Der Ukraine-Krieg unterm Christbaum

Unversöhnliche Positionen zwischen „Mainstream” und „Abweichlern” – auch an Weihnachten (Symbolbild:Shutterstock)

Vor zwei Tagen veröffentlichte mein Kollege Jan Henrik Holst auf dieser Seite einen Artikel, in dem er den Ansage!-Lesern dazu riet, an Weihnachten mit der Verwandtschaft doch mal über Impfschäden zu reden. Aus eigener Erfahrung muss ich jedoch sagen, dass das keine gute Idee ist – jedenfalls nicht, wenn die Verwandten, mit denen man Weihnachten verbringt, knallharte Verfechter der „Mehrheitsmeinung“ sind. Es sei denn, man möchte sie unbedingt loswerden. Bei mir verhagelte eine ziemlich hitzige Diskussion mit Familienmitgliedern über den Krieg in der Ukraine beim Weihnachtsessen ordentlich die Stimmung. Doch der Reihe nach… .

Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, doch will ich zumindest erwähnen, dass es sich hier um Verwandte handelt, zu denen mein Mann und ich ein relativ oberflächliches Verhältnis pflegen. Aus diesem Grund ist die Stimmung – wenn es überhaupt mal zu einem Treffen kommt – stets angespannt, das Vermeiden von Reizthemen ist so schwierig wie das Durchqueren eines Minenfeldes und man muss sich Gesprächsthemen regelrecht aus den Fingern saugen, damit keine peinlichen Redepausen entstehen. An Heiligabend selbst ging es zunächst eigentlich: Man sprach zunächst über „das leckere Essen”, „die Weihnachtsgeschenke”, „den nächsten Urlaub”, „die Kinder” und weitere unverfängliche Dinge, und da man obendrein das ein oder andere Gläschen Hochprozentiges zu sich nahm, konnte man sich die ansonsten aufkommende Langeweile zumindest wegtrinken. Über Politik zu reden vermieden wir tunlichst, da wir diesbezüglich mit diesen Personen bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben. Vor über einem Jahr war es schon einmal zu einem handfesten Streit gekommen, weil wir in puncto Corona-Impfung völlig unterschiedlicher Meinung waren.

Aus heiterem Himmel das Fass „Ukraine“ aufgemacht

Dann, nach zwei Stunden oberflächlichen und unverfänglichen Geplänkels – wir aßen gerade zu Abend -, sprach uns eine der Verwandten urplötzlich auf den Ukraine-Krieg an. Sie wollte wissen, was wir von „Putins furchtbarem Angriffskrieg“ halten, das sei ja das Allerletzte, man könne in der heutigen Zeit – mitten in Europa – doch nicht einfach die Grenzen verschieben oder dies auch nur beabsichtigen. Ein ganzes Volk werde völlig grundlos attackiert und dem Tod ausgesetzt, die Bundesregierung müsse jetzt endlich handeln und so viele Waffen wie möglich in die Ukraine schicken. Anders ginge es einfach nicht. Mein Mann und ich, die dies differenzierter sehen, hielten natürlich dagegen: Einerseits finden wir es auch nicht richtig, dass Putin Truppen in das Nachbarland entsendet und dort die Menschen bekriegt.

Das hätte man (vielleicht) auch vermeiden können. Andererseits dürfe man jedoch auch nicht außer Acht lassen, dass es sich hierbei um einen Stellvertreterkrieg handelt, bei dem die USA eine treibende oder zumindest stützende Kraft sind – und das dieser Konflikt selbstverständlich eine Vorgeschichte hat – nämlich die Zeit ab 2014, als die Bevölkerung im Donbass immer wieder von der regulären ukrainischen Armee und paramilitärischen Milizen wie dem Asow-Regiment terrorisiert wurde, was nach niedrigen Schätzungen mindestens 14.000 Tote zur Folge hatte. Die Opfer waren ukrainische Staatsbürger, aber ethnische Russen gewesen, die sich auch immer als Russen fühlten und die wenigstens Autonomie, am liebsten aber größtenteils ganz zu Russland gehören wollten. Dass Russland seit jeher als deren Schutzmacht auftrat und die offene Diskriminierung der russischstämmigen Bevölkerung durch die ukrainische Zentralregierung nicht ewig tolerieren würde, hätte der Westen wissen müssen.

Selbst nachprüfbare Sachverhalte werden zur Propaganda

Auf diese Entgegnungen unsererseits hin wurde unsere Gesprächspartnerin ziemlich schnell laut und aggressiv. Das sei doch alles nur „russische Propaganda”; wo wir das denn gehört hätten, wollte sie wissen. An dieser Stelle hätte ich natürlich antworten können, dass ich mich unabhängig und kritisch informiere, nicht nur bei Mainstream-Medien, und daher meine Informationen auch von Ansage!, „Journalistenwatch“ und auch von diversen Youtube-Kanälen beziehe – doch dürfte sie von diesen Medien noch nie etwas gehört haben, weshalb ich einfach von alternativen Medien sprach. Ich hätte aber auch sonst irgendetwas Beliebiges sagen können, denn im Prinzip ist es bei solchen Menschen egal, was man antwortet, weil alles, was nicht Mainstream ist, was „aus dem Internet“ kommt oder gar auf „Telegram-Kanälen” geteilt wurde, ist für sie sowieso automatisch „Propaganda“ und „Lüge” – selbst wenn es um offizielle, nachprüfbare Sachverhalte geht.

Dass im Donbass so viele Menschen zu Tode gekommen sein sollen, glaube sie mir nicht, und falls es so sei, dann bezweifelte sie, dass die ukrainische Armee oder mit ihr verbündete Einheiten für die Morde und Anschläge verantwortlich gewesen seien. Es sei doch in Wahrheit genau umgekehrt: Die armen Ukrainer, auch die in der Ostukraine, seien seit dem 24. Februar Putins willkürlichem Terror ausgesetzt, der quasi aus heiterem Himmel über die hereinbrach. Sie wusste natürlich auch, dass die sogenannten Scheinreferenden über die Abspaltung der vor Kriegsbeginn für unabhängig erklärten Teilrepublikengefälscht” seien, denn „90 Prozent der Bevölkerung“ wollten ganz sicher zur Ukraine gehören. Das ist natürlich großer Unsinn; die Abstimmungen sind zwar durchaus zweifelhaft, einfach weil ein Großteil der stimmberechtigten und betroffenen Donbass-Einwohner kriegsbedingt bereits ins Ausland geflüchtet war (übrigens nicht in den Westen, sondern nach Russland!) – aber die mehrheitliche Zustimmung für eine Angliederung an Russland kann als sicher gelten. Schließlich hatte eine Abstimmung vom Mai 2014, also acht Jahre zuvor (die von Kiew und dem Westen ebenfalls nicht anerkannt worden war), ähnlich hohe Sympathien für eine Loslösung von der Ukraine ergeben.

„Krude Ansichten”

Wir erwiderten, dass wir uns da nicht so sicher seien, ein gewisser Anteil der Einwohner möchte zwar durchaus weiterhin in der Ukraine beheimatet sein, doch ganz sicher sind dies keine 90 Prozent. Grundsätzlich verdeutlichten wir unseren Standpunkt, man könne diese komplexe Situation eben nicht so schwarz-weiß sehen, wie es unsere Politiker und Medien darstellen; beide Seiten hätten in diesem Konflikt berechtigte Interessen und auch Fehler gemacht. Wiederum wurde unsere Gesprächspartnerin sehr laut und verwies auf die „russische Propaganda”, wo wir denn „so einen Quatsch“ bloß her hätten, sie sei richtig schockiert ob unserer „kruden Ansichten”. Wir verteidigten unseren Standpunkt und betonten, dass man auch die Rolle der USA bei diesem Konflikt nicht außer Acht lassen dürfe, die immer schon „Weltpolizei” spielten und keine andere Weltmacht neben sich dulden wollen, weshalb sie Russland kleinhalten wollten. Die USA – beziehungsweise die NATO – hätten sich womöglich auch nicht an Absprachen gehalten und sich immer wieder ausgedehnt; möglicherweise fühle sich Putin ja auch bedroht.

