Advent, Advent, ’ne Kirche brennt… erst eine, zwei…

Überreste eines Bombenanschlags auf ein christliches Gemeindezetrum im nigerianischen Bundesstaat Ogun 2022 (Foto:Imago)

Die Kirchen Deutschlands hüllen sich in lautes Schweigen, was die Situation der Gläubigen in anderen Ländern betrifft. Auch in den sonntäglichen Predigten und Fürbitten spielen Christen in anderen Teilen der Welt kaum eine Rolle. Auch nicht die wöchentlichen Anschläge auf Kirchen in Deutschland – einschließlich sogar Brandanschläge, bei denen es sich keineswegs nur um den üblichen „Vandalismus durch Unbekannte“ handelt. Das, worüber ich erst am 13. November 2022 auf Ansage! unter Titel „Anschläge auf Kirchen häufen sich” berichtet hatte, fand nun seine Fortsetzung in weiteren Fällen achtlosen Urinierens in Weihwasserbecken – kein Thema für Verlautbarungen der Kirche und auch nicht für überregionale Medien, für die die Verachtung christlicher Symbole und Gotteshäuser maßgeblich durch „Neubürger“ dieses Landes nicht der Rede wert ist.

Zum Glück sieht es in den freien Medien der Netzöffentlichkeit anders aus; auf Blogs im Internet fanden sich alleine im Monat November doch immerhin mehrere Veröffentlichungen hierzu, von denen ich einige wichtige nachfolgend aufzähle:

1. November 2022: „Audiatur” zur Duldung von Übergriffen auf christliche Kirchen durch die palästinensische Autonomiebehörde, „Philosophia Perennis” zur Verhätschelung radikaler Muslime durch den Westen.

2. November 2022: Ansage zu China-Scholz und der „gottlosen“ Claudia Roth, „Politisches & Wissen” zur Ignoranz der Palästinenser über Angriffe auf Christen, „haOlam” zu Scholz‘ Chinareise und dem Verschweigen der dortigen Christenunterdrückung im Gegensatz zum Eintreten für die muslimischen Uiguren.

Presseschau des Schreckens – fast nur in den alternativen Netzmedien

3. November 2022: „haOlam” zur Christenverfolgung im Iran.

5. November 2022: „haOlam” – nigerianische Muslime ermorden Christen und schneiden Frau die Brüste ab.

6. November 2022: „Gatestone-Institut” zu Palästinenser-Pogromen gegen Christen, „Philosophia Perennis” zur Christenverfolgung in Nigeria.

7. November 2022: „haOlam” zur christenfeindlichen Politik in Gaza und Ramallah

9. November 2022: „haOlam” – nigerianische Milizen töten 18 christliche Kinder.

10. November 2022: „haOlam” zu Katar-Apellen, christliche Gastnationen zu „verachten”.

11. November 2022: „Open Doors” zur Zwangsschließung christlicher Kirchen in Algerien.

14. November 2022: „haOlam” zur Ermordung von 21 Christen durch islamische Milizen im Norden von Mosambik, nochmals „haOlam” zur Häufung von Anschlägen auf Kirchen in Deutschland.

18. November 2022: „Open Doors” zum Beschuss einer christlichen Bibelschule in Myanmar.

19. November 2022: „haOlam” zum unausgesprochenen Völkermord an Christen in Nigeria.

Vor allem „Open Doors” leistet Aufklärungsarbeit

20. November 2022: „Philosophia Perennis” zur Palästinenserattacken auf Christen.

24. November 2022: „haOlam” zur Notwendigkeit eines echten Dialogs zwischen Christen und Muslimen.

25. November 2022: „Open Doors” zur zunehmenden Diskriminierung von Christen in Indien, „haOlam” zu Stürmung eines katholischen Gottesdienstes in Nigeria samt Priesterentführung durch Islamisten.

30. November 2022: „haOlam” zur Zerstörung der Wohnhäuser von 200 Christen durch Behörden in Pakistan, nochmals „haOlam” zum Überfall auf eine christliche Gemeinde in Nigeria mit mehreren Getöteten.

Insbesondere die Organisation „Open Doors” dokumentiert und berichtet täglich über die Einzelschicksale verfolgter Christen weltweit und lässt für sie beten. Den Schwerpunkt bildet dabei die Situation von den zum Christentum konvertierten Muslimen. Es gibt Schätzungen, dass diese inzwischen zahlreicher sind als die, die den christlichen Kirchen den Rücken kehren. Immerhin sind sie keine ganz „verlorenen Schafe“, auch wenn sie sich zumeist den Freikirchen zuwenden. Zum Auftakt des Gebetskalenders Dezember gedenkt „Open Doors” den Christen in Katar und schreibt „Fast alle sind Arbeitsmigranten. Sie leben und arbeiten unter schlechten Bedingungen; zudem droht ihnen Verfolgung durch Kollegen und Arbeitgeber… Im Land gibt es nur sehr wenige einheimische Christen. Sie können ihren Glauben nur heimlich leben; bei Entdeckung droht ihnen schwere Verfolgung bis zum Tod.

