Katzbuckeln im Frauentrikot: „Die Mannschaft“ am Tiefpunkt

Was vom deutschen Fußball übrig blieb: Multikulti-Millionäre als Litfaßsäulen für Haltungsphrasen (Foto:Imago)

Der Doppel-Kotau der deutschen „Mannschaft” (erst knien gegen „Rassismus”, dann kicken im Trikot der Frauen-Nationalelf) vor dem linken Zeitgeist beim gestrigen Fußball-Länderspiel gegen England in München passt wie die Faust aufs Auge zur anhaltenden Verweichlichung, Vertuntung, „Verschwuchtelung“, Selbstverachtung und identitären Selbstaufgabe einer Gesellschaft, die sich wie eine Brausetablette im Sprudel der Beliebigkeit auflöst. Schon vor dem Spiel hatte Ilkay Gündogan stolz bekanntgegeben: „Wir werden gemeinsam mit den Engländern auf die Knie gehen. Wir wollen das unterstützen, weil es eine sehr gute Sache ist. Wir haben das kurz besprochen in der Mannschaft, keiner war dagegen.“ Es stand allerdings auch kaum zu erwarten, dass irgendjemand gewagt hätte, sich dem idiotischen Ritual des pathetischen Kniefalls zu verweigern, wollte er sich nicht als „Rassist” gebrandmarkt in den Gazetten wiederfinden.

Mit der Geste glaubt die englische Nationalmannschaft bis heute, ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen – und ihre Gäste tun es ihr gleich. Ausländischen Fussballfans geht die unerträgliche moralische Selbstbeweihräucherung jedoch zunehmend auf den Zeiger: Beim Spiel gegen Ungarn erntete sie dafür am Samstag gellende Buhrufe. Briten-Trainer Gareth Southgate äußerte sich daraufhin gewohnt oberlehrerhaft: „Ich habe keine Ahnung, warum Menschen während dieser Geste buhen. Wir gehen auch auf die Knie, um Leute in der Welt aufzuklären und das Bewusstsein zu schärfen.

Distanzlose BLM-Sympathien

Doch selbst unter den eigenen Fans ist dieses penetrante virtue-signalling inzwischen keineswegs mehr unumstritten: Bereits bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr hatten auch englische Fans die Aktion mit Pfiffen quittiert. Innenministerin Priti Patel hatte die obligatorische Showeinlage als „Gestenpolitik“ kritisiert, auch andere britische Politiker äußerten sich ablehnend.

Dabei nimmt wohl kaum jemand inhaltlichen Anstoß an einem Statement gegen „Rassismus”, sondern lediglich daran, dass man hier distanzlose Sympathien mit einer äußerst fragwürdigen Bewegung wie „Black Lives Matter“ bekundet. Zudem dürften viele Fans der stetig zunehmenden Politisierung des Fußballs überdrüssig sein. Das ist auch der Grund, warum das gestern wieder gezeigte Verhalten der deutschen Nationalelf zunehmend zum Ärgernis verkommt: Die Haltungsdemonstrationen wirken so unspontan, so krampfhaft einstudiert und unauthentisch, dass sie eher das Gegenteil ihrer angeblichen Botschaft transportieren. Erreicht geschweige denn „zum Nachdenken gebracht“ wird dadurch ohnehin keiner mehr: Wer einfach nur ein Spiel sehen und seine Mannschaft anfeuern und gerade im Stadion oder dem Fernseher einmal der Politik entkommen will, der ist es leid, sich ständig von heuchlerischen Jungmillionären und Funktionären über die korrekte Gesinnung belehren zu lassen.

Berserkerhafte Gutmenschlichkeit

Doch unbeirrt hält die moralisch gleichgeschaltete Gesinnungs-NGO „Deutscher Fussballbund” an ihrer symbolpolitischen Orthodoxie fest. Die deutsche Mannschaft hatte sich den Kniefall-Aktionen schon bei der EM angeschlossen – und wiederholte sie am Dienstagabend, obwohl es eigentlich doch angesichts „Pride Month“ und Ukraine noch genug weitere Nabelschau-Selbstdarstellungsfelder gegeben hätte. Dafür ließ sie sich auch gleich noch für ein weiteres Woke-Projekt einspannen – indem sie in den Trikots der Frauen-Nationalmannschaft spielte. Auch damit sollte, na was wohl, ein „Zeichen” gesetzt werden – diesmal für die Frauen-EM, die im Juli in England stattfindet und, wie DFB-Frauen-Sprecherin Annette Seitz erklärte, und zwar als „kleiner Gruß von unserem Männerteam an uns alle, dass wir uns gegenseitig unterstützen und dass es ein Fußball ist.“

