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Wie China sein Terrorismusproblem löste

Wie China sein Terrorismusproblem löste

Islamistischer Terroranschlag in Xinjiang 2014 (Foto:Weibo)

Islamistische und andere Terroristen sind in der Regel eine winzige Minderheit – gleichwohl mit dem Potenzial, Mehrheiten in Angst und Schrecken zu versetzen. Über mehrere Jahre hinweg wurden die Bürger Chinas von Bombenanschlägen islamistischer Uiguren in U-Bahnen, Gebäuden und anderswo massiv bedroht. 2014 etwa kamen 31 Menschen bei einem Anschlag in Xinjiang ums Leben, und mehr als 90 Menschen wurden verletzt, als Angreifer mit mehreren Autos auf einen Markt unter freiem Himmel in China gerast waren und Sprengstoff aus den Fenstern geschleudert hatten.

Die uigurischen Islamisten, die in Syrien auch an der Seite von US-finanzierten Gruppen gegen das Assad-Regime kämpften und danach China mit Terror überziehen wollten, konnten die Medien allerdings nicht optimal für ihre Zwecke nutzen – weil die chinesische Regierung den Terroristen nicht den Gefallen tun wollte, ihre mörderischen Taten offenkundig zu machen, und sie daher, wann immer möglich, zensierte. Die Hauptstoßrichtung der Regierung bestand darin, die Terroristen und ihre Sympathisanten zu isolieren, ohne die Mehrheit der muslimischen Bürger gegen sich aufzubringen. So verzichtete man beispielsweise darauf, auf uigurischen Terror mit Staatsterror zu reagieren, etwa mit Flächenbombardierungen dicht besiedelter Gebiete oder anderen kollektiven Maßnahmen zur „Bestrafung“ vieler unschuldiger Menschen. Peking wusste, dass dies den Terroristen nur in die Hände gespielt hätte.

Uigurische Terroristen kämpfen gemeinsam mit von den USA unterstützten islamistischen Gruppen gegen die syrische Regierung. Sie schworen, nach China zurückzukehren, um das Land in ein Blutbad zu verwandeln (Foto:ScreenshotYoutube)

Jeder, der die Geschichte des uigurischen Terrorismus in China erforscht hat, weiß, dass nur die Schaffung von wirtschaftlichem Wohlstand und nicht Repression die Pläne der Terroristen letztendlich vereiteln. Also wurden Terroristen und ihre Unterstützer zwar hart angefasst, gleichzeitig wurden jedoch riesige Summen in modernste Infrastruktur investiert und die Wirtschaft zum Blühen gebracht. Die einst sehr arme chinesische Provinz Xinjiang sieht heute völlig anders aus, nachdem eine milliardenschwere Kampagne zur Modernisierung ihrer Städte, zur Errichtung neuer Krankenhäuser und Schulen, zum Bau von mehr als 20 Flughäfen, zur Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze in modernen Fabriken sowie zur Mechanisierung ihrer Landwirtschaft und der Verbindung zur Region durchgeführt wurde, unter anderem auch mit Hochgeschwindigkeitszügen.

Das Terrorproblem wurde also dadurch gelöst, dass es den Terroristen schließlich nicht mehr gelang, einen anhaltenden Strom verzweifelter, mittelloser und deshalb leicht zu radikalisierender Menschen zu rekrutieren. Die gleiche Strategie, die in Xinjiang erfolgreich war, würde heute auch in Gaza wirksam sein: Die Menschen müssen eine Zukunft mit Wohlstand und Sicherheit sehen, damit die Extremisten ihre Anziehungskraft verlieren.

 

14 Antworten

  1. @weil die chinesische Regierung den Terroristen nicht den Gefallen tun wollte, ihre mörderischen Taten offenkundig zu machen,
    das kommt darauf an, wie die Regierung zu dem Terror steht !
    Im Wertewesten ist der Terror gegen die Bevölkerung ein Machtmittel, um die Schafe dorthin zu treiben, wo das Regime sie haben will. Deshalb wird Terror und Terroristen medial so gehypt, von der Justiz geschützt und von Polizei und Geheimdiensten finanziert und gelenkt!
    Rückblickend gibt es im Wertewesten doch keinen Terror, bei dem die Dienste, die Justiz und die Polizei nicht ihre Finger drin haben – bis hin zu den Dönermorden! Und aus dem gleichen Grunde sind da auch immer die Dorfrichter Adam im Amt und können nichts feststellen – wie wir es auch gerade bei Chrupalla/AFD oder Cum-EX beobachten werden. Die Justiz wird sich wieder den Hals verrenken beim weggucken !
    In anderen Ländern, bei denen sich der CIA-gesteuerte Terror gegen die Regierung wendet, kann die Regierung auch anders – jedenfalls scheinen sie aus der Vergangenheit gelernt haben – endlich ! Ob das auf einen Generationenwechsel auf den oberen Ebenen zurückgeht ?