Kirchen sorgen sich nur um linke Regenbogen-Werte, nicht um bedrohte Christen

Trotz dieser unerträglichen Zustände musste ich bei meinen Recherchen zu kirchlichen Stellungnahmen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft (etwa dieser hier) feststellen, dass die Situation von Christen in Katar mit keinem Wort Erwähnung findet. Dafür ist umso mehr von Moral, Ethik und Menschenrechten die Rede, womit stets nur die „regenbogenfarbenen” Werte gemeint sind; ganz so, als ob Christen keine Menschen seien.

Es stimmt traurig, diese Entwicklung verfolgen zu müssen. Die Zuwendung der Kirchenoberen zu Themen wie Corona, Gender, Interreligiöser Dialog, Klima, Migranten aufnehmen, transqueere Regenbogenbewegung und vieles mehr ist ein Kniefall vorm linksextremen Zeitgeist – und beschleunigt die Abwendung von Kirchenmitgliedern eher noch, als sie bei der Stange zu halten. Jesus meine mit seiner Proklamation der Nächstenliebe allerdings nicht, für alles und alle „offen” zu sein – sondern er gebot die Zuwendung zu den „Brüdern und Schwestern“ – und zwar ausdrücklich solche „im Glauben“. Auch warnte er vor solchen, die in seinem Namen Irrlehren verbreiten. In diesem Sinne: Amen!

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17 Kommentare

  1. seit die einen kommunistischen Papst haben, wird das eben genauso wie die Politik, von innen heraus zum Einsturz gebracht. So gesehen keine Überraschung was da läuft. Auch hier hat diese Figur aus Davos seine Griffel mit im Spiel…

    • Da gebe ich Ihnen recht. Papst Franziskus ist wie viele katholische Geistliche in Lateinamerika Anhänger der kommunistischen Befreiungstheologie. Er gibt es zwar nicht zu, aber man kann es an seinen Handlungen (Fußwaschungen bei illegalen, christenfeindlichen Moslems, Aufruf zur Schleuserkriminalität, Verherrlichung der kommunist. Klimasekte FFF und ihrer Anführerin Greta Thunberg) erkennen, daß er es ist.

  2. @Kirchen sorgen sich nur um linke Regenbogen-Werte
    solange die Geschäfte der Vatikanbank nicht betroffen sind …
    Und Staatsgelder sind eben wichtiger als die kleinen Spenden der kleinen Christen !

    Wie hat das mal ein Gewerkschaftler ausgedrückt :
    ihr seid nur 20 Mann – für euch hängen wir uns da nicht rein. Ihr seid ja noch nicht einmal alle in der Gewerkschaft !
    Und so ist es auch mit den religiösen Geschäftemachern !

  3. Der Artikel unterstellt, dass es sich bei der Kath. Kirche nicht um eine opportunistische System-Hure handelt (und immer gehandelt hat) – hier könnte der grundsätzliche Denkfehler liegen.

  4. Da das Christentum einen Hauptteil in unserer kulturellen Entwicklung darstellt (nicht der dekadente Katholizismus!) und UNS ausmacht, sollte es nicht wunder nehmen, daß es auch in unserem Lande immer mehr marginalisiert wird, da es dem Zeitgeist im Wege steht.

    Wie wunderbar sich das doch gleicht: Z = Z 😉

    Gruß Rolf

  5. Das Weihwasserbecken als Pinkelbecken für Moslems?? Mal eine neue Idee! Da muss die Kirche unbedingt tolerant sein.

  6. In den Kommentaren ist bisher nur von der katholischen Kirche die Rede. Aber die Evangelische Kirche ist in allen Belangen viel schlimmer. Meiner Meinung verdient sie nicht, noch zu existieren.

