Donnerstag, 23. Mai 2024
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Ein Weltkrieg gegen den Westen?

Ein Weltkrieg gegen den Westen?

Die globale Bombe tickt und tickt (Symbolbild:Pixabay)

Die sich überdeutlich abzeichnende Möglichkeit einer schrecklichen Eskalation des Nahostkonfliktes erzeugt auch beim publizistischen Beobachter eine kaum mehr erträgliche Spannung. Von dieser Spannung will ich mich nicht zu Spekulationen hinreißen lassen und auch nicht zu vorschnellen Urteilen, die sich schon am nächsten Tag als völlig falsch erweisen können. Stattdessen werde ich versuchen, die Geschehnisse aus einer übergeordneten Perspektive zu betrachten. Aus dieser Sicht heraus hat die Hamas, und damit letztlich der Iran, am 7. Oktober 2023 eine zweite militärische Front in einem Weltkrieg gegen den Westen eröffnet. Die erste Kriegsfront befindet sich in der Ukraine, und es könnten in Taiwan und Korea schon sehr bald weitere Schlachtfelder hinzutreten. Der Zusammenhang, den ich hier herzustellen versuche, beruht nicht auf der spekulativen Annahme „verschwörerischer“ Absprachen zwischen Russland, dem Iran, der Volksrepublik China und Nordkorea.

Solche Absprachen kann es zwar durchaus geben, aber diese Staaten bilden weder im Offenen noch im Geheimen ein Bündnis, das mit dem früheren Warschauer Pakt vergleichbar wäre, der sich in den Jahrzehnten vor 1990 ebenfalls gegen den Westen richtete. Sie besitzen aber jeder für sich antiwestliche Interessen und vor allem eine starke antiwestliche Gefühlslage, die sich zum einen aus einem Willen zur Verteidigung der jeweils eigenen kulturellen Identität speist, zum anderen aus Demütigungen und Kränkungen, die ihnen der Westen in einer aus ihrer Sicht keineswegs vollendeten Vergangenheit zugefügt hat.

Anknüpfen an alte Weltmachtrollen

Russland erlitt seine Demütigung, als Michail Gorbatschows friedlicher Rückzug aus Ostmitteleuropa und die 1991 darauf folgende Auflösung der Sowjetunion in den Folgejahren sehr schnell den Charakter eines unverdienten „Versailles ohne Krieg“ annahmen. Das von Moskau aus kontrollierte Staatsgebiet war um etwa ein Viertel geschrumpft. USA und NATO drangen ohne Rücksicht auf vorher gegebene informelle Versprechen in das entstandene „Vakuum“ vor. Der Versuch einer Integration Russlands in die westlich-globale Wirtschaftsordnung führte in den 1990er Jahren zu Verarmung, Chaos und beinahe zu einem Staatszerfall, der durch Wladimir Putins Machtantritt im Jahre 2000 gleichsam in letzter Minute gestoppt werden konnte. Putin schaffte wieder Ordnung im Lande und gab dem russischen Volk sein Selbstvertrauen zurück, aber es hat heute den Anschein, dass er dabei von Anfang an im Verborgenen auf Revanche gegen den Westen sann. Chinas angestammtes Selbstbild als natürliches Zentrum der Welt („Reich der Mitte“) wurde im 19. Jahrhundert von den europäischen Kolonialmächten unsanft zerstört.

Eine Quasi-Kolonisierung durch die Abtretung von Hafenstädten wie Hongkong und vor allem die britischen Opiumkriege erzeugten eine nicht nur gefühlte Demütigung, die ihre Tiefpunkte nach dem Ende der Kaiserzeit (1911) erst im Staatszerfall und dann in einer grausamen Besetzung weiter Teile des Landes durch das imperialistische Japan (1937-1945) erreichte. Nach dem endlosen chinesischen Bürgerkrieg (1927-1949) stellte Mao Zedong die Einheit Festlandschinas in Gestalt der Volksrepublik wieder her. Der Preis dafür war aber nicht nur die Abspaltung der Insel Taiwan, sondern auch der Marxismus als seinem Ursprung nach westliches und damit nicht mit der chinesischen Kultur kompatibles Entwicklungsmodell, das in den folgenden drei Jahrzehnten unvorstellbare Kommunismus-Katastrophen mit sich brachte. Erst 1978 setzte Deng Xiaoping eine Entwicklung in Gang, die deshalb erfolgreich war, weil sie auf der chinesischen Kultur und Tradition aufbaute. Dies wurde im Westen lange Zeit nicht begriffen, und deshalb stehen wir heute ratlos einer Volksrepublik China gegenüber, die aus ihrer eigenen Perspektive nichts anderes tut, als ihre alte Rolle als führende Weltmacht wieder einzunehmen.

Fortwirkende Traumatisierungen

Im Falle der Demütigung Nordkoreas spielt wie bei China die nichtwestliche Macht Japan eine wesentliche Rolle, die aber nach 1945 in gewissem Sinne zu einem Teil der westlichen Staatengemeinschaft wurde. Die Japaner beherrschten Gesamtkorea von 1905 bis 1945, und diese Herrschaft trug brutale Züge, die sich etwa in der Rekrutierung koreanischer Frauen als Zwangsprostituierte für die japanische Armee zeigten. Im Koreakrieg (1950-1953) zwischen den USA und der VR China, der mit der bis heute fortbestehenden Teilung des Landes endete, warf dann die US Air Force über dem kleinen Nordkorea die zweieinhalbfache Bombenlast des gesamten Zweiten Weltkrieges ab. Das Ausmaß der Zerstörungen ist wegen der Abschottung Nordkoreas bis heute im Westen nicht wirklich bekannt, aber wenn man die großen Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges, etwa auf Dresden und Tokio, zum Maßstab nimmt, muss der Koreakrieg für Nordkorea unvorstellbar schrecklich gewesen sein und wahrscheinlich bis heute fortwirkende Traumatisierungen erzeugt haben. Hinter dem nordkoreanischen Nuklearwaffenprogramm steckt sehr wahrscheinlich nicht Wahnsinn, sondern eine kalkulierte Absicht, sich zu einem geeigneten Zeitpunkt an Japan und den USA zu rächen. Der Iran schließlich wurde von den USA und dem Vereinigten Königreich gedemütigt, als 1953 die Westmächte zum Zwecke der Kontrolle über das iranische Rohöl dort die demokratisch gewählte Regierung unter Mohammad Mossadegh stürzten und den schon aus dem Land geflohenen Schah von Persien wieder auf den Thron setzten.