Unserem Gegenüber platzte langsam, aber sicher die Hutschnur: Die Amerikaner hätten damit rein gar nichts zu tun, Russland sei in keiner Weise bedroht gewesen, die Ukrainer dagegen sehr wohl. Daraufhin erwähnte ich, dass etliche von den Amerikanern angezettelten Kriege, wie etwa der Irakkrieg 2003, mit einer Lüge begonnen hatten (Julian Assange behauptet gar, dies träfe auf alle Kriege in den letzten 50 Jahren zu). Dieses Argument watschte sie natürlich ebenfalls ab: Es träfe zu, zwar habe es tatsächlich keine Massenvernichtungswaffen gegeben, doch der Krieg hätte schon seine berechtigten Gründe gehabt, schließlich musste man einen Mörder, der sein Volk unterdrückte, beseitigen, das sei doch die einzig richtige Entscheidung gewesen, dasselbe gilt laut ihm auch für alle anderen Kriege, bei denen die Amerikaner in andere Länder einmarschiert sind. Immer hätten hehre Ziele im Vordergrund gestanden. Auf den dementen Joe Biden angesprochen, meinte sie übrigens, der sei zwar in der Tat schon etwas „greis”, aber eigentlich „sehr gut“ und er tue ja auch „das Richtige”. Dass niemand Geringeres als Biden selbst im Februar – als Kanzler Scholz sogar direkt neben ihm stand – gedroht hatte, man werde dafür sorgen, dass Nord Stream 2 nie in Betrieb gehe, focht sie natürlich auch nicht an, das sei Zufall gewesen; verantwortlich für die Pipeline- Sprengung sei allein das „Arschloch Putin” gewesen.

Egal was man sagt – man stößt auf Granit

Grundsätzlich gebe also es keine amerikanische, sondern nur russische Propaganda. Das sei doch alles „so offensichtlich” in diesem Krieg und wie man da überhaupt anderer Meinung sein könne, das verstehe sie ganz und gar nicht. Nochmals betonte sie, dass Deutschland jetzt endlich „ganz viele Waffen“ in die Ukraine liefern müsste. Mein Argument, so könnte man einen Atomkrieg provozieren, ließ sie auch nicht gelten, wir dürften uns nicht „einschüchtern” lassen. Ich entgegnete noch, dass ich das etwas anders sehe, denn wenn wir am Ende alle zur Asche geworden sind, bringt uns auch die richtige Haltung nichts mehr… Nein, das glaube sie nicht, Putin wolle uns nur einschüchtern! Auf jeden Fall sei es das ukrainische Volk wert, dass „wir” es mit Waffen, selbstverständlich auch mit schweren, unterstützen!

Nachdem zu dieser Thematik alles gesagt war, was es zu sagen gab, erinnerten wir unsere „lieben Verwandten“ noch daran, dass es sehr wohl auch westliche Propaganda im ach so seriösen Mainstream gebe; man denke nur an die erfundenen Stories von Claas Relotius im von ihr heißgeliebten „Spiegel“ – was sie prompt als „absolute Ausnahme“ abtat. Auf die Gates-mitfinanzierte Postille ließ sie partout nichts kommen. Kurz wurde auch noch die AfD am Rande gestreift und als „völlig rückwärtsgewandt“ verunglimpft, damit war das volle Programm der Standardvorurteile dann perfekt. Zu guter Letzt erinnerten wir die Dame noch an die Corona-Thematik und an die Kontroverse vor einem Jahr, und verwiesen darauf, dass sich seither hier inzwischen ja auch vieles als falsch oder gar glatte Lüge entpuppt habe. Darauf kam dann keine Antwort mehr – wobei mir nicht ganz klar war, ob unsere Widersacherin keine Lust mehr auf weiteren Streit hatte oder sie sich geschlagen geben musste, weil sie einsah, dass wir im Recht waren.

Lehren aus ansonsten fruchtlosen Diskussionen

Einerseits war ich schon etwas enttäuscht, dass ich mit meinen Argumenten absolut nichts an ihrer Sichtweise ändern konnte. Andererseits bin ich mir sicher, dass diese Verwandte umgekehrt mindestens genauso frustriert darüber ist, dass auch wir nicht von unserem Standpunkt abrückten. Immerhin war sie ja diejenige, die den „Waffenstillstand”, die unausgesprochene Vereinbarung zur Aussparung jeglicher Streitthemen verletzt und diese ganze leidige Diskussion angezettelt hatte. Mein Mann und ich wollten überhaupt nicht über Politik reden, weil wir mit so einem Ausgang schon gerechnet hatten! Nach dieser verbalen Auseinandersetzung sind wir höflichkeitshalber noch etwa eine halbe Stunde geblieben, doch die Stimmung war einfach kaputt und da wir ansonsten sowieso nur oberflächlichen Smalltalk führten, sahen wir keinen Grund, noch länger zu bleiben. Ohnehin hatte es für uns den Anschein, dass man uns loswerden wollte – und weil es unüblich ist, Gäste einfach rauszuschmeißen, fanden wir, dass es an der Zeit war, zu gehen.

Diese politische Diskussion am Weihnachtstisch hatte aber auch ihr Gutes: Erneut wurde mir unmittelbar bewusst, dass es tatsächlich etliche Menschen gibt, die exakt das glauben und nachplappern, was ihnen die sogenannten „Leitmedien“ vorgeben. Bisher hatte ich noch nie eine Diskussion mit jemandem geführt, der in puncto Ukraine tatsächlich ausnahmslos die Meinung des Mainstreams wiedergibt und davon auch keinen Millimeter abweicht; so extrem und undifferenziert kannte das noch nicht – allenfalls als Parodie, wenn etwa der Deutsche als „dummes Schlafschaf” überzeichnet und lächerlich gemacht wird. Jetzt weiß ich wenigstens aus erster Hand, dass es wirklich derart leicht zu manipulierende Menschen gibt, die wirklich ausnahmslos alles nachplappern, was konformistische Journalisten ihnen vorgeben. Mir ist bewusst, dass es für unsere Verwandte umgekehrt wahrscheinlich genauso merkwürdig war, einen „Schwurbler” – also jemanden, der selbst denkt und sich nicht nur einseitig informiert – am Tisch zu haben, wobei es für sie vermutlich schon ein Novum darstellte, überhaupt mit jemandem konfrontiert zu sein, dessen Meinung nicht eins zu eins mit der eigenen übereinstimmt – wobei wir ja nicht einmal in allen Punkten gegensätzlicher Ansicht waren! Das zeigt mir einmal mehr, wie intolerant manche Menschen sind, die schon dann gänzlich die Fassung verlieren und es als persönlichen Affront empfinden, wenn die Meinung eines anderen auch nur einen Millimeter von der eigenen abweicht.

Blindes Urvertrauen in de facto gleichgeschaltete Medien

Des Weiteren habe ich so begriffen, dass man Menschen, die seit Jahrzehnten den großen Medien felsenfest vertrauen und keinen Millimeter von ihren Informationsgewohnheiten abweichen, diesbezüglich absolut nicht mehr umstimmen kann. Ihre Meinung über die großen Fernsehanstalten, über Druckwerke wie den „Spiegel”, die „Süddeutsche” oder auch die „Zeit”, die schließlich mehr oder weniger alle dasselbe schreiben, wurde noch in einer Zeit geprägt, als diese Medien tatsächlich noch als kritisch, ja geradezu subversiv galten. Heute sind sie selbst Teil einer weltanschaulichen Propaganda, weil ihre Redakteure einseitig und politisch quasi „gleichgeschaltet“ ticken, doch das merken sie selbst nicht, weil sie deren Darstellungen für unfehlbar und vertrauenswürdig halten und sich gar nicht vorstellen können, von diesen schlecht informiert oder gar manipuliert zu werden.

Die Meinung über die scheinbar seriösen Mainstream-Medien ist derart hoch, dass man absolut keine Chance hat, diese Menschen zum Umdenken zu bewegen – ganz gleich, wie gut man auch argumentiert. Ich bin mir sicher: Selbst wenn es beispielsweise handfeste Beweise gäbe, dass die Nord-Stream-Pipelines im Auftrag der USA oder gar Polens und der Ukraine gesprengt wurden, dann würde es immer noch keine Zweifel wecken und absolut nichts an der Haltung der besagten Verwandten ändern. Entweder würde sie dann behaupten, die „Beweise“ seien gefälscht, oder sie würden es kleinreden und erklären das sei doch nicht so schlimm, schließlich habe man ein höheres Ziel verfolgt, nämlich die Schwächung des bösen Diktators Putin, da habe man doch gar keine andere Wahl gehabt als mal so eine Pipeline zu sprengen…

Wie sich bei hitzigen Streitgesprächen richtig verhalten?

