Gelsenkirchen 2030

Die nahe Zukunft, die auch den Nichtspaziergängern und Demo-Verweigerern blüht - am Beispiel einer Stadt im Westen

Totalüberwachung im diversen klimaneutralen Corona-Staat der Zukunft (Symbolbild:Imago)

Es war ein wunderbar trüb-nasskalter Dezembertag. Es nieselte wie immer leicht. Gelsenkirchen lag da wie unter einer Milchglasscheibe. Kevin-Abdullah gefiel der diesige Schleier, der feuchte Dunst, der immerwährende Nebel. Er mochte halt keine Extreme und Abweichungen von der Norm eines Mittelwertes. Er sah die Luftschiffe der grünen Notstandsregierung ihre Kondensstreifen in den Himmel zeichnen und Spezialdrohnen in großer Höhe ihr Gemisch verspritzen, das der andauernden Wolkenproduktion und damit der Dimmung des Sonnenlichtes diente. Mit dieser Regulierung war endlich eine Forderung der renommierten Klimatologin und Uno-Chefin Greta Thunfisch erfüllt und die tödliche, weil alles Leben gnadenlos verbrennende globale Erhitzung gestoppt. Jedenfalls im Siedlungsgebiet.

Kevin-Abdullah hatte das seltene Glück, dass ihm das Seuchensicherungshauptamt eine Ausgangsgenehmigung bis zum Abend ausgestellt hatte. So zeigte er nach dem Moscheebesuch auf dem Weg nach Hause bei den Militärstreifen, die ihn ausgangs des weiträumigen Geländes der Behörde mehrfach stoppten, stolz seinen Passierschein und den Impfpass mit dem Nachweis über die 57 erforderlichen Boosterungen gegen die Omega/X3-Mutation vor. Es war schließlich verdächtig, dass sich eine Einzelperson zu Fuß durch die Straßen bewegte und nicht die üblichen staatlich registrierten Pferdefuhrwerke oder Eselskarren benutzte.

Reibungsloses Leben

Kevin-Abdullah kam an den Versorgungsstützpunkten vorbei, vor denen Schlangen von Menschen nach Brot anstanden, die sich aufgrund des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes auf mehrere hundert Meter erstreckten. Er sah die ehrenamtlich Mitarbeitenden der Blockwartstaffeln der Antifa mit den zwei Meter langen Holzzollschlagstöcken ihre Arbeit beim Messen der korrekten sozialen Distanz in beeindruckender Präzision verrichten und lauschte dem vertrauten Surren der Drohnen direkt über ihm, die über die Einhaltung der allgemeinen Sicherheit wachten, seine Identität prüften und stetige Bewegungsprofile von ihm anfertigten. Kurzum, das Leben im Siedlungsgebiet verlief reibungslos und Kevin-Abdullah erfüllte dies mit jener tiefen Zufriedenheit, die wir bereits an seinesgleichen kennen- und schätzen gelernt haben.

Es war immer ein unbeschreibliches Gefühl, vor seinem Gemeinschaftsblock Nr. 179 zu stehen. Leibesvisitation durch das Wachpersonal, Iris-Scan, Rachen- und Analabstrich, Fiebermessen, Dekontaminationsschleuse, Desinfektionsdusche. So schmeckte die Heimat!

Kevin-Abdullah liebte sein Gelsenkirchen, die Perle des Siedlungsgebietes. Obwohl Schalke 04 immer noch nicht Meister war und in der vierten Liga spielte.

4 KOMMENTARE

  1. Ein Nebeneffekt wird die Bevölkerungsreduktion sein – es gab schon vor Jahren die „Gerüchte“, daß für die BRD rund 8 Mio Menschen vorgesehen sind, passend zu den 500 Mio weltweit lt. Georgia Guidestones.
    Der damalige Außenminister Fischer hätte es von seiner Freundin, der US-Außenministerin Albright erfahren!
    Kevin-Abdullah wird andere Probleme haben als die Pflicht-Impfe mit Ketracel-White, und Menschenschlangen wird es nicht mehr geben – dafür viele Kranke, die an den Nebenwirkungen der Gen-Therapie langsam sterben.

  2. Die Idee der Sonnenverdunklung zur Rettung des Weltklimas hat schon Menschenfreund B. Gates angeregt:

    „Bill Gates wants to spray millions of tonnes of CHALK into the stratosphere to reflect sunlight and slow global warming“
    (Dailymail, Uk, 23.03.2021).

    Gelsenkirchen ist noch aber besser als der Ruf. Wenngleich S04 in 2030 vermutlich nicht mehr nur 4. Liga spielt, sondern mangels Masse nicht mehr existiert.

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