Schah Reza Pahlavi herrschte dann mit US-amerikanischer Unterstützung diktatorisch bis 1979, als die seither mit dem Namen des Ayatollah Ruhollah Chomeini verbundene islamische Revolution seine Herrschaft beendete. Zusammen mit dem im selben Jahr begonnenen, letztlich erfolgreichen Guerillakrieg der afghanischen Mudschaheddin gegen die sowjetischen Besatzer, dem ersten siegreichen Dschihad der Moderne, markiert dieses Ereignis den Beginn einer islamischen Weltrevolution. Im Zeichen einer religiösen Wiedererweckung rebellieren dabei große Teile des Weltislams gegen ihre politische und kulturelle Deklassierung durch den Westen, die mit Napoleons Ägyptenfeldzug (1798-1801) begann und im 20. Jahrhundert zur Kolonisierung fast der gesamten islamischen Welt führte. In diesem Sinne ist wichtig, dass sich auch die Gründung des modernen Staates Israel (1948) als Errichtung einer westlichen Kolonie auf islamischem Boden auffassen lässt. Diese These ist zwar fragwürdig, aber sie dient dennoch als (weltliche) Rechtfertigung für den in unseren Tagen wieder von neuem beschworenen „Befreiungskampf des palästinensischen Volkes“. Die islamische Weltrevolution richtet sich aber nicht nur gegen Israel und die USA, sondern gegen die gesamte westliche Moderne, was sie von den anderen drei Gegnern des Westens – Russland, VR China und Nordkorea – unterscheidet.

Gleichzeitige Eskalation an vier Krisenherden?

Es gibt also gute Gründe für einen in der Welt verbreiteten Hass auf den Westen, der spätestens jetzt offen den Charakter eines Weltkrieges annehmen könnte. Der Beginn dieses Krieges wäre aber trotzdem weder im Oktober 2023 (Gaza) noch im Februar 2022 (Ukraine) anzusiedeln. Seine Vorgeschichte reicht, wie wir gesehen haben, bis in die späten 1970er Jahre zurück, als in der VR China und im Iran erstmals „Entwicklungsländer“ eigenkulturelle Vorstellungen zum politischen Leitbild erhoben. Zur Geschichte dieses Weltkrieges gehört auch der islamistische Terror gegen den Westen durch Al-Qaida, den „Islamischen Staat“ und andere Organisationen. Wahrscheinlich wichtiger sind aber gewaltfreie und völlig respektable Methoden einer antiwestlichen Machtpolitik wie die chinesische Belt and Road Initiative („Neue Seidenstraße“), die BRICS-Kooperation (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) und in jüngster Zeit Versuche einer „Entdollarisierung“ der Weltwirtschaft, um den USA eines ihrer wichtigsten machtpolitischen Instrumente, nämlich die Dominanz der globalen Finanzwirtschaft, aus den Händen zu schlagen.

In unseren Tagen könnte es tatsächlich zu einer gleichzeitigen Eskalation an allen vier genannten Krisenherden kommen. Der Hauptgrund dafür ist, dass Russland, die VR China, der Iran und Nordkorea alle geduldig auf einen Moment warten, der sich für die Realisierung ihrer Revanchepläne eignet. Russland hat zwar bereits die Schwelle des Krieges überschritten, aber dabei seine volle militärische Stärke noch nicht eingesetzt. Auch in der Ukraine wird also noch auf eine günstige Gelegenheit zur Eskalation gewartet. Solche Momente scheinen vor allem deshalb in Reichweite, weil die USA trotz ihrer immer noch beeindruckenden militärischen Stärke so schwach wie selten sind. Das Land ist wirtschaftlich ausgelaugt und von inneren Konflikten zerrissen. Der senile Präsident Joe Biden scheint kaum noch handlungsfähig zu sein und hat – im Unterschied zu fast allen seinen Vorgängern seit dem Zweiten Weltkrieg – nicht einmal ansatzweise ein eigenes außenpolitisches Konzept entwickelt. Die Agenda bestimmen kaum fassbare Hintermänner und -frauen, die in einem übermäßigen Vertrauen auf das US-Militär oftmals praktische Vernunft vermissen lassen.

Warten auf den richtigen Moment?

Dies zeigte sich etwa bei den (sogar nach offiziellen Bekundungen offenbar zumindest mit zumindest stillschweigender Billigung der USA ausgeführten) Pipeline-Sprengungen in der Ostsee im September 2022, die man als kriegerischen Akt gegen Deutschland als den immer noch wichtigsten US-Verbündeten in Europa bezeichnen kann. Mit der Absetzung des Sprechers des US-Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, durch die Trump-Republikaner wurde zusätzlich zum Weißen Haus auch der Kongress als entscheidendes Machtzentrum auf unbestimmte Zeit gelähmt. Der US-Präsident kann als „mächtigster Mann der Welt“ zwar als Oberbefehlshaber des Militärs im Alleingang Entscheidungen über Krieg und Frieden treffen; die finanziellen Mittel dafür muss aber der Kongress bewilligen, der ohne einen Sprecher des Repräsentantenhauses nicht beschlussfähig ist. Damit könnte aber nicht nur der US-Unterstützung für die Ukraine, sondern auch einem militärischen Engagement der USA im neuen Nahostkrieg auf kaltem Wege „der Saft abgedreht“ werden. Zusätzlich zu diesen Problemen wurden in der Ukraine bereits in einem solchen Maße amerikanische Munition verschossen und Waffen verschlissen, dass es fraglich ist, ob die USA auf zusätzlichen Kriegsschauplätzen, insbesondere im Pazifik, überhaupt noch mit der gewohnten militärischen Stärke auftreten könnten.