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  2. Schöner Artikel. Vor allem weil er Parallelen zwischen dem Nahen Osten und China ziehen will – was völlig verfehlt ist.
    Im Nahen Osten sterben Palästinenser mit Herzinfarkt weil Israel Rettungswagen aus Gaza nicht über die Grenze durchläßt. Im Nahen Osten sind Palästineser entrechtete, vogelfreie Personen die am: Ausbeuten, schikanieren und umbringen kann ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen. DESHALB hassen ALLE Palästinenser die Juden.
    In China sind die Terroristen eine überschaubare Gruppe die von den Amerikanern angefüttert wurden und nur einen sehr begrenzten Rückhalt in der uigurischen Bevölkerung haben.

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  3. Das reicht nicht, was China (angeblich: nur) getan hat. Eine Ideologie, die sich das Recht herausnimmt, Andersdenkende zu töten und dies in ihrer Schrift vielmals proklamiert, darf keine öffentliche Gelegenheit erhalten, diese Ideologie zu zelebrieren. Jeder, der eine solche Ideologie verbreiten will, gehört mindestens isoliert, besser noch: bestraft.
    Für die westliche, den Menschenrechten verpflichtete Welt sollte dies eine Selbsrverständlichkeit sein.

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    1. @Für die westliche, den Menschenrechten verpflichtete Welt
      der ist gut – you made my day !
      Im Wertewesten ging es noch nie um “Menschenrechte”, sondern immer um Geld, Macht, Rohstoffe und Transportwege – um die Plünderung der Welt zu Gunsten einiger Finanz-Oligarchen!

      Generalmajor Smedley Butler, US-Marineinfanteriekorps, zweimal mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet (1935)
      “Der Krieg ist ein Schwindelunternehmen … ich habe dreiunddreißig Jahre und vier Monate als aktiver Soldat gedient … und während dieser langen Zeit habe ich eigentlich nur für die Rüstungsindustrie, die Wall Street und die Banken gekämpft. Kurz gesagt, ich habe mich von Kapitalisten als Söldner missbrauchen und zu Verbrechen anstiften lassen.”

      Und daran hat sich nichts geändert – es ist nur Terrorismus als politische Waffe der Finanzeliten gegen die Völker dazugekommen !

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    2. Meinungsfreiheit bedeutet: zu denken, was ich will und zu sagen, was ich denke.
      Mir zu verbieten zusagen, was ich denke, nennt sich Zensur.
      Denkverbote produzieren Duckmäuser.
      Freie Rede, am besten, oft geübte freie Rede, produziert selbst denkende Menschen.
      Dein Vorschlag endet, bei Umsetzung, im Panoptikum.
      Auf dem besten Weg dahin sind wir schon.

  4. Islamistische und andere Terroristen sind in der Regel eine winzige Minderheit
    Es sei denn, sie sind auf Festlandchina seit 1949 an der Macht, und haben bis heute ca. 40Millionen Menschen im eigenen und besetzten Tibet ermordet.daran kann mann sehen was geschen tut wenn es diesen Terroristen gelingen sollte die Republik China(TEIWAN) zu unterwerfen.

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    1. An den Daumen nach unten kann man denen wie Realitäts und ideologisiert die Menschen heute schon sind, ihnen geht es nicht um Realität und Wahrheit,ihnen geht es nur um ihre ideologische Märschen Welt, die mit der waren Welt nichts mehr zu tun hat, das kann man sehr gut heute in der BRD sehen.

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  5. Schöne Theorie im letzten Satz, die nur leider ein paar Haken hat.
    Im Gegensatz zur chinesischen Provinz Xinjiang ist Gaza ein recht überschaubares Fleckchen, in dem sich arg viele Menschen tummeln. Die Bevölkerungsdichte ist mehr als doppelt so hoch wie in Hamburg (!) und das Bevölkerungswachstum weltweit eines der höchsten.

