Im Sommer wird’s heiß: Einst banal, heute klimakatastrophal

Klima-Kataklysma voraus (Symbolbild:Pixabay)

Früher, als das Wetter, Erkältungswellen und liederliche Witze noch nicht politisch waren und keinen Anlass zu permanentem „Arousal“ und Dauerpanik boten, konnte man einen Sommer wie dieser Tage noch unschuldig und unbeschwert genießen: Temperaturen von jenseits der 40 Grad am Mittelmeer oder auch in unseren Gefilden waren damals ein Grund zur Vorfreunde -und zudem  das Natürlichste der Welt; Hitzewellen bekamen in den 1980er-Jahren von der Boulevardpresse phantasievolle Titel wie „Sahara-Hammer“ oder „Polen-Walze“ verpasst – und sie sorgten für Urlaubsgefühle, keine Angstzustände.

Wer sich vergegenwärtigen will, in welchen kranken Zeiten wir mittlerweile leben, der muss sich nur die Berichterstattung über die aktuelle Hitzewelle zu Gemüte führen. „Tagesschau”, „Heute” & Co. drücken uns – nicht etwa im Wetterbericht, sondern im Hauptnachrichtenblock! – eine Kassette nach der anderen über die Auswirkungen der Klimakatastrophe, immer heißere Sommer, über akute Lebensgefahr und den näherrückenden Weltuntergang. Alles wird bestialisch funktionalisiert und missbraucht, um uns das Leben zu versauen, uns unser Dauergewissen noch etwas schlechter zu machen und uns Bürde des Problembewusstseins zu erschweren – um jedweden Anflug von Sorglosigkeit oder gar Hedonismus schon am Boden zu zerstören. Inzwischen fällt vielen schon gar nicht mehr auf, in welch obszöne Hysterie sie hier aus hinterlistigen Interessen getrieben werden, um Normalität als etwas Pathogenes zu verinnerlichen:

(Screenshot:InFranken)

Und weil sich mit hinreichender Kreativität immer irgendein „Rekord” zur Verdeutlichung der angeblich nahenden Apokalypse finden lässt, wird vor allem die Disziplin der vergleichenden Klimageschichtswissenschaft bemüht – selbst wenn etwa das aktuelle Hoch über Südeuropa weder die höchsten absoluten Temperaturen noch die signifikantesten Temperaturstürze der Wettergeschichte mit sich bringt. Dafür wird dann eben vermeldet, dass man es aktuell mit der „frühesten Hitzewelle seit Beginn der Aufzeichnungen” zu tun habe (wobei hier der Begriff „Hitzewelle“ erst einmal definiert werden müsste) – eine „Katastrophe”, auf die sich Frankreich derzeit – als drohe ein Meteoriteneinschlag – „vorbereiten” würde. Geht es noch alarmistischer?

Liest man nüchtern in den Annalen und chronologischen Aufzeichnungen nach – und zwar nicht die mutmaßlich frisierten oder geschickt drapierten hochselektiven Datenaufbereitungen der politischen Klimawahn-Profiteure, sondern ganz prosaisch in alten Jahrbüchern, Zeitungsartikeln oder Nachrichtenmeldungen -, so wundert man sich unweigerlich, welche Extremwetterereignisse es immer schon gab – wenngleich diese noch nie auch nur annähernd so brutal instrumentalisiert wurden wie heute.

Alles schon dagewesen

Lawinen- und Schneekatastrophen, Dürren, Starkregenereignisse, selbst Tornados hat es immer schon und teils noch deutlich zerstörerischer gegeben. Das Standardpostulat „…aber nie in dieser Häufigkeit“ krankt schon daran, dass heute – einmal als Folge einer ständigen Ausdehnung von Siedlungsflächen in unseren Breiten, zum anderen aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung im globalen Süden – weitaus mehr solcher Ereignisse erfasst werden und sie zudem viel größere Schäden anrichten als früher.

Was es dringend braucht, ist eine Rückkehr zu mehr Gelassenheit – und die Akzeptanz des Umstandes, dass das Leben Risiken birgt, die im Zweifel nichts mit einem schuldbehafteten Fehlverhalten zu tun haben. Es gilt- und muss endlich gelingen -, was auch schon in zwei Jahren Corona notgetan hätte: Schaltet die Hysteriker endlich stumm! Lasst euch von ihnen nicht die knappe Lebenszeit vermiesen! Also lautet die Devise: Lebt – und ängstigt und entschuldigt euch nicht!