Zur momentanen Schwäche der USA tritt in der gegenwärtigen Situation noch ein zweiter Punkt hinzu, der insbesondere für den Iran eine entscheidende Rolle spielt. Man hat sich inzwischen daran gewöhnt, die in Teheran bei den Freitagsgebeten seit mehr als 40 Jahren wiederholten Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel genauso wenig ernst zu nehmen wie die Racheschwüre für den im Januar 2020 auf Befehl von Donald Trump in Bagdad von US-Soldaten ermordeten Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Qasem Soleimani. Es ist aus meiner Sicht sehr viel vernünftiger anzunehmen, dass die iranische Führung nur sehr lange auf den richtigen Moment zur Erreichung dieser Ziele wartet. Damit solche Aktionen nicht in einer nuklearen Verwüstung des eigenen Landes ein unrühmliches Ende finden, ist es nämlich zwingend notwendig, dass dem Iran dabei kein Angriffskrieg unterstellt werden kann. Möglicherweise erleben wir gerade eine kriegerische Schachkombination über mehrere Züge: Das bestialische Vorgehen der Hamas-Terroristen am 7. Oktober 2023 soll die israelische Regierung unter Benjamin Netanjahu dazu bringen, bei ihrem Gegenangriff auf den Gaza-Streifen jegliche Menschlichkeit fahren zu lassen.

Katastrophale mögliche Ereigniskette

Damit hätte im nächsten Schritt der Iran einen plausiblen Grund, die libanesische Hisbollah mit ihren 150.000 Raketen auf Israel loszulassen und parallel dazu von Syrien aus den verbunkerten israelischen Atomreaktor von Dimona mit Marschflugkörpern zu beschießen. Wenn dies gelingt, hätte man aufgrund der daraus resultierenden radioaktiven Verseuchung großer Teile des israelischen Staatsgebietes gleichsam einen Atomkrieg ohne Atomwaffen geführt. Diese verquere Eskalationslogik widerspricht fundamental einem Friedenswillen, wie ihn die Bewohner der heutigen Bundesrepublik zumeist als allgemein menschliche Eigenschaft ansehen. Sie ist aber aus meiner Sicht ein sehr viel besserer Ansatz zur Erklärung der gegenwärtigen Ereignisse in und um Gaza als die in Alternativmedien weit verbreitete Idee, dass die Netanyahu-Regierung den Hamas-Angriff bewusst provoziert hätte, um daraus innenpolitischen Nutzen zu ziehen. Man kann in unser aller Interesse nur hoffen, dass sich meine Idee nicht als richtig erweist, denn die weitere Folgen einer solchen Ereigniskette könnten derart katastrophal sein, dass ich sie hier nicht ausmalen will.

Zum Schluss will ich noch auf eine Konsequenz der hier geschilderten Zusammenhänge für die bundesdeutsche Opposition eingehen, die unbequem, aber aus meiner Sicht unvermeidlich ist. Spätestens seit der Corona-Krise hat sich eine Haltung verfestigt, in der die eigene Regierung und vor allem die USA als Feinde des deutschen Volkes erscheinen. Das ist – Stichwort Pipeline-Sprengung – auch teilweise wirklich so. Man kann diese Haltung jedoch in einer gefährlichen Weise überziehen, in der nach dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ am Ende selbst die größten Schurken als Verbündete erscheinen. Putins Russland ist aber genauso wenig solch ein Verbündeter wie die Hamas, der Iran, die VR China oder gar Nordkorea. Für die Tatsache des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gibt es mit dem inzwischen bei einem Flugzeugabsturz verstorbenen russischen Söldnerführer Jewgenij Prigoschin einen unverdächtigen Zeugen. Während seines seltsamen Putschversuches im Juni äußerte Prigoschin in einer der wahrscheinlich sehr wenigen ehrlichen öffentlichen Aussagen, die überhaupt jemals zum Ukraine-Krieg gefallen sind, dass es im Vorfeld des russischen Angriffs vom 24. Februar 2022 keine erkennbare Kriegsdrohung der Ukraine oder gar der NATO gegeben habe.

Weltkrieg ohne ideologischen, dafür identitären Charakter

Genauso ist auch der Terrorangriff des 7. Oktober 2023 auf Israel allein der Brutalität der Hamas und dem strategischen Machtkalkül des Iran geschuldet. Mutmaßungen über verborgene Hintergründe mit dem Ziel einer Täter-Opfer-Umkehr sind haltlos und extrem unmoralisch. Israel und die Ukraine verdienen unsere Unterstützung. Allerdings sollte diese weder kritiklos erfolgen noch sehenden Auges Konsequenzen heraufbeschwören, die uns selbst in kriegerische Abgründe stürzen könnten. Es kommt für uns Oppositionelle noch ein gewichtiger Punkt hinzu. Wir müssen bei unserem Reden und Handeln bedenken, dass wir selbst Teil des Westens sind und dieser Position nicht entkommen können. In den ideologischen Fronstellungen des 20. Jahrhunderts war es ohne weiteres möglich, innerhalb des eigenen Landes zumindest innerlich auf der Seite des Gegners zu stehen. Ein kommunistischer Widerstandskämpfer der NS-Zeit durfte und musste im Zweiten Weltkrieg auf einen Sieg Stalins und der Sowjetunion hoffen und sich davon seine eigene Befreiung versprechen. Genauso konnte man während des Kalten Krieges als bundesdeutscher Linksextremist auf der Seite von UdSSR und DDR stehen. Es geht mir hier nicht um die moralische Bewertung solcher Haltungen oder Vergleiche zwischen der damaligen und der heutigen Situation, sondern allein um die logische Möglichkeit solcher Einstellungen. Diese war damals gegeben.

