Nicht nur am BER sichtbar: Deutschlands Kollaps in Zeitlupe

Flughafen BER: Chaos vor der Eröffnung, Chaos nach der Eröffnung (Foto:Imago)

Waren die Lockdowns womöglich ein großer Testlauf, um die Deutschen ans Zuhausebleiben zu gewöhnen? An einen Zustand, der bald schon gar nicht mehr aus Zwang erfolgt, sondern weil die marode Infrastruktur – einhergehend mit einem Zusammenbruch der öffentlichen Sicherheit und Ordnung – uns bald schon gar keine andere Wahl mehr lässt? Der Verdacht drängt sich auf. Denn in diesem Land funktioniert so gut wie gar nichts mehr. Nicht nur elektrische Blackouts drohen bald zum Dauerphänomen zu werden.

Autofahren ist unerschwinglich geworden. Beim Bahnverkehr bricht praktisch alles zusammen, und wo baufällige und desolate Streckenverbindungen, Fahrplanausfälle und Verspätungen noch für kein hinreichendes Chaos sorgen, tun es Streiks, Schienensuizide oder Anschläge. Und auch das Fliegen wird zur Tortur, zum Vabanquespiel und Auslaufmodell – nicht nur aufgrund ideologiegetriebener Teuerungs- und Verbotspläne, sondern auch, weil in besten Deutschland aller Zeiten die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen immer seltener stimmen.

Sinnbild dafür, dass die einstige Nation der Luftfahrtpioniere allmählich auch in der Luftfahrt zum Drittweltland wird, sind nicht nur die Pannen der Flugbereitschaft oder das fast völlig am Boden zerstörte sonstige Fluggerät der Bundeswehr – sondern auch das Menetekel rotgrüner Staatssabotage schlechthin: Der Flughafen Berlin-Brandenburg, kurz BER. Die Groteske seiner langwierigen Entstehung, in der sich Pfusch am Bau und Berliner Politikdilettanz mit geradezu megalomanischem Managementversagen und Kostenexplosionen verpaarten, setzt sich befürchtungsgemäß im „Regelbetrieb“ des Flughafens auf, der vor genau einem Jahr – mit satten neun Jahren Verzögerung – endlich startete.

Keine Kinderkrankheit, sondern Dauerzustand

Welche Zustände am BER heute herrschen (die sich kaum mehr unter der Kategorie „Kinderkrankheiten“ bzw. „Anlaufschwierigkeiten“ abwiegeln lassen), beschreibt die „Berliner Morgenpost“ in einem Erfahrungsbericht, der sich inhaltlich nicht von einer gedachten absichtlichen, böswillig erdichteten und  geschäftsschädigenden Sabotageaktion der Konkurrenz unterscheiden lässt und die nackte, bittere Realität wiederspiegelt. Piloten und Besucher seien, heißt es darin, gleichermaßen verzweifelt von enervierenden Verzögerungen beim Startvorgang und logistischen Pannen bei der Gepäckausgabe. Nicht zu reden von fehlendem Gangway-Personal, wodurch Boarding und Ausstieg bei ankommenden und abfliegenden Maschinen zur Geduldsprobe wird; insbesondere für Transitpassagiere mit Anschlussflug und für Geschäftskunden ein terminliches Vabanquespiel.

Deutschland als Drittweltland und Lachnummer: Was schon bei der schauderhaften Verhunzung der Berliner Landtagswahlen durch R2G vor aller Welt offenbart wurde, setzt sich im – eigentlich als Prestigeobjekt und internationales Drehkreuz gedachten – Hauptstadtflughafen nahtlos fort. You never get a second chance to make a first impression – und weil der BER  für viele ausländische Besucher das erste ist, was sie von Deutschland zu sehen bekommen, nehmen sie ihre Eindrücke nach Haus mit, und die fallen selten anders aus als dergestalt: Dieses Land ist ein Saustall, eine Sanierungsfall. Sein zerfallendes „Volk“ (präziser: seine Zufallsbevölkerung) ist in nichts mehr führend, ökonomisch und wissenschaftlich mittelmäßig bis unterdurchschnittlich. Die Deutschen zehren von einer schwindenden Substanz an Volksvermögen und Reputation, die uns unsere Vorfahren hinterlassen hat.