Geht es eigentlich noch beknackter? Während die sportlichen Erfolge seit Jahren ausbleiben und die deutsche Mannschaft aus den letzten beiden Turnieren jämmerlich ausschied, macht ihr zumindest im Zeichensetzen niemand etwas vor. Diese berserkerhafte Gutmenschlichkeit, die sportliche Anstrengungen ins Hintertreffen geraten lässt, relativiert dann auch die Ankündigung, auf den unseligen Eigen-Slogan Die Mannschaft“ demnächst wieder zu verzichten (vermutlich weil man spürt, dass dies dann doch zuviel des „Guten” wäre). Dessen Einführung ging übrigens mutmaßlich auf einen direkten Ukas Angela Merkels während der Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 zurück. Ob mit der Rückgängigmachung dieses identitätslosen Labelings jedoch das seit Jahren anhaltende Imageproblem überwunden wird, ist kaum zu erwarten, solange sich Hansi Flicks Tugendwächtertruppe weiterhin für jedes ideologische Projekt vor den Karren spannen lässt.

 

27 Kommentare

  1. Männer, die sich vom Faschistensystem weich klopfen ließen.
    Was seid ihr nur für Pussis?
    Wie lange wollt ihr Euch noch für dumm verkaufen und erniedrigen lassen.
    Pfui !
    Ich schaue seit langem kein Fußball mehr, weil ich nicht noch indirekt
    Mulitimillionäre und Multifunktionsmillionäre unterstützen werde.
    Wer heute noch ins Stadion geht und/oder Fanartikel von den Kickern kauft,
    hat nicht mehr alle Krampen im Holz.

  2. Einfach ignorieren, nicht hingehen, nicht anschauen, nicht über die Gestalten berichten. Sollen doch die Vollpigmentierten und Volltätowierten aus der deutschen und importierten Unterschicht machen was sie wollen. Wenn sich keiner mit ihrem Gekicke beschäftigt, ist bald Schluß mit der dicken Kohle.

  3. Früher habe ich mir gern Spiele der Fußball-Nationalmannschaft angesehen.

    Aber mittlerweile ist mir der Fußball restlos verleidet. Dieser ganze woke Unfug nervt nur noch, nicht nur beim Fußball, aber gerade da. Ich will weder Regenbogen-Armbinden oder -Flaggen sehen noch völlig sinnlose Kniefälle oder andere Kotaus vor einem immer dämlicher und infantiler werdenden Zeitgeist.

    Wenn ich vorher politische Haltungsbelehrung ertragen muss, kann ich mich auf ein Fußballspiel nicht mehr freuen. Ich verzichte zukünftig völlig darauf, auch und gerade bei der WM in Qatar. Obwohl die woken deutschen Kicker sich gerade in diesem islamischen Sklavenhalterstaat wohl eher mit solch depperter „Zeichen“setzerei zurückhalten dürften.

  4. Das mit den Frauentrikots ist doch ganz passend. Im Männerfussball können sie ja nicht mehr ernsthaft mithalten.

  5. Genau so schaut’s aus. Danke für diese Ansage. Angefangen bei mir hat es mit TV-Übertragungen ohne Ton (die Kommentatoren sind elend schlecht). Nun ist gar nix mehr mit Fußball. Der Zustand Deutschlands ist beschämend! Und die ganze Welt lacht über uns. Zurecht.

  6. Zitat: Briten-Trainer Gareth Southgate äußerte sich daraufhin gewohnt oberlehrerhaft: „Ich habe keine Ahnung, warum Menschen während dieser Geste buhen. Wir gehen auch auf die Knie, um Leute in der Welt aufzuklären und das Bewusstsein zu schärfen.”

    Frage: welches Bewusssein ? Sind wir auf einem anderen Planeten?
    Ob für Englands oder Deutschlands Fussballmillionäre Tunten Diversity Popanz noch Eintritt zu bezahlen…
    derjenige gehört iauf Dauer n den moralingetränkten Kreidefresserkasten gesperrt.
    Wer diesem Wahnsinn weiterhin zuschaut wacht in nicht mehr ferner Tage im Darkroom bei Anastasia Bifang und Konsorten auf.
    https://www.youtube.com/watch?v=lxvG7LH4Z3g

    Bemerkung: War lange Jahre FS Zuschauer der BL und Nat.Mannschaft. Seit der saudämlichen Marketingaktion „Die Mannschaft“ = 10x Schoko und 1x Milchshake,als wären wir im Afrika Cup- und dann noch Millionärs -Niederknieen für BLM – das wars dann. Nie wieder Fussball. Mehr Gaga geht nichts. Oder gibts noch ne Steigerung?