Heute existiert sie nicht, weil der neue Weltkrieg keinen ideologischen, sondern einen „identitären“ Charakter besitzt. Wir müssen Deutsche, Europäer und damit auch „Westler“ bleiben, weil wir nicht zu Russen, Palästinensern, Iranern, Chinesen, etc. werden können. Es ist vor allem die Tatsache einer gemeinsamen westlichen Identität, die mich in der Gegenwart uneingeschränkt mit Israel, den Israelis und auch dem Judentum als wesentlichem Ursprung und bedeutendem Bestandteil der westlichen Zivilisation solidarisch sein lässt. Diese Haltung bedeutet keineswegs Kritiklosigkeit. Im Gegenteil: Die Fähigkeit zur Selbstkritik und die Möglichkeit zur Kritik am konkreten Handeln des eigenen Staates sind selbst wesentliche Elemente des „Westlichen“. Man darf sie nur nicht zu einer generell antiwestlichen Haltung überziehen. Damit landet man ungewollt bei demselben Selbsthass, den wir unseren Gegnern etwa auf dem Gebiet der „Kritischen Rassentheorie“ völlig zu Recht vorwerfen. “Right or wrong, my country” – sinngemäß: „Im Zweifel für mein Land“, lautet ein altes Motto US-amerikanischer Patrioten. Ich möchte dies hier abwandeln in “Right or wrong, my West” – Im Zweifel für meinen Westen!

30 Antworten

  1. Sorry, Herr Woitas, die Ostfront hat der Westen, d.h. die NATO eröffnet, indem nach einer gescheiterten Farbenrevolution eine korrupte, aber demokratisch legitimierte Regierung weggeputscht wurde und eine noch korruptere, aber NATO-hörige installiert wurde, die eine militärische Auseinandersetzung mit Russland in ihre Verfassung schrieb. Als der ukrainische “Präsident”, Schauspieler Selenskiy, auf der Münchner Sicherheitskonferenz zur Begeisterung der westlichen Militärs die atomare Bewaffnung der Ukraine forderte, gab es für die Russen nicht mehr viele andere Optionen als dem ein Ende zu machen, zumal gerade in diesen Tagen die ukrainische Armee die Beschiessung der russischsprachigen Provinzen mit Artillerie auf ein nie dagewesenes Niveau steigerte.

    Hinter dem nordkoreanischen Nuklearwaffenprogramm steckt sehr wahrscheinlich nicht Wahnsinn, sondern eine kalkulierte Absicht, sich zu einem geeigneten Zeitpunkt an Japan und den USA zu rächen.

    Auch das halte ich für weit hergeholt. In einem aber haben Sie recht: hinter dem Programm steckt wohl weniger Wahnsinn (der eigenen Leute) als vielmehr die Erkenntnis, daß alle Länder, die nicht A-versichert sind und sich den USA nicht unterwerfen wollen, von denen früher oder später in die Steinzeit zurück gebombt werden. Die Liste würde zu lang, wollte ich alle Beispiele hier anführen.

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  2. Weder Ukraine noch Israel bedürfen deutscher Unterstützung. Vergeßt nicht, was Brecht über Karthago gedichtet hat.
    Und was Bismarck über Rußland sagte.
    Es sind nicht unsere Kriege und der Austritt aus NATO, EU und ggf. WHO muß umgehend folgen, wenn wir nicht im Elend enden wollen.
    Was die wohlstandssuchenden Ankommenden dann tun, wenn kein Honig mehr fließt, möchte ich mir nicht ausdenken.
    Aber auf dem Land in der DDR ist die Welt noch ein bißchen heile.

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  3. Da werden jetzt ungefähr 1 Million Palestina-Araber in das US-Flüchtlingslager mit Sozialamt D-Schland einwandern. Ich bereite meine Teddybären zum Wurf vor.

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    1. wann wird waffentragen zur pflicht für alle deutschen..
      Drei Marokkaner fallen über Mädchen her, rauben Begleiter aus und prügeln Polizistin
      Hamm, NRW. Ein 27-jähriger marokkanischer Flüchtling bedrängte zunächst eine 13-Jährige und versuchte, sie mehrmals auf den Mund zu küssen. Zuvor rieb er sich an ihr. Doch damit nicht genug: Den 13 und 15 Jahre alten Begleitern des Mädchens raubten er und seine marokkanischen Mittäter aus. Einer Polizistin prügelten sie dann gegen Kopf. Weiterlesen auf wa.de

  4. @WELTKRIEG GEGEN DEN WESTEN
    falsch Blickrichtung – es ist ein Krieg der wertewestlichen Oligarchen gegen die Welt – und er wird nicht nur mit Kanonen, sondern auch mit biologischen und genetischen Waffen geführt !
    Der Propagandakrieg mit Corona und Klima/CO2 ist dabei nur eines der kleineren Scharmützeln !

    So wird der Schuh daraus :
    Warren Buffett, hochrangiger Angehöriger des Imperiums, sagte in einem Interview mit der New York Times (Ausgabe November 26, 2006): “Es herrscht Klassenkampf, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen die den Krieg betreibt, und wir gewinnen.”

    Rockefeller 1994 vor dem Wirtschaftsausschuss der USA
    «Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig grosse Krise und die Nationen werden die «Neue Weltordnung» akzeptieren.».

    Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimaforschung
    Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um (…) Man muß sich von der Illusion freimachen, daß internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist.“

    Und damit werden auch Leute wie Peter Hauk. CDU, Agrarminister verständlich :
    Reporterfragen Landespressekonferenz BW
    „Der Wunsch von NABU und Bevölkerung zu wissen, wie viel Gift wo ausgebracht wird, ist doch verständlich ?“
    „Ja, aber das geht die Bevölkerung ehrlich gesagt zunächst erst mal nichts an. ”

    Und das gab es dann auch beim Pieks mit mRNA – wer erinnert sich noch an den Tierarzt :
    Prof. Lothar Wieler der Präsident des Robert Koch-Instituts, bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Situation in Deutschland 28.07.2020
    „Diese Regeln werden wir noch monatelang einhalten müssen“, so Lothar Wieler: „Die müssen also der Standard sein. Die dürfen nie hinterfragt werden. Das sollten wir einfach so tun.“

    Die Bürger werden als Dinge oder Eigentum behandelt, mit denen sie machen können, was immer sie wollen !
    Das hat Dr. Grace Augustine so schön ausgedrückt – wer kennt noch “AVATAR” :
    “Sie pissen auf uns – und sie haben nicht einmal den Anstand, es als warmen Regen zu verkaufen !”