Die schleichende Selbstzerstörung

Gerade weil diese Aufbauleistung der Nachkriegsgenerationen so gewaltig war und soviel Volksvermögen angespart wurde, dauert dessen finale Wegverfrühstückung unendlich lange – so lange, dass den meisten nur in Ultrazeitlupe die Schuppen von den Augen fallen. Noch immer die Folgen der allgegenwärtigen Dekadenz im Land selbst nur punktuell zu spüren; noch verdichten sie sich lediglich in plakativen Hotspots wie etwa dem Shithole Berlin und sind vergleichsweise selten. Meldungen wie die über das Wahldesaster, aber auch die aktuelle über den BER, aber auch über das ungehinderte Treiben von Linksextremen, Clans und von Drogendealern sind in dieser Hinsicht vergleichbar mit anderen „beglückenden“ Alltagsphänomenen des Wandels in so vielen Bereichen: Stromausfälle, Funklöcher, einstürzende Brücken, marode Straßen, pleitegehende Konzerne, aber auch steigende Spritpreise und Heizkosten, Messerstechereien, Gruppenvergewaltigungen oder Impftote.

Es sind immer nur einzelne „Bäume“, aber nie ein Wald. Das Prinzip der Einzelmeldung, des stets nur atypischen „Einzelfalls“ – bei zugleich blinder Zuversicht, das Gesamtsystem funktioniere weiterhin und auf Dauer tadellos – sorgt für die effektive Verdrängung und Bagatellisierung selbst noch so katastrophaler Fehlentwicklungen – mit der Folge, dass jegliches Gegensteuern für entbehrlich gehalten wird. Und wer ein solches doch anmahnt unter Verweis auf die selbst bei noch so abnormer Häufung angeblich nie repräsentativen Extrembeispiele, der ist Populist, Hetzer, Spielverderber, negativfixierter Kulturpessimist und Party-Pooper. Am Ende saufen wir alle gemeinsam ab.

 

11 KOMMENTARE

  1. Die neue Weltordnung !
    Sie werden nichts besitzen und glücklich sein !
    Der Stoff zum Glücklichsein wird jetzt ja freigegeben – früher nannte man das „bekifft“ – wird demnächst mir der Spritze wohl Pflicht.
    Die Zukunft ist dann nicht „Shithole Berlin“, sondern „Shithole Deutschland“ !
    Aber : das ist Demokratie !
    Und dieses Regime der Inkompetenz wurde ja gerade gewählt – es darf sich keiner beschweren !
    Außer mir – ich hab‘ sie nicht gewählt – sondern eine Konkurrenz angekreuzt. Allerdings weiß ich nicht, wie diese Kreuze dann gezählt wurde und ob da möglicherweise ein Herz links schlug !

    • Das Problem ist nicht : „…ihr habt ja so gewählt“, sondern die „Wahl“ wurde schon im Vorfeld (u.a. Umfragen bis zum Umfallen) exakt so hinmanipuliert und zurechtkorrigiert, wie es die NWO, EUdSSR und die reptiliengehirnigen Finanz-Aasgeier* der obersten Pyramidenebene befohlen haben.

      Glaubt jemand ernsthaft, daß es bei der „Wahl“ in diesem todkranken Staatskadaver wirklich mit rechten Dinigen zugegangen ist???

      Die ungsägliche Armada aus Politschranzen mit ihren sorgfältig infiltrierten Systembütteln, vereint mit den speichelleckenden Hofschranzen aus Berufslügnern und Staatsfunk-Hofnarren, teilen sich die Beute aus dem fast unerschöpflichen Selbstbedienungsladen. Schon praktisch wenn die Beutegreifer bei dem unbegrenzten Raubzug mit der Gelddruckmaschine das Konto „um Lichtjahre“ überziehen können und der der Untertan die Zeche zahlt.

      Sie halten sich mit aller Kraft an ihrer Staatssimulation fest. So erhoffen sie, niemals zur Rechenschaft gezogen zu werden.

      * die liebenswerten Tierchen die in der Natur eine wichtige Aufgabe haben, mögen mir den Vergleich verzeihen.

  2. Erst wenn der letzte Baum gefallen ist, werden die Deutschen merken, daß der Wald weg ist (alte Indianerweisheit).

  3. Sie wollen es so haben. Sie wollen nicht sehen und nicht begreifen, sie sind stolz auf sich, weil sie alles Deutsche ausmerzen und so tun, als ob es nie existiert hätte. Selbst der Bundespräsident labert davon, dass Türken dieses Land aufgebaut haben. Die Nestbeschmutzung ist abstoßend.

