Die größte Gefahr, der Staat?

Polizei vor deutschem Bundestag (Symbolbild:dtsNachrichtenagentur)

El mayor peligro, el Estado” – Die größte Gefahr, der Staat – gehört zu den bekanntesten Zitaten aus dem Buch „Der Aufstand der Massen“ des spanischen Philosophen und Publizisten José Ortega y Gasset (1883-1955). Ich versehe diesen Ausspruch hier mit einem Fragezeichen, denn meiner Meinung nach ist das größte Problem, das sich heute der politischen Opposition in Deutschland stellt, ihr Verhältnis zum Staat.

Der anschwellende Systemprotest unserer Tage speist sich aus einer gesellschaftlichen Mitte, die den Staat zunehmend als feindliche Macht erlebt. Es sind Selbständige, Angestellte und Facharbeiter, die auf die Straßen gehen. Allein dies widerlegt die Annahme, hier würde hauptsächlich aufgrund extremistischer Ideologien von rechts oder auch von links demonstriert. Die Protestierenden sind diejenigen, welche den Staat bis jetzt hauptsächlich getragen haben, vor allem, indem sie ihn mittels Steuern und Abgaben finanzieren. Diese bis jetzt staatstragende Haltung wandelt sich nun in das Bewusstsein, vom Staat ausgebeutet zu werden. Inflation und die – aufgrund der Russland-Sanktionen und des Klimaschutzes politisch gewollte – dramatische Steigerung der Energiepreise lassen die ohnehin schon hohen Zahlungen, welche diese Gruppe an den Staat leistet, jetzt als unerträglich erscheinen.

Satter Feudalismus von Staatsbediensteten

Dem gegenüber steht nicht nur ein satter Feudalismus von Staatsbediensteten unterschiedlicher Art, der im Finanzgebaren des – durch allgemeine Zwangsgebühren finanzierten – öffentlich-rechtlichen Rundfunks geradezu ein Symbol findet. Auch die Empfänger von Arbeitslosengeld II und Grundsicherung, ab dem nächsten Jahr mit einer deutlichen Erhöhung der Bezüge in „Bürgergeld“ umbenannt, nehmen in den Augen vieler Protestierender den Charakter moderner Feudalisten an. Bei den „Hartzern“ zahlt nämlich bis jetzt der Staat automatisch die steigenden Energiekosten, die viele Normalverdiener heute schon überfordern. Dazu steht das „Bürgergeld“ in der Praxis jedem zur Verfügung, der mit dem Stichwort „Asyl“ auf den Lippen die deutsche Staatsgrenze überschreitet, und dies dürften im Jahr 2022 weit über eine Million Menschen sein, die sich zu der bereits nach Millionen zählenden Massenzuwanderung seit dem Jahr 2015 addieren.

Zu diesen materiellen Schieflagen kommt noch das gerade bei Bürgerlich-Konservativen vorherrschende Bild eines übergriffigen Staates hinzu, der in den letzten Jahren massiv in Freiheitsrechte eingegriffen hat. Die Corona-Maßnahmen enden nicht, sondern werden in einem deutschen Sonderweg in weiten Teilen zur neuen Normalität der Bundesrepublik erklärt. Dazu kommen massive Einschränkungen von Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und – angesichts der Corona-Impfungen – Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Diese Protesthaltung mit dem Vorwurf einer „Delegitimierung des Staates“ zum für den Verfassungsschutz relevanten Vergehen zu erklären, ist unfair, wenn nicht schon bösartig.

Gewährleistung geordneter Lebensverhältnisse als Hauptzweck der Staatlichkeit

In einer Demokratie muss sich die Staatsmacht das Vertrauen der Bürger immer wieder von neuem verdienen. Es kann nicht als eine Bürgerpflicht betrachtet werden, auf welche die Herrschenden einen voraussetzungsfreien Anspruch besitzen. Man könnte sogar sagen, dass sich der bundesdeutsche Staat in den letzten Jahren selbst delegitimiert hat. Die Grundrechtseinschränkungen mit der fragwürdigen Begründung einer „äußersten Gefahrenlage“ durch die Corona-Pandemie sind mancherorts dafür zum Anlass genommen worden, sich im Protest dagegen auf das Recht zum Widerstand gegen Versuche einer Beseitigung der freiheitlich-demokratischen Staatsordnung (Art. 20, Abs. 4 Grundgesetz) zu berufen. Auf einer noch elementareren Ebene kann man den Vorwurf erheben, dass in diesen Tagen der deutsche Staat nicht mehr dem Hauptzweck jedweder Staatlichkeit dient, nämlich der Herstellung und Wahrung geordneter Lebensverhältnisse. Auch an dieser Stelle hätte der Bürger durchaus das Recht, ein Treueverhältnis aufzukündigen, aus welchem die Staatsmacht als erste ausgestiegen ist.