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    1. “Die Bürger werden als Dinge oder Eigentum behandelt, …”

      Richtig.
      Ich erinnere an das UN-Papier mit dem Titel “Bestandserhaltungsmigration”.

      Wo gibt es einen “Bestand” aus Lebewesen? Bei Viehhirten und Landwirten.

      Ist das der Grund weshalb das Robert-Koch-Institut und die WHO von Tierärzten geleitet werden/wurden?

  5. Folgendes habe ich gerade an anderer Stelle geschrieben:

    “Nein, das ist noch nicht das dicke Ende. Die Militärdoktrin der USA besagt, dass man mindestens zwei Konflikte in Übersee auszufechten bereit sein muss. Ukraine läuft schon, jetzt kommt Israel dazu, die Flugzeugträger sind schon unterwegs. Die Gunst der Stunde wird China nutzen und sich mit Nummer 3 Taiwan heim ins Reich holen. Damit sind 90 % der weltweiten High-End-Chipproduktion in chinesischer Hand. Schachmatt und Game Over. Russland bekommt die Krim und die Ostkokaine, der Iran hat mit nicht allzu großen Schlägen zumindest das Gesicht gewahrt, die Israelis bekommen die Hamas los, ist ja auch schon was, China hat Taiwan. Die USA backen ab sofort etwas kleinere Brötchen, damit wird man immerhin einen Teil der immensen Rüstungskosten los. Europa ist der große Verlierer, stört im Rest der Welt aber keinen, die sind immerhin die letzten 400 Jahre auf allen rumgetrampelt. Der große Gewinner sind BRICS+, würde mich nicht wundern, wenn die das genau so auch schon im Hinterzimmer ausgekungelt haben …”

    Zu “Im Zweifel für meinen Westen!” – Für welchen Westen? Den Westen einer totalitären LGBTQXYZ+-Bewegung und einer ebenso totalitären BLM-Bewegung? Für den Westen, der Selbstmord aus Angst vor einem Tod durch einen imaginären “Klimawandel” begeht? Für den Westen, der seine kulturellen Werte komplett aufgibt, zugunsten einer verrückten Ideologie von “Wir haben uns alle lieb”? Für den Westen, der sich widerstandslos durch Steinzeitmenschen einnehmen lässt? Für einen Westen, der seinen Bürgern für allerlei Schwachsinn über Steuern und Abgaben noch das letzte Hemd auszieht? Ich könnte noch stundenlang so weitermachen …

    Und genau das ist auch für den Westen die Lösung:

    “Erst 1978 setzte Deng Xiaoping eine Entwicklung in Gang, die deshalb erfolgreich war, weil sie auf der chinesischen Kultur und Tradition aufbaute. Dies wurde im Westen lange Zeit nicht begriffen, und deshalb stehen wir heute ratlos einer Volksrepublik China gegenüber, die aus ihrer eigenen Perspektive nichts anderes tut, als ihre alte Rolle als führende Weltmacht wieder einzunehmen.”

    Zwischen den Opiumkriegen und Deng stand jedoch mehr als ein ganzes Jahrhundert von Leid, Entbehrungen und Demütigungen. Das hat im “Westen” gerade erst angefangen. Viel Spaß im “Westen”!

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  6. Bei dem Leid, dass die westliche Welt, insbesondere die USA über andere Länder gebracht hat, wobei ich dabei besonders an den Vietnamkrieg denke, ist es an der Zeit, dass sie endlich gehörig eins in die Fresse bekommt.

    Und solche Marionetten, wie Scholz, der wie immer höhnisch grinst, auch als ihm öffentlich die Zerstörung von Nord Stream angekündigt wird, zeigt den Charakter der westlichen Welt, die voller Lügen und Scheinheiligkeit nur so trieft.

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  7. “Aus dieser Sicht heraus hat die Hamas, und damit letztlich der Iran, am 7. Oktober 2023 eine zweite militärische Front in einem Weltkrieg gegen den Westen eröffnet. ”

    Warum sind Sie sich da soch sicher?
    Nur zur Info: Hamas ist ein Ableger der radikalislamischen sunnitischen Muslimbruderschaft.Hinter Hamas stehen Staaten wie Katar,Türkei und Iran.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hamas
    https://de.wikipedia.org/wiki/Muslimbr%C3%BCder

    Der Hauptsitz der Muslimbruderschaft ist in Katar, nicht im Iran.
    Der oberste Chef der Hamas lebt derzeit auch in Katar!
    ALso hat auch Katar zusammen mit der Hamas diesen Krieg gegen Israel gestartet.

    Sowohl die Hamas als auch die Muslimbruderschaft unterstützten im Syrienkrieg die Terroristen, die gegen Assad’s Armeen kämpften. Die Hamas verkündete sogar mehrfach öffentlich Assad stürzen zu wollen. Assad wiederum ist aber ein wichtiger Verbündeter von Iran.
    https://www.timesofisrael.com/hamas-reportedly-training-rebels-fighting-to-oust-assad/
    https://www.reuters.com/article/us-syria-palestinians-idUSTRE81N1CC20120224

    DIe Hamas ist sunnitisch, während das Mullah Regime im Iran, schiitisch ist.

