Dienstag, 21. Mai 2024
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Kurzschluss legte die Charité lahm: Schrottreifes Deutschland

Kurzschluss legte die Charité lahm: Schrottreifes Deutschland

Energie, Hi-Tech- und It-Musterland Deutschland (Symbolbild:Pixabay)

Mitte dieser Woche mussten die Patienten der Berliner Charité eine traumatische Erfahrung machen, wie sie wohl bald vielerorts in Deutschland, wenn nicht sogar dereinst flächendeckend, bevorsteht: Gegen halb drei Uhr in der Nacht fiel plötzlich der Strom aus. In einem Krankenhaus – noch dazu von dieser Größe – ist dies das Schlimmste, was passieren kann. Die Rufknöpfe für lebensgefährliche Notfälle, Geräte zur Überwachung des Zustands der Patienten, Sicherheitstüren und die Geräte bei Operationen waren nicht mehr zu gebrauchen. Beatmungsgeräte liefen nur noch über ihre auf eine Stunde begrenzten Akkus, danach mussten Patienten mit Beatmungsbeuteln manuell beatmet werden. Insgesamt waren die Rettungsstelle, 15 OP-Säle und ITS-Stationen mit 70 Intensivpatienten sowie rund 600 Patienten im Bettenhaus betroffen. Der Strom fiel immer wieder komplett aus, die Rettungsstelle blieb noch ohne Strom, als die Versorgung des Bettenhauses zumindest teilweise wieder funktionierte.

Insgesamt dauerte der Blackout drei Stunden. Um damit fertig zu werden, musste die Feuerwehr mit 46 Einsatzkräften und einem mobilen Notstromaggregat auf einem LKW anrücken, um die vorläufige Stromversorgung zu sichern. „Das letzte Mal, dass wir in der Form in einem Krankenhaus tätig geworden sind, war im Februar 2019 bei dem Großstromausfall in Köpenick“, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Fünf Patienten wurden in andere Krankenhäuser, acht innerhalb der Charité verlegt. Allerdings war diesmal nicht das bald jedem Deutschen blühende grüne Energiewunder, sondern eher der übliche marode Zustand der Infrastruktur ursächlich für den Blackout.

Marode Infrastruktur, keine Redundanzen

Ein Kliniksprecher führte diesen auf einen “Kurzschluss in einem Stromverteiler” zurück. Es habe „zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung von Patient:innen“ bestanden, versicherte man ebenso eilfertig wie unglaubwürdig, dafür aber in perfektem Genderdeutsch (das, worauf es ankommt, klappt in diesem Land also noch). Angesichts der unbestreitbaren Häufung von Stromausfällen in lebenswichtigen Geräten und Operationssälen ist diese zweckoptimistische Aussage jedenfalls mehr als gewagt.

Dabei kann die Klinik noch von Glück sagen, dass sie über eine eigene Stromversorgung verfügt und nicht auf das Berliner Stromnetz angewiesen ist. Dessen unvermeidlicher Zusammenbruch wird von Fachleuten nämlich seit Jahren prophezeit. Wie durch ein Wunder scheint der Charité-Blackout keine Menschenleben gekostet zu haben. Dass ein einziger Kurzschluss ein polyklinisches Metropolkrankenhaus mit systemrelevanter Versorgungsbedeutung lahmlegen kann, belegt, auf welchen Drittweltniveau Deutschland im Elementarbereich angelangt ist: Redundanzen, also zusätzliche Absicherungen durch Sicherheitskreisläufe, scheinen hierzulande nirgendwo mehr zu existieren – mit der Folge, dass nicht nur materielle, sondern auch Personenschäden drohen: Erst Mitte Februar hatte die Durchtrennung eines Glasfaserkabels durch einen Bagger am Frankfurter Flughafen zu einem Systemausfall bei der Lufthansa mit Flugausfällen und zig-Millionenschaden geführt. Auch hier schüttelte das ganze Ausland nur mit dem Kopf, wie störanfällig deutsche Informations- und Stromnetze angelegt sind. Angesichts dieses infrastrukturellen Prekariats  braucht es die selbstmörderische deutsche Energiepolitik, die das Land systematisch von der Stromversorgung aus dem Ausland abhängig macht, eigentlich überhaupt nicht mehr.

19 Antworten

  1. Es muß ein absoluter Albtraum gewesen sein. Und es ist ein Vorgeschmack auf den Blackout, der mit jedem Tag, an dem die selbstmörderische Energiewende nicht gestoppt wird, wahrscheinlicher wird.

    Meine Hoffnung ist, daß das Kartenhaus des internationalen Finanzcasinos, das von den globalen Banken in Komplizenschaft mit den Notenbanken betrieben wird, in sich zusammenbricht, bevor es zum großflächigen Blackout in der Stromversorgung kommt.