Trotzdem steckt in dem Vorwurf, dass die Proteste den Staat „delegitimieren“ würden, auch eine gewisse Wahrheit. Die Protestierenden vertreten nämlich vielfach eine libertäre Haltung, die sich am liebsten eine vollkommene Freiheit des einzelnen ganz ohne Staat wünschen würde. Solche Standpunkte werden heute überraschenderweise in Kreisen vertreten, die allgemein noch weiter rechts als die AfD verortet werden. Hier führt dieses Denken zu einem unauflösbaren Widerspruch zur eigenen Ideologie: Wenn es nur noch Individuen mit widerstreitenden Einzelinteressen und nichts Gemeinsames mehr gibt, dann ist es schwer, dem Begriff „Volk“ überhaupt noch einen Sinn beizumessen. Die Rechten landen dann auf paradoxe Weise genau bei dem übertriebenen Liberalismus unserer Zeit, den sie eigentlich – und das durchaus zu Recht – vehement kritisieren. Im Wortsinne staatsfeindliche Haltungen führen also, wenn sie von rechts her kommen, das eigene politische Denken vollkommen in die Irre.

Eine neue Sklavenkaste

Eine linke Systemkritik hat es an dieser Stelle scheinbar einfacher. Ein Linker wird davon ausgehen, dass sich fast jedes Problem lösen lässt, indem eine Umverteilung von „reich“ zu „arm“ Gerechtigkeit und somit auch Zufriedenheit erzeugt. Es ist ja auch keineswegs falsch zu fordern, dass der Staat in der heutigen Situation für einen Ausgleich der durch Inflation und Energieknappheit verursachten Mehrkosten sorgen müsste. Das Problem dabei ist, dass auf diese Weise gerade der falsche „Milliardärssozialismus“ (Oswald Spengler) und der Great Reset ihren Zielen ein großes Stück näher gebracht werden: Eine vollkommen von Transferzahlungen einer kleinen Oberschicht abhängige Masse, die auf diese Weise erst de facto, später vielleicht auch de jure zu einer neuen Sklavenkaste wird. Selbst wenn man dies (noch) für Zukunftsmusik hält, gibt es einen weiteren, sehr handfesten Grund, warum linke Vorstellungen von einer weiteren massiven Umverteilung durch den Staat die gegenwärtige Krise nicht lösen können.

Eine wesentliche Ursache für die heutigen Probleme ist der stetig zunehmende Wertverlust des Geldes, der durch massive Einspritzungen nicht wertgedeckten Zentralbankgeldes in den Wirtschaftskreislauf entsteht. Einerseits sind die Staaten von dieser „Gelddruckerei“ abhängig geworden wie ein Süchtiger. Andererseits nimmt ihnen diese Politik die Möglichkeit, soziale Probleme immer weiter mit Geld zuzuschmieren, denn wenn das Geld wertlos geworden ist, nützt dies niemandem mehr. Wir müssen also feststellen, dass sowohl „rechte“ Staatsablehnung als auch „linke“ Staatsgläubigkeit gleichermaßen zu nicht auflösbaren Widersprüchen führen und somit auch keine geeigneten Rezepte gegen die gegenwärtige Krise sein können. Eine geeignete Strategie der Opposition muss bei diesem Thema einen Mittelweg finden. Dieser besteht meiner Meinung nach darin, beide Ansätze zu berücksichtigen, aber mit unterschiedlichen Zeithorizonten.