  8. Na, ja. Es könnte ja sein, dass beide Seiten, der Iran mit der Hamas und Israel mit der Hamas da ihr Süppchen kochen. Und beide hoffen natürlich, dass SIE ihre Ziele zu erreichen.
    Für die Zivilbevölkerung auf allen Seiten, die dabei getötet oder vertrieben wird, ist das freilich wenig tröstlich.

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  9. Auf jeden Fall wird es riesige neue Flüchtlingsströme geben und immer noch genug Menschen hier, die meinen, dass wir die alle aufnehmen können.

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  10. Die Amerikaner und die NATO bekommen jetzt ihre Rechnung für maßlose Selbstüberschätzung und ausgesetzter Kontrolle der Nehmerländer. Sie gaben und geben einem Nazi in der Ukraine Unmengen von Waffen und Geldmittel um es nicht in den Krieg zu investieren, auch richtig so, sondern die Korruption in dem Land weiter zu fördern und sich selbst ihre Taschen vollzustopfen sowie Geldwäsche zu betreiben und Waffen in andere Krisengebiete zu verschachern. Und die europäischen Länder, die gewollte Kriegshetze und globalen Mord betreiben mittendrin. Es scheinen jegliche Mittel zur Herstellung von weiteren Kriegsmittel erschöpft zu sein, denn das Geld ist nichts mehr Wert und Bodenschätze sind keine vorhanden. Davon haben alle Länder gegen sich die NATO stellt unerschöpflich. Also bringt man den Krieg in die Welt und hetzt hinterhältig die Menschheit, die es mit sich machen lässt, sehr einfach gegeneinander auf, in dem man viele Jahre schon gesorgt hat um es eskalieren zu lassen. Jetzt ist es die Aufgabe der intelligenten Menschen, die kleine Gruppe der Globalisten zu stoppen! Es wird sehr schwer und Zeit in Anspruch nehmen.

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  11. Die Ursachen aller dieser Krisen , sind in den USA zu suchen.
    Wer hat die ganzen Massenwanderungen, sprich Flüchtlingsströme ausgelöst? Es begann mit dem Märchen der zwei Türme. Da hat man auch dem dummen Volk erzählen können, das Kameltreiber ein Flugzeug in 14 Tagen fliegen können. Damit hat man die Kriegsindustrie angeheizt, damit der Untergang der USA noch aufgeschoben wird. Und dann begannen die ganzen illegalen Kriege und die westlichen Vasallen haben sich Pampers umgelegt und dazu noch die Gesichtswindeln eingeführt!

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    1. Wer hat uns denn 2 Mio Syrer ins Land getrieben: Der Putin-Schützling Assad, der ohne Putin längst am Ende war, verjagt worden wäre. Desweiteren die vielen Erdogan-Flüchlinge aus der Türkei usw.! Wer hat uns 1991f. 1 Mio Jugos ins Land getrieben, davon 2/3 Muslime: Der Schützling der USA-Hasser und Rußlands, Milosevic!! Usw.! Fazit: Es gibt genug Verbrecher und Schuldige auf der Welt, es müssen nicht immer die USA gewesen sein!!

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    2. Nein. Waeren die jetzt Heulenden standthaft gewesen, waere das Debakel jetzt nicht.
      War in den vergangenen Jahrzehnten kaum jemand bis ueberhaupt niemand.

  12. Ganz sicher hat der selbsternannte Wertewesten reichlich gedemütigt, und in seiner maßlosen Hybris das auch noch als “Gerechtigkeit” verinnerlicht, bzw propagiert. Daraus bei der politischen Klasse der betroffenen Staaten einen Revanchismus abzuleiten, geht genau dieser wertewestlichen Propaganda auf den Leim, weil es schlicht die Berechtigung der Interessen dieser Staaten negiert.

    Das die Ursachen der aktuellen Konflikte zudem durchgängig im maßlos arroganten Selbstverständnis des Wertewestens von diesem selbst gelegt worden sind, ist noch das Sahnehäubchen.

    Den Konflikt in der Ukraine haben die USA planvoll initiiert, mit dem Ziel des Ruins Russlands. Den Konflikt mit China haben die USA initiiert, weil China zu schnell zum wirtschaftlichen Konkurrenten wurde – nachdem der komplette Wertewesten nahezu seine gesamte Industrie dorthin verlagerte um billiger zu produzieren. Den Konflikt mit Iran haben ebenfalls USA und Israel initiiert, durch jahrzehntelange Unterstützung des Schah-Terrorregimes und anschließender Isolation und Proxy-Bekriegung Irans. Hamas ? Von Israel gesponsert, um die Fatah zu schwächen und um einen besseren Dämon zu haben für die Legitimation rücksichtslosen militärischen Vorgehens gegen die “Palästinenser”.

    Hier geht es nicht um Revanche. Sondern darum, dass den wertewestlichen “Eliten” gerade ihre eigene Strategie krachend um die Ohren fliegt. Wie schon bei WK1 und WK2.

  13. Dieser Artikel ist nicht kommentierbar ohne sich der Gefahr der Delegitimierung auszusetzen.

    Deshalb begrenze ich das auf eine Übereinstimmung: Krieg ist nicht die Lösung. Ansonsten gibt es zwei Klassen: die sogenannte Elite und der Rest.Und was die Elite angeht möchte ich hier aus o.g. Grund nicht schreiben was ich denke.

  14. Das unerträgliche aber vermutlich alternativlose Geseiere vom “russischen Angriffskrieg” und der an Realitätsverweigerung grenzenden Behauptung, es habe “keine erkennbare Kriegsdrohung der Ukraine oder gar der NATO gegeben”, betrachte ich als völligen Objektivitätsverlust.
    Offenbar ist dem Autor der vom Ami initiierte und bezahlte Maidan-Putsch ebenso entgangen wie der darauf folgende siebenjährige Krieg gegen die mehrheitlich russischstämmige Bevölkerung im Donbas mit mehr als 14000 toten Zivilisten.
    Von der Hintertreibung der Minsk-Abkommen durch die Nato, um die Kokaine bis an die Zähne zu bewaffnen, hat der Schreiberling offensichtlich auch noch nie gehört.
    Einen Söldnerführer als den Verkünder der uneingeschränkten und einzigen Wahrheit zu preisen ist dann nur noch der Gipfel der Lächerlichkeit.

