Die ultimative Zerstörung der Gastronomie hat begonnen

(Symbolbild:Imago/Peters)

Als der Wellenbrecher-Lockdown in den Knallhart-Lockdown und dieser in einen lähmenden Dauerlockdown überging, waren viele überzeugt, die Gastronomie werde diesen Schlag nicht überleben. Sie tat es doch, dank absurd übersetzter Staatshilfen. Zumindest all die Gastronomen, die sich mit der Förderbürokratie auseinandersetzten und ein  Füllhorn unverantwortlicher Überkompensationen zu Lasten der Gemeinschaft über sich niedergehen zu lassen wussten. Ihnen brachte die Pandemie mehr ein, als selbst fette Jahre des Regelbetriebs nie abgeworfen hätten. Was der Branche jedoch künftig weit mehr zu schaffen machen dürfte als alle Lockdowns, das ist der neue Normalzustand.

Denn die gerade im Entstehen begriffene Zweiklassengesellschaft durch systematische Ausgrenzung Ungeimpfter, die selbst von den „Gesunden“ die permanente Nachweisführung ihrer virologischen Harmlosigkeit verlangt, wird nirgendwo sonst so brutal sichtbar, entfaltet nirgends sonst ein Konfliktpotential wie in der Gastronomie. Denn all die Ungeimpften, die sich nicht erpressen lassen, fehlen fortan als Gäste. Doch auch bei den 2G-Begünstigten, künftigen „legalen“ Gästen ist der Frust groß. Und weil die Wirte die permanente Schuldvermutung des Corona-Staats im Alltag umzusetzen haben und die Kontrolle der Gesundheitspässe, Genesennachweise und (derzeit noch) Tests gewährleisten müssen, sind sie auch die ersten Leidtragenden, wenn sich immer mehr Menschen dieser demütigenden Prozedur entziehen.

Permanente Schuldvermutung krankmachender Gäste

Von Solidarisierungseffekten gar nicht zu reden. Denn es ist nicht sicher, ob die von der Regierung beabsichtigte Spaltung durch Aufwiegelung Geimpfter gegen Ungeimpfte wirklich zum erwünschten Bruch führt; ob Freundeskreise, Vereinsmannschaften, Cliquen, Stammtische, selbst Familienverbände und sonstige soziale Keimzellen wirklich planmäßig zerbersten, wenn der erwünschte soziale Druck auf „Impfverweigerer“  durch aggressives Werben für die Impfung (das Merkel hinterlistig von jedem einfordert) zunimmt, ist keineswegs ausgemacht. Viele Feiergesellschaften und regelmäßige Treffen im Lieblingslokal, in der Dorfkneipe oder beim Italiener werden dann eben ganz ausbleiben oder sich verlaufen, respektive die wirklich solidarischeren und toleranten Beziehungen werden dann eben privat gepflegt.

Das Ergebnis könnten Umsatzeinbrüche in der Gastronomie sein, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen – selbst in Deutschland, wo der Anteil Erpressbarer unter den Impfskeptikern zwar höher sein dürfte als etwa im renitenten und streitlustigen Frankreich oder im flamboyanten Südeuropa (von Staaten, in denen sich die Bürger von ihren Regierungen auch ohne Übergriffigkeiten eines pandemischen Notstands vom Staat nichts sagen lassen, ganz zu schweigen). Trotzdem dürften auch hier am Ende gut ein Viertel der Bevölkerung standhaft bleiben, wobei der Gästerückgang vor allem im Kultur-, Freizeit- und eben Gastrobereich deutlich empfindlicher sein wird. Diesmal jedoch werden wohl keine Staatsprogramme und „Überbrückungshilfen“ fließen – denn hier sind wir nicht mehr im Zustand der Überbrückung. Wir sind bereits am jenseitigen Ufer angekommen, in der neuen Wirklichkeit.

Ein Volk von Soziopathen

Auf die für findige Wirte „goldene Ära“ der Lockdowns dürfte daher eine immerwährende Katerstimmung folgen, jedenfalls solange, wie der Covid-Impfwahn anhält und dies ist – aufgrund der wohl einkalkulierten mangelnden Wirksamkeit der Vakzine mit ständigen Folge- und Auffrischungsimpfungen – ein absehbarer Dauerzustand. Genau dies zeigt sich bereits in Italien: Dort berichtet von einem Umsatzrückgang seit Einführung des  „Green Pass“ von massiven Einbrüche. Schon am ersten Wochenende waren 25 Prozent Umsatzrückgang zu beklagen. Vor allem die 18- bis 25-jährigen entzogen sich dem Kontrollzinnober. Das ist insoweit fatal, als diese Generation nicht nur die zukünftigen Gäste ausmacht, sondern jedenfalls in den Bars und Kneipen ja die ausgehfreudigste Zielgruppe darstellt. Und Familien, die mit ihren Kindern essen gehen wollen, meiden ebenfalls das stressige Brimborium des Gesundheits-Check-Ins.

Vor allem aber wächst gerade eine ganze Generation heran, die das unbeschwerte Einkehren und Feiern in der Gastronomie gar nicht mehr kennt, die nie erlebt hat, wie es ist, ohne Test, ohne Maske und Kontakterfassung unbeschwert einzukehren, einen Absacken zu nehmen oder sich in beliebiger Personenzahl und Dichte zu amüsieren. Sozialisiert mit Smartphone, virtuellen Kontakten dank Homeschooling und -office, wird für sie diese eigentümliche Form von sozialer Nähe vermutlich bald gruppenübergreifend als Unnatürlichkeit wahrgenommen, und genau dies treibt die Corona-Politik mit voller Absicht voran. Ein Volk von Soziopathen, das sich irgendwann nur noch mit digitalem oder ausgedrucktem Freibrief aus dem Haus traut, um für allfällige Kontrollen von Gesundheitsbütteln und Impfwächtern gewappnet zu sein. Das ist der Alptraum, auf den dieses einst freie Land zusteuert.

 

7 KOMMENTARE

  1. Ein Land von Bekloppten. Staatsbüttel überall. Habe heute eine Ordnungswidrigkeit ( 10 Euro ) begangen, da ich ausserhalb geschlossener Ortschaft 84 kmh anstelle von erlaubten 80 kmh gefahren bin.
    Der Überwachungsstaat muss sich doch langsam auch im Hinblick auf die Taliban Herrschaft in Afghanistan saublöd vorkommen.

  2. Die Enkel der 68er Opas die vom letzten LSD-Trip nicht zurückgekehrt sind. Vom Hörensagen sollen LSD-Süchtige Regenbogen gesehen haben auf ihrem Trip.

  3. Perfekte Lageeinschätzung, Herr Mattisek! Abschaffung der Gastronomie ist das Ziel der Kulturmarxisten. Jetzt muss das nur noch die Gastronomie erkennen, sonst ist Sperrstunde…und zwar für immer!

  4. Die Gastro.s haben es scheinbar noch nicht geschnallt !
    Guckt mal über den Tellerrand nach FRA liebe Gastronomen !

  5. Ja, die Sitution ist in allen Bereichen sehr beängstigend – ich habe den Eindruck, dass besonders viele „Ungeimpfte“ überdurchschnittlich hohe Schulabschlüsse haben, dadurch in der Regel auch materiell gut situiert sind und im Kultur-/ Gastrobereich besonders fehlen. Ansonsten glaube ich an einen „brutalen“ Erkenntnisprozess durch die immer weiter vorangetriebene Energiewende – eine Woche Stromausfall könnten Wunder wirken !

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