  7. Die Vögel sind nur noch peinlich.

    Und VW ist nicht nur wegen deren Trikotwerbung für alle Zeiten für mich tabu. Ausschlaggebend war, als VW bei einem AfD-Parteitag in der Niedersachsenhalle das VW-Emblem verhüllt hatte.

  8. -Fussball an sich ist ein Spiel für Kinder
    -erwachsene Menschen trampeln auf eine Gummi (Leder?) Kugel ein
    -sie werden dafür hochfürst, ja gar herrschaftlich bezahlt
    -der dumme Plebs bezahlt den ganzen „Spass“
    -und muss sich demütigen lassen

    früher
    -gab es Kampfspiele zum Ruhme Roms
    -starben die Gladiatioren auch schon mal in der Arena
    -der Eintritt war für alle kostenlos

    Das Grundprinzip ist gleich

    panem et circenses !

  9. Einseitiger Kniefall für einen drogensüchtigen schwarzen Kleinkriminellen! Das muß man sich immer wieder vor Augen halten! Cringe!!!! Aber die Kniefaller – pardon KniefallerINNEN – stehen in der Tabelle da, wo sie hingehören aktuell: auf 3 (GER) und 4 (ENG). Die beiden anderen Mannschaften, die den Quatsch nicht mitmachen, stehen auf 1 (ITA) und 2 (UNG). Soviel dazu…

  10. wie blöde müssen unsere sogenannten sportfunktionäre sei, da´ß so was geduldet wird.
    Hoffentlich werden die fans endlich mal schlau und bleiben bei den spielen der M A n n s c h a f t FERN111

  11. Ich kaufe keinen VW mehr, benutze kein Old spice , bin Rentner wer sollte mich da zweimal beförde und lasse mich nicht vom aufgesetzten Gutmenschentum anstecken . Gutes ist bei mir nur Gut wenn ich es als Gut empfinde und nicht wenn es andere berhaupten ! Ich lasse mich auch nicht in Täterrollen zwängen die ich weder will noch beeinflussen kann . Wenn andere meinen , sich den Finger in den P. stecken zu müssen um aufzufallen sollen sie das gerne tun

  12. Ich schaue mir mittlerweile kein einziges Spiel dieser Söldner-Elf mehr an. Es war mir auch völlig klar, das mit Flick ein Löw 2.0 kommen wird. Immer weniger Fans können sich mit dieser Mannschaft identifizieren.

  13. Genauso ist es ! Eine Truppe die in Katar Weltmeister werden will, in einem Land in dem der Rassismus aufblüht, kann sich von mir aus in den Dreck schmeißen, um gegen den Rassismus zu demonstrieren. Millionäre die durch tragen der Regenbogenkapitänsbinde meinen einen tollen Beitrag für eine diverse Gesellschaft zu erbringen, taugen nicht viel! Das sieht man auch in Ihrem Spiel, gestern wieder.

  14. Dieses „Die Mannschaft“ ist unverschämt überheblich und arrogant. Als ob es alle anderen Fußballmannschaften gar nicht gäbe. Jede andere Nationalmannschaft hätte Spiele mit „Die Mannschaft“ verweigern sollen.

  15. Früher habe ich mir extra zur WM teures Equipment angeschafft, um die Spiele der „Deutschen Nationalmannschaft“ möglichst groß und hautnah zu erleben – selbst wenn sie nicht gewonnen hat.
    Seit 2014 – letzter Lichtblick der Elf – geht mir das woke Schwuchtel- und Rassismusgedöns dieser Söldnertruppe mit Beutedeutschen nur noch auf den Sack. Seitdem schaue ich kein Spiel mehr an und HOFFE sogar, daß diese eierlosen Dribbel-Millionäre möglichst jedes Spiel verlieren, aber selbst das kriege ich meistens mangels Interesse nicht mit.

