dar. Allein, was hatte der als gesichert illegal eingetragene Dunkeleuropäer damit vor? Rassenhygiene? Geputzte Goldzähne? Die Botschaften ins Lagezentrum in Berlin und von daher zurück überschlugen sich. Hektik brach aus. Würde das arglistig verschwiegene Utensil für eine mehrjährige Untersuchungshaft reichen? Und wer sollte vor Ort den abschließenden Bericht schreiben? Schließlich war es schon spät, und die Polizeigewerkschaft hatte ihre Überstunden nach Einführung der 35-Stunden-Woche schon mehrfach kritisiert.

Nachdem einige Zeit vergangen war, wurde klar: Der vom Reichssekretär für Regierungssicherheit erarbeitete Vertreibungsplan war weit weniger durchdacht als einer aus der Feder des Delinquenten. Die Depesche mit dem Einreiseverbot war schon im Einzug des Bundesfaxgeräts hängengeblieben und hatte die Exekutive an der noch eilends eingerichteten Landesgrenze mit dem quergelegten Maibaum nicht mehr rechtzeitig erreicht. Es war einfach wie verhext. Nicht nur Autobahnen, Brücken, Trassen, sondern auch die deutschländigen Dienstwege hatten sich als unzuverlässig erwiesen. Selbst die vielgelobte hochgerüstete Bürokratie lag in Trümmern. Es kam nun, wie es kommen musste: Unverrichteter Dinge und schweren Herzens musste man den Kuchensuchenden ins Landesinnere hineinlassen. Dessen letztes, dämonisches „Danke Scholz!“ hallte noch lange nach. Bis in die hintersten Winkel wurde klar: Der Kanzler ist nackt! Und der Feind hatte gewonnen.

11 Responses

  1. Hat auch jeder verstanden warum die Junta nur getönt, aber kein Einreiseverbot erlassen hat? Wäre es erlassen worden, dann wäre dagegen geklagt worden, von Sellner und dann hätte die Buntejunta seine “Gefährlichkeit” anhand des “Geheimtreffens” belegen müssen. Also die illegale Tätigkeit der BRD-Stasi auf den Tisch, nur um dann aufzuzeigen, daß Sellner bei dem Treffen über sein 2 Jahre altes Buch sprach. Wenn das aber seit 2 Jahre überall gekauft werden kann und es keinerlei Anstalten gibt es jetzt dann noch zu verbieten, dann kann ein Vortrag über den Inhalt dieses Buches weder kriminell, noch geheim und schon gar kein Vorwand für eine “Gefährlichkeit = Einreiseverbot” abgeben.

    ………………..

    Und weil wir gerade bei “Geheimtreffen” sind. Die Abschaummedien (GEZ) erzählen heute “AfD-Beteiligung am Geheimtreffen größer, als bisher angenommen” (kein wörtliches Zitat, aber so in die Richtung ging das). Wahrscheinlich hat ein Teilnehmer einen Kugelschreiber mit entsprechendem Aufdruck vor Ort vergessen. Oder es wurden 10.000 Mitgliederausweise dort nachträglich gefunden, was ja wohl “beweist”, daß viel mehr Parteimitglieder dort waren (siehe 9/11 und “Paß in den Trümmern” oder NSU und die wundersame Vermehrung der “Beweismittel”).

    32
    1. Das relotiierte Geheimtreffen ist ein totgerittenes Pferd. Aber genau aus diesem Grund bin ich mir sicher, daß bald noch viel gefährlichere Inszenierungen kommen werden. Stichwort “Celler Loch”.

  2. Es wäre angebracht, nochmals ein Geheimtreffen zu organisieren; der BILD, verdeckt mit Denunzianten-Nancy-Eingangsstempel versehen, eine Kopie zu faxen, damit eine neuerlich empörte Menge Wehrhafter sich auf den Weg machen kann, diese beste Demokratie eva zu verteidigen.

  3. Kein Wunder, dass Buntland rotiert. Schon wieder so ein rechter Österreicher. Sein Vorgänger macht uns auch heute noch Scherereien, und das nicht zu knapp.

  4. Geheimtreffen im Cafe Greindl. Thema: Wer schützt die Deportierungsschiffe durch das Tor der Tränen am Ausgang des Roten Meeres. Oder müssen wir ein Geheimtreffen mit den Huthis zwecks widerstandsloser Durchfahrt arrangieren? Fragen eines lesenden Arbeiters.
    Ichkannimehr…..