Daher hat mir dieses Weihnachten verdeutlich, dass es nicht nur nervenschonender, sondern für den Familien- und Seelenfrieden besser ist, wenn man solch kontroversen politischen Themen an Weihnachten erst gar nicht anspricht – vor allem dann nicht, wenn man bereits weiß oder zumindest davon ausgehen muss, dass dies im Streit endet. Wird man jedoch, wie in unserem Fall, vom Gastgeber darauf angesprochen und nach der eigenen Meinung gefragt, dann sollte man sich jedoch selbstverständlich nicht selbst verleugnen und seinem Gesprächspartner nach dem Mund reden, bloß damit Ruhe ist. Manch einer macht das vielleicht so, doch ich empfände es als völlig entwürdigend, wenn ich das Gegenteil von dem sagen würde, was ich denke. Auf Nachfrage sollte man daher zumindest kurz und knapp seine Meinung äußern; sobald man jedoch feststellt, dass man einfach auf keinen grünen Zweig kommt und die Situation immer weiter eskaliert, sollte man klipp und klar sagen, dass man es an Weihnachten – dem „Fest der Liebe” – schlicht unpassend findet, sich wegen solch eines Themas zumindest im übertragenen Sinne die Köpfe einzuschlagen – vor allem, wenn Kinder anwesend sind. Lässt die andere Person dann partout nicht locker, muss man leider die Reißleine ziehen und sich verabschieden.

Bemerkenswert finde ich schon, mit welch Selbstbewusstsein und Dreistigkeit nicht etwa die Querulanten und angeblichen „Schwurbler“, sondern fast immer die Menschen, die (vermeintlichen) Mehrheitsmeinungen anhängen, diese völlig unverfroren kundtun. Da fallen ohne jegliche Hemmungen oder auch nur den Gedanken daran, das Gegenüber könnte ja anderer Meinung sein, provozierende Äußerungen wie „die AfD ist ja das Allerletzte und völlig rückwärtsgewandt” oder „Putin ist ein böser Diktator, dem nur mit schweren Waffen Einhalt gebot werden kann, da kann man gar nicht anderer Meinung sein.” Wir Andersdenkenden, die wir oft oder immer „alternative“ Ansichten vertreten, verhalten uns eigentlich komplett gegensätzlich: Wir missionieren nicht, wir provozieren nicht, wir trauen uns in der Regel sogar entweder gar nicht, überhaupt unsere Meinung zu äußern oder wenn, dann nur sehr vage.

Woher weiß ich, dass ich nicht falsch liege?

Auf den erwähnten Vorhalt zur AfD fällt dann vielleicht einmal die Entgegnung, dass die Alternative „zumindest doch teilweise vernünftige Positionen vertritt”, oder dass der Ukraine-Krieg eben eine kompliziertere Vorgeschichte als die angebliche Eroberungslust eines Kreml-Herrschers aufweise. Doch man ist fast immer in der Defensive und muss sich ständig rechtfertigen. Doch selbst solche vorsichtigen Entgegnungen genügen dann beim „Mainstreamler“ oft schon, um ihn vollends zur Weißglut zu bringen und den anderen als unverschämten „Rassisten“ oder „Nazi“ abzustempeln, wogegen er selbst natürlich über jeden Zweifel erhaben und deshalb berechtigt sei,  vor Selbstsicherheit strotzend seine Meinung herauszuposaunen. Er hat dabei keine Hemmungen – denn schließlich weiß er ja die Medien und die große Mehrheit  – so scheint es zumindest – hinter sich.

Ich weiß nicht, wie es anderen Menschen mit „alternativen Positionen“ ergeht; doch im Gegensatz zu den Leuten, die konforme und „massentaugliche“ Sichtweisen vertreten, bin ich bei solchen Diskussionen schon selbstkritisch und überlege, ob mein Gegenüber nicht doch recht hat und ich mich getäuscht habe. In solchen Situationen helfen mir jedoch die Fakten. Bin ich beispielsweise der Meinung, dass die Corona-Impfung schädlich ist und stelle dann auch noch fest, dass es im zeitlichen Zusammenhang mit Beginn der Impfung zu einer Steigerung an Todesfällen kommt (und das auch noch aufgrund ganz bestimmter Krankheitsbilder, die es vorher viel seltener gab): Dann kann ich doch davon ausgehen, dass ich recht habe. Außer der Impfung gibt es schlicht keinen Grund, wieso plötzlich viel mehr Menschen als vorher Herzinfarkte oder Schlaganfälle erleiden, an Herzproblemen allgemein erkranken oder auch immer mehr Menschen krebskrank sind.

Idealisten, gefangen in ihren Weltbildern

Dasselbe gilt für die Zuwanderungsproblematik. Bin ich der Meinung, zu viele Zuwanderer aus unterentwickelten oder gescheiterten Staaten liegen dem Staat größtenteils auf der Tasche und werden zudem übermäßig kriminell, dann brauche ich mir nur die Statistik ansehen, welche mir recht gibt. Dasselbe gilt für den Krieg in der Ukraine: Die Fakten zeigen nun einmal, dass es im Irak keine Massenvernichtungswaffen gab, stattdessen jedoch jede Menge nukleare Waffen seitens der Amerikaner zum Einsatz kamen und man sich auch allerhand Rohstoffe einverleibte. Das zeigt doch, dass es sich hier um keinen edlen Krieg handelt, selbiges gilt für zahlreiche andere Kriege, die die Amerikaner angezettelt haben. Zudem ist es kein Geheimnis, dass die USA ihr vergleichsweise teures Frackinggas an Deutschland verkaufen möchten und das günstigere Erdgas aus Russland eine lästige Konkurrenz darstellt. Wenn man sich dann noch obendrein Bidens Äußerung, man werde dafür sorgen, dass Nord Stream 2 nicht ans Netz gehen werde, zu Gemüte führt, dann bin ich nun einmal nicht so naiv, um hier nur an einen Zufall zu glauben und zu denken, Putin steckt selbst dahinter.

Der manipulierte Anhänger der „Einheitsmeinung“ leugnet diese Fakten in der Regel zwar auch nicht (was auch schwer möglich ist), doch begründet er sie entweder mit bloßen Scheinkausalitäten oder schützt andere „Gründe“ vor. Das zeigt sich vor allem im Fall der kreativen Erklärungsversuche zu den offenkundigen Impftoten, oder bei der mantraartigen Behauptung in Bezug auf die Masseneinwanderung, es liege vor allem an uns, Migranten zu „integrieren” und wir seien letztlich daran schuld, dass sie arbeitslos oder kriminell werden, weil es sich um bemitleidenswerte, traumatisierte Menschen handele, denen ohne jede Hinterfragung geholfen werden müsse. Und so weiter, und so fort. Es sind Gutmenschen und Idealisten, die an ihr Weltbild glauben – und nur selten an die unliebsame, erbarmungslose Realität.

Auch alternative, konservative Medien können „Einheitsmeinungen“ vertreten

Bezüglich des Rechthabens spielt es auch nicht nur eine entscheidende Rolle, welche Medien man konsumiert, sondern auch wie viel Zeit man täglich dafür aufwendet. Meine Gesprächspartnerin ist beruflich so eingespannt, dass sie unmöglich mehr Zeit als zwei Stunden am Tag hat, um sich überhaupt zu informieren, wogegen ich mindestens doppelt so viel Zeit dafür aufbringe. Während sie ausschließlich Nachrichten aus dem Mainstream hört oder liest, mache ich zwar weitestgehend dasselbe mit alternativen Medien, doch der Unterschied ist der, dass dort in der Regel zunächst die Mainstreamberichterstattung zitiert oder wiedergegeben wird einschließlich den massenkonformen, gewünschten „Systemmeinungen”, diese dann jedoch anhand von Fakten widerlegt oder durch Gegenpositionen hinterfragt wird. Wobei selbst das nicht immer der Fall ist, schon gar nicht beim Thema Ukraine: Hier sind etwa „Tichy’s Einblick” (TE), welches bei allen anderen Themen immer sehr kritisch ist, weitgehend auf Regierungslinie (allen voran der Autor Thomas Spahn, dessen Ansichten sich in keiner Weise von jenen des Mainstreams unterscheiden), oder auch bei Boris Reitschuster, der ebenfalls sehr russlandkritisch ist.