Ambivalenz der staatlichen Bedeutung

Zunächst einmal wäre es völlig sinnlos und sogar unmenschlich, wenn man Menschen, deren nackte wirtschaftliche Existenz angesichts von Inflation und Energiekrise infrage steht, mit der Vorstellung begegnet, dass es ihnen sofort besser ginge, wenn sich nur der Staat aus der Wirtschaft zurückzöge. Man kann zwar mit Recht darauf verweisen, dass der Staat maßgeblich an der gegenwärtigen Misere schuld ist und dabei dem sprichwörtlichen Bock gleicht, der keinen neuen Garten anlegt, nachdem er den alten verwüstet hat. Dennoch geht es in der unmittelbaren Gegenwart nicht ohne massive staatliche Hilfe für Arbeitslose, Rentner, Geringverdiener und auch für kleine und mittlere Unternehmen. Alles andere würde Not und Elend in einem Maße hervorrufen, das eines Staates wie Deutschland unwürdig ist. Genauso ist es richtig, wenn Arbeitnehmer jetzt einen Inflationsausgleich für ihre Löhne und Gehälter fordern.

Wer hier widerspricht, sitzt meiner Meinung nach Legenden auf, die seit Beginn des wirtschaftsliberalen Zeitalters viel Schaden angerichtet haben: Einer falsch verstandenen Verantwortlichkeit von abhängig Beschäftigten für das Wohl ihrer Unternehmen und vor allem einem destruktiven Klassenkampf zwischen Einzahlern in die Sozialsysteme und Transferempfängern, der die wirklichen Globalisierungsgewinner mit ihren Milliardeneinkommen und –vermögen außen vor lässt. Man sieht am Beispiel Frankreichs, dass mit den Krisenfolgen sehr viel sozialer umgegangen werden kann, wo es noch starke Gewerkschaften und darüber hinaus eine starke linkspopulistische Partei (La France insoumise mit Jean-Luc Mélenchon an der Spitze) gibt.

Destruktive Strategien

Dieser eher linke Ansatz darf aber nicht in der Weise überzogen werden, dass man in die völlig destruktive Strategie eines Robert Habeck verfällt, möglichst die ganze Wirtschaft zombifizieren zu wollen, um sie dann im Sinne des Great Reset umzubauen. Das funktioniert allein aus dem Grunde nicht, dass die Inflation zunehmend das Geld wertlos macht, das in Rettungsmaßnahmen investiert wird. Man muss nach einer unbedingt notwendigen Soforthilfe sehr schnell die grundsätzlichen Probleme angehen, die über Jahrzehnte hinweg in die heutige Krise geführt haben: Das einzige probate Mittel gegen die Inflation wäre es, entweder das Euro-System endlich auf eine tragfähige Grundlage zu stellen oder es sogar abzuschaffen, wenn sich solche Reformen als nicht ausführbar erweisen. An der Energiekrise sind weniger Wladimir Putin und die Russland-Sanktionen schuld, sondern vor allem die von Anfang an verfehlte „Energiewende“. Eine schnellstmögliche Reaktivierung von Kohle- und Kernkraftwerken könnte einen kalten und dunklen Winter noch vermeiden, ohne dass man um den Preis einer militärischen und politischen Kapitulation in der Ukraine auf russisches Gas zurückgreifen müsste. Diese Option besteht nach der Pipeline-Sabotage in der Ostsee ohnehin auf absehbare Zeit nicht mehr.

Die schrankenlose Massenzuwanderung in unseren Sozialstaat muss schnellstmöglich gestoppt werden, weil sie zum Kollaps unseres Sozialsystems führt, das ohnehin schon im tiefroten Bereich arbeitet. Der Staat muss sinnlose Geldverschwendung beenden, die nur moderne Feudalisten wie GEZ-Medien und NGOs mästet. Schließlich müssen jahrzehntelange Fehlentwicklungen im Gefolge der Globalisierung endlich korrigiert werden: Es ist eine Illusion aus vergangenen, guten Zeiten, dass „der Weltmarkt“ eine unendliche Warenfülle zu niedrigen Preisen erzeugt. Versorgungssicherheit kann nur dadurch erreicht werden, dass alles, was im Inland produziert werden kann, auch dort hergestellt wird. Darüber hinaus zeigt sich überdeutlich, dass ein hoher Bedarf an Arbeitskräften besteht, die ganz einfach an ihren Arbeitsplätzen notwendige Aufgaben erfüllen.

Garant innerer und äußerer Sicherheit?

Genau dies ist in einer fast fünfzigjährigen Geschichte von Arbeitslosigkeit, Personalabbau und schwierigen bis unmöglichen Berufseinstiegen für junge Menschen fast schon in Vergessenheit geraten. Wenn man dies alles tut, erfüllt sich der anfangs diskutierte rechtsliberale Ansatz quasi von selbst, ohne dass dies mit unzumutbaren sozialen Verwerfungen einherginge. Der Staat bräuchte viel weniger Geld umzuverteilen, weil die Menschen im Normalfall von ihren Arbeitseinkommen leben könnten. Es gäbe wieder wirtschaftliche Freiheit und finanzielle Spielräume für Investitionen sowohl von Privathaushalten als auch von Unternehmen, die reale Güter anstelle von reinen Kapitalgewinnen produzieren.