  5. Gegenwelle: Abmahnung gegen Correctiv wegen Falschbehauptungen

    Jetzt rollt die Gegenwelle. Denn es gibt gefährliche Falschbehauptungen im Skandal-Artikel von Correctiv. Beteiligte wehren sich juristisch. Dr. Vosgerau schreibt: »Correctiv lügt. Immer und immer wieder! Und allmählich beginnt es sich herumszusprechen.«
    Foto: Pixabay
    Veröffentlicht: 31.01.2024 – 09:50 Uhr
    von Redaktion (an)
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    [Siehe hierzu Bericht bei »Tichys Einblick« HIER]

    [Siehe hierzu auch Kommentar-Video auf YouTube HIER]

    Im Fall des im Relotius-Stil suggestiv formulierten Correctiv-Artikels zu dem angeblichen »Geheimtreffen« in Potsdam, das kein »Geheimtreffen« war und auf dem auch keine »Geheimpläne« besprochen wurden, gibt es nun eine Wende.

    Zum einen scheint das vorgebliche »Recherche-Netzwerk« Correctiv Details auf der eigenen Webseite zu verändern. So ist dort plötzlich nicht mehr von »Deportationen« die Rede, ein Wort, das für viel Aufregung gesorgt hatte, obwohl es überhaupt nicht gefallen ist. Später rudert Correcitv zurück und behauptet, das Wort nie benutzt zu haben.

    Alice Weidel kommentierte hierzu auf X/Twitter: »Das Wort “#Deportationen” wollen die Chefin @antennedowideit und #Correctiv nie genutzt haben. Tatsache ist nicht nur, dass das gelogen ist und alle Medien diese Verleumdungen aufgegriffen haben – sondern auch, dass Correctiv nun die schleimige Lügenspur zu verwischen versucht.«

    Einer der Anwesenden, der Staatsrechtler Dr. Ulrich Vosgerau (CDU), geht nun mit Hilfe der Anwaltskanzlei Höcker juristisch gegen Correctiv vor.

    In einer Abmahnung wird Correctiv auffordert, Behauptungen gegen Herrn Vosgerau im Zusammenhang mit seiner Teilnahme an dem privaten Treffen im »Landhaus Adlon« am 25. November 2023 zu unterlassen, berichtet »Tichys Einblick«. Dr. Ulrich Vosgerauf hatte bei dem Treffen einen Vortrag über technisch-juristische Probleme der Briefwahl gehalten. Sein Vortrag sei auch von Correctiv falsch dargestellt worden.

    Die Behauptung von Correctiv im reißerischen Artikel »Geheimplan gegen Deutschland«, bei dem Treffen habe sich um ein »geheimes Strategietreffen« von Rechtsextremen mit AfD-Politikern mit dem Ziel gehandelt, einen »Plan« zur millionenfachen Ausweisung von Migranten aus Deutschland zu besprechen, sei eine Falschbehauptung.

  6. .
    Mit kackbraunen Eierlöffeln
    hat mal Karasek sein ‘Magazin’-Roman anheben lassen.

    Das fand ich so eklig,
    daß es mir noch immer gelegentlich durch den Kopf
    geistert.
    .

  7. Läuft doch, die große Transformation ins Nirgendwo und der deutsche Michel rasst mit Vollgas voll hinein.
    Es ist erstaunlich, wie viele Dummbeutel sich in Deutschland tummeln und an den rosa Elefanten glauben.
    Es scheint extrem leicht zu sein die dumpfe Masse zu beeinflussen und mit Lügenpropaganda vollzustopfen.
    Der Dummdeutsche frisst alles!

    1. Man muß es immer und immer wieder wiederholen:
      Das ist kraut.Napoleon : “Die Deutschen sind das gutgläubigste (Anmerkung Übersetzer :dämlichste) Volk,sie glauben jede Lüge ,ist sie auch noch so grob gestrickt.Gibt man ihnen eine Parole verfolgen sie ihre eigenen Volksgenossen schlimmer als ihre ärgsten Feinde .”

  8. @ junge
    Nicht zu vergessen, der Personalausweis von Putin, der neben der gesprengten North Stream2 Pipeline gefunden worden ist😀