Dennoch lese ich mir diese Ansichten immer durch, auch wenn ich sie nicht teile. Auch die „Junge Freiheit” (JF) vertritt diesbezüglich eine sehr amerikafreundliche und eher russlandfeindliche Haltung, die sich in diesem Punkt nicht wesentlich von den Mehrheitspositionen bei ARD, ZDF, „Spiegel“ & Co. unterscheidet. Damit machen sich TE und JF bei vielen ihrer Leser zwar nicht gerade beliebt, aber das muss man so akzeptieren. Der Vorteil ist jedenfalls: Als alternativpolitischer Mensch kann man immerhin auch die anderen Ansichten kennenlernen – wogegen das typisch deutsche „Schlafschaf“ ausschließlich die gewohnten Massenmedien  konsumiert (nebst journalistischer „Einordnung“ nach allen Regeln der Kunst des betreuten Denkens) und die andere Seite höchstens aus einem verächtlichen Blickwinkel erläutert bekommt, von deren Publikationen man am besten gleich die Finger lässt („böse Russenpropaganda”, „rechtspopulistisches Portal”, „Verschwörungskanal” oder auch „…diese AfD-Lügen zu angeblichen Impfopfern…”). Interessanterweise macht es heute die Mehrheitsanhänger nicht neugierig, wenn man ihnen etwas ausreden will, sondern sie fügen sich brav und meiden die Medien der Gegenöffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser.

Wir haben unsere Konsequenzen gezogen

Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, ob er sich zu Anlässen wie Weihnachten (oder zu anderen Gelegenheiten wie Geburtstagen oder sonstigen Familienfeiern) auf politische Diskussionen mit Menschen einlässt, von denen er von vornherein weiß, dass sie völlig anders ticken. Was meinen Mann und mich betrifft, werden wir dies in Zukunft tunlichst vermeiden und dann notfalls im Vorfeld abblocken, wenn es „kritisch” wird. Schließlich kennen wir die Mehrheitsmeinung zur Genüge, wir haben unsere Gründe, wieso wir anders denken, und außerdem wissen wir, dass wir bei unseren Gesprächspartnern keinerlei Umdenken erreichen können. Zudem widerstrebt es mir, wie die Mainstream-Konformisten die eigene Meinung als derart selbstverständlich und unfehlbar zu empfinden, dass sie meinen, sie ohne jede Hemmung und Rücksicht auf das Empfinden Andersdenkender kundtun zu dürfen. Zudem lassen sie die anderen Ansichten oft auch gar nicht gelten, während wir kein Problem damit haben, ihnen zumindest teilweise recht zu geben, folglich also nicht derart zugenagelt und intolerant sind wie sie

Abschließend bin ich auf die Meinungen und Erfahrungen der Leser zu dieser Thematik gespannt. Sicher war der eine oder andere an Weihnachten auch mit diesem Problem konfrontiert. Berichten Sie uns im Kommentarbereich gerne von Ihren diesbezüglichen Erfahrungen!

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50 Kommentare

  1. Es ist für mich schon kaum noch zu toppen. Rot-grün als Kriegspartei haben allerdings dieses Jahr vergessen, für unseren Bw-Nachwuchs ferngesteuerte Panzer auf den Gabentisch zu stellen. Dazu einen modernen Volksempfänger (digital) der die Kriegsbereitschaft von Rot/Grün/Gelb /Schwarz als humane Notwendigkeit fordert. Orwell läßt grüßen.

  2. Zum Glück ist unser Verwandtenkreis sehr überschaubar. Wir haben deshalb gar nicht die Gelegenheit, mit dummen Menschen auf einer Weihnachtsfeier zusammenzukommen. Auch feiern wir Weihnachten nicht. Man erspart sich viel Streß dadurch.

  3. Meine erste Theorie für den Krieg lautet, das den Israelis das Wasser ausgeht und man neuen Lebensraum braucht. Weiter halt ich es für möglich, das die Ukraine als Smart- State völlig neu aufgebaut werden soll vielleicht al Hauptstützpunkt der NWO. Sollte eine Theorie stimmen, würde sich der Krieg gezielt gegen die ukrainische Bevölkerung richten, die zur Flucht gezwungen werden soll auch durch Grausamkeiten der ukrainischen Armee selber. In diesem Falle wäre auch klar, das Putin und Selensky unter einer Decke stecken und da man sich mit keiner Seite gemein macht, geht man Streitigkeiten aus dem Weg.

  4. Ich halte mir seit 2 Jahren konsequent das (letzendlich) neofaschistische Schlafschafpack vom Hals. Der Preis mag „hoch“ erscheinen..
    aber Seelenfrieden ist letztendlich unbezahlbar.

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  5. @Egal was man sagt – man stößt auf Granit
    für Religionen und Sekten ist das normal – da spielt Verstand keine Rolle !

  6. Ist zwar keine „Weihnachtsgeschichte“, aber ich bin auf einer Familienfeier in so eine Situation hineingeschlittert, zweite Hälfte 2021, als die Impfpropaganda (anders kann man es nicht nennen) so richtig Fahrt aufnahm. Man wußte bereits im Vorfeld, daß ich „einer von denen“ bin, die sich noch immer beharrlich dem heiligen Stich verweigern; entsprechend unentspannt war die ganze Situation, und ich hatte mir daher vorgenommen, unter keinen Umständen dieses Thema anzuschneiden und jegliche Anbahnung sofort durch schnelle Themenwechsel zu unterbinden. Das lief auch alles recht geschmeidig, bis sich kurz vor Ende der Feier zwei Impfverfechter berufen fühlten, nochmals auf die Dringlichkeit des Themas aufmerksam zu machen. Beide sind jeweils kinderlos, fahrzeuglos und offenbar Dauerkonsumenten der im akademisch-bürgerlichen Milieu ubiquitären Medien Zeit, Süddeutsche und Spiegel (Würde mich übrigens nicht wundern, wenn darin die ein oder andere Kolumnistin geraten hätte, man solle Familienzusammenkünfte explizit dazu nutzen, den „Ungeimpften“ auf den Pelz zu rücken…)

    Jedenfalls hat sich die ganze Situation an der Frage entzündet, ob es denn überhaupt gerechtfertigt sei, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen mit einem „Impfstoff“, bei dem schon während der Entwicklung auf essentielle Sicherheitstest verzichtet wurde und bei dem noch nicht einmal feststeht, ob er wirklich eine sterile Immunität erzeugt (dass letzteres Kriterium den Pharmaunternehmen selbst völlig am A… vorbeiging, durften wir ja erst kürzlich erfahren). Jedenfalls war da sehr schnell von moralischer Pflicht die Rede, und dass die individuelle Freiheit hintanzustehen habe; dass es die Aufgabe des Staates sei, die Bürger zu schützen, notfalls durch Zwang; und sämtliche Einwände meinerseits haben lediglich dazu geführt, daß meine beiden Gegenüber nur noch lauter, noch hitziger (und im übrigen noch feuchter in der Aussprache, soviel zum Thema Infektionsschutz…) „zurückargumentierten“. Wohlgemerkt, Leute aus dem eher links geprägten Bürgertum, die sich ansonsten als Wächter der Freiheit und als antiautoritäre Anarchos begreifen, verwandeln sich -vollkommen unprovoziert- in humorlose, verbitterte, schreiende und speiende Totalitaristen. Leute, die bei jeder Gelegenheit „Nie wieder Faschismus“ schwören, setzen sich wie selbstverständlich über die wichtigste Erkenntnis des Nürnberger Ärzteprozesses hinweg: Daß nämlich das gesundheitliche Wohl des Kollektivs niemals wieder über das des Einzelnen gestellt werden darf. Das hat mich am meisten erschüttert. Am selben Abend war es – erwartbarerweise – bei den übrigen Gästen Konsens, daß ich allein am ungemütlichen Ausgang des Abends Schuld hätte. Wie also künftig mit so einer Situation umgehen? Ehrlich gesagt, würde ich es heute auch nicht anders machen. Ich werde niemals missionieren – aber auch nicht mit meiner Meinung hinterm Berg halten, wenn entsprechende Themen aufkommen.

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  7. Lisa Fitzek hat gut erklärt, wie man mit solchen Leuten spricht: „So denkt Ihr also. Nun, ich denke anders.“ Bringt mehr als mit Leuten zu diskutieren, die z.B. die Bundestagsdebatten nicht selbst hören, aber sich anmaßen zu sagen, dass die AfD nur dummes Zeug redet. Gibt keinen Streit, kann aber den Zweifel beim Gegenüber säen. Letztendlich müssen sie selbst drauf kommen.

