Shitstorm gegen Lockerungen und Impfdiskriminierung: Das deutsche Betteln um die Knechtschaft

(Symbolbild:Imago/AddictiveStock)

„Das ist sooo deutsch“: Landauf, landab überbieten sich übereifrige und pathologisch beflissene Bürger (Unternehmer, Lehrer, sogar Ärzte) darin, sowohl die Impfapartheid mit „Leben“ zu füllen als auch liebgewonnene Unfreiheiten festzuzurren – und den Status Quo bloß nicht durch irgendwelche Lockerungen oder Erleichterungen aufzuweichen. Erinnerungen werden wach an die Versuche von Lockdown-Forever-Verfechtern und Zero-Covid-Freaks, mit ihren Warnungen  vor „Öffnungsorgien“ – bloß dass es diesmal nicht ums allmähliche Abrücken von einem abnormen Temporalzustand geht, sondern um die Perpetuierung einer neuen Gesundheitstyrannei. Auf Schließungen folgt Testregime folgt Impfregime – und die Mehrheit der Deutschen ist mit Hurra dabei.

Menschen mit Angst abzurichten und damit zu Politik zu machen: Das funktioniert in wohl keinem Land besser als in Deutschland. Nirgendwo sonst auf der Welt ist Konformismus und Untertanenkleingeist stärker verinnerlicht als hier. Bei uns traben die Mitläufer  nicht nur hinterher, sondern sie drängeln sich geradezu auf der Überholspur und versuchen teilweise sogar noch, ihre eigenen Führer und Verleiter zu übertrumpfen. „150-Prozent-Mentalität“ wird in diesem Land zur Tugend. Blindes Vertrauen in die Weisheit der Regierenden ist Mehrheitscredo, alles Gute kommt von oben. Man glaubt die Märchen selbst dann noch, wenn ihre Erzähler offenbaren, dass es nur Märchen sind.

Wutbürger Reloaded

Im Mai verhinderten niedersächsische „Wutbürger Reloaded“ die Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel: Mit einem regelrechten Social-Media-Shitstorm brachten sie die Anwendung der eigentlich vorgesehenen Regel zu Fall, wonach bei einer „stabilen Sieben-Tages-Inzidenz unter 35 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen“ die Maßnahme hinfällig wird. Dass die Maske, erstrecht im Einzelhandel, wohl nie einen auch nur im geringsten nachweisbaren evidenten Nutzen hatte, spielte hier schon gar keine Rolle mehr: Unter dem Hashtag „#diemaskebleibtauf“ hatten etliche im Netz ihr „Unverständnis über die Lockerungspläne“ publik gemacht. Einer schrieb da etwa: „Deutschland hat die Maske zu spät aufgesetzt. Jetzt soll sie zu früh abgenommen werden. Das kostet Menschenleben.

Dieselbe Mentalität findet sich heute, dreieinhalb Monate später, bei Impf-Radikalinskis wieder, denen die Diskriminierungs- und Ausgrenzungpläne der Politik noch nicht weit genug gehen. Besonders abstoßend tun sich hierbei Ärzte hervor, die mit faschistoidem Spalt- und Ausgrenzungseifer sogar den Hippokratischen Eid mit Füßen treten – und das allein aufgrund der deutschen Todsünden Gehorsamsverweigerung und Nonkonformismus und im Kontext einer Experimentalimpfung, die nicht im Ansatz ihre eigenen Schutzversprechen hält, im Kampf gegen ein Virus, das zu keinem Zeitpunkt gefährlicher war als frühere, gänzlich unbeachtete saisonale Infektionen. In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ durfte sich gestern die Impf-Ärztin Elke Ender vom Mosbacher Impfzentrum des Neckar-Odenwald-Kreises über Impfgegner auslassen: Diesen die soziale Teilhabe, den „Zugang zu verwehren„, sei „nur logisch„. Und im Hamburger Abendblatt darf eine Krankenschwester, die sich damit eigentlich für ihren Beruf moralisch aufs Lebenszeit disqualifiziert hat, öffentlich verkünden. „Ich bin es leid, Ungeimpfte zu pflegen!“ Auf Twitter fand diese Ungeheuerlichkeit immerhin ihr gebührendes ironisches Echo:

(Screenshot:Twitter)

Die Psychose fordert ihren Tribut: Um die geistige Volksgesundheit ist es geschehen und gegen diesen Dachschaden hilft auch kein Impfstoff mehr; die Volksverhetzung war zu erfolgreich. Der vorpandemische Ursprungszustand scheint in niemandes Interesse mehr zu sein; selbst die Pragmatiker können allenfalls versuchen, durch Gutheißung des bestehenden Wahnsinns dessen weitere Steigerung zu bremsen. So fordert nun auch der Lehrerverband die strikte Einführung einer „konsequenten 3G-Regel an Schulen“ – um damit zu verhindern, dass für ein Teil der Schüler, die Ungeimpften, bald wieder der Ausschluss vom Unterricht droht. Ein Zurück zur Normalität sieht anders aus.