    • Wenn Sie katholisch sind, will ich Ihnen nicht zu nahe treten. Aber, es muß hier gesagt werden dürfen, daß die Katholische Kirche in früheren Jahrhunderten unter den Andersgläubigen mit Hilfe des jeweiligen Papstes in ganz Europa aufs grausamste gewütet hat. Seien es die Katharer in Frankreich oder die Bogomilen in Südosteuropa. Von den Kreuzzügen in Nahost einmal abgesehen! Sie haben alles „kurz und klein gehauen“, das nicht RECHTGLÄUBIG war; denn das ist die sinngemäße Übersetzung von KATHOLISCH. Pogrome unter Hexenmeistern, Hexen und Druiden. Zwangs“bekehrung“ der Germanischen Stämme und und und …
      Diese Greueltaten werden fälschlicherweise immer wieder den Christen zugeschoben. Ich schätze das ist ein gewollter geschichtlicher Trick derer, die diese Narrative lenken – wie sie bis heute allles lenken. Und ich gehe jede Wette ein, daß viele Akademiker und Hochintellektuelle und sonstwie Studierte ihnen im Laufe der Zeit auf den Leim gekrochen sind – wie auch ich eine gewisse Zeit meines Lebens als Nichtstudierter und erst recht nicht Akademiker! Zumal ich aus der selben konfessionellen Ecke komme wie Sie. Bin römisch-katholisch aufgewachsen mit Katechismus-Unterricht, Ministranten- Dienst, Taufe, Kommunion und Firmung. Habe aber ziemlich früh (14 1/2) die Verlogenheit und teilweise Bigotterie aus meinen Beobachtungen und Erfahrungen erkennen müssen und war innerlich dann abgenabelt von dem Ganzen. Mir machte es auch nichts aus, ab und an eine protestantische Kirche ganz in der Nähe von innen zu besichtigen, um Unterschiede erkennen zu können. Wobei meine mitgläubigen Kameraden davor zurück schreckten.
      Was die heutigen geistlichen Situationen und Zustände beider Kirchen betrifft, so sehe ich einen politisch korrekten Einheitsbrei ohne Unterscheidungsmerkmale.
      Die heutigen echten Christen – bis auf wenige hierzulande – sind meiner Ansicht nach nur noch innerhalb der beiden Kirchen in anderen Länder, meist islamisch dominiert, zu finden.
      Ausnahme europäischer Prägung vielleicht Polen, Ungarn …

      Rolf

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      • @Rolf 5. Dezember 2022 At 11:55

        Meine Kindheit und Jugendzeit hat sich ganz stark in der Evangelischen Kirche abgespielt. Die Evangelische Kirche ist meisterlich darin, einem schon als Kind die vermeintliche Schuld am Kreuzestod von Jesu aufzubürden. Also im gleichen Sinne, wie der alte böse weiße Mann z.B. am Klimawandel schuld ist. Das ist das gleiche Spiel.

        Obwohl ich nicht mehr Kirchenmitglied bin, bin ich mehr oder weniger bis 2020 noch in die Kirche gegangen. Nachdem die Evangelische Kirche sich in der Corona-Zeit weder für die Kinder noch für die in den Heimen allein Sterbenden eingesetzt hat, ist Schluss damit. Ich setze keinen Fuß mehr über die Schwelle einer Kirchentür.

        • Ich kann Ihnen dies nachempfinden.
          Wie ich ausführte, sind diese beiden deutsch-traditionellen Kirchen nicht mehr unterscheidbar, weil sie sich dem Zeit(UN)geist verschrieben haben. Und aus welchem pseudo-ideologischen Grund wohl???: aus der Motivation ihrer verborgenen Neigungen heraus, die allzu menschlich sind, wenn das Individuum sich aus seinen Triebhaftigkeiten nicht selbst befreien DARF (Zölibat).
          FÜR MICH IST ES GLASKLAR MENSCHLICH NACHVOLLZIEHBAR: WENN DER MENSCH SICH AUS DER ENGE SEINER SEXUELLEN BEGIERDEN NICHT LÖSEN DARF – Empfindungen, die jeder Mensch für sich selbst und andere hat – , dann gibt es ein inneres und äußeres Unheil!!!
          Wir sollten dabei erkennen, daß unsere Reflektionen immer vom Inneren nach außen gerichtet sind – UND NIEMALS UMGEKEHRT

  7. Wer ist denn heute noch in den politisch grünlkinksgefärbten Kirchen?

    Von uns bekommen diese politischen Pfaffen keinen Cent.
    Abwarten, Kirchen werden ihre nähe zur Moslemschaft noch
    bitter bereuen, spätestens dann, wenn haufenweise Kirchen
    abgebrannt, verwüstet werden.

  8. Wenn ich mal dunkel und zynisch sein darf: “ der blutige Pfad Gottes“ war ein ziemlich guter Film. Der zweite Teil ist sogar noch besser, sogar humorvoller.
    Wo sind diese Jungs, wenn man sie mal braucht?

  9. Acht Millionen Euro aus dem Haushalt – 
    Bundesregierung finanziert Migrantenboote im Mittelmeer

    „Der Haushaltsausschuß des Bundestags hat beschlossen, dem Verein „United4Rescue“ für die Bergung von Migranten im Mittelmeer Steuergeld zur Verfügung zu stellen. Insgesamt soll die von der Evangelische Kirche in Deutschlands (EKD) gegründete Gruppierung künftig jährlich zwei Millionen Euro erhalten…“

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2022/steuergeld-mittelmeer/

  10. High, Irrlehren sind das, was man besonders der Deutschen Evangelischen Kirche vorwerfen muß. Freundlichst Fiete

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