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  8. Hallo Frau Steinmetz, ein super Artikel, der ziemlich genau ins Schwarze trifft! Auch habe diese Erfahrung gemacht. Leider war es bei mir nicht „unbedeutende“ Verwandtschaft, sondern es betrifft meinen leiblichen Sohn… Ich war bisher der Meinung wir können uns über jedes Thema unterhalten, diskutieren und auch gegensätzliche Meinungen austauschen. Seit Cocoloris ist das anders. Jetzt nach dem Gegenzug der Russen in der UKR ist unser Verhältnis am Boden. Ich bin am Verzweifeln… Soll man wirklich einfach nur zusehen und hoffen, dass es für die eigenen „Gut“ ausgeht… Bin auch für Ratschläge sehr dankbar.
    Darüber hinaus wünsche ich allen Kritischen einen guten Start in das neue Jahr und ganz viel Energie… R.H.

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    • Vielen Dank für das Kompliment!
      Der Streit mit Ihrem Sohn ist sehr traurig, leider werden Sie da nicht viel machen können. Wenn Ihnen der Kontakt sehr wichtig ist, wovon ich ausgehe, ist es wohl das beste, wenn Sie diese Streitpunkte außen vor lassen, alles wäre kontraproduktiv.

    • @Ralf
      „We agree, that we disagree“ sagen die Amis.
      „Wir stimmen ueberein, dass wir nicht uebereinstimmen“, dieser Spruch hat mir schon oefter geholfen.
      oder: „Du hast Deine Meinung, ich hab meine“ , dass sollte jedoch unsere Beziehung nicht stoeren oder aendern.
      oder „darueber moechte ich nicht reden.“

      Hoffe, dass sich die Beziehung zu Ihrem Sohn wieder einrengt.

  9. Die Leute müssen schon selbst irgendwann darauf kommen, von den Systemmedien nach Strich und Faden belogen und manipuliert zu werden. Man kann nur vorsichtig Denkanstöße geben – alles darüber hinaus führt leitet beim Gesprächspartner Verteidigungsaggression ein, sobald man in die Kategorie „Gegenseite“ einsortiert wird.

    Denkanstöße sind nur über wohlformulierte offene Fragen zu einzelnen Punkten möglich, von denen man weiß, dass die Erzählung der Systempresse offen inkonsistent ist. Beim Thema „Corona“ sind es beispielsweise die aktuellen absurden Erklärungen, woran die Leute neuerdings so „spontan“ versterben. Beim Thema Ukraine zb der Umstand, dass laut Medien den Russen schon im März die Raketen ausgegangen sind. Oder dass die Russen einen Angriffskrieg mit weniger als der Hälfte an Soldaten führen, als die Gegenseite ins Feld führt.
    Das lässt sich mit „wie kann es sein, dass….“ oder „seltsam, dass…“ mit der Bitte um Erklärung.

    Meist gibt die Gegenseite dann mit spontanem Themenwechsel auf.
    Und ich hake auch nicht nach.

    In der Regel wird der Gesprächspartner danach von sich aus ein solches Thema erst dann wieder ansprechen, wenn er angefangen hat, sich wirklich informieren zu wollen.
    Jedenfalls ist das meine Erfahrung aus den letzten 3 Jahren.

    Davor dachte ich naiverweise tatsächlich, man könnte Menschen mit Fakten oder Argumenten überzeugen. Was möglicherweise vor Dekaden auch noch möglich war – im heutigen moralischen Freund/Feind gut/böse Diskurs (und es wird NUR noch in diesen Kategorien „diskutiert“) ist das illusorisch.

  10. Es geht uns exakt genauso und wir haben auch schon aufgehört zu diskutieren. Ob es Corona, die Energiepreise oder die Inflation ist durch die sie geschädigt wurden, selbst frühere Grünen- und SPD-Hasser sind plötzlich auf Seiten der Regierung. Alles Ältere, die demnächst an Veränderungen in ihrem Leben, z.B. zu grosse Wohnungen, mitarbeiten müssen und die das alles nicht stört. Die alten Weisheiten haben aber Bestand : Wer nicht hören will, muß fühlen. Leider wird das uns auch treffen.

  11. selbst Schuld wenn Sie sich solche Leute einladen. Hier in BRA läuft das anders: Man checkt vorher schon die Lage ab, wenn es ein Kommunist ist und damit diesen gequirlten Propaganda Unsinn glaubt, lädt man den erst gar nicht ein. Fertig, da bin ich gnadenlos mittlerweile. Und wenn jemand differenziert denken kann, ist es kein Kommunist, denn die durchschauen ja dann den ganzen Quatsch und Lügen die aufgetischt werden. Es sei denn der gehört zum betreibenden Führungspersonal von denen, aber auch solche Leute kommen bei mir schon 2x nicht über die Haustürschwelle!

  12. So wie im Artikel beschrieben, geht es mir mit meiner Tochter. Lange Zeit gab es zwischen uns zwei Dickköpfen sehr lange Diskussionen, egal zu welchen Thema. Heute nun hat sie mir bestätigt, daß diese konträren Sichtweisen begannen, als sie im Westen 1997 ihre Lehre begann. Ich finde, dieses Zugeben ist ja schon ein kleiner Schritt in die richtige (in meine) Richtung. Ich habe, egal was für Thema, immer munter weiter geplappert und sie hat meistens nur zugehört. Wenn ich sie dann doch so sehr provozierte, daß sie antworten mußte, hat sie relativiert, so wie eben auch die ÖR relativieren. Wir, die wir uns täglich in den alternativen Medien zu diesen gesamten Scheußlichkeiten informieren, haben da ja gute „Werkzeuge“ in den Händen zu Gegenargumentationen. Jetzt habe ich ein Buch von Wishnewski gekauft und sie dazu verdonnert, dieses Buch vom 1. bis zum letzten Buchstaben zu lesen. Sie begreift ja nun auch langsam, daß ich nicht aus Eigennutz argumentiere, sondern daß es mir um sie, meinen Enkel und zukünftig um ihre eventuellen Enkel geht – also um die Zukunft der deutschen Familien.
    Was ich festellen mußte, ist, daß auch wir im Osten Unannehmlichkeiten, Probleme von unseren Kindern fern gehalten haben und das finde ich, war ein Fehler. So wie wir (ich 1947 geboren) gerade die Folgen des Krieges noch hautnah erlebten, so können wir den heutigen Generationen auf Grund der damals gemachten Erfahrungen diese Unterstützung der USA in der Auseinandersetzung mit Russland über die Ukrainer als sehr gefährlich für den Frieden in Europa erklären. Es geht ja nicht nur um Russland, die Ukraine, es geht auch um unsere Heimat, um uns. Was sollen wir mit diesen vielen nutzlosen Essern, die sich nicht etwa dankbar für ein sicheres Leben in DE zeigen. Nein, sie bringen ihre Probleme, ihre für uns vollkommen unverständliche fehlende Erziehung und Moral mit und leben ihre Emotionen und Unarten hier zu Lasten unserer Freunde, Verwandten, Kollegen und auch der hier in Frieden lebenden Menschen aus. Und die dafür Verantwortlichen? LACHEN UNS NOCH FRECH INS GESICHT – ZEIGEN UNS TÄGLICH DEN STINKEFINGER !!!

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  13. Ich habe von den geführten oder von vornherein vermiedenen „Diskussionen“ genau denselben Eindruck. Besonders was Corona angeht: Ich tische ein paar Fakten auf und mein Gegenüber glotzt mich freundlich an und nickt zerstreut, hat aber so einen Ausdruck im Gesicht wie auf Dope oder ferngesteuert. Und im weiteren Verlauf des Gesprächs werden wieder dieselben Behauptungen wiederholt wie z.B. „Die Impfung ist gut“, als wären meine Worte überhaupt nicht in ihr Gehirn eingedrungen, ja noch nicht einmal ins Vorzimmer vom Gehirn.

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  14. Ich wiederhol mich da gerne – Jeder kann (falls geistig dazu in der Lage) live sehen, wie das „1000“-jährige Reich funktioniert hat. Bei solchen fanatischen Vollidioten muß man sich nicht mehr wundern, daß es zu Pogromen kam. Das Problem sind nicht die paar Kriminellen, sondern die gehirngewaschene Masse an Mitläufern. Hinterher will wieder niemand von etwas gewusst haben. Sozialisten mögen keine Selbstdenker – Stalin, Mao, Hitler, Pol Pot und das jetzige kriminelle Gesindel sind das beste Beispiel.