3 KOMMENTARE

  1. Darum mhaben Parteien wie die Grünen auch so einen Zulauf. Auch diese, die wir seit ´45 überstanden hatten.
    DFeswegen war in D auch früher schon keine Unfolgsamkeit möglich. Wir folgten immer. Und wenn es in den Tod geht.
    Wir sind kein Tätervolk…. wir sind ein volk der Sklaven.
    Das Gegenteil ist der Franzose.

  2. Das kommt dabei raus, wenn man Menschen das eigenständige Denken aberzieht und durch nachbeten ersetzt. Das wurde bei uns pervertiert. Ein Gymnasiast ist zu dumm eine Glühbirne zu wechseln, kann dafür Schiller und Goethe zitieren. Aber auch nur zitieren, denn hätte man inhaltlich etwas von Goethe`s Faust oder von Hegel im allgemeinen begriffen, ja sogar vielleicht von Knt, dann würde alles etwas anders aussehen. Dasselbe gilt für das dritte Reich. Ich sehe nun schockiert Leute ungeimpfte anbiedern, diffamieren, beleidigen, die sonst immer die größte Fresse gegn Nazis haben und für Toleranz und Menschlichkeit eintreten. Und nun bemerken sie gar nicht, wie sie Werte verletzen und zu Faschisten werden. Denn eines ist sicher, beim Adolf waren auch nicht die KZ´s mit der Wahl existent und es wurde unmittelbar deportiert, es war ein schleichender Prozess über die Salamitaktik, wie jetzt auch…Die Lokführer wollen schon mehr Gehalt 😀
    Wahrscheinlich ist es bald soweit für die „ungeimpften Ratten“…

    PS.: Ich bin selbst eine solche „Ratte“, für die, die keinen Humor haben und das sonst nicht verstehen würden. Wobei mir selber schwer fällt, dabei den Humor zu bewahren.

  3. Nicht zu vergessen, die deutsche Unart sich besser als andere zu fuehlen, oder auf andere hinab zu schauen oder vorschreiben zu wollen, wie diese zu leben haben, ganz zu schweigen das Denuniantentum.
    Deutsche kuemmern sich um jeden Dreck aka Problem oder Katastrophe in Afrika, Asien, USA usw. jedoch kaum um die eignen Probleme. Es ist ja soviel einfacher auf andere zu zeigen anstatt vor der eignen Tuer zu kehren. Oder wie mal jemand schrieb, anderen vorzu screiben, wie sie zu leben, haben, jedoch das Unkraut im eignen Garten wuchern zu lassen.
    . Die Medien tun ihr uebriges um die Scheinrealitaet aufrecht zu erhalten. Da wird ueber Hurrikan Ida und Stromausfaelle in Luisiana berichtet, aber kaum ueber die Notlage der Menschen im Ahrtal und dass die weder Strom noch Wasser haben.
    Die DW tut sich damit besonders hervor. MeinMann kann kaum glauben, dass das ein deutscher Sender sein soll, meistens wird ueber irgentwas aus Africa berichtet und auf die Traenenendruesse gedrueckt wie auch jetzt ueber Afghanistan. Uber andere Leander oder Politiker die nicht in Klischee passen, wird selbstgerecht bis verleumderisch berichtet.
    Ein persoenliches Erlebnis noch warum ich nie wieder nach D. kommen werde, obwohl ich dieses Land sehr vermisse.
    Als ich zur Beerdigung meines Vaters in Deutscland war, wollte ich eine Freundin besuchen, die umgezogen war. Ich hatte mich leider total verfahren , da auch noch eine Umleitung angegeben war. Letztendlich fuhr ich ueber einen betoniertenFeldweg mit ca 5km Geschwindigkeit da Leute spazieren gingen. Dass Zeichen, dass dies ein Fussgaenger weg sei hatte ich leider uebersehen
    Ich stoppte bei einem aelteren Man um ihn zu fragen, wie ich weiterfahren koenne um mein Ziel zu erreichen. Dieser Mann schrie mich sofort an, dass ich auf diesem Weg nichts zu suchen hatte . Er werde mich anzeigen und dass Autokennzeichen melden. .Ich war so geschockt , das ich zu weinen, begann. Ich sagte ihm dass diess das Auto meines vor fuef Tagen verstorbenen Vaters und meiner Mutter sei. und ich nur zur Beerdigung hier sei.und mich leider total verfahren hatte und die Gegend nicht kenne.
    Er schrie mich an, dass sei ihm alles voellig egal, den Strassenregeln eien Strassenregeln. Er werde mich auf jeden Fall anzeigen.. Ich war fix und fertig und da ich zwetTage spaeter zurueck fliegen musste, hatte sich meine arme Mutter damit aueinanderzusetzen, was mir bis heute in der Seele weh tut.
    Hier wo ich lebe, gibt es GottseiDank keine Blockwarte und selbst ernannte Denunzianten. Alles lauft ziemlich normal. nie wird man nach Maske oder Impfstatus gefragt, Lokale, Sommerkonzerte, Bars, Disco’s Nachbarbesuche, Freunde lokale Geschaefte wie immer.. Ausser in einem grossen nationalen Retailer brauchts keine Maske und da muss man nicht hin. Schulkinderund Masken ist noch nicht klar. .
    Ansonsten leben und leben lassen.

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