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  15. Es ist einfach der Lauf der Dinge: Kulturen enstehen, haben eine Blütezeit und vergehen dann wieder. Oswald Spengler hatte das in seinem Buch “Der Untergang des Abendlandes” schon sehr früh erkannt und beschrieben.

  16. Die Überschrift ist durchaus zutreffend, die nachfolgende Analyse strotzt allerdings vor Auslassungen oder Unkenntnis.

    Mindestens seit dem 19.Jahrhundert ist es durchgängige Strategie der angloamerikanischen (seinerzeit noch nur “anglo” = Briten) Eliten, die eigene Vorherrschaft und das Abräumen etwaiger Konkurrenten durch das Schüren und Anzetteln von Konflikten zu sichern. WK I hatte das Ziel der Vernichtung Deutschlands als Konkurrent, das Ziel von WK II war, dass sich Deutschland und Russland gegenseitig zerfleischen. Dafür hatte man sich extra die NSDAP herangezüchtet, gesponsort und ausgebildet. Dumm nur, dass die Protagonisten sich nicht immer strikt an die Ihnen zugedachte Rolle hielten, und das Ganze daher auch mit dem Ende Großbritanniens als weltbeherrschende Großmacht endete.

    Auch bei diesen Konflikten wurde dann gerne von der Propaganda angeblicher Revanchismus als vermeintlicher Grund genannt. Tatsächlich ging und geht es IMMER um wirtschaftliche Dominanz. Irgendwelche Revanchegelüste spielen lediglich insofern eine Rolle, als man damit Teile der jeweiligen Bevölkerungen in den passenden Kriegsmodus aufwiegeln kann – und es bei WK I definitiv auch praktiziert hat, auf allen Seiten.

    Den aktuellen Konflikt haben auf ALLEN Ebenen die USA angezettelt, durch Verfolgung genau der beschriebenen Strategie des Zündelns und Förderns von Konflikten. Den Krieg in der Ukraine hat schon Brzesinski als erforderlich herbeigeschrieben, zur Verhinderung der Schaffung eines transeuropäischen Wirtschaftsraumes von Lissabon bis Wladiwostok. Den schon die Briten vor und mit WK I verhindern wollten und den später wieder Putin vorgeschlagen hatte. Und den China mit der Road+Belt-Initiative gerne noch erweitern würde. Was aber die USA an den Rand drängen würde…

    Also werden mit “bewährten” Methoden weiter weltweit Konflikte geschürt. In China zb mit von der CIA gesponsorten “Uigurischen Freiheitskämpfern”, ISIS war ein Geschöpf von MI6 + CIA zur Beseitigung der Regierung in Syrien, bei dem dann auch reichlich Uiguren vorzufinden waren. Al Quaida war ja auch schon von der CIA formiert worden, um Russland in Afghanistan in einen Konflikt zu ziehen. Saddam Hussein hatte im Auftrag der USA einen mörderischen Krieg mit u.a. aus Deutschland geliefertem Giftgas gegen Iran geführt. Israel stand bei Hamas Pate, weil Fatah als Erzbösewicht ausgedient hatte. etc, etc, etc. so geht das seit mehr als hundert Jahren, weltweit.

    Dass Russland oder China einen Konflikt mit dem Westen wollen, ist eigentlich nur erkennbar, wenn man zuviel westliche Systempresse komsumiert und darüber das eigene Denken eingestellt hat. Die haben da mehr zu verlieren als zu gewinnen. Insbesondere China hat Unsummen an Devisenreserven in westlichen Währungen, und dort seine Absatzmärkte. Sowohl China als auch Russland unterstützen aber einen Wandel zu einer multipolaren Welt, allerdings eben nicht durch das Anzetteln von Konflikten – DAS ist das exklusive anglo-amerikanische Geschäftsmodell.

    Das allerdings größere Teile der bislang in kolonialistischer Weise dominierten restlichen Welt diese Gelegenheit nutzen werden, sich ggf auch gewaltsam vom Westen zu befreien, dürfte ausser Frage stehen, Die Sahelzone in Afrika steht dafür examplarisch.

    Momentan ist allerdings nur schwer zu erkennen, welche von den gerade entstehenden oder noch laufenden Bränden von den westlichen Akteuren selbst gelegt worden sind in “bewährter” Manier zur Durchsetzung seiner Dominanzinteressen (Ukraine, Syrien, Kosovo,…), und welche Konflikte originär diese Interessen angreifen.

    Fakt ist allerdings das jetzt schon absehbare totale Scheitern der bisherigen Strategie des Westens. Nahezu ALLE angezettelten Konflikte sind dem früher oder später auf die Füße gefallen, und mit erheblichen eigenen Verlusten. Diesmal dürfte dieses Scheitern episch werden, aufgrund der Dimension des selbst angezettelten Gesamtkonflikts.

    Aber zumindest der eigene militärisch-industrielle Komplex hat stets blendend daran verdient. Auch gerade bei dem Gemetzel in der Ukraine wieder. Blackrock, State Street und Vanguard profitieren sich in jedem Fall.

  17. Sehr interessante Sicht auf die Geschehnisse. Da tauchen bei mir Fragen auf, die mir sehr viel Sorge bereiten. Warum sieht der Autor nur einen identitären und keinen ideologischen Charakter. Unsere westliche Haltung und Lebensweise ist für mich auch ideologisch geprägt. Dies komplett auszuschließen erschließt sich mir nicht. Der Einschluss macht damit alles noch komplizierter.
    Was bedeutet letztendlich die Haltung „im Zweifel für meinen Westen!“. Was ist überhaupt mein Westen? Ist das territorial gesehen? Oder sind das unsere Werte und so wie wir unsere Welt gestalten? Was machen wir denn mit der territorialen Ausweitung der westlichen Art zu leben, wirtschaften und einen Staat zu führen?
    Was bedeutet es, dass in Europa inzwischen so viele Menschen aus den Gebieten leben, die anti-westlich im Sinne des Artikels eingestellt sind? Geht das überhaupt noch „meinen Westen“ zu schützen so wie wir im „Westen“ aufgestellt sind? Was braucht es, dass der Westen nicht in den Sog einer Gewaltspirale hineingezogen wird?