    • Schlimmer noch als der roh-ungebildete Dumpfpöbel und die nation-hassenenden und werte-fernen R2G-Leute sind die gebildeten Leute aus der Mittel- und Oberschicht, die -siehe das versagende Bürgertum in den Großstädten wie Frankfurt seit langem- es besser wissen (müßten) und dennoch die Merkel-CDU wählten bis zuletzt und nun in Scharen zu SPD, GRÜN überliefen. Selten hat sich ein Volk so aufgegeben (es sind ja nun viele nachfolgende Generationen) und eine verkommene Verantwortungslosigkeit gezeigt gegenüber ins Auge springenden Mißständen!!

  4. Ich habe gehört, daß die Tornadopiloten von anderen Tornados die Ersatzteile rausbauen, weil keine neuen Teile nachgeliefert werden. Die DDR ist größer geworden, wer hätte das gedacht.

  5. „Deutschlands Kollaps in Zeitlupe“ beschreibt der sächsische CDU-Politiker Arnold Vaatz mit dieser Metapher sehr treffend:

    „Deutschland ist eine Sprengladung, an der eine Reihe von Zündschnüren enden, die alle schon seit Jahren glimmen“

    Mehr dazu:

    „Zehn Punkte, die Deutschland in den Ruin treiben“
    https://www.freethewords.com/2021/10/13/zehn-punkte-die-deutschland-in-den-ruin-treiben/

    Von diesen 10 Punkten halte ich das Thema Bildung für einen Garanten des schleichenden Niedergangs von Deutschland. Dieses Thema ist so komplex und langwierig, dass ein wirksames Umsteuern kaum möglich ist.

  6. Es gibt einen großen Unterschied zwischen West- und Ostdeutschen. Die Ostdeutschen erkennen die heutige Propaganda in ARD und ZDF (aber auch Zeit oder Spiegel) wieder, sie gleicht der der totalitären DDR. Deswegen sind sie in der Nehrheit mißtrauischer und glauben nicht alles, was Aktuelle Kamera oder Tagesschau verkünden. Die Westdeutschen wollen die Realität einer bösartigen Politikerkaste in der Mehrheit nicht zur Kenntnis nehmen. Aber- in West wie in Ost wächst die Minderheit einer gut informierten Gruppe, die das Politikversagen kritisch und tendenziell zivilcouragiert begleitet.

    • Ich kann das nicht mehr hören mit den angeblich politisch besser durchblickenden, kundiger handelnden Ossis. Während im Westen 80-90% pro Vernichtungsparteien wählen, sind es im Osten 75%, also auch eine riesige Mehrheit. Zudem haben wir im Osten oft Nichtwähleranteile von 50%. Außerdem lange die hohe Zustimmung bis 30% zur PDS, alle Landesregierungen (in Thüringen mit einem West-DKPler an der Spitze!) seit 1990 auf R2G- und Merkel-Kurs usw.! Und dank der Ossi-Minorität, die Schröders Sozial-Ankündigungen glaubten, kamen SPD-GRÜN 1998 dran und haben dafür gleich (J.Fischer im Wahlkampf: „Dann gibt es keine Ausländer-Kriminalität mehr!“) das Staatsbürgerrecht entdeutscht, sehr praktisch für die Wiederwahl 2002 knapp mit 2oo.ooo BRD-Türken, türk. Vorteilsdeutschen!

  7. Wenn man im langen Wohlstand übersatt-träge wird und die Lebensnotwendigkeiten und die einstigen Werte, Tugenden mißachtet, dazu gehört auch die Verluderung von Erziehung, Schule (Abiturquote 1960 5%, heute 50% und mehr) und Unis (viele Studierende schon seit Jahren mit großen Mängeln beim Schreiben, Lesen, Textverstehen usw.), dann geht auch immer mehr der Anteil der Qualifizierten in allen Bereichen zurück. Und das ist auch ein Grund für Fehlleistungen wie beim BER – neben der dortigen Personauswahl mit leistungsarmen Partei-Soldaten in bekannter Verfilzung. Aber den BRD-Wahlpöbel juckt das nicht, er nimmt aufreizend-willig alles -früher in Quantität und Qualität so unvorstellbares- Übel hin, ist genauso runtergekommen wie die von ihm bis 90% gewählten Parteien + Politiker!

  8. Eben gefunden:
    Am 11.9.1942 notierte Hans Scholl in sein Tagebuch: „Die Deutschen sind unverbesserlich. Ihre Falschheit steckt ihnen schon so tief im Fleisch, dass man sie nicht exstirpieren könnte, ohne den ganzen Körper zu töten. Ein verlorenes Volk.“

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