  16. Reicht es nicht, einen schwulen Trainer zu haben? Muss man auch sonst überall sozialistische Haltungspolitik demonstrieren?
    Sag mir, wo Du stehst – so hieß es schon in der DDR.
    Ich halte es da lieber mit Einstein: Der geistige Horizont Vieler ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und den nennen sie dann ihren Standpunkt.

  17. Schön, dass wir mal über Fußball reden …!

    Das Merkwürdige ist ja, dass das Verhalten bzw. der Zustand der Fußball-Nationalmannschaft oft auf seltsamste Weise mit dem Zustand der Politik und der Gesellschaft verbunden zu sein scheinen. Wie dies – mag erklären, wer will …

    Auffallend ist jedenfalls in diesen Tagen, dass wir seit Monaten einen deutschen Sanatoriumsfußball sehen, der jeder Altersheim-Mannschaft zur Ehre reichen würde. Wir sehen zudem ethnisch gefärbte Spieler, die früher schon dadurch Zeichen setzten, dass sie die deutsche Nationalhymne nicht mitsangen. Ich habe durchaus nichts gegen ethnisch gefärbte Spieler, aber allerdings dann sehr viel, wenn sie als Nationalspieler nicht einmal deutsch sprechen können! Das es etwas merkwürdig wirkt, wenn gar nahezu eine ganze Mannschaft – wie schon bei den Franzosen – durch farbige (noch korrekt?) Akteure bzw. Mimen dargestellt wird, lassen wir mal außen vor. Aber deutsche Nationalspieler, die nicht deutsch sprechen können? Blamabler geht es nicht. Umso erfreuter war ich schon, wenn ein Schwarzer (das ist doch jetzt korrekt?) oder ein Dunkler (das ist vermutlich nicht mehr korrekt) ganz normal deutsch sprach. Mensch bleiben, sage ich da und freue mich. Die Sprache ist der unersetzbare Rahmen für Kultur und Identität eines Volkes. Wenn es da – gar exemplarisch – vor einem Fernsehpublikum schon hapert, ist das das Zeichen für den fortschreitenden Untergang.

    Man gibt sich alle Mühe, leistungslos etwas darzustellen und ein volles Stadion bei Heimspielen ist garantiert. Wird so identitätssuchend garantiert. Wird der Kick dann gar zu langweilig, werden Ablösesummen hin- und her-gewätzt, dass der in den Dämmerschlaf rutschende Zuschauer sich schon mal an die Nennung großer Beträge gewöhnt und nicht morgens erschreckt zusammenzuckt, wenn da wieder Millionen oder Milliarden für irgendwas verplempert werden.

    Warum also noch irgendwie sich anstrengen, wenn man doch ein fünfstelliges Gehalt bezieht? Auf jedem Dorfacker wird heute mehr gekämpft, gelaufen, getrippelt, geflankt und auf das gegnerische Tor geschossen als bei diesen Millionärstreffen. Sauber hintenrum, der Torwart, abartig der Spieler mit den meisten Ballkontakten durch eigene Mitspieler, das alles gleicht ganz dem Stil der Politik. Nichts probieren, nicht engagieren, andere die Arbeit machen lassen, alles durchweg einfaltslos nur verwalten – falsch: nach eigenem Gutdünken verschleudern. Viel Ballsicherung und Postensicherung, auf die man mono-talentiert und geschmeidig gelangt ist. Welcher Fußballer oder Politiker hat heutzutage noch eine persönliche Ausstrahlung? Selbst diejenigen, die vor Urzeiten einen Sepp Herberger noch „Chef“ nannten, hatten mehr Persönlichkeit als die heutigen National-Vertreter. Alle sind austauschbar, uninspiriert, phlegmatisch, angepasst – ganz wie das Volk, ganz wie die Politik, ohne Charakter und ohne Gestaltungswillen. Durchsetzen nicht für alle oder andere, sondern nur noch für sich selbst – und niemand haut auch mal auf den Tisch.

  18. Warum sollte jemand, der bei klarem Verstand ist, etwas dagegen haben, dass eine Fußballmannschaft offen eine extremistische politische Bewegung unterstützt, die offen die Abschaffung der Kernfamilie und die Abschaffung der Polizei fordert, bei deren Protesten Geschäfte und Autos in Brand gesteckt, Polizisten und Journalisten angegriffen werden und gegen deren Anführer derzeit ermittelt wird, weil sie sich aus Spendengeldern Villen im Wert von mehreren Millionen Dollar geschenkt haben?