  18. Aus zwei Kriegen nichts gelernt.Dieser Artikel zeigt das Bildungsnivau eines Relativierers.Der lange Text ist Rasssismus pur.Nicht alle Menschen sind gleich,aber jeder ist in einen Land geboren und hat somit eine Heimat.Viele Menschen wurden ihrer Heimat durch Mord und Raub ihres Landes verlustig.Die Räuber waren die Kolonialisatoren.Das beste Beispiel Amerika,Land der Indianermörder und Verteidiger der westlichen Welt.
    Nichts gelernt aus der Vergangenheit?

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  19. Einiges ist wahrscheinlich so, aber in den Schlussfolgerungen ist der Text Propaganda!

    Ich empfehkle nooch einmal zu recherchieren. Entstehung und Rolle HAMS, Kriegsdrohungen Ukraine (ich sage nur beschlossene Ausrotung ‘des russischen’ in den abtrünnigen Provinzen), Ausrufung des ‘großen vaterländischen ..’ durch die Ukraine usw. usw.

  20. “In unseren Tagen könnte es tatsächlich zu einer gleichzeitigen Eskalation an allen vier genannten Krisenherden kommen. Der Hauptgrund dafür ist, dass Russland, die VR China, der Iran und Nordkorea alle geduldig auf einen Moment warten, der sich für die Realisierung ihrer Revanchepläne eignet.”

    Das ist die Hauptthese des Artikels: China, die Islamisten, Nordkorea und Russland wollen den Westen überfallen um sich zu rächen. Das ist offensichtlicher hanebüchener Unsinn.
    China hat in neuerer Zeit noch nie einen anderen Staat angegriffen, ihr Verbrechen besteht darin, durch ihre wirtschaftliche Entwicklung die Hegemonie der USA zu gefährden. Ähnlich wie das Britische Kaiserreich vor dem ersten Weltkrieg Deutschland durch einen Krieg niederhalten wollte ist es vor allem die USA, die Entspannung verhindert.
    Dasselbe gilt für Russland als potentiellen Verbündeten China. Da hat die USA so lange eskaliert bzw. durch ihre Marionettenregimes eskalieren lassen, bis Russland sich genötigt sah einzuschreiten um extentielle Sicherheitsinteressen zu schützen. Für weitreichende Eroberungspläne fehlen Russland sowohl die Mittel als auch der Wille.
    Nordkorea ist ein paranoider, auf sich selbst konzentrierter Staat, der nichts tun wird solange man ihn in Ruhe lässt.
    Der Islam ist eine Gefahr, aber vor allem die von den westlichen Eliten selbst forcierte Einwanderung. In Palästina kämpfen hoffnungslos unterlegene Ghettobewohner gegen moderne Armeen.

  21. RE: “Genauso konnte man während des Kalten Krieges als bundesdeutscher Linksextremist auf der Seite von UdSSR und DDR stehen.” – NIE!! Das waren damals -wie heute die Putinisten- Verräter des eigenen Landes (ähnlich der RotenKapelle im NS),das immerhin eine große Freiheit des Lebens möglich machte, auch für solche Linksaußen, DKPisten usw.!!

  22. Niemand zwingt den Westen zu einem Weltkrieg. Dieser könnte sich nur aus der Reaktion des Westens ergeben, weil das Bündnis des Ostens nur vorhat, seine berechtigten Interessen durchzusetzen. Was die Ukraine betrifft, so haben Separatisten wohl die gleichen Rechte. Wenn die Ukraine das Recht hat, sich von Russland zu separieren, muss der russisch besiedelte Donbass auch das Recht haben, sich von der Ukraine zu separieren. Ebenfalls gilt, wenn das Kosovo das Recht hat, sich von Serbien zu separieren, muss das serbisch besiedelte Nordkosovo auch das Recht haben, sich vom Kosovo zu separieren. Und Wiedervereinigung ist ein treibendes Motiv in der Geschichte. Ich verstehe, dass die Chinesen das fordern. Der Palästinakonflikt hängt auch damit zusammen, dass Israel weder selbständig noch lebensfähig, sondern eine amerikanische Kolonie ist. Weder der Anschluss des Donbass an Russland, noch der Anschluss Taiwans an China, noch eine Integration Israels in einen palästinensischen Staat, würden das “geopolitische” Gleichgewicht verändern. Deshalb müsste und sollte der Westen sich in diese Konflikte nicht einmischen! Natürlich beabsichtigen weder Russland noch China noch Iran einen Krieg gegen den Westen. Es geht dem Westen aber überhaupt nicht um diese Auseinandersetzungen, sondern um Vorwände für einen hybriden und offenen Krieg gegen Russland und gegen China und gegen Iran, und um eine amerikanische Bastion im arabischen Raum, um den amerikanischen Imperialismus zu sichern, der die globalen Konzerne vertritt.

  23. …”dass es im Vorfeld des russischen Angriffs vom 24. Februar 2022 keine erkennbare Kriegsdrohung der Ukraine oder gar der NATO gegeben habe.”

    Es darf wohl 3 mal herzhaft gelacht werden!

    Vorschlag: Herr Woitas, holen Sie sich doch gelegentlich etwas geopolitischen Nachilfeunterricht beim Kollegen Max Erdinger, bei Seymiur Hersh oder Pepe Escobar.

    Eine Frage habe ich jedoch an Sie: Wie verhält es sich mit den ergiebigen Erdgasvorkommen vor dem Gaza-Strip und Verrat war nicht im Spiel?

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