So wichtig Wirtschaft und Finanzen auch sind, der Staat existiert nicht allein um ihretwillen. Mindestens genauso wichtig sind innere und äußere Sicherheit, die es nur auf der Grundlage geben kann, dass das Staatsvolk das Bewusstsein einer starken Gemeinsamkeit besitzt. Auch hier hat der reale bundesdeutsche Staat in den vergangenen Jahren, gleich dem erwähnten Bock im Garten, sehr viel Schaden angerichtet: Die Bundeswehr wäre kaum noch dazu in der Lage einem russischen Angriff auf Deutschland zu widerstehen. Polizei und Justiz haben de facto längst vor politischer und krimineller Gewalt aus unterschiedlichen Lagern kapituliert, insbesondere vor einem Islamismus, der nur noch mit Sonderrechten für Moslems und politischer Verfolgung von Islamkritikern einigermaßen ruhig gehalten werden kann.

Verhängnisvolles Einreißen letzter Mauern

Trotzdem gilt auch hier: In der bevorstehenden Krise geht es nicht ohne Staat und vor allem nicht ohne die Bereitschaft, politischer Führung zu folgen. Wer als Oppositioneller tatsächlich jener vom Verfassungsschutz behaupteten Strategie einer möglichst vollständigen „Delegitimierung des Staates“ folgt, reißt unter Umständen letzte Mauern ein, die uns in der Krise vor dem größten Unglück bewahren könnten. Wenn es dem Staat nicht gelingen sollte, die Notwendigkeit von Solidarität überzeugend zu vermitteln, wird am Ende der gegenwärtigen Ereignisse keine demokratische Revolution stehen, sondern nur ein destruktiver Kampf aller gegen alle in einer ohnehin schon fragmentierten Gesellschaft. Dies kann man nicht guten Gewissens wollen.

Die „größte Gefahr“ im Sinne von José Ortega y Gasset besteht also nicht im Staat an sich, sondern in einem falschen Verhältnis zu ihm. Dieses tritt vor allem dort in Erscheinung, wo ein Populismus im negativen Wortsinne herrscht, der zwar alles vom Staat fordert und erwartet, aber gleichzeitig nicht willens ist, diesem Staat auch etwas zu geben. Unter normalen Verhältnissen wird solch eine Haltung, die ja auch Bestandteil der menschlichen Natur ist, durch einen institutionellen politischen Prozess abgeschliffen, in dessen Verlauf das Wünschbare wieder auf das Mögliche zurückgeführt wird. Wer jemals praktische Politik betrieben hat, wird dies bestätigen. Angesichts der Krise, die uns höchstwahrscheinlich bevorsteht, ist es aber notwendig, diese einfache Erkenntnis von neuem auszusprechen und zu verinnerlichen.

BITTE BEACHTEN: Klarstellung der Redaktion zu Leserkommentaren

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann freuen wir uns, wenn Sie unsere Arbeit mit einer Zuwendung unterstützen.

13 Kommentare

  1. ZITAT: „Die Protestierenden vertreten nämlich vielfach eine libertäre Haltung, die sich am liebsten eine vollkommene Freiheit des einzelnen ganz ohne Staat wünschen würde.“

    Ach was. Das ist überwiegend eine totale Rückzugsreaktion auf einen total übergriffigen Staat.

  2. Wer duldet, das ihm wird diktiert,
    ist frustriert und hat schon verloren.
    Dilettanten brauchen den Druck
    von unten !
    Also, Bewegung an der frischen Luft
    in Massen !