  19. Mein letztes Spiel, daß ich von unserer Nationalmanschaft gesehen habe, ist schon acht Jahre her und das war das Endspiel gegen Argentinien. Seit sich unsere Nationalelf zur eierlosen „Die Manschaft“ herabdegeradiert hat, habe ich noch kein Spiel gesehen und werde auch weiterhin nicht zuschauen, auch wenn sie im Regenbogentrikot mit Kniefall und Trauerflor und gottweißwasnoch Weltmeister werden sollten ! Ginge mir 10m am Arsch vorbei !

  20. Da mein Beitrag anscheindend im Nirwana des Internets verlustigt gegangen ist, erlaube ich mir eine Wiederholung! Der geneigte Leser möge dies verzeihen, falls ich nur die Dauer der Erst-Warteschliefe unterschätzt haben sollte!

    Schön, dass wir mal über Fußball reden …!
    Das Merkwürdige ist ja, dass das Verhalten bzw. der Zustand der Fußball-Nationalmannschaft oft auf seltsamste Weise mit dem Zustand der Politik und der Gesellschaft verbunden zu sein scheinen. Wie dies – mag erklären, wer will …
    Auffallend ist jedenfalls in diesen Tagen, dass wir seit Monaten einen deutschen Sanatoriumsfußball sehen, der jeder Altersheim-Mannschaft zur Ehre reichen würde. Wir sehen zudem ethnisch gefärbte Spieler, die früher schon dadurch Zeichen setzten, dass sie die deutsche Nationalhymne nicht mitsangen. Ich habe durchaus nichts gegen ethnisch gefärbte Spieler, aber allerdings dann sehr viel, wenn sie als Nationalspieler nicht einmal deutsch sprechen können! Das es etwas merkwürdig wirkt, wenn gar nahezu eine ganze Mannschaft – wie schon bei den Franzosen – durch farbige (noch korrekt?) Akteure bzw. Mimen dargestellt wird, lassen wir mal außen vor. Aber deutsche Nationalspieler, die nicht deutsch sprechen können? Blamabler geht es nicht. Umso erfreuter war ich schon, wenn ein Schwarzer (das ist doch jetzt korrekt?) oder ein Dunkler (das ist vermutlich nicht mehr korrekt) ganz normal deutsch sprach. Mensch bleiben, sage ich da und freue mich. Die Sprache ist der unersetzbare Rahmen für Kultur und Identität eines Volkes. Wenn es da – gar exemplarisch – vor einem Fernsehpublikum schon hapert, ist das das Zeichen für den fortschreitenden Untergang.
    Man gibt sich alle Mühe, leistungslos etwas darzustellen und ein volles Stadion bei Heimspielen ist garantiert. Wird so identitätssuchend garantiert. Wird der Kick dann gar zu langweilig, werden Ablösesummen hin- und her-gewätzt, dass der in den Dämmerschlaf rutschende Zuschauer sich schon mal an die Nennung großer Beträge gewöhnt und nicht morgens erschreckt zusammenzuckt, wenn da wieder Millionen oder Milliarden für irgendwas verplempert werden.
    Warum also noch irgendwie sich anstrengen, wenn man doch ein fünfstelliges Gehalt bezieht? Auf jedem Dorfacker wird heute mehr gekämpft, gelaufen, getrippelt, geflankt und auf das gegnerische Tor geschossen als bei diesen Millionärstreffen. Sauber hintenrum, der Torwart, abartig der Spieler mit den meisten Ballkontakten durch eigene Mitspieler, das alles gleicht ganz dem Stil der Politik. Nichts probieren, nicht engagieren, andere die Arbeit machen lassen, alles durchweg einfaltslos nur verwalten – falsch: nach eigenem Gutdünken verschleudern. Viel Ballsicherung und Postensicherung, auf die man mono-talentiert und geschmeidig gelangt ist. Welcher Fußballer oder Politiker hat heutzutage noch eine persönliche Ausstrahlung? Selbst diejenigen, die vor Urzeiten einen Sepp Herberger noch „Chef“ nannten, hatten mehr Persönlichkeit als die heutigen National-Vertreter. Alle sind austauschbar, uninspiriert, phlegmatisch, angepasst – ganz wie das Volk, ganz wie die Politik, ohne Charakter und ohne Gestaltungswillen. Durchsetzen nicht für alle oder andere, sondern nur noch für sich selbst – und niemand haut auch mal auf den Tisch.

Kommentarfunktion ist geschlossen.