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13 Kommentare

  1. Wir waren 2009 im Juni in der Provence und das Thermometer zeigte 42 °C im Schatten! Sicherlich war das nicht angenehm für mich, aber damals dachte keiner daran, daß wir nun alle sterben werden!

  2. Zu meiner Jugendzeit hieß es noch „es gibt einen schönen Sommer“, wenn längerfristige Temperaturen um und über 30° angekündigt wurden.

  3. Irgendwie ist im Dezember bei uns auch ganz plötzlich Winter und der Wetterbericht meldet einen schweren Kälteeinbruch bei +2 Grad. Ein E. Koslowski II der Böses dabei denkt.

    Euer Schelm

  4. Die durchschnittliche menschliche Kerntemperatur (Körpertemperatur) beträgt 37° C, die des Gehirns nach neueren Forschungen sogar nahe 40°C. Warum leben wir alle noch?

  5. Mit Hitze lässt sich offenbar mehr Geld verdienen als mit Hochwasser. Im Ahrtal gab es unglücklicherweise keine Warnunen vor „akuter Lebensgefahr“.

  6. Dem Globalem Wahnsinn muss auch das Wetter angepasst werden. Nicht nur das Bargeld. EU muss weg!!

    Wie sagten wir schon vor Jahren, wenn der Mensch anfängt auch das Wetter zu bestimmen, dann geht die
    Welt unter.

    Und da sind wir schon wieder bei dem Thema, wann ist auch eine kriegerische Handlung UNERLÄSSLICH
    um diese Wahnsinnigen zu bestrafen.

  7. Gott sei Dank hatte ich Eltern, die in ihrer Kindheit und Jugend alles andere als verzärtelt wurden, und die deshalb übergroße Besorgnis Dritter – beispielsweise im HInblick auf körperliche Gesundheit – immer unwirsch mit dem Satz wegwischten:“ Ach was! Der Körper kann das ab!“
    Daran mußte ich in den letzten Jahren und besonders während Corona oft denken.
    Wenn ich heute in meinem Computer schon ab einer Temperatur von etwas über 20Grad ein Thermometer mit rotem Warn-Ausrufezeichen sehe, überkommt mich mehr und mehr das Gefühl, zunehmend nur noch von Verrückten umgeben zu sein. Es geht nur noch darum, Panik zu schüren.

  8. wie wollen denn die klimaidioten sonst ihren unsinn verteidigen. Eine schneeflocke auf den gleisen sogleich wird der klimanotstand ausgerufen!!!!!

  9. Ich habe in meinen alten Tagebüchern, so z.B im Frühsommer 1982, öfter den Eintrag,“sind heute im Freibad schwimmen gewesen“, und das im Mai! Mein Gott!, was hatten wir für ein Glück, damals nicht vor dem todbringenden Wetter gewarnt worden zu sein!

  10. DIe woken Bellizisten von der Pseudo-Öko Grünen Partei wollen gar nicht das Klima oder die Umwelt retten und sie wollen keine Friedenpolitik, weil die Grünen nie eine pazifistische Partei waren.
    Ich denke eine ÖDP ist viel eher eine Öko-Partei als die B90/Grünen.

  11. wenn man bedenkt, Grönland (Grünland) war früher eisfrei, die Ostsee nur entstanden, weil es wärmer wurde und das Skandi-Eis schmolz. Die Römer in der Provinz Britannien (England) Wein anbauten, mit Sandalen in den Teutoburger Wald latschten…

    Schrecklich diese neuzeitliche Wärme….

  12. Mal abwarten was da auf uns zukommt …die Grünen mit den restl.Parteien im Schlepptau …kennen doch nur noch Angstmache,Abzocke und Verbote.Noch nicht so publik wie Corona u. Ukraine…ist das Thema Trinkwasser-Knappheit. Da kommt noch was auf uns zu, hinter den Kulissen in Berlin fliegen bereits die Fetzen. Nun noch die Verknappung der Gaslieferung aus Russland… Habeck stellt gesetzliche Maßnahmen zur Energie-Einsparung zur Diskussion (für Wohnungen seien auch 18-22°C ausreichend)

  13. In meiner Kindheit wurde mir aus einem Märchenbuch eine Fabel(?) vorgelesen. Darin hieß es, dass der Sommer so heiß war, dass die Vögel tot vom Himmel fielen.
    Im Schwäbischen kann man auch in Liedversen noch erkennen, wie banal sich damals das Wetter verhielt:
    „Ond wenn d’Sonn scheint, gibt’s guat Wetter,
    ond dr Wenter kommt, wenn’s schneit –
    ond aus Bube werdet Väter,
    ond aus Kender Leut!“
    (Willy Reichert in „Hoamet“)

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