    3
    1
  3. Der Staat als größte Gefahr?
    Ich habe ihn nie anders erlebt, zwei ganze (lange) Schubladen voll mit Schriftstücken und Dokumenten können belegen das dies nicht nur so eine Behauptung von mir ist.
    In Deutschland gibt es keine echte Freiheit, das war auch vor Corona schon so, Beitragsplichten, Vorschriften, Verbote, Bedingungen, Pflichten, Gebühren, Zahlungen, Beschlüsse…
    Dieser Staat hat mich begrenzt, bedroht, erpresst, bestohlen, meine Entwicklung verhindert, klein gehalten, verurteilt, immer wieder im Stich gelassen, aber stets fleißig bei mir abkassiert.
    Wenn Deutschland fällt werde ich Tränen der Freude vergießen, ohne ihn kann nicht schlimmer sein als mit ihm, ganz im Gegenteil, es wäre endlich der Weg frei und alle Türen offen.
    Warum ich nie wo anders hin bin, weil er mich finanziell immer klein gehalten hat und ich es mir einfach nicht leisten konnte!
    Was wäre gegangen – die Corona-Hardcore Länder Österreich und vor Ewigkeiten mal Australien – wo willst du noch hin, diese kranken Irren sind überall!

  4. ZITAT: „Ein Linker wird davon ausgehen, dass sich fast jedes Problem lösen lässt, indem eine Umverteilung von „reich“ zu „arm“ Gerechtigkeit und somit auch Zufriedenheit erzeugt.“

    Linke sind Idioten, die nur neue Probleme schaffen und noch nie irgendein Problem wirklich gelöst haben.

    ZITAT: „Man kann zwar mit Recht darauf verweisen, dass der Staat maßgeblich an der gegenwärtigen Misere schuld ist und dabei dem sprichwörtlichen Bock gleicht, der keinen neuen Garten anlegt, nachdem er den alten verwüstet hat.“

    Das Problem ist weniger der Staat sondern vielmehr die Tatsache, dass der Staat von üblen Elementen gekapert wurde. Das ist wie mit der Polizeiwaffe. Wenn ein Verbrecher diese Waffe kapert/an sich bringt und jemand damit erschießt, dann ist nicht die Waffe das Problem sondern das üble Element, das die Waffe gekapert hat.

    ZITAT: „Diese Option besteht nach der Pipeline-Sabotage in der Ostsee ohnehin auf absehbare Zeit nicht mehr.“

    Netter Versuch. Die Option besteht wohl doch noch. Das Sprengkommando hat vermutlich einen Fehler gemacht und dieselbe Röhre zweimal gesprengt statt beide Röhren je einmal.

    ZITAT: „Versorgungssicherheit kann nur dadurch erreicht werden, dass alles, was im Inland produziert werden kann, auch dort hergestellt wird.“

    Dahinter steckt aber auch eine Illusion. Die Illusion, dass sich die Mehrheit der Leute diese Artikel bei den dann herrschenden Preisen und Löhnen auch leisten kann. Viele werden sich dann vieles nicht leisten können und es entsteht wieder mehr eine Do-it-yourself-Gesellschaft.

  5. Sind nicht an all diesen Vorgängen die immer als „mündig“ dargestellten Bürger selbst schuld? Solange Bürger auf die ihr im GG genannten Rechte verzichten, darf man sich nicht wundern, wenn andere die nicht in Anspruch genommen Rechte gegen diese Bürger vereinnahmen. Abgeordnete sollen die Interessen der Bürger vertreten, sie sind ja angeblich nur ihrem Gewissen verantwortlich. Wie lange lassen wir uns schon den sogenannten Fraktionszwang, der ja eigentlich gesetzeswidrig ist, schon gefallen? Wir haben noch nicht einmal die Möglichkeit, Politiker die auf Parteilisten stehen, abzuwählen.
    Menschen rennen wieder vermehrt freiwillig mit Masken durch die Gegend.
    Arbeitnehmer werden ja gezwungen, in die Sozialversicherungen einzubezahlen, haben also auch einen Anspruch auf Leistungen. Auch hier wird der Zwangsbeitragszahler betrogen, wenn er nach 30 Jahren arbeitslos wird, bekommt er ja nur um ein Jahr Versicherungsleistungen. Die dann erfolgende staatliche Alimentierung ist also einem Versicherungsbetrug, begangen durch die Volksvertreter geschuldet.
    Europaweit haben Deutsche die niedrigsten Renten. Auch hier wurden Milliarden für versicherungsfremde Leistungen den Zahlern gestohlen.
    Es ist ja ein schöner Artikel, wenn ich mir aber die Wahlumfragen für Niedersachsen ansehe, frage ich mich, ob die Masse noch immer ihren Untergang, der dieses Mal aber irreversibel sein wird, herbeisehnt?
    Wir haben für alle Armen dieser Welt Geld, um deren Not zu lindern, dabei wird die der eigenen Bevölkerung aber immer größer.
    Eine Strafe für die verursachenden Politiker und Parteien findet aber bisher nicht statt.
    Hat eine Bevölkerung, die ohne großen Aufschrei, die Nichteinhaltung von Maßnahmen, die uns Politiker verordnen, selbst aber eben nicht befolgen, toleriert, nicht genau die jetzigen Verhältnisse verdient?