    Dann nämlich und leider wie in Deutschland üblich – siehe 1945 – erst dann wird es möglich sein, daß sich im Bundestag und in den anderen politischen Machtzentrenten quer über alle Parteigrenzen hinweg eine Koalition der Erwachsenen zur Rettung unseres Landes zusammenfindet, die in letzter Minute in der Versorgung mit elektrischer Energie die Hebel umwirft und rettet, was zu retten ist.

    Und man mache sich nichts vor. Leicht wird es nicht sein. Das Zerstörungswerk, das die Altparteien in Jahrzehnten angerichtet haben, wird nicht von heute auf morgen beseitigt werden können.

    Die jetzt junge Generation wird vor einer Wiederaufbauarbeit stehen, einer wahren Herkulesarbeit, wie die Generation unser Eltern und Großeltern, die nach dem Krieg unser Land aus Trümmern und Ruinen wiederhergestellt hat.

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    1. @Reiner
      “Die jetzt junge Generation wird vor einer Wiederaufbauarbeit stehen,…”
      Wiederaufbauarbeit? Das werden die Betrüger Eliten dieser Welt wohl verhindern. Wenn diese Betrüger Eliten mit ihrer Arbeit fertig sind wird die Welt am Boden liegen auch ohne Atomkrieg.

    2. ich glaube, das man sich von der Illusion eines Wiederaufbaues von Deutschland getrost verabschieden kann. Dafür ist der Anteil von Migranten schon viel zu Hoch. Diese Menschen waren alle schon nicht gewillt, in ihren Ursprungsländern für Verbesserungen zu sorgen, warum sollten Sie es in Deutschland tun? Es ist mir unbegreiflich, wie sich all diese Zigtausend Politiker in fast ganz Europa verhalten. Es ist doch offenkundig, das dieser Erdteil , mit dieser dummen Politik ins Chaos abgleiten wird.

    3. Ein 4stuendiger Blackout, mit Heizungsausfall in einem Nuernberger Pflegeheim, mit 240 Bewohnern, im Nov. 22, als Vorgeschmack zeigte bereits anschaulich, was da so passieren kann. Pflegebeduerftige alte Menschen allein und in der Dunkelheit. Demente Menschen hilflos, veraengstigt und desorientiert auf den Fluren. Sogar die Feuerwhr musste anruecken und aus helfen.
      https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/orientierungslose-senioren-in-dunklen-gangen-stromausfall-in-nurnberger-pflegeheim-1.12691857
      Dies und der Kurzschluss in der Charite sind bisher Einzelfaelle. Kaum vorstellbar das Chaos wenn der Blackout landes-oder buntesweit eintritt.

      Was den Wiederaufbau durch die junge Generation betrifft , habe ich wenig Hoffung . Geschaetzte 70% koennen doch ausser am Schmarrphone herum wischen, huepfen und gross daher reden nichts, weder handwerklich, noch selbstverpflegend oder z.B. kreative Ueberbrueckung von Notsituationen ,Nachbarschafts- und Selbsthilfe.
      Ohne Eltern und Mac Doof bzw. Doener verhungern sie, harte Arbeit wie z.B. auf dem Bauernhof oder im Handwerk , koennen sie da verweichlicht, verzogen und wohlstands vernachlaessigkeit kaum mehrere Tage durchhalten.

      Auf die neuen Eindringlinge ist, in der Regel auch kein Verlass, wenn sie hart arbeiten koennten und wuerden, haetten sie ihre Heimatlaender wieder aufgebaut.
      Moglicherweise waeren ihre Frauen, die in ihren Heimatlaendern die meiste Arbeit erledigen , die neuen Truemmerfrauen. Integrierte und hartarbeitende Auslaender werden wohl Buntland verlassen und in ihre Heimat zurueck gehen.
      Doch wer bat wieder auf?

  2. tja langsam aber ganz sicher reifen die links-grünen giftigen berliner Stinkbomben so richtig aus. Aber Hauptsache richtig geständert! wie bescheuert ist das alles eigentlich? Merkelt das die Masse immer noch nicht? Wie schon paarmal in der Geschichte, die müssen erst totaler als total auf die Fresse fliegen, bevor die ideologisch verpestete Erbse wieder zum Nachdenken benutzt wird. Ausbaden müssen es aber immer diejenigen die nichts dafür können, wie in diesem Beispiel die Patienten in dieser Spritzenbude, waren die nicht auch in dieser Sache so besonders mit vorauseilendem Gehorsam unterwegs? Und sowas macht mich stinksauer um es mal milde auszudrücken…

  3. Ich finde es geil! Der Michel muss erst durch Schmerz lernen, wer diesen Mist angerichtet hat!
    Ich bin für einen 14 tägigen Black Out, dann kann ich mich richtig austoben!