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  15. Liebe Beate, ich habe keine politischen Themen mehr zugelassen, bzw. mich auf keine politischen Diskussionen mehr eingelassen, sonder klipp und klar gesagt, daß, wer diesbezüglich etwas von mir wissen will, einfach fragen – und sich mit der Antwort zufrieden geben soll. Wenn niemand etwas von mir wissen will diesbezüglich, sei es auch gut. Ich hatte harmonische Weihnachten. Kinder, Urlaub, Neffen, Änderungen im Leben – alles das ist ja durchaus ebenfalls von Interesse. Ich diskutiere nicht mehr mit Leuten, die nur eine Meinung haben, aber die Fakten nicht kennen. Gerade in der Familie nicht. Energiewende, Weltklima, Planetenrettung, Seenotrettung, Flüchtlinge, Corona, Ukraine – alles das wären Themen gewesen, derentwegen es garantiert geraucht hätte. Meinungen interessieren mich nicht mehr. So viel Selbstbewußtsein muß inzwischen sein. Mich interessiert, was Leute wissen. Wenn sie nichts wissen, diskutiere ich nicht. Ich lerne gern dazu. Wenn das bei den o.g. Themen geht, höre ich dann auch interessiert zu. Guten Rutsch!

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    • „Meinungen interessieren mich nicht mehr. Mich interessiert, was Leute wissen.Ich lerne gerne dazu.“

      Das ist es auf den Punkt gebracht! Herzlichen Dank!

    • Lieber Max,
      wir haben ja fast dasselbe geschrieben, zumindest vom Inhalt her 🙂
      Fand deinen Artikel super gut und lustig, wie fast alle anderen von dir auch!

  16. Ich vermute, Ihre Gastgeber sprachen das Thema Ukrainekrieg an, weil sie sich nicht vorstellen konnten, daß jemand dazu eine andere Meinung als die öffentlich-rechtliche haben könnte, und weil sie hofften, mit Ihnen gemeinsam bei diesem Thema vom Leder ziehen zu können. Nachdem Sie sich diesem Ansinnen jedoch verschlossen zeigten und sich stattdessen als anstrengende Gesprächspartner erwiesen, dürfte die nächste Einladung vermutlich auf sich warten lassen (schmunzel).

    Ich habe einen Bruder, der sich bewußt sämtliche Nachrichten vom Hals hält, um sich so lange wie möglich die Illusion zu bewahren, daß doch alles bestens ist in dieser Republik. Er hält mich für rechtsradikal, wählt aber grün-linksradikal, „um seinem neugeborenen Enkel etwas Gutes zu tun“. Äußere ich mich bei unseren Telefonaten ab und an zu einzelnen Themen, kommt faktenfreier Widerspruch („Das glaube ich nicht!“) Während Corona habe ich meinem Bruder unzählige Hinweise zu den Aussagen und neuesten Erkentnissen nicht gekaufter Wissenschaftler zukommen lassen. Gelesen hat er so gut wie nichts davon, wie ich sehr viel später erfuhr, aber zumindest haben ihn meine Warnungen so abgeschreckt, daß er sich letztlich doch gegen eine „Impfung“ entschied, zumal ich die Katastrophe bei augenscheinlich recht guter Gesundheit auch ohne Impfung überstand.
    Bei anderen Themen (Blackout etc) läuft es nicht anders. Ich habe meinen Bruder x-mal gewarnt. Er will nichts wissen. Dann soll es so sein. Ich kann nicht die Verantwortung aus der Ferne für ihn übernehmen. Und ich bin auch nicht mehr bereit, gegen diese Wand aus Phlegma und Angst anzukämpfen. Das habe ich meinem Bruder gesagt. Aber es fällt schwer.

    • Genau, ich denke, sie sprachen es zum einen an, da sie sich nicht vorstellen konnten, dass wir anders denken, zum anderen weil sie ohnehin nicht wussten, worüber sie mit uns reden sollen, da waren sie froh, dass es endlich mal ein „gutes Gesprächsthema gibt.“

  17. Auf diesem Portal (Kolumnisten wie auch Kommentatoren) gibt es leider zu viele „russophilen“ Traumtänzer! Was Putin und seine Entourage (Lawrow und Konsorten) in der Ukraine veranstalten, sind eindeutig kriminelle Kriegsverbrechen und nichts anderes! Die gehören „an die Wand gestellt“! Hier auf die böse Nato und die böse USA zu verweisen sind Ablenkungsmanöver (Nebelkerzen) und ändern an dem zuvor gesagten nichts! Diesen verbrecherischen Krieg des Kreml-Gnoms zu relativieren, wie in diesem Artikel ist schon ein starkes Stück! Realistischer und Wahrheitsgemäßer wird der Ukraine -Krieg hier beschrieben:
    „https://www.achgut.com/artikel/ukraine_ein_rueckblick_zum_jahresende“ mit einem passenden Kommentar dazu von Stephan Braun!

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    • Diese Frau Steinmetz ist doch ganz klar eine anti-westlich gepolte Putinistin, was sie schon in früheren Beiträgen zeigte. Man sieht das schon an ihrem verlogenen Gerede von den 14.000 von der Ukraine ermordeten Russen in den Separistengebieten. Dort sind aber nicht 14.000 Russen -ob diese Zahl stimmt, ist ja auch umstritten, ermordet worden, das beliebte Rechtfertigungs-Argument der scham- und gewissenlosen Putinisten, sondern bestenfalls im Kampf der ukrainischen Truppen gegen diese Separatisten ums Leben gekommen. Aber über die Todesopfer auf ukrainischer Seite verliert sie natürlich kein Wort. Und wenn Putin in seinem Staatsgebiete brutal gegen legitime Separatisten vorgeht wie 2x in Tschetschenien, dann darf das wohl die Ukraine nicht minder. Aber natürlich hätte man dort mit Verhandlungen und Autonomie es besser regeln können. Dieser Krieg ist -bei aller KRITIK sonst am Westen- eindeutig ein Verbrechen des Putin, der ja in seinem Ultimatum vorher an die Westmächte viel mehr forderte als die Neutralisierung der Ukraine. – PS. Ich schreibe hier kaum noch, weil die Putinisten ebenso unerreichbar und verbohrt, festgezurrt sind ihren Argumenten, wie es Frau Steinmetz von der Gegenseite erzählte. Und die Frage ist doch ganz einfach: Wollt Ihr leben wie bei Putin in dessen Faschismus mit völliger Entrechtung der Opposition oder lieber im leidlich noch freiheitlichen Westen, also hier!!

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        • Vielen Dank. Ich bin mir da ja selbst nicht so sicher, ob ich mit allem Recht habe, so genau kann man das nie wissen, mein Gegenüber aber erst recht nicht. Und das ist der Unterschied, derjenige, der total im Mainstream ist, ist sich meistens ganz sicher, dass er richtig liegt.

      • Meint die Dame, daß wir in Deutschland in Freiheit leben? Es gelten immer noch die Besatzungsstatuten „light“ aus dem 2 + 4 Vertrag,(…)
        Dazu die UN-Regel Feindstaaten

        Der Rechtsstaat ist am geistigen verhungern und am sterben.

        • Von Deutschland war doch hier jetzt gar nicht die Rede, es ging nun einmal um die Ukraine. Das heißt ja noch lange nicht, dass es hier in Deutschland toll ist, habe ich nie behauptet.

      • @info68,
        als ob in westlichen Nachrichten nicht mindestens genauso gelogen und die Fakten verdreht werden, wie Sie es der russischen Seite unterstellen. Es gibt eine Vorgeschichte zu diesem Krieg, während der über 8 Jahre hinweg einseitig russischstämmige Zivilisten im Donbass (darunter auch viele Kinder) von Ukrainern beschossen und getötet wurden. Während dieser 8 Jahre rüsteten die USA die Ukraine bereits systematsch für den jetzigen Krieg auf, während man Putin vormachte, an Frieden interessiert zu sein. Putin hat über Jahre versucht, eine friedliche Einigung dahingehend zu erzielen, daß die Ukraine ein neutraler Staat bleibt, sodaß die NATO nicht direkt an Rußland heranreicht. Die USA lehn(t)en im Gegensatz zu Putin bis heute jegliche Friedensverhandlungen ab. Als Putins Truppen Ende Februar die ukrainisch-russische Grenze überschritten, kamen sie den Plänen der Ukrainer wenige Tage zuvor.

        Sie sprechen von der Freiheit des Westens. Diese wird seit Jahren systematisch abgebaut und eingeschränkt, nicht nur in Europa, sondern auch in den USA. Und es wird weitergehen. Viel Unterschied sehe ich zwischen Rußland und dem Westen nicht mehr. Dennoch wirken Putin und sein Außenminister Lawrow auf mich glaubwürdiger als Biden und so mancher europäischer Politiker.

        Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die ganze Sache entwickelt. Es würde mich nicht wundern, wenn sich irgendwann herausstellte, daß Biden, Putin und Xi alle an einem Strang zogen zwecks Unterjochung der Weltbevölkerung.

        • Die Freiheit des Westens ist bei aller KRITIK IMMER NOCHT TAUSENDMAL größer ALS JE IN PUTINS Rußland (aus dem vorherigen Ostblock kamen doch massenhaft Flüchtlinge in den Westen und das setzt sich nun aus Rußland fort) in KP-CHINA UND IM ISLAM-IRAN. ABER DAS ZU BEGREIFEN MUSS MAN AUCH SELBST EIN FREIHEITLICH GESINNTER MENSCH SEIN, WAS DIE MEISTEN PUTINISTEN EBEN NiCHT SIND, DIE SCHON LÄNGST VORHER SICH IN ANTI-WESTLiCHEN und autoritären HALTUNGEN ERGINGEN. – Und die Vorgeschichte im Donbass WAR SO, dass DORT DIE russo-philen SEPARATISTEN MIT DEM MILITÄR-Kampf ANFINGEN UND DIE UKRAINE LEGITIMERWEISE SICH DAGEGEN WEHRTE. Gewiß HÄTTE MAN DORT MIT GEGENSEITIGEM VERSTÄNDNIS, was aber beiden Seiten abging, zu einer einvernehmlichen Lösung kommen KÖNNEN, etwa Autonomie. ABER AUCH DORT WAR PUTIN militärisch LÄNGST ZUGANGE. Und das Gerede von der Entnazifizierung der Ukraine zeigt doch die ganze Verlogenheit Putins.

        • Da sprechen Sie einen guten Punkt an, diejenigen, die die Mehrheitsmeinung vertreten, leugnen ja sogar in der Regel die involvierung der Amerikaner oder reden deren Einfluss herunter.

      • Ich habe doch geschrieben, dass wir unseren Gesprächspartnern gesagt haben, dass der Krieg nicht in Ordnung ist. Ich habe zudem das von uns Gesagte wiedergegeben. Da bereits unser Gegenüber immer wieder auf die Verbrechen Russlands hinwies, mussten wir das nicht auch noch tun.
        Zu den 14.000 habe ich nun einmal etwas anderes gehört. Sie sehen es so, ich halt anders.

        • Ja, so reden Sie sich raus, wo Sie in Wahrheit voll auf Putins Seite stehen. Aber er hat die Faschisierung Rußlands seit Jahren vorangetrieben, alle Opposition ausgeschaltet und etliche ungerechte Kriege geführt. Und in Syrien hat er nichts zur Lösung beigetragen, sondern das Land so zerschossen wie einst die Amis in Vietnam. Er war schon längst vor dem Ukraine-Krieg eine der übelsten Figuren je!! Wer hier inder BRD fürmehr Demokratie plädiert und den großen Demokraten spielt, wird doch völlig unglaubwürdig, wenn er die innenpolitischen Schweinereien des sowjet-nostalgischen Diktators Putin billigt.

          • Ihre Beschreibung Putins als verbrecherisches Monster wäre glaubwürdiger, wenn Sie eine ähnliche Auflistung im Hinblick auf die Politik der letzten US-Präsidenten anschließen würden. Das tatsächliche Monster der letzten Jahrzehnte sind die USA mit ihren unzähligen verbrecherischen CIA-Maßnahmen in fremden Ländern, den vorgeschobenen Lügen, mit denen die meisten Kriege der letzten Jahre begründet und gerechtfertigt wurden, dem unvorstellbaren Wahlbetrug gegenüber der eigenen Bevölkerung (kürzlich zum zweitenmal) usw. Und jetzt, in der Auseinandersetzung mit Rußland, setzen die USA nicht etwa auf Friedensverhandlungen, sondern auf eine Ausweitung des begrenzten Konflikts bis zum Atomkrieg. Und weshalb? Um die alleinige Weltmacht zu bleiben. Die Betonung liegt dabei auf MACHT. Denn die USA haben in den letzten Jahrzehnten nirgendwo Frieden und Freiheit gebracht, sondern Umsturz, Armut, Chaos. Und was Putins Bombardierungen in Syrien betrifft: er wurde von Assad um Hilfe gebeten bei der Bekämpfung der radikalen islamistischen Gruppen. Die USA hat niemand gerufen. Trotzdem halten sie noch immer den Daumen auf dem syrischen Öl.

  18. Ich teile Ihre Erfahrung zu hundert Prozent. Was in Ihrer Aufzählung noxh fehlt ist die Taktik, bei jedem Versuch des Einstiegs in eine tiefergehende Diskussion sofort zum nächsten Thema zu springen, um eine Auseiandersetzung mit komplizieteren Fakten tu vermeiden. Der Grund ist dabei schlechterdings, dass Schlafschafe zwar die Regierungspropaganda auswendig abspulen können, aber über keinerlei argumentatives Gerüst verfügen, diese Meinungen logisch zu begründen. Wie auch? Konfrontiert man sie mit conträren Fakten ist die Diskussion daher an diesem Punkt zwangsläufig beendet. Ich kann gleichwohl berichten, dass man immer wieder auf offene Ohren trifft und es diverse Sauluse in meinem Bekanntenkreis gibt, man sollte die Hoffnung daher nicht aufgeben.

    • Das stimmt, es wurde von Thema zu Thema gesprungen. Bei vielen Punkten, die wir nannten, fiel unseren Gesprächspartnern einfach nichts ein, da es sich jedoch um Punkte handelte, die deren Thesen widerlegten, wurde darauf einfach nicht eingegangen.

  19. Meine Standartantwort: Sorry, aber über dieses Thema diskutiere ich nicht mehr, mag jeder glauben was er will. Meine Nerven, meine Lebenszeit ist mir für diese „woke“ Leute zu schade! Ich verarbeite meine Gedanken auf andere Art:
    Der Wahnsinn schreitet so schnell fort
    Die Welt mittlerweile ein irrer Ort
    Zu viele Menschen träge und uninformiert
    Plappern nach ohne denken, ganz ungeniert
    Behaupten sie hätten die Weisheit gepachtet
    Jeder der anderer Meinung, er wird verachtet
    Zu traurig was weltweit gerade geschieht
    Nur mehr Propaganda und Desinformation blüht
    Die Menschen sie wollen es nicht hören und sehen
    Nun denn, so wird Freiheit und Wahrheit untergehen
    In einigen Jahren dann kann es eventuell sein
    Die Menschen schauen zurück und erkennen fein
    Es war Alles ganz anders, sie fielen fiesem Betrug anheim
    Doch dann ist es zu spät, es ist alles verloren
    Alles was sie mit dem Gutsein beschworen
    verkehrte sich in großes Gegenteil
    Trieb in die Menschheit einen vernichtenden Keil
    Wie es weiter geht, ich weiß es nicht
    weiß nur, ich hielt eigenständiges denken immer
    für meine Pflicht
    PTW

  20. Am besten stopft man schweigend das Festtagsmenü in sich hinein, spült mit reichlich geistigen Getränken nach, kehrt nach Austreten und Verdauungszigarre an die Tafel zurück um dann bei leisestem Anflug von Politik (Religion ist auch gutgeeignetes Thema) einen keine Zwischenfragen duldenden Monolog zu beginnen, erst mit ruhiger Stimme, allmählich lauter werden um schließlich, während man schon in Begriff ist sich den Mantel überzuziehen, mit sich überschlagender Stimme den resümierenden Schlußakkord zu brüllen, letzten Schnaps hinunterzuspülen und ohne unnötiges Bedanken und Abschiedsgegrüße schwankend den Raum zu verlassen.

    Das wäre immerhin kein Streit im eigentlichen Sinne 😉

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  21. Würde mich so ein politisch Korrekter auf den Ukraine-Krieg ansprechen, dann würde meine Antwort lauten, dass dies ein Krieg zwischen der Ukraine und Russland ist, der mich nichts angeht und ich hoffe, dass die eine Verhandlungslösung finden und sich irgendwann wieder in die Augen blicken können. Kämen dann Nachfragen, würde ich den Satz genau so noch einmal aufsagen und spätestens nach der dritten Wiederholung sehen sie ein, dass aus mir nichts herauszuholen ist.
    Bei Flüchtlingen würde ich ganz ähnlich vorgehen und den Staat in den höchsten Tönen dafür preisen, dass er dafür unsere letzten Ressourcen verschleudert und sich zudem noch verschuldet, während das Land dringend renovierungsbedürftig ist, garniert mit allerhand Beispielen des Verfalls.