  6. „Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: Ich, der Staat, bin das Volk.“ (F. Nietzsche, Also sprach Zarathustra, Erster Teil, Vom neuen Götzen)

  7. Man kann diese Aussage differenzieren, aber es muss nicht sein. Denn egal, ob Abgeordnete, Minister, Kanzler oder Kanzlette, Behörden, Justiz, sie alle sind quasi der Staat, zumindest wenn man sich ihr dummes, dilettantisches und gönnerhaftes Gehabe betrachtet. Und damit ist der Staat der Problem. Ein Staat wird immer ein Problem sein und bleiben, da seine Bürger, auch Untertanen genannt, sind wie sie sind und sich nicht weiter entwickeln. Ihr Forderungen an den Staat sind immer die gleichen, immer die, dass sie behütet werden wollen, dass sie beschützt werden wollen, dass sie alles auf dem Silbertablett präsentiert bekommen wollen, dass andere für sie die Verantwortung übernehmen müssen, dass sie nichts beitragen wollen. Dies wird immer wieder derartige Staatsformen bzw. Regime hervorbringen. Die Menschheit praktiziert dies seit Jahrtausenden und hat nichts begriffen, nicht das geringste, im Gegenteil. Die heutigen Wohlstandsschrottkreaturen mit ihrem Vollkaskodenken und ihren überzogenen Ansprüchen sind die Garanten für die Etablierung und Installation von Diktaturen.

  8. Frage: Wer ist denn „der Staat“? Ist das ausschließlich die Regierungsclique oder sind wir alle dies, die Bürger? Ich tendiere zu letzterem! Für die Regierung sind somit sicherlich die Bürger die Gefahr und für die Bürger ist es die Regierung!
    Die Regierung ist aber NICHT der Staat!. Der Staat als Demokratie ist die Form unserer Gesellschaft, auf die sich die Mehrheit durch Verfassung, Gesetze, Verordnungen und Grenzen vereinbart hat. Jeder, der meint, sich dadurch nicht repräsentiert zu fühlen, hat die Freiheit, dahin zu gehen, wo er sich besser repräsentiert sieht.

    Krisen werden nicht dadurch bewältigt, dass man blind denjenigen folgt, die die Krise überhaupt erst geschaffen haben, sondern indem man diejenigen benennt und in die Verantwortung bringt, die überzeugende, möglichst ideologiefreie Konzepte haben, wie die Krise zu bewältigen ist.

    Die derzeitige Regierung hat dies nicht, leider auch die meisten Oppositionsparteien nicht. Und das ist genau die Situation, die schon einmal dazu geführt hat, dass „ein starker Mann“ das Zepter in die Hand genommen hat. Denn die derzeitige Parteienlandschaft ist es, die genau wie in der Weimarer Zeit, die Demokratie delegitimiert.

    1
    1
  9. Entweder habe ich das überlesen oder es ist wirklich vergessen worden. Am Anfang sollte doch stehen, dass die Hilfen alle von uns selbst bezahlt werden. Der Staat hat kein persönliches Geld. Es ist UNSER Geld. Daraus folgt, dass der Staat, der Urheber der ganzen Misere ist, auch noch das Volk dafür bezahlen lässt, dass er daran schuld ist, dass die Energiekosten explodieren, daraus folgt, dass die Lebensmittelpreise explodieren, kurz gesagt, dass das ganze Leben so teuer wird, dass man es sich kaum leisten und manche überhaupt nicht mehr leisten können. Der Schuldige daran ist der Staat! Er folgt den unsinnigen Sanktionen gegen Russland. Er hat sich dem Diktat der USA gebeugt. Er ist ein unsäglicher Klimadiktator. Er holt Leute aus aller Welt zu uns und pampert sie. WIR wurden nicht gefragt. Man nimmt nur unser Geld und brüstet sich damit, dass man „Pakete für das Volk“ geschnürt habe, um die Inflation abzubremsen oder wie auch immer. Nein der Staat hat unser Geld genommen und deckt damit seine Schuld zu, weil er selbst für alles das verantwortlich ist. Außerdem ließe sich ein Großteil der heutigen Misere ganz leicht beenden, in dem man die Sanktionen mit Russland beendet. Dazu kommt noch, dass der Staat nicht berechtigt ist, SUV-fahrenden Ukrainern, die vorgeben Flüchtlinge zu sein, unser Geld denen in den Rachen zu werfen ohne dass sie den Finger dafür rühren müssen. Der Staat hat auch kein Recht dazu unser Geld Afrikanern und Nahostlern in den Rachen zu werfen, ohne dass auch die keinen Finger dafür rühren müssen.