    Es ist vollkommen illusorisch, unter diesen Bedingungen Wohlstand durch Investitionen schaffen zu wollen. JEDER potentielle Wohlstandszuwachs durch Investitionen wird sofort wieder durch zusätzliche Mäuler zunichte gemacht.

    Das wissen sogar die, die dort leben – davon eine 4-stellige Anzahl Millionäre !
    Die offenbar wenig davon halten, ihren Reichtum mit ihren Mitbürgern irgendwie zu teilen – und sei es durch Investitionen – um deren Existenz oder Zukunft irgendwie sozial abzufedern.

    Die Perspektivlosigkeit in Gaza ist daher vor allem hausgemacht.
    In anderen Ländern, in denen es früher ähnlich übel war, sind die Leute dann massenhaft ausgewandert. Mit dem Unterschied, dass bildungsferne, aggressive Araber halt nicht so gerne als Migranten gesehen werden, weil sie dem Aufnahmeland in Masse keinerlei Vorteil erbringen.

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    1. @Rex Cramer
      11. Oktober 2023 um 19:38 Uhr

      “Das wissen sogar die, die dort leben – davon eine 4-stellige Anzahl Millionäre !
      Die offenbar wenig davon halten, ihren Reichtum mit ihren Mitbürgern irgendwie zu teilen – und sei es durch Investitionen – um deren Existenz oder Zukunft irgendwie sozial abzufedern.”

      Aber die die Superreichen Multimilliardäre aus den arabischen Golfstaaten (arabische Golfstaaten verfügen über einen vergleichbaren Wohlstand wie europäische Industrieländer), die könnten doch den Menschen im Gazastreifen unter die Armen greifen und helfen. Statt dessen haben arabischen Golfstaaten 2015 alle ihre Grenzen für Flüchtlinge aus dem Irak, aus Syrien oder aus Palästinensergebieten vollständig gesperrt udn abgeriegelt. Eine deutsche Firma hat sogar Saudi Arabien die Grenzmauer zum Schutz vor Flüchtlingen gebaut. selbst die Jemeniter kommen jetzt kaum noch rüber über die Grenze nach Saudi Arabien!
      DIese superreichen Multimilliardäre investieren ihre Milliarden lieber in neue hochmorderne Hotels, Jachten, Villas,in europöische Fussballvereine, in neue hochmoderne Moscheen, in Waffen (Saudi Arabien ist was Verteidigungsausgaben angeht im Verhältnis zum BIP weltführend). 2015 erklärten mehrere arabische Führer den Europäern zynisch, als die Flüchtlingskrise ausbrach, dass sie den Europäern helfen würden die Flüchtlingskrise zu bewältigen, indem sie den Europäern dabei helfen neue Moscheen zu bauen, Koranschulen zu bauen und bei Kommunikation also bei Übersetzungen zum zwischenmenschlichen Verständnis untereinander unterstützen…

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  6. ein geflügeltes Wort lautet: Frieden durch Entwicklung. Und natürlich ist da etwas dran, allein – die imperialen Machtstrukturen lassen dies nicht zu. Die brauchen Krieg, Vertreibung und Armut zur Festigung ihres Machtanspruchs. Und nun blicke man auf den Westen. Na, klingelt’s.

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  7. Eine türkische Patientin erzählte mir mal Folgendes.
    Vor vielen Jahren gab es in der Türkei auch immer wieder Anschläge und Gewalttaten. Dann wurde es wohl einem anständigen General zu viel und er übernahm das Ruder. Da wurden alle angeblich demokratischen Politiker ins Gefängnis verfrachtet und ab dieser Zeit war Ruhe. Und sie sagte mir, das wäre die schönste Zeit der Türkei gewesen!

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  8. Fangt ihr jetzt auch schon mit KPC-Propaganda an? Anders kann man es wohl kaum nennen, wenn jemand 1:1 das Narrativ der chin. Regierung wiederholt.

    Wer WIRKLICH wissen will, was in China abgeht, sollte auf Youtube “The China Show” und “China Uncensored” gucken.

    Der obige Artikel ist wertlos.

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  9. Genau so entsteht Propaganda!
    Wer “WIRKLICH wissen will, was in China abgeht…” der sollte China BEREISEN !!!

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  10. Genau so entsteht Propaganda!
    Wer “WIRKLICH wissen will, was in China abgeht…” der sollte China BEREISEN !!!
    Martin! Ihr Kommentar “ist wertlos*!!

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