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  22. Die Politik hat es geschafft, dass wir durchweg in einer „Ich-habe-recht!“-Kultur leben. Jede Seite glaubt, was sie glauben will. Fakten spielen für die meisten Menschen deshalb nur noch ein untergeordnete Rolle. Was ist denn wirklich „Wissen“, von dem, was in den Diskussionen so aufgefahren wird? Woher kommt dieses „Wissen“?

    Die Fragen sollen nicht andeuten, dass man letztlich nichts wissen kann, sondern, dass da gewiss ein Zusammenhang zwischen dem Aufwand zur Informationsgewinnung und der Erkenntnis/dem Wissen zu einem Thema steht. Wer nur dem Mainstream folgt, muss erst einmal merken, dass er nur einem Mainstream folgt. Masse wird mit Klasse verwechselt. Dazu kommt, dass Menschen so angelegt sind, dass sie unter sozialem Druck sogar erkannt falsches als richtig ausgeben, um sich nicht zu isolieren. Das ist durch zahlreiche psychologische Studien belegt – auch wenn dies keiner so richtig wahrhaben will.

    Letztlich hilft immer nur logisches Denken, Plausibilitäten zu überprüfen, nach Fakten zu suchen und das Ganze in ein historisches oder politisches Gesamtbild einzuordnen:
    Bezüglich der Ukraine ist bei jedem Krieg zu fragen: Welche Ereignisse gingen denn dem „ersten Schuss“ voraus? Was kann man den Kriegsparteien aus der Zeit vor Kriegsbeginn ggf. vorhalten?
    Bei Corona: Wurde bei Sterbefällen nach den Todesursachen geforscht? Welche Auswirkungen hatten denn die einzelnen Maßnahmen? Usw.
    Bei der Energiekrise: Wer hat wann die Lieferungen bzw. Annahmen verweigert? Welches Interesse hat Russland oder Deutschland, die von beiden Seiten finanzierte Pipeline zu sprengen?
    Und vor allem könnte man fragen: Woher hast du deine Informationen? Wie glaubwürdig ist oder war in der Vergangenheit diese Quelle?

    Menschen sind nun mal äußert denkfaul und Glauben reduziert immer den energischen Aufwand, den unser Gehirn beim Denken betreiben muss.
    Das Gehirn muss trainiert sein, denken und zweifeln zu wollen!

    Wenn man die Beschränktheit der menschlichen Denk- und Kombinationsfähigkeit erkannt hat, muss man sich über die „Glaubensbereitschaft“ nicht mehr wundern. Mit jeder Information, die das bisherige Bild bestätigt, wird jeder Zweifel oder Entgegnung auf dieses Bild zum Angriff auf die Persönlichkeit und das Selbstbildnis, das dieser Mensch von sich hat. Seine Auffassung und sein Selbstschutz heißt nun mal: „Ich habe recht und bleibe im Recht!“ Ganz egal, ob er durch nachdenken oder nachplappern zu dieser Meinung gekommen ist.

  23. Wenn die Sanktionen gegen Russland mal richtig greifen, werden sie ihre alten Ladas, Airbags und die den Ukrainern gekalauten Küchengeräte und ausgeschlachteten Waschmaschinen verfeuern müssen.

  24. Ich möchte ein Gleichnis geben, wenn ich darf:
    Ich beschäftige mich mit Finanzen und verarbeite jeden Tag eine Menge Info. Und dabei mache ich immer denselben Fehler: Ich verweigere mich den Gagaspekulationen.
    Vor Jahren empfahl mir ein Bekannter Bitcoin bei 250 USD zu kaufen (er kam von 0,02 USD!!). Ich halte diesen Kryptoquatsch für behämmert und tat es nicht. BTC stieg bis 65.000 USD und brach nun ein auf 16.000.
    Ich sehe extrem günstig bewertete russische Aktien, man redet vom politischen Risiko, ich aber erkenne keines bei den Russen, die immer brav ihre Dividende zahlten und werde vom Westen enteignet (ja liebe Kinder, der Feind kam von hinten!).
    Ist mein Denken sauber? Absolut. Und dennoch waren diese beiden Anlagen teure Fehler für mich, denn Gaga ist besser als Wahrhaftiges.

    Gestern hörte ich Doug Casey wieder von seinen Anlagen in CO2 Zertifikaten reden. Er sagt das sei totaler Blödsinn und ein von Europa angezettelter Riesenbetrug, aber er macht Millionen damit. Sein Freund machte eine CO2-Zertifikats-Handelsfirma auf und Doug denkt, der wird damit 100 Millionen machen.
    (falls von Interesse: Doug Casey’s Take [ep.#226] Gold-backed Crypto, bei youtube)

    Fazit: Ich werde niemals ein großer Spekulant, weil ich unfähig bin mir die Dummheit anderer vorzustellen und zu Nutze zu machen. Ich erkenne den Gaga und argumentiere auch so – aber ich vermeide so „das bessere Leben“.
    Und deswegen klappts auch nicht unterm Weihnachtsbaum. 🙂

  25. überall, aber auch wirklich überall, hört man den unsinn über CO2-sparen und klimakrise.

    keiner stellt es auch nur in frage, ob es sinn macht milliarden zu investieren um von deutschland aus die welt zu retten.

    sie glauben alles ohne zu hinterfragen und nach zu denken. eine andere meinung ist für sie unvorstellbar.

  26. Die Leute wurden und werden mit professionellen Methoden aufgehetzt. Das Ergebnis wirkt wie Granit. Vor allem wissen die Hetzprofis, wie sie die Fähigkeit, selbstständig zu denken, gezielt abschalten können. Das allein bewirkt die totale Verhärtung und die Intoleranz. Wer nicht denken kann, der kann auch nicht über seinen Standpunkt diskutieren. Ohne Denkfähigkeit kann man nur den per Propaganda eingebimsten Text endlos wiederholen.
    Wir erleben hier einen hochprofessionellen Psychokrieg, und unsere Gegner sind keine Freizeitschützen sondern hochprofessionelle „Soldaten“. Wer sich je gefragt hat, was eigentlich die ganzen hochintelligenten Menschen so beruflich machen, der ahnt, warum er in seinem gewöhnlichen Berufsleben meist nie solchen Menschen begegnet. Wir sehen sie auch jetzt nicht, aber wir bemerken ihr Wirken.

  27. Och, das kenn ich. Meine Frau hat inzwischen aufgegeben vorwurfsvoll mit den Augen zu rollen wenn ich meine Meinung sage und sie konsequent vertrete. Keine Ahnung ob es ihr zu anstrengend wurde oder sie die Fruchtlosigkeit dieser Maßnahme eingesehen hat. Ich kann einfach nicht meine Klappe halten und es gehört nicht unbedingt viel dazu meine Einstellung zu bestimmten Themen aus mir rauszukitzeln. Zudem bin ich Gott sei Dank mit einem dicken Fell gesegnet und es stört mich nicht die Bohne wenn ich Leute vergraule.

  28. Der Westen und Russland können sich vielleicht noch einigen.
    Aber dann braucht es leider mmer noch einen wirksamen Raketenschutz gegen den Machthaber in Nordkorea und gegen die religiösen Mullahs im Iran.

  29. Der Grund, warum Russland mit bis zu 120 Raketen täglich angriff ist, weil Russland das vor Weihnachten nicht in diesem Ausmass gemacht hat. Da gab es ab und zu einen Versuch, mal mit 80, mal nur 60 und das nur alle paar Tage.
    Warum hat Russland nicht schon vor Weihnachten so beschossen?
    Weil sie es nicht können. Der Angriff um die Weihnachtstage ist symbolisch. Russland versucht den Ukrainern in diesen Tagen möglichst viel Leid zuzufügen.
    Aber das wird nicht funktionieren.
    Die Idee, möglichst brutal vorzugehen und dadurch eine Aufgabe zu erzwingen, hat historisch nur selten funktioniert, und nur relativ früh in einem Konflikt.
    Russland wird diesen Beschuss nicht aufrecht erhalten können. Es hat Gründe warum Russland vom Iran drohnen kauft, und von Nordkorea die eigenen Raketen zurückgekauft hat. Die Eigenproduktion läuft zu langsam und wird wegen den Sanktionen auch nicht mehr viel produzieren können.

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