  10. @DIE GRÖSSTE GEFAHR, DER STAAT
    nein – nicht in Weitfortistan und vor langer Zeit – der Staat ist nur der Name für die Organisationsform.
    Die Gefahr sind die menschenfeindlichen rassistischen Politiker und ihre Handlanger in Justiz, Polizei und Militär !
    Dort werden die zum Amt gehörenden Pflichten nicht erfüllt !

  11. Nahezu alle b-amte, po_litiker und system-mediale fühlen sich „unverwundbar“ – eine große Bildungslücke.

    „Der anschwellende Systemprotest unserer Tage speist sich aus einer gesellschaftlichen Mitte, die den Staat zunehmend als feindliche Macht erlebt.“
    EXAKT wieder gegeben 👍

  12. Interessanterweise brannten in den USA in den letzten Wochen ungewöhnlich viele LNG-Fabriken nieder. Scheinbar soll alles dafür getan werden, dass überhaupt kein Gas mehr ankommt, weder das russische noch LNG. Für mich sieht das nicht ausschließlich nach einem dreisten Schachzug der Amerikaner aus, sondern nach einem perfiden Plan auf der Meta-Ebene, der allem Anschein nach zum globalen Reset führen soll. Die Brände in den LNG-Fabriken gehen einher mit weltweiten Bränden von Agrarflächen und Lebensmittellagern. Es wird eine bewusste, gezielte Verknappung von Energie und Nahrungsmitteln herbeigeführt, um die Menschheit an den Rand der Existenz zu bringen.

    Es geht hier auch nicht unbedingt um den Great Reset, sondern um den Umbau der Wirtschaft, der menschlichen Zivilisation, kurz Transformation.
    Hooton, Morgenthau Plan sollten ursprünglich nur auf Deutschland angewendet werden. Kalergi-Plan auf Europa.
    Die weltweite Hungerkatastrophe entstand übrigens schon in der Coronakrise wegen der fatalen Corona-Maßnahmen, und nicht wie von den Mainstream Medien behauptet erst seit Russland’s Angriffskrieg 2022.
    Die Architekten des Great Resets wollen die Nahrungsmittel und Energie (nur fossile umweltschädliche Energie) weltweit künstlich verknappen udn radikal verteuern.
    Und dann kommen die Architekten des Great Resets ins Spiel, die uns zur Rettung billigere Lösungen und Alternativen anbieten werden und Mechanismen sowie Maßnahmen zur Rettung unserer Welt uns aufzwingen werden:
    grüne Energie (um die teure knappe fossile Energie zu ersetzen), veganes Fleisch, Verbot von Milch- und Tierprodukten, die durch billigere vegane Milch etc ersetzt werden sollen, E-Autos, alternativlose Energiewende zur Rettung des Klimas, militante Überwachung der Wälder weltweit durch schwerbewaffnete Ranger, Militarisierung beim Tierschutz, Aufnahme udn Rettung von Klimaflüchtlingen, Militarisierung beim Kampf für den AntiRassismus, One World Order angeführt von den US Philanthropen, Gefängnisstrafen für Gegner des Great Resets und für die Gegner der alternativlosen Migrationspolitik, Gefängnisstrafen für Klimaleugner,
    Abschaffung von menschlichen Rassen durch Förderung der Rassenvermischung, Förderung von LGBTIQ, Wegzüchtung von Testosteron bei Männern zur Bekämpfung der „toxischen Männlichkeit“, Militarisierung beim Kampf gegen das Patriarchat, Feminisierung der Gesellschaft , Frauenquote von 80%-100% überall, soziales Kreditsystem wie in China um für die totalitäre regierungskonforme Ordnung zu sorgen.

Kommentarfunktion ist geschlossen.