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  4. Redundante Systeme? Ich lach mich schlapp. Vielleicht hat ja mal jemand aus der Redaktion Zeit und Muse, sich mit dem Thema Ortsnetztransformatoren in dieser Republik zu befassen. Bestand und Beschaffung. Schon der massive Ausbau von Ladestationen ist eine Science Fiction, jetzt sollen auch noch flächendeckend Wärmepumpen dazukommen. Wir brauchen un keine Gedanken um irgendwelche Diversantenangriffe zu machen – dafür sorgt schon diese Regierung.

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  5. Wollte Berlin nicht CO2-frei werden, was Gottseidank in der Befragung recht knapp verhindert wurde? Ist der vorliegende Stromausfall nur ein Popanz gegen das, was uns noch blüht? Gehe ich fehl in der Annahme, daß die (grüne) Politik genau das will, zumindest fahrlässig befördert?
    Nein, Deutschland ist schon jetzt eine Diktatur, liegt aber im Dritte-Welt-Ranking noch im oberen Feld. Noch.
    Und nun, liebe Grüne, spielen wir “Zurück in die Vergangenheit”, das in Klimakreisen beliebteste Spiel. Wer die meisten Kraftwerke abschaltet und die längsten Blackouts produziert, wird Klimakönig.

  6. Bin grad dabei meine 12 V Notstrom Solaranlage noch durch Regler effizienter zu machen. Mein Modem wird automatisch umgeschaltet, Eigenbau. Also W-lahn ist gesichert. Aufladung von Batterien auch. Auch vieles was über USB Aufladung geht auch. Kurzwellenempfänger liegt schon aus der Zeit meiner Auslandurlaube bereit, Seewetterberichte. Alles Andere wird durch Campinggeräte abgesichert. Bei einem Totalausfall sind dann noch Handfunkgeräte vorhanden. Konserven und Wasser reichen auch für ein Weilchen. Als Camper und Bastler ist man da schon auf einiges vorbereitet.

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    1. Ich hoffe für Sie, Ihre Behausung liegt irgend wo fern jeglicher menschlicher Population, sonst werden Sie wenig Freude an all dem haben.

  7. Beim Kurzurlaub in unserem schönen Buntblödland bin ich auf eine kleine indische Delegation getroffen, die staunend eine extrem rostige Brücke (noch in Betrieb) fotografiert hat. Das war lustig und peinlich zugleich. Meine Theorie ist, daß die Neo-Kommunisten 🧟 die Infrastruktur absichtlich verfallen lassen.

  8. Ich bin nicht sonderlich überrascht.
    Im hiesigen Rechenzentrum gab’s vor etwa 15 Jahren eine Stromausfall-Übung zum Test der Notstromversorgung. Der Bericht dazu las sich hinterher wie das Script zu einem Daffy Duck Cartoon. Die Racks mit den USVs waren infolge reihenweiser Explosionen bei der Übung wegen Überlastung komplett verbogen.

    Seitdem würde nur noch auf dem Papier “geprobt”, also de facto gar nicht.

    Das wird in anderen Bereichen der Infrastruktur auch nicht anders aussehen, denn echte Übungen und das Vorhalten funktionierender (!) redundanter Strukturen kostet Aufwand und Geld. Wo aber rein nach “Wirtschaftlichkeit” gesteuert wird, fallen solche Absicherungen wegen vermeintlicher Nichtnotwendigkeit dann als Erstes über Bord.

    Das wird bei der Charité auch nicht anders sein, denn insbesondere Krankenhäuser sind seit Jahren als unwirtschaftlich betrachtet politisch massiv unter Druck. Da wird als dann halt gespart, wo es nicht sofort auffällt, wie beim Outsourcing des Putzdienstes , der Instandhaltung und bei der Redundanz.

    Wir reden hier also nicht vom einem von der aktuellen Marionettentruppe verursachten Problem, sondern einer seit den 90ern laufenden Entwicklung. Was genau ist da passiert ? Seitdem haben überall McKinsey und Konsorten “beraten”. Was in der Charité sichtbar würde, ist das Endergebnis der Seuche der Managementberater: Ein Land auf Verschleiss fahren, um maximal Kohle rauszuholen.

    Das geht halt nur solange gut, bis die Substanz aufgebraucht ist. Genau da sind wir jetzt aber angekommen. Deutschland ist in jeder Hinsicht bankrott, betreibt aber noch